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OSTSEEWELLE-NACHRICHTEN ZUM NACHHÖREN
In den Ostseewelle-Nachrichten halten wir euch über die Corona-Entwicklung in unserem Land und natürlich auch in Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Hier könnt ihr die jeweils aktuellste Nachrichten-Sendung nochmal nachhören.

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29.09.2020
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Zuletzt aktualisiert: 28.09.20 um 17:55 Uhr
Zuletzt aktualisiert: 28.09.20 um 17:55 Uhr

(zuletzt aktualisiert: 28.09.20 | 16:48 Uhr | osw/dpa) In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Freitag vergangener Woche 17 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Fälle auf 1169, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Montag mitteilte. Sechs neue Fälle traten im Landkreis Vorpommern-Greifswald auf und vier in Nordwestmecklenburg. Unverändert blieb mit 144 die Zahl der Patienten, die seit Beginn der Pandemie in Kliniken behandelt werden mussten, ebenso wie die der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus gestorben sind. Sie liegt seit Monaten bei 20.

In den letzten sieben Tagen sind in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich drei Coronafälle je 100 000 Einwohner registriert worden. Dabei sprang im Kreis Nordwestmecklenburg die Warnampel für eine erhöhte Infektionszahl mit 10,2 Infizierten auf Gelb. Bis 10 Infektionsfällen pro 100 000 Einwohner steht die Ampel auf Grün, ab 50 zeigt sie Rot.

Die coronabedingten Einschränkungen im Lehrbetrieb der Universitäten und Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns haben für Studenten mit Bafög-Bezug finanziell keine negativen Folgen. Im Eilverfahren verlängerte der Landtag die Regelstudienzeit um ein Semester. Nur zwei Tage nach Einbringung verabschiedete das Parlament am Freitag die dazu erforderliche Gesetzesänderung, ohne nochmals darüber zu debattieren. Somit können betroffene Studenten auch ein halbes Jahr lang länger Bafög beziehen, da diese staatliche Finanzhilfe nur für die jeweilige Regelstudienzeit gezahlt wird. Ein gesonderter Antrag auf Fristverlängerung samt ausführlicher Begründung ist nicht mehr nötig. «Das ist eine sehr gute Nachricht für die Studierenden an unseren Hochschulen», sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Die coronabedingten Einschränkungen im Sommersemester 2020 hätten gerade bei Bafög-Empfängern zu Unsicherheiten geführt. «Mit der pauschalen Verlängerung der Regelstudienzeit haben sie nun die notwendige Sicherheit, um ihr Studium ohne finanzielle Sorgen abschließen zu können», erklärte die Ministerin. Die Verlängerung der Regelstudienzeit sei ein wichtiger Schritt, der außerdem Bürokratie einspare, für Studierende und Studierendenwerke.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatten im März Universitäten und Hochschulen im Land ihre Lehrtätigkeit von Präsenz- auf Online-Veranstaltungen umgestellt. Bibliotheken blieben geschlossen, Konsultationen waren kaum möglich, und Prüfungsabläufe wurden geändert. Daraus dürften Studenten keine Nachteile erwachsen, hatte Martin die befristete Änderung des Hochschulgesetzes begründet. Das Land sei aktiv geworden, weil es nicht zu einer bundesweit einheitlichen Lösung gekommen sei. Sollte es auch im Wintersemester 2020/2021 zu coronabedingten Studienverzögerungen kommen, kann die Regelstudienzeit im Nordosten per Verordnung um ein weiteres Semester verlängert werden.


AKTUELLER STATUS

TOURISMUS:
Nach monatelangem Einreiseverbot dürfen Tagestouristen von diesem Freitag (04.09.) an wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Damit können auch entfernte Verwandte und Freude wieder Familien in MV besuchen. Bislang gelten solche Ausflüge als illegal und können mit Bußgeldern bis zu 2000 Euro belegt werden. Der Übernachtungstourismus war schon Ende Mai wieder angelaufen. Hotels, Pensionen und Besitzer von Ferienwohnungen dürfen alle Betten vermieten. Eine Einreise aus sogenannten Risikogebieten ist aber grundsätzlich nicht gestattet. Ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt zählen als Risikogebiet, wenn dort innerhalb von sieben Tage mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert worden sind.

BUßGELD FÜR MASKENVERWEIGERER:
Das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer wird zum 4. September von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Obergrenze liegt unverändert bei 150 Euro. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist im öffentlichen Nahverkehr, im Einzelhandel, beim Friseur und in Arztpraxen vorgeschrieben. Auch an weiterführenden Schulen sollen Masken getragen werden, allerdings nicht während des Unterrichts. Kinder bis zum Schuleintritt müssen keine Masken tragen, wie auch Menschen, die ein ärztliches Attest vorlegen können.

FEIERN:
Zu privaten Feiern können weiterhin grundsätzlich 50 Menschen zusammenkommen. Bei besonderen Anlässen, wie etwa Hochzeiten und Jugendweihen, sind bis zu 75 Teilnehmer erlaubt. Bund und Land hatten sich in der Vorwoche nicht auf eine einheitliche Obergrenze einigen können. Laut Landesregierung ist das Tanzen bei Feiern erlaubt. Die Treffen können auch in Gaststätten stattfinden. Eine Gästeliste muss geführt und mindestens vier Wochen aufbewahrt werden.

SCHULEN UND KITAS:
Im neuen Schuljahr gibt es täglichen Unterricht für alle Schüler, mindestens vier Unterrichtsstunden an Grund- und wenigstens fünf an weiterführenden Schulen. Für Schüler ab der 5. Klasse gilt Maskenpflicht während der Pausen im Schulgebäude und auf dem Schulhof sofern die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten werden können. Seit Anfang August sind die Kitas in Mecklenburg-Vorpommern wieder vollständig geöffnet.

CLUBS:
Clubs und Diskotheken dürfen vom 4. September an wieder öffnen, allerdings nur als Schankwirtschaften. Tanzveranstaltungen sind nach wie vor nicht erlaubt.

KINO UND THEATER:
Zwischen Kino- und Theaterbesuchern muss vom 4. September an der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden. Wenn die Besucher Masken tragen, könnten die Sitzreihen wieder enger, mit jeweils einem Platz Abstand, besetzt werden.

VERANSTALTUNGEN:
Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen weiterhin maximal 200 Menschen zusammenkommen, bei Veranstaltungen unter freiem Himmel sind es maximal 500. Die Gesundheitsbehörde kann Ausnahmegenehmigungen für Veranstaltungen erteilen, dann sind drinnen bis zu 400 Menschen möglich, im Freien maximal 1000 Menschen.

SPORT:
Sportvereine können grundsätzlich trainieren, egal ob in einer Sporthalle oder auf einer Sportanlage im Freien. Zuschauer dürfen bei Wettkämpfen dabei sein, mit Sportlern, Zuschauern, Trainern und Schiedsrichtern sind im Außenbereich insgesamt 500 Menschen zugelassen, 200 im Innenbereich. Auf Antrag können auch im Sport die Maximalzahlen verdoppelt werden. Über die Zulassung von Zuschauern bei Spielen in den Profiligen laufen Gespräche.

MÄRKTE:
Vom 1. Oktober an sollen auch wieder Märkte abgehalten werden können, sofern es das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen erlaubt. Damit gibt es auch grundsätzlich grünes Licht für Weihnachtsmärkte. Über die Zulassung der Märkte entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter auf Basis der eingereichten Veranstaltungs- und Hygienekonzepte. Die Maskenpflicht kann dabei im Einzelfall aufgehoben werden.


AUS DEN STÄDTEN UND LANDKREISEN

Landeshauptstadt Schwerin
Nach vereinzelten Neuinfektionen mit Reiserückkehrern in den vergangenen Wochen ist in der Landeshauptstadt am Freitag ein Schüler der Friedensschule positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Die familiären Kontaktpersonen hatten negative Testergebnisse. Nach intensiven Ermittlungen des Gesundheitsamtes gibt es keine Kontaktpersonen im schulischen Umfeld oder in der Klasse des Schülers. Der betreffende Schüler befand sich im ansteckungsfähigen Zeitraum nicht in seiner Klasse. Nach Abstimmung mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales sind vorerst keine weiteren Maßnahmen nötig. Das Gesundheitsamt behält den Fall mit allen Beteiligten intensiv im Auge, um nötigenfalls kurzfristig weitere Maßnahmen einleiten.

Hansestadt Rostock
Die Rostocker Hundertwasser-Gesamtschule nimmt nach den Corona-Fällen vom kommenden Montag an wieder den Regelbetrieb auf. Das teilte die Schule am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Mit Ablauf des Freitags ende grundsätzlich die Quarantäne für Schüler, Lehrer und weitere Mitarbeiter der Schule, teilte die Stadt mit. «Dieses gilt ausdrücklich nicht für Personen, die positiv auf das Virus getestet wurden. Hier wurden durch das Gesundheitsamt individuelle Festlegungen getroffen», sagte Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Aus der Quarantäne könne nach einem positiven Befund nur entlassen werden, wer wenigstens 48 Stunden ohne Symptome sei. Ob ein zweiter Test notwendig sei, entscheide das Gesundheitsamt individuell. «Ein weiterer Massentest ist nicht erforderlich, da es keine weiteren Auffälligkeiten bei den unter Quarantäne gestellten Personen gab», erläuterte der Senator. Nach Angaben eines Stadtsprechers wurden bislang 15 Schüler und drei Lehrer der Gesamtschule positiv auf das Coronavirus getestet. Zudem sei das Virus bei vier Kontaktpersonen nachgewiesen worden. Demnach mussten 780 Schüler, 70 Lehrer und 15 Referendare in häusliche Quarantäne.

Ein Teammitglied der ROSTOCK SEAWOLVES wurde in einem Screening auf COVID-19 positiv getestet. Daraufhin wurde die Testspielreise nach Nordrhein-Westfalen beendet. Die Vorbereitungsspiele am Donnerstag bei den RheinStars Köln (ProB), am Freitag bei den Bayer Giants Leverkusen (ProA) und am Sonntag bei den Telekom Baskets Bonn (BBL) finden nicht statt. Im Rahmen eines routinemäßig durchgeführten Corona-Screenings wurden sowohl das Team als auch der Trainerstab auf das Virus SARS-CoV-2 getestet. Bei der Auswertung gab es einen positiven Befund, alle weiteren Ergebnisse waren negativ. Das positive Testergebnis im Screening bedarf nun einer weiteren spezifischen Abklärung, die entweder den Verdachtsfall bestätigt oder widerlegt. Die betroffene Person zeigt keinerlei Krankheitssymptome und ist isoliert von der Mannschaft. Die gesamte Mannschaft der ROSTOCK SEAWOLVES begibt sich mit dem heutigen Tag vorsorglich in Quarantäne und unterzieht sich in Kürze erneut einem COVID-19-Test. Das Teammanagement steht in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt Rostock. Wir informieren, sobald neue Ergebnisse vorliegen.

Nordwestmecklenburg
Aktuell keine Meldungen

Ludwigslust-Parchim
In einer Tagespflege in Boizenburg wurde ein Tagesgast positiv auf das Coronavirus getestet. Vorsorglich wurden deshalb 13 Tagesgäste sowie vier Mitarbeiter der Tagespflege in Quarantäne geschickt. Der erste Test wurde durch das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim bereits veranlasst; ein zweiter Test wird am kommenden Montag, 28. September, stattfinden. Der Träger der Tagespflege hat gemeinsam mit dem Team des Gesundheitsamtes auch die Pflegedienste über den Infektionsfall informiert.

Landkreis Rostock
Wegen der durch die Corona-Pandemie bedingten Krise des nationalen und internationalen Luftverkehrs entlässt der Flughafen Rostock-Laage Personal. Bislang habe der Flughafen durch Kurzarbeit, Sparmaßnahmen, Zuschüsse der Gesellschafter und des Landes sowie der Aufnahme von zusätzlichem Geschäft dem Umsatzverlust entgegensteuern können, teilte der Flughafen am Montag mit. Da sich der Flugmarkt jedoch langsamer als erhofft erhole, sei man nun gezwungen, die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren. Aktuell verhandele Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann mit dem Betriebsrat einen Sozialplan aus. Wie viele Mitarbeiter von den Entlassungen betroffen sein werden, werde sich in den nächsten Wochen konkretisieren und von der weiteren Entwicklung des Luftverkehrs in Laage abhängig sein. Der Flughafen hat 166 Mitarbeiter. Derzeit verkehrt ein Flugzeug der Lufthansa samstags zwischen München und Laage. Ab Dienstag soll zwei Mal wöchentlich ein Ferienflieger Laage mit Antalya in der Türkei verbinden. Hausmann zufolge stehen die Gesellschafter, die Stadt und der Landkreis Rostock sowie die Stadt Laage und das Land Mecklenburg-Vorpommern, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hinter dem Flughafen Rostock-Laage als wichtigem Infrastrukturangebot der Region.

Vorpommern-Rügen
Die Polizei in Vorpommern hat am Wochenende eine illegale Goa-Party mit mehreren hundert Gästen auf der Insel Rügen verhindert. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, sollte die Veranstaltung mit elektronischer Musik in der Nacht von Samstag zu Sonntag in einem Waldstück bei Garz auf Rügen stattfinden. Die Veranstalter - je zwei Männer aus Rostock und Greifswald - hätten in sozialen Medien dafür geworben und den Veranstaltungsort lange geheim gehalten. Der Eigentümer des Waldes sei von den Vorgängen überrascht gewesen. Die Polizei erwirkte im Vorfeld ein Verbot der Ordnungsbehörden. Als die Beamten den Veranstaltern diese Verfügung übergaben, bauten diese die schon installierte Musik- und Veranstaltungstechnik wieder ab und sagten auch allen Gästen via Internet ab. Dabei stellte sich heraus, dass gegen einen 42-jährigen Mann unter den Organisatoren ein Haftbefehl vorlag, da er eine Geldstrafe nicht beglichen hatte. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ob die Corona-Regeln bei der Party eingehalten worden wären, sei nicht klar, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings hätten die Veranstalter im Internet «wenigstens» dazu aufgerufen gehabt, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Trotzdem sei das Ganze untersagt worden.

Mecklenburgische Seenplatte
Aktuell keine Meldungen

Vorpommern-Greifswald
Bei den Corona-Tests für Kitas und Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben der Universitätsmedizin Greifswald noch «deutlich Luft nach oben». Es würden noch Schüler und Kita-Kinder gesucht. Bisher sei so gut wie kein Kindergartenkind aus dem Raum Greifswald zur Testreihe angemeldet, teilte Chefhygieniker Nils-Olaf Hübner am Donnerstag mit. Bei den pädagogischen Fachkräften gebe es hingegen großes Interesse. Das Gesundheits- und das Sozialministerium finanzieren die Testreihe für jeweils 300 Erwachsene und Kinder in den Regionen Greifswald und Rostock. Die Freiwilligen sollen für wissenschaftliche Zwecke untersucht werden. Die Plätze für die pädagogischen Fachkräfte seien inzwischen weitgehend vergeben. Die Kinder müssten von den Eltern angemeldet werden, am besten per Mail, sagte Hübner. Bis zum Januar sollen laut Universitätsmedizin fünf Tests pro Person im Abstand von etwa vier Wochen stattfinden. Zudem testet die Unimedizin die Erwachsenen am Anfang und am Ende auch auf Antikörper.

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