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(zuletzt geändert am 01.04.19 | 09:49 Uhr) Die Idee ist so einfach wie genial: Im Kampf gegen Funklöcher und schlechten Internetempfang in Mecklenburg-Vorpommern setzt unser Land künftig auf die gute alte Telefonzelle. 1.000 dieser klassisch gelben Fernsprechhäuschen sollen ab heute überall dort aufgestellt werden, wo Mobilfunkanbieter mit ihren Netzen versagen. Der Vorteil: Teilweise kann sogar auf alte Anschlüsse zurückgegriffen werden!

Die Rückkehr der öffentlichen Telefonzelle ist notwendig, wenn unser Land den Anschluss halten will. Allein der sogenannten Funkloch-App für Mecklenburg-Vorpommern wurden in den vergangenen Wochen bereits über 15.000 unversorgte Flecken zwischen Ostseeküste und Seenplatte gemeldet.

Trotzdem sind sich Landespolitiker sicher, dass mit den jetzt reaktivierten 1.000 Telefonzellen ein großer Schritt in Richtung Vollversorgung gelingt. Die klassisch gelben Fernsprechhäuschen stammen aus Restbeständen der Telekom und wurden sogar aufgerüstet. Außer telefonieren kann jeder dort mit seinem privaten Computer im Internet surfen. Dafür gibt es fünf öffentliche LAN-Anschlüsse pro Telefonzelle, in die ihr euch mit dem Laptop und LAN-Kabel einstöpseln könnt. Die ersten zehn Minuten Telefon und Internet sind für jeden kostenlos.

Die Kosten für Zellen, Gebühren und das Aufstellen liegen bei ca. 2,5 Millionen Euro.

In den Ostseewelle-Nachrichten und im „Guten Morgen“ erfahrt ihr heute mehr über das bundesweit einzigartige Pilotprojekt im Kampf gegen die Funklöcher. 

 

APRIL, APRIL!