STELLUNGNAHME zur Anklage gegen ehemaligen Moderator

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat am 10.05.13 erneut Anklage gegen den ehemaligen Moderator Marcus J. erhoben. Ihm wird nunmehr vorgeworfen, gegen die Auflagen eines privaten Insolvenzverfahrens verstoßen zu haben und Gewinnspielgelder der Privatradio Landeswelle Mecklenburg-Vorpommern veruntreut zu haben. Konkret wird Marcus J. und einem betriebsfremden Helfer zur Last gelegt, zwischen 2008 und 2010 in insgesamt neun Fällen die Ausschüttung von Geldgewinnen an ihnen bekannte Personen veranlasst zu haben. Diese Personen sollen in der Folge als Gegenleistung einen Großteil des gewonnenen Geldes an die beiden Angeklagten ausbezahlt haben. Insgesamt spricht die Staatsanwaltschaft Rostock von ausgeschütteten Beträgen in Höhe von 75.200,73 Euro, von denen in den drei Jahren rund 61.000 Euro an die Angeklagten zurück geflossen sein sollen.

Die Privatradio Landeswelle Mecklenburg-Vorpommern hat als mögliche Geschädigte die Ermittlung der Staatsanwaltschaft Rostock in den vergangenen Monaten aktiv unterstützt. Sie ist über die schweren Verdächtigungen einer Veruntreuung von Geldern zu Lasten des Senders erschüttert. Als wesentliche Maßnahme hat der Sender die Sicherheitsvorkehrungen bei Gewinnspielen intensiv überprüft und verschärft.