„Und Action – Kamera läuft!“ Wir kennen das aus amerikanischen Verbrecherjagd-Shows. Polizisten mit Kameras an der Uniform. Das gibt es ab sofort auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Die so genannten Bodycams werden ab sofort in Anklam, Rostock und Schwerin getestet. Bis 2019 will die Landespolizei so herausfinden, inwieweit Body-Cams bei der Verbrechensaufklärung helfen können, und wie der normale Bürger auf solche Kameras reagiert.

Die Polizeibeamten sollen sich mit der „Cam am Body“ sicherer fühlen. Zum Einsatz sollen sie an öffentlichen Orten mit Gefahrenpotential kommen – zum Beispiel bei einer Schlägerei auf dem Marktplatz. Bild- und Tonaufzeichnungen werden in den Bodycams kurzzeitig zwischengespeichert und dann auf einen PC geladen. Neben den öffentlichen Plätzen wird aber unter bestimmten Voraussetzungen auch ein Einsatz in Wohn- und Geschäftsräume zugelassen.

Die Landespolizei hat sich dazu entschieden, in einem Pilotverfahren gleich drei verschiedene Modelle von Body-Cams zu testen. Zum Beispiel auch eine Kamera, die dem Gegenüber genau das zeigt, was sie aufnimmt. Damit soll die Abschreckung noch größer sein.

Damit will die Polizei überprüfen, inwieweit es eben durch diese abschreckende Wirkung von Body-Cams gar nicht erst zu eskalierenden Situationen und damit zu Straftaten kommt. Im Idealfall sollen Body-Cams ab dem kommendem Jahr landesweit eingesetzt werden.

Ganz wichtig: Die Beamten sagen vorher Bescheid, wenn sie die Body-Cam einschalten. Ihr seht das auch, denn wenn sie aufnimmt, leuchtet die Kamera.

Wichtig in Sachen Datenschutz: Die Aufnahmen werden 14 Tage lang gespeichert. Wenn es aber zu einem Strafverfahren kommt, z.B. nach einer Schlägerei, und das Body-Cam Video als Beweismittel dient, dann kann es auch länger aufgehoben werden. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit sowie die Personalvertretungen wurden von Beginn an eng in das Pilotprojekt eingebunden, um eben genau das zu gewährleisten.