ZUM URTEIL VOM MITTWOCH

Das Landgericht Rostock hat am Mittwoch, 27.04.16, einen ehemaligen Moderator unseres Senders wegen Bankrotts und Betrugs zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Er hatte im Verfahren u.a. gestanden, die Privatradio Landeswelle Mecklenburg-Vorpommern betrogen zu haben. Zwischen 2008 und 2010 hatte er mit einem betriebsfremden Helfer in mehreren Fällen die Ausschüttung von Geldgewinnen an ihnen bekannte Personen veranlasst. Diese Bekannten haben danach einen Großteil des Geldes an den ehemaligen Moderator und seinen Helfer ausgezahlt. Auf diese Weise haben die beiden Männer nach Feststellung des Gerichts vor nunmehr sieben/acht Jahren insgesamt rund 75.000 Euro unrechtmäßig kassiert.

Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe im Jahr 2012 wurden intensive Prüfungen eingeleitet. Als möglicher Geschädigter hatte die Privatradio Landeswelle Mecklenburg-Vorpommern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Rostock aktiv unterstützt. Zudem wurden bereits vor vier Jahren die internen Sicherheitsvorkehrungen überarbeitet. So wurde entschieden, die Höhe von Bargeld-Gewinnen zu reduzieren und vorrangig konkrete Sachgewinne auszuspielen.

Die Taten sind auch Jahre später noch sehr schmerzhaft für uns. Wir bedauern das Fehlverhalten des früheren Moderators außerordentlich. Gleichzeitig sind wir sehr dankbar, dass unsere Hörerinnen und Hörer uns trotzdem treu geblieben sind. Dadurch haben wir die Chance, jeden Tag zu beweisen, dass wir gern und mit Leidenschaft ein abwechslungsreiches Informations- und Unterhaltungsprogramm für unser Land gestalten.