(zuletzt aktualisiert: 13.03.19 | 14:10 Uhr) Der Fall, dass hin- und wieder E-Mail Accounts geleaked werden ist nicht neu. Dem Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern wurden im Februar über 4.000 Datensätze mit Bezügen zu Mecklenburg-Vorpommern übermittelt. Die Daten beinhalten u. a. Passwörter und erlauben somit möglicherweise den unberechtigten Zugang zu E-Mail-Accounts oder sonstigen Accounts. Aktuell sind in unserem Land verschiedenste Institutionen, Organisationen und Personen betroffen.

Die Bestimmung eines genauen Alters der Daten ist derzeit nicht möglich. Aufgrund von stichprobenartigen Recherchen des Bundeskriminalamtes kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein Großteil der Daten vermutlich älteren Datums ist. Trotz dieser Annahme können die E-Mail-Adresse und Passwörter aber durchaus noch in Gebrauch sein. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass Passwörter durch den jeweiligen Nutzer auch noch bei anderen Internetplattformen genutzt werden.

Aktuell kann nicht eingeschätzt werden, woher diese Informationen ursprünglich stammen. Nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes handelt es jedoch NICHT um Daten aus der „Veröffentlichung von personenbezogenen Daten von Politikern, Personen des öffentlichen Lebens und weiteren Personen“ vom Jahresanfang 2019. Darüber hinaus können die Daten auch Teil anderer, bereits bekannt gewordener unrechtmäßiger Datenveröffentlichungen sein.

 

SO ÜBERPRÜFT IHR, OB IHR BETROFFEN SEID

Beim Hasso Plattner Institut (HPI) könnt ihr überprüfen, ob euer E-Mail Account betroffen ist: …hier

Die hinterlegte Referenznummer beim HPI hierzu lautet 01/19-BK.

 

ANZEIGE ERSTATTEN BEI DATENMISSBRAUCH

Sollte bereits ein Missbrauch der betroffenen Daten stattgefunden haben, empfiehlt das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, umgehend Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Dies ist auf jeder örtlichen Polizeidienststelle oder online über die Onlinewache (…hier) der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern möglich.

 

PASSWÖRTER SCHNELLSTMÖGLICH ÄNDERN

Um weitere potentielle Gefahren abzuwehren, werden alle Betroffenen gebeten, ihre Passwörter schnellstmöglich zu ändern. Ein sicheres Passwort sollte folgende Minimalanforderungen aufweisen:

– mindestens acht Zeichen
– Nutzung der Groß- und Kleinschreibung
– komplexe Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen sowie Satz- und
Sonderzeichen
– verschiedene Passwörter für unterschiedliche Internetplattformen
– sichere Aufbewahrung des Passwortes
– Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)nutzen, sofern verfügbar

Diese Hinweise gelten nicht nur für aktuell Betroffene. Vielmehr empfiehlt das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern allen Bürgerinnen und Bürgern, regelmäßig alle Passwörter zu ändern.