Eines der bekanntesten Hotels in Ostdeutschland – das Müritz-Hotel in Klink (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) – ist verschwunden. Mit ohrenbetäubendem Knall wurde das zehn Geschosse hohe Gebäude aus dem Jahr 1974 am Donnerstagnachmittag, 28.09.17, um 15 Uhr gesprengt. In kurzer Folge fielen nacheinander alle drei Flügel zur Seite und das Treppenhaus stürzte in sich zusammen. Eine große Staubwolke verhüllte das Geschehen. Hunderte Schaulustige verfolgten den „Abriss per Dynamit“ im Sicherheitsabstand von 300 Metern. Die Polizei verhängte ein Drohnen-Flugverbot.

Die Berliner Avila-Gruppe, die unweit bereits eine Reha-Klinik betreibt, will nahe der Müritz ein neues großes Hotel errichten, das voraussichtlich 2020 öffnen soll.

Wir von Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern waren für euch live vor Ort.

 

T R A I N I N G  F Ü R   R E T T U N G S H U N D E

Nach der Sprengung des Müritz-Hotels in Klink werden die Trümmerberge zum Trainingsplatz. Die Rettungshundestaffel Vier Tore e.V. aus Neubrandenburg wird am Samstag, 30.09.17, auf dem Gelände trainieren. Vereinsmitglieder hatten sich mit dieser Idee an Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern gewandt. Hintergrund: Für die ehrenamtlichen Helfer, die weltweit zum Beispiel nach Erdbeben oder Überschwemmungen bei der Suche nach Verschütteten im Einsatz sind, gibt es selten die Chance, unter realistischen Bedingungen zu üben. Andrea Sparmann und Uwe „1,69einhalb“ Worlitzer vom „Guten Morgen“ bei Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern haben sich der Bitte von Vereinsmitglied Andy aus Neustrelitz angenommen und mit Andreas Fricke gesprochen. Er ist Bauleiter auf dem Gelände des ehemaligen Müritz-Hotels und hat kurzerhand eine Sondergenehmigung ausgestellt. Die Lebensretter können jetzt am Samstag mit ihren 13 Hunde für einige Stunde ein Training unter echten Gegebenheiten absolvieren.

 

V I D E O   V O N   D E R    S P R E N G U N G

Zwischen 14:50 und 15:10 Uhr hatten wir die Sprengung live aus Klink übertragen. Leider gabs in den ersten drei Minuten eine technische Tönstörung, danach ist der Fehler aber behoben. Den entscheidenden Moment seht ihr in der 9. Minute des Videos. Den Videomitschnitt mit unserem Reporter Jakob Gericke findet ihr hier und auch auf unserer facebook-Seite …hier

Unser Hörer Mathias Bruckhoff aus Neustrelitz hat uns sein Video von der Sprengung aus der Seeperspektive geschickt.

 

I M P R E S S I O N E N   D E R    S P R E N G U N G

Ein paar Minuten vor der Sprengung.

Das Gebäude fällt in sich zusammen.

Alles ist in Rauch gehüllt.

Was von dem Betonkoloss übrig blieb.

Die Pflanzenwelt sieht aus wie im Winterland.

Die Sprengmeister schauen sich das Endergebnis an.

Der langjährige Hotelchef Gerd Schröter vor den Ruinen.

Projektleiter Andreas Fricke im Interview.

Was von dem Betonkoloss übrig blieb.

Was von dem Betonkoloss übrig blieb.

Was von dem Betonkoloss übrig blieb.

Was von dem Betonkoloss übrig blieb.

 

 

T E C H N I S C H E   D A T E N

In den vergangenen Wochen wurde das Müritz-Hotel zunächst entkernt. Das heißt, es wurden die Schadstoffe aus dem Gebäude geholt. Aus ca. 12.000 m² Fußboden wurden asbesthaltige Sperrpappen entfernt. Aus der Fassade musste das asbesthaltige Fugen-Material heraus gestemmt werden. Im Keller und in der ersten Etage wurden von den Sprengfachleuten insgesamt 1.500 Bohrlöcher gelegt. Seit Montag werden diese mit dem Sprengstoff Riodin gefüllt. Insgesamt 380 Kilogramm Sprengstoff sollen den Betonklotz zu Fall bringen. Jede einzelne der 1.500 Zündkapseln wurde mit einer Zündschnur verlegt, die zur Hauptzündleitung führen. Der Sprengmeister kurbelt, legt den Schalter um und dann sollte es ordentlich knallen.

 

M E D I A T H E K

Das Müritz-Hotel im August 2017 (von „WirSindMüritzer“):

Videobeitrag von NonstopNews Müritz: