DankeschönParty Brüel3Nachdem die größten Schäden nach dem Tornado beseitigt sind, war es jetzt – 100 Tage danach – höchste Zeit einmal „Dankeschön“ zu sagen! Deshalb haben Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern und Innenminister Lorenz Caffier alle Helfer – von der Feuerwehr übers THW bis hin zu den betroffenen Anwohnern und unzähligen Freiwilligen – zu einer großen Party eingeladen. Freitag, 21.08.15, feierten über 2.000 Gäste auf der Festwiese der Feuerwehr in Brüel. Wir haben uns bewusst für die Kleinstadt im Nordosten des Kreis Ludwigslust-Parchim entschieden, denn über die Tornado-Schäden in Brüel (nur 20 Kilometer Luftlinie neben Bützow) wurde im Mai so gut wie gar nicht berichtet. Auf unserer Showbühne waren unter anderem die Ost-Kultband KARUSSELL („Als ich fortging“) und SKYLINE, die offizielle Tourband von Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern, dabei. Durch den Abend wurden die Besucher durch unseren DJ ALEX STUTH begleitet. Mit dabei war auch unser Moderator ANDRÉ SCHNEIDER. Zum Abschluss des Dankeschön-Abends gab es noch ein großes Feuerwerk. Der Eintritt war natürlich frei!

Die Showbühne wurde von Music Eggert Veranstaltungstechnik zur Verfügung gestellt. Auch die Bäckerei Schultz aus Brüel unterstützte die Veranstaltung – sie stellte u.a. Brötchen, Kuchen und Schmalzstullen zur Verfügung. Danke!

 

I M P R E S S I O N E N   U N S E R E R    P A R T Y

Carsten Darsow (Piste Schwerin) hat für uns ein paar Impressionen der Dankeschön-Party eingefangen.

Innenminister Lorenz Caffier und unser Moderator André Schneider bei der Eröffnung der Party.

Innenminister Lorenz Caffier und unser Moderator André Schneider bei der Eröffnung der Party.

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2.000 Anwohner feierten mit uns bis spät in die Nacht.

Party-DJ Alex Stuth heizt den Massen ein.

Party-DJ Alex Stuth heizt den Massen ein.

Auftritt der Ostrock-Kultband Karussell

Auftritt der Ostrock-Kultband Karussell

Höhenfeuerwerk

Höhenfeuerwerk

Unsere Party-Band SKYLINE

Unsere Party-Band SKYLINE

R Ü C K B L I C K

Der 05.05. diesen Jahres war ein warmer, schwüler Dienstag. Irgendwie lag etwas in der Luft. Aus dem erwarteten Gewitter wurde eines der schwersten Unwetter der vergangenen Jahre. Kurz vor 19 Uhr zog ein Angst und Schrecken verbreitender Tornado über Teile unseres Landes. Besonders betroffen, die Stadt Bützow (Landkreis Rostock), zahlreiche umliegende Dörfer und auch die etwa 20 Kilometer Luftlinie entfernte Kleinstadt Brüel (Kreis Ludwigslust-Parchim). Nur wenige Minuten nach dem unheimlichen Naturschauspiel bot sich ein ungeahntes Bild der Verwüstung. Es begann einer der größten Hilfseinätze in der Geschichte unseres Landes – hunderte Rettungskräfte und Freiwillige waren tage- und wochenlang im Einsatz, um die gewaltigen Schäden zu beseitigen. Wie durch ein Wunder gab es „nur“ 30 verletzte Menschen. Die Bilder vom Tornado über Bützow und seine Folgen haben sich in unserer Erinnerung eingebrannt.

 

B I S   Z U    5 0   M I O.   E U R O   S C H A D E N

Am Donnerstag, 13.08., waren genau 100 Tage vergangen. Aus diesem Anlass hat Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern die Tornado-Region jetzt noch einmal besucht. Vor Ort war unser Reporter Axel Prokof, der nach dem Unwetter im Mai einer der ersten Reporter an Ort und Stelle war und für uns fast 24 Stunden nonstop live berichtet hat. Die historische Altstadt von Bützow bietet jetzt – drei Monate danach – zwar kein Bild der Verwüstung mehr, doch das gerade in diesen Tagen frisch eingerüstete und mit Planen verhüllte Rathaus der Warnow-Stadt steht symbolisch für die noch überall laufenden Reparaturarbeiten an den Gebäuden.

Nach einer ersten Bilanz hat der Tornado allein in Bützow Schäden in Höhe von rund 40-50 Millionen Euro an kommunalen und privaten Gebäuden verursacht. Das meiste wurde bzw. wird durch Versicherungen bezahlt. Die wiederum haben nach der Schadensregulierung etliche Verträge gekündigt. Allein die Stadt Bützow musste rund 4,2 Millionen Euro für den Wiederaufbau von öffentlichen Einrichtungen, Plätzen und Grünanlagen in die Hand nehmen. Die aufwendige Reparatur der Reformierten Kirche wird noch bis November dauern. Außerdem stellt sich vielerorts die sinnvolle Frage, ob man nicht auch gleich weitere Arbeiten durchführt, die nicht zwangsläufig mit den Tornado-Schäden zu tun haben, aber die anfallenden Kosten natürlich weiter in die Höhe treiben.

Bei diesen Summen sind die rund 330.000 Euro, die nach dem Unwetter durch Spenden zusammengekommen sind, zwar ein beindruckender, aber dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zwar hatte auch das Land Mecklenburg-Vorpommern im Mai spontan eine Million Euro an Soforthilfe locker gemacht, doch dieses Geld wurde unter anderem auch für die vielen freiwilligen Einsatzkräfte benötigt, denn deren Arbeitgeber können den Ausfall der Arbeitskräfte in Rechnung stellen.

Die Reparaturen am Rathaus in Bützow dauern wohl noch bis zum November.

Die Reparaturen am Rathaus in Bützow dauern wohl noch bis zum November. Fotos: osw

Vor Nicole Hartwigs Laden hängt, wie vor vielen Häusern immer noch ein Baugerüst.

Vor Nicole Hartwigs Laden hängt, wie vor vielen Häusern immer noch ein Baugerüst.

Familie Kleiber (Anne und Kinder Marie-Luise und Robert) kann in ihrer Wohnung immer noch nicht leben. Durch Feuchtigkeit und Luftzüge nachdem der Tornado Wände eingerissen hatte, gab es in den Kinderzimmern Schimmelbefall. Die restlichen Möbel die ganz geblieben sind, wurden in der Stube gestapelt.

Familie Kleiber (Anne und Kinder Marie-Luise und Robert) kann in ihrer Wohnung immer noch nicht leben. Durch Feuchtigkeit und Luftzüge nachdem der Tornado Wände eingerissen hatte, gab es in den Kinderzimmern Schimmelbefall. Die restlichen Möbel die ganz geblieben sind, wurden in der Stube gestapelt.

 

 

A R C H I V

So haben wir im Mai über den Tornado über Bützow berichtet – unglaubliche Bilder: HIER