TEST-FRAGEBOGEN

Die Charité in Berln hat einen Online-Fragebogen erstellt. Dieser kann helfen, die Notwendigkeit eines Arztbesuches oder Coronavirus-Tests besser einzuschätzen. Der Fragebogen nimmt ca. fünf Minuten eurer Zeit in Anspruch und stellt Fragen zu aktuellen Symptomen, Vorerkrankungen, Reisen in Risikogebiete und Kontakt zu Verdachtsfällen …hier

 

FRAGEN & ANTWORTEN

Das Robert-Koch-Institut hat eine Liste mit Antworten zu den am häufigsten Fragen zu Corona erstellt …hier

 

FRAGE-UND-ANTWORT-SERVICE

Die Landesregierung hat eine Extra-Homepage angelegt, auf der typische Fragen zur Corona-Krise beantwortet werden – u.a. über das Virus, über das Kontaktverbot in Mecklenburg-Vorpommern oder die Themen Gaststätten, Tourismus, Kita und Schule, Wirtschaft und Arbeitnehmerfragen sowie Soziales oder Justiz. Der Katalog soll laufend erweitert werden. …hier


 

WIE KANN ICH MICH VOR CORONA SCHÜTZEN?

Der beste Schutz sind regelmäßiges Händewaschen, Desinfektionsmittel und ausreichend Abstand zu anderen Personen. Atemmasken – wie derzeit überall zu sehen – haben eine geringe Wirkung. Atemmasken sollten aber infizierte Personen tragen, um andere Mitmenschen vor einer Ansteckung durch Tröpfcheninfektion zu schützen. Deshalb empfiehlt sich generell – wenn möglich – ein bis zwei Meter Abstand zu Mitmenschen zu halten. Unterlasst Umarmungen und Händeschütteln. Fasst von vielen Menschen berührte Oberflächen wie Türklinken, Haltegriffe und Aufzugknöpfe nicht an. Tückisch: Das Corona-Virus bleibt auf Oberflächen vermutlich über mehrere Tage ansteckungsfähig. Deshalb ist es auch sinnvoll z.B. in Büros Türklinken, Telefone, Tischflächen usw. regelmäßig zu desinfizieren.

 

WIE ERKENNE ICH EINE CORONA-INFEKTION?

Die Symptome von Corona und Grippe sind ähnlich:  Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen. Ob es sich um das Corona-Virus oder eine klassische Grippe handelt, ist nicht einfach zu unterscheiden. Viele Menschen, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben, haben nur leichte Erkältungssymptome wie Frösteln und Halsschmerzen – oder gar keine. Hinzukommen können Fieber, Husten und Atemprobleme, wie sie auch bei einer Grippe auftreten. Auch Kopfschmerzen oder Durchfall sind möglich. Wenn die Infektion tief in die Atemwege eindringt, können Patienten eine Lungenentzündung bekommen. Die Inkubationszeit – der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen – beträgt nach derzeitigem Stand meist zwei bis 14 Tage. Wichtig ist deshalb, dass Betroffene und Verdachtsfälle prüfen, zu welchen Personen sie Kontakt hatten und ob diese zum Beispiel in einer Region waren, wo sich das Corona-Virus schon stark verbreitet hat.

 

WIE WERDEN CORONA-PATIENTEN BEHANDELT?

Das größte Problem: Aktuell gibt es keinen Impfstoff. Auch eine spezielle Therapie kann für Erkrankte nicht angewandt werden. Die Patienten werden deshalb symptomatisch behandelt. Häufig benötigt werden fiebersenkende Mittel und eine mechanische Beatmung. In Einzelfällen werden auch antivirale Medikamente getestet.

 

WANN GIBT ES EINEN IMPFSTOFF GEGEN CORONA?

Weges der aufwändigen Zulassungsverfahren für Medikamente ist damit erst im Frühling 2021 zu rechnen. Aktuell wird weltweit in fast 50 Laboren intensiv nach einem passenden Impfstoff gesucht. In den USA ist im März ein erster klinischer Test angelaufen, andere Institute haben angekündigt zwischen April und Juni mit Erprobungsstudien zu beginnen.

Aktuell werden einige Patienten auch mit einem Malaria-Medikament behandelt. Nach einer chinesischen Studie waren die ersten Tests vielversprechend.

 

WIE SOLLTE ICH MICH VERHALTEN, WENN ICH KRANK BIN?

Wenn ihr befürchtet, dass ihr am Coronavirus erkrankt zu seid, dann meldet euch zunächst telefonisch bei eurem Hausarzt. Der Arzt prüft, ob die Bedingungen für einen begründeten Verdachtsfall, nach den Vorgaben des RKI, vorliegen. Ihr geht dann auf Weisung des Arztes in ein Abstrichzentrum, die wurden in allen Regionen unseres Landes eingerichtet. Durch sie soll die Ansteckungsgefahr in Krankenhäusern und Praxen minimiert werden. Nach der Laborauswertung des Tests wird das Ergebnis dem Hausarzt übermittelt.

 

FÜR WEN IST EINE CORONA-ERKRANKUNG BESONDERS GEFÄHRLICH?

Für 80 Prozent der Infizierten verläuft die Corona-Erkrankung nur mit schwachen oder gar keinen Symtomen. Generell zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass Kinder, Frauen und Männer unter 50 Jahre weniger stark betroffen sind. Vor allem bei älteren Menschen und Patienten mit chronischen Vorerkrankungen verläuft die Erkrankung mit dem Corona-Virus meist schwerer.

 

WARUM SOLLEN WIR ZU HAUSE BLEIBEN UND UNS NICHT MIT ANDEREN TREFFEN?

Der Corona-Virus ist sehr ansteckend. Er überträgt sich relativ schnell von Mensch zu Mensch (z.B. durch Speichel/gemeinsame Kontaktflächen). Deshalb müssen wir unsere Kontakte zu anderen Menschen so weit wie möglich einschränken. Nur so läßt sich die Ansteckungskette in der Gesamtbevölkerung verlangsamen bzw. aufhalten.

 

ÜBERTRAGEN GELDSCHEINE ODER MÜNZEN DAS VIRUS?

Die Wahrscheinlichkeit, sich an Geldscheinen oder Münzen mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, ist nach Ansicht des Greifswalder Hygienefacharztes Günter Kampf sehr gering. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit finde man im unbelebten Umfeld von Covid-19-infizierten Personen Viren, etwa auf der Kleidung, auf Brillen und auch Geldscheinen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Aber: «Ob das Material noch infektiös ist, weiß man nicht. Ob die Menge ausreicht, um über die Hände auf die Nasenschleimhaut übertragen zu werden und eine Infektion auszulösen, weiß man nicht», erklärte der Facharzt für Hygiene- und Umweltmedizin. Ebenso unwahrscheinlich sei es, dass Viren beim Streicheln des Fells von Hunden und Katzen übertragen werden. «Theoretisch ja, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert, geht gegen Null», sagte Kampf.

Er verwies darauf, dass der mit Abstand wichtigste Übertragungsweg der durch Tröpfchen ist, die beim Niesen, Husten oder Sprechen entstehen. Das häufige gründliche Händewaschen mit Seife reduziere das Risiko schon deutlich. Beim Aufenthalt in öffentlichen Räumen wie Einkaufscentern, Schulen und Kindergärten, Bussen und Bahnen, wo man sich die Hände an Türen, Handläufen oder Einkaufswagen kontaminieren könne, sollte man das Berühren der Nasenschleimhäute und das Reiben der Augen vermeiden. «Das Virus will in die Atemwege», erläuterte Kampf. Zu Hause sollten als erstes unbedingt die Hände gründlich gewaschen werden.

«Meine Lebensphilosophie ist: Normal weiterleben, Hand-Gesicht-Kontakte vermeiden und nach dem Aufenthalt in öffentlichen Einrichtungen gründlich Hände waschen», sagte der Hygiene-Professor. Er ist gemeinsam mit dem Virologen Eike Steinmann von der Ruhr-Universität Bochum Autor einer Studie über die Lebensdauer von Coronaviren auf Oberflächen und die Wirkung von Desinfektionsmitteln, die Anfang Februar veröffentlicht worden war.

 

WER BEZAHLT MEIN GEHALT, WENN ICH UNTER QUARANTÄNE STEHE?

Unabhängig davon, ob die Quarantäne in der eigenen Wohnung oder an einem anderen Ort angeordnet wird, greift das Infektionsschutzgesetz. Hiernach wird der Verdienstausfall von der zuständigen Behörde (z.B. dem Gesundheitsamt) des jeweiligen Bundeslandes geleistet (§ 56 Infektionsschutzgesetz). Für die Dauer der Entgeltfortzahlung bemisst sich die Entschädigungshöhe nach dem ausgefallenen Entgelt. Der Arbeitgeber muss die Entschädigung auszahlen und erhält sie auf Antrag von der zuständigen Behörde. Ab der siebten Woche erhalten die Betroffenen eine Entschädigung in Höhe des Krankengeldes direkt von der zuständigen Behörde ausgezahlt.

 

KANN ICH MEINE URLAUBSREISE WEGEN CORONA STORNIEREN?

Alle Infos dazu auf der Seite der Verbraucherzentrale …hier

 

BEKOMME ICH MEIN GELD FÜR EINTRITTSKARTEN ZURÜCK, WENN DAS EVENT ABGESAGT WIRD?

Alle Infos dazu auf der Seite der Verbraucherzentrale …hier

 

KANN DAS VIRUS AUF HAUSTIERE ÜBERTRAGEN WERDEN?

Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass sich Haustiere infizieren können. Dennoch besteht die Gefahr, dass sie die Viren „tragen“ können. Solltet ihr mit einem Haustier in Kontakt kommen, ist Händewaschen dringend empfohlen.


 

EXPERTEN BEANTWORTEN EURE FRAGEN

Zu den Experten-Podcats von Ostseewelle geht’s …hier.