Einer der vier Tornados, hier in der Nähe von Schwerin. Foto: (c) UnWetterNetzwerk/Facebook

Einer der vier Tornados, hier in der Nähe von Schwerin. Foto: (c) UnWetterNetzwerk/Facebook

(osw | 06.05.15) – Der 5. Mai 2015 ist nicht nur der bisher wärmste und schwülste Tag des Jahres, sondern auch der stürmischste in unserem Land gewesen. Gleich vier Windhosen sind gesichtet worden – in der Nähe von Rampe und Camps bei Schwerin, rund um Lübz, Parchim und Sternberg/Brüel.


M I N I -T O R N A D O   V E R W Ü S T E T   B Ü T Z O W E R   I N N E N S T A D T

 

Bützow nach der Windhose. Foto: (c) UnWetterNetzwerk/facebook

Bützow nach der Windhose. Foto: (c) UnWetterNetzwerk/Facebook

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Bild: Calli Neubecker/Facebook)

Die Kraft des Tornados: Gegen 19 Uhr ist er am Dienstagabend durch die Innenstadt gezogen und hat in der Kleinstadt eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dutzende Dächer wurden abgedeckt, die Ziegel wie Geschosse durch die Luft gewirbelt. Zerstörte Autos mit zertrümmerten Scheiben stehen in der Nähe des
Marktplatzes und der Kirche. In dem kleinen Park an der Kirche liegen umgestürzte Bäume. Mehrere Straßen wurden überflutet, Autos flogen sogar durch die Luft und LKW kippten einfach um, wie Spielzeugautos. Rund 30 Leute sind in Bützow leicht verletzt worden; eine Radfahrerin wurde von einem Ziegel getroffen und kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

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Die Zerstörungen: Unter anderem sind die Kirche, zwei Grundschulen, das Rathaus und das Krankenhaus beschädigt worden. Geschäfte liegen in Trümmern, teilweise sind Fassaden mit Ziegel gespickt oder komplett weggebrochen. Carports, Schuppen und Zäune wurden weggerissen – der Schaden geht wohl in die Millionen. Der Betrieb im Krankenhaus kann aber normal weitergehen. Das weggewehte Teildach ist notdürftig geflickt worden. Allerdings sind die Grundschulen derart beschädigt, dass hier erst einmal kein Unterricht stattfindet. Gymnasium und KITAs haben aber geöffnet. Geschäfte liegen in Trümmern, teilweise sind Fassaden mit Ziegel gespickt oder komplett weggebrochen. Carports, Schuppen und Zäune wurden weggerissen – der Schaden geht in die Millionen.

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Bürgertelefon: 038461 – 500 / oder – 50 120

Es gibt jetzt auch ein offizielles Spendenkonto der Stadt

Kontoinhaber: Stadt Bützow
IBAN: DE54130500000705002365, BIC: NOLADE21ROS Ostseesparkasse Rostock, Verwendungszweck: Helfende Hände für Bützow

Das große Aufräumen: Rund 150 Rettungskräfte, Polizisten und Feuerwehrkameraden aus dem gesamten Landkreis Rostock waren auch heute im Dauereinsatz. Durch die Stadt geht eine Welle der Hilfsbereitschaft. Viele packen mit an, um die Innenstadt, die es am härtesten getroffen hat, wieder aufzuräumen. Auch aus Güstrow, Rostock oder Bad Doberan kommen fleißige Helfer. Spezialisten untersuchten zahlreiche Gebäude. Rund 15 sind einsturzgefährdet. Einige Bewohner müssen die Nacht in einer Notunterkunft verbringen. Ministerpräsident Erwin Sellering und Innenminister Lorenz Caffier machten sich am Mittwoch selbst ein Bild von den Verwüstungen. Der Ministerpräsident versprach schnelle finanzielle Hilfe für die Kleinstadt an der Warnow. Am Donnerstag sollen weite Teile der Innenstadt wieder für den Verkehr freigegeben werden. Bis der normale Alltag in Bützow einzieht, wird es aber noch eine ganze Zeit dauern. So fällt an den Schulen wohl noch für einige Tage der Unterricht aus.

Die Aufräumarbeiten dauerten die ganze Nacht.

Die Aufräumarbeiten begannen schon in der Nacht.

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Das Stadtzentrum von Bützow war heute (Mittwoch) für Autofahrer gesperrt um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Denn erste Aufgabe war die Gefahrenabwehr. Immer wieder drohten Schutt- und Dachstücke auf die Bürgersteige und Straßen zu fallen.

 

R E S T  U N S E R E S  L A N D E S

Der Bahnübergang bei Groß Laasch, südlich von Schwerin. Foto: (c) UnWetterNetzwerk/Facebook

Der Bahnübergang bei Groß Laasch, südlich von Schwerin. Foto: (c) UnWetterNetzwerk/Facebook

Mit einem blauen Auge ist der Osten unseres Landes davon gekommen. Es gab nur wenig Schäden durch die Unwetterfront. Zwischen Woldegk und Ferdinandshof sind mindestens vier Bäume auf Straßen gestürzt. Auch rund um Grimmen kippten 12 Bäume um, wie Streichhölzer. Außerdem wurden in Grimmen von dem Sturm Dachziegel auf ein fahrendes Auto geschleudert. in Groß Laasch südlich von Schwerin liegt ein Bahnübergang in Trümmern.  In den Landkreisen Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte wurde aber glücklicherweise niemand verletzt.

Über weitere Entwicklungen halten wir euch bei Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern selbstverständlich auf dem Laufenden!