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Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Enkeltrickbetrüger ergaunern 24 000 Euro von Rentner-Paar

Waren (dpa/mv) - Ein älteres Ehepaar aus einem Dorf nahe Waren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist am Mittwoch Betrügern auf den Leim gegangen und um 24 000 Euro gebracht worden. Ein Anrufer habe sich am Telefon als Enkel der Rentner ausgegeben und um finanzielle Hilfe gebeten, teilte die Polizei mit. Er habe die 75 und 79 Jahre alten Eheleute gebeten, das Geld einer Frau auszuhändigen, da er angeblich nicht selbst vorbeikommen könne. Nachdem die Rentner die Summe besorgt hatten, holte die Frau nach Polizeiangaben das Geld ab. «Nachdem die 24 000 Euro den Besitzer gewechselt hatten, kamen dem Ehepaar Zweifel und die Rentner erstatteten Strafanzeige», hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Mann schlägt Polizisten Teil seines Schneidezahns aus

Rostock (dpa/mv) - Ein offensichtlich alkoholisierter Mann hat einem Polizisten in Rostock einen Teil seines Schneidezahns ausgeschlagen. Zuvor hatte der 56-Jährige am Mittwochabend grundlos einen Jungen angegriffen, wie die Polizei mitteilte. Der Achtjährige wandte sich an eine Nachbarin, die die Polizei rief. Zwei Beamte wollten den Mann gerade stellen, als dieser mit der Faust zuschlug und einen von ihnen im Gesicht traf. Dem 55 Jahre alten Polizisten brach dabei ein Stück des Zahns ab. Der Angreifer wurde in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Hesse: Wofür soll Zusatz-Deutschstunde genutzt werden?

Schwerin (dpa/mv) - Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) will eine zusätzliche Deutschstunde in der Grundschule einführen und fragt nun die Lehrer, wofür diese genutzt werden soll. Das Ministerium habe eine Online-Umfrage unter den Lehrer der staatlichen Grundschulen gestartet, teilte die Pressestelle am Mittwoch mit. «Sie können am besten beurteilen, in welchem Bereich die Schülerinnen und Schüler mehr Lern- und Übungszeit benötigen», hieß es zur Erklärung. Offen ist demnach zum Beispiel noch, ob die Deutschstunde in Klasse eins oder zwei eingerichtet werden sollte oder ob das jede Schule besser intern festlegen sollte. Auch sollen die Lehrer sagen, was in der Extra-Deutschstunde geübt werden soll. Zur Auswahl stehen die vier Kompetenzbereiche Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen sowie Sprache und Sprachgebrauch.

Neue Mitglieder für Landesverfassungsgericht vorgeschlagen

Schwerin (dpa/mv) - Das Landesverfassungsgericht in Greifswald soll drei neue Mitglieder bekommen. Ein Ausschuss des Landtags schlug am Mittwoch den Greifswalder Amtsrichter Konstantin Tränkmann, die Rostocker Richterin Ulrike Lehmann-Wandschneider und den Greifswalder Rechtsprofessor Claus Dieter Classen vor, wie ein Sprecher des Landtags am Mittwochabend mitteilte. Die ehemalige Landtagsabgeordnete der Linken, Barbara Borchardt, soll demnach stellvertretendes Mitglied des Verfassungsgerichts werden. Die Kandidaten sollen im März gewählt werden.

Suding: Arbeitsmarktpläne von Schulz brandgefährlich

Schwerin (dpa/mv) - Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Katja Suding hat die Ankündigungen von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zur Reform der Agenda 2010 als «brandgefährlich» kritisiert. Schulz habe eine «Rolle rückwärts» vor, sagte sie am Mittwochabend beim Neujahrsempfang der FDP Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Die Arbeitsmarktreform von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) habe sehr positive Wirkungen gezeigt. «Deutschland galt als kranker Mann Europas», sagte die FDP-Fraktionschefin der Hamburgischen Bürgerschaft. Unter anderem durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sei es damals gelungen, die Beschäftigung in Deutschland zu steigern und die Arbeitslosigkeit stark zu senken. Schulz wolle nun an die Wurzel der Agenda 2010. Zu seinen Plänen gehören eine Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I und die Eindämmung befristeter Arbeitsverhältnisse. Suding sagte, Schulz verkenne völlig, vor welchen Herausforderungen Deutschland stehe. «Wir müssen unsere Arbeitsmärkte noch flexibler machen, überbordende Bürokratie beseitigen und die Chancen der Digitalisierung nutzen.» Suding zeigte sich überzeugt, dass den Liberalen der Wiedereinzug in den Bundestag bei der Wahl im Herbst gelingen werde. Sie forderte die Abschaffung des Solidaritätszuschlags und eine Abmilderung der sogenannten kalten Progression bei der Besteuerung von Einkommen. «Wir wollen, dass die Menschen möglichst viel von ihrem Geld behalten, um selbst zu entscheiden, was sie damit machen», sagte sie.

Enkeltrinkbetrüger ergaunern 24 000 Euro von Rentner-Paar

Waren (dpa/mv) - Ein älteres Ehepaar aus einem Dorf nahe Waren (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist am Mittwoch Betrügern auf den Leim gegangen und um 24 000 Euro gebracht worden. Ein Anrufer habe sich am Telefon als Enkel der Rentner ausgegeben und um finanzielle Hilfe gebeten, teilte die Polizei mit. Er habe die 75 und 79 Jahre alten Eheleute gebeten, das Geld einer Frau auszuhändigen, da er angeblich nicht selbst vorbeikommen könne. Nachdem die Rentner die Summe besorgt hatten, holte die Frau nach Polizeiangaben das Geld ab. «Nachdem die 24 000 Euro den Besitzer gewechselt hatten, kamen dem Ehepaar Zweifel und die Rentner erstatteten Strafanzeige», hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

160 Entscheider beraten über Arbeitsmarkt in MV

Schwerin (dpa/mv) - Über die Herausforderungen und Chancen des Arbeitsmarkts in Mecklenburg-Vorpommern diskutieren am heutigen Donnerstag (9.30 Uhr) Vertreter von Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften und Bundesarbeitsagentur in Schwerin. Rund 160 Teilnehmer werden zum 13. Arbeitsmarktfrühstück in der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit erwartet. Themen sind die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit und die Entwicklung von sogenannter atypischer Beschäftigung, wie Zeitarbeit und befristete Arbeitsverträge. Ende Januar lag die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern der Bundesagentur zufolge bei 85 400. Das waren 10,3 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung.

Treffen zu Sanierung der Fürstengruft von Mirow

Mirow (dpa/mv) - Die Sanierung der Fürstengruft des Großherzoglichen Hauses Mecklenburg-Strelitz steht am heutigen Donnerstag (11.00 Uhr) im Mittelpunkt eines Treffens auf der Schlossinsel Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Bundes- und Landespolitiker wollen sich über den Stand der Arbeiten informieren, die seit September 2016 laufen und 2017 abgeschlossen werden sollen. Die Kosten werden auf rund 900 000 Euro geschätzt, die von Bund, Land und der Stadt Mirow getragen werden.

Nicht alle stehen hinter Unterausschuss zur NSU-Aufklärung

Schwerin (dpa/mv) - Der geplante Ausschuss zur Untersuchung des NSU-Rechtsterrors im Nordosten wird nicht von allen Fraktionen des Landtags mitgetragen. Die AfD kündigte am Mittwoch an, die geplante Einrichtung eines Unterausschusses im Innenausschuss nicht zu unterstützen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Matthias Manthei, sagte, ein einfacher Unterausschuss habe nicht die Befugnisse eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA). Es würde sich lediglich um eine Show-Veranstaltung handeln. Manthei kritisierte das Vorgehen von SPD, CDU und Linken. «Die anderen drei Fraktionen legen der AfD nur noch den fertigen Antrag vor und wir sollen dann nur noch zustimmen oder ablehnen.» Das sei schlechter parlamentarischer Stil. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Peter Ritter, reagierte irritiert auf Mantheis Äußerungen. «AfD-Fraktionschef Holm hat bereits Anfang November vergangenen Jahres wissen lassen, dass er nicht viel von einem PUA im Landtag hält», sagte er.

15 Beschwerden gegen Streichung von Arndt aus Uni-Name

Schwerin (dpa/mv) - Gegen die Streichung des Zusatzes «Ernst-Moritz-Arndt» aus dem Namen der Greifswalder Universität sind beim Schweriner Bildungsministerium bis Mittwoch 15 Beschwerden eingegangen. Das Ministerium müsse prüfen, ob die Entscheidung korrekt zustande gekommen ist und ob der Antrag zur Namensänderung in der Grundordnung der Hochschule fehlerfrei vorliegt, sagte ein Sprecher. «Inhaltlich mischen wir uns nicht ein.» Das höchste Hochschulgremium, der erweiterte Senat, hatte Mitte Januar mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit die Ablegung des Namens des umstrittenen Patrons Arndt (1769-1860) beschlossen. Dies hatte zu Empörung in Teilen der Greifswalder Bevölkerung geführt. Der Name «Ernst Moritz Arndt» war der Uni Greifswald 1933 durch den damaligen preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring genehmigt worden. Historiker kritisieren, Arndt sei antisemitisch und nationalistisch gewesen. Die Nationalsozialisten sahen in ihm einen Vordenker. Andere loben Arndts Kampf für die deutsche Einheit und Demokratie im 19. Jahrhundert. Bundesweit sind Straßen, Schulen und Kasernen nach ihm benannt. Auch im Bildungsausschuss des Landtags wurde am Mittwoch über den Umbenennungsbeschluss diskutiert. Der CDU-Abgeordnete Franz-Robert Liskow aus Greifswald warb dafür, die Entscheidung noch einmal zu überdenken und die Angelegenheit im Hochschulsenat erneut zu behandeln. «Die Resonanz der Bevölkerung zur Entscheidung des Senats hat in dieser Deutlichkeit wohl alle überrascht», sagte er. «Ich glaube für das Klima in Greifswald und ganz Vorpommern ist es sehr wichtig, dass der Senat diese Reaktionen sehr ernst nimmt.»

Tauchroboter sollen bei Windkraftanlagen eingesetzt werden

Rostock (dpa/mv) - Tauchroboter des Rostockers Unternehmens Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb GmbH sollen künftig für Planung, Installation sowie Wartung und Netzanbindung von Windkraftanlagen auf See eingesetzt werden. Es handle sich dabei um kabelgeführte Unterwasserfahrzeuge, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Baltic Taucher sei laut deren eigenen Angaben das erste deutsche Dienstleistungsunternehmen, das solche Roboter einsetze. In diesem Zusammenhang wolle das Unternehmen in das Gebäude im Fischereihafen sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investieren. Das Vorhaben sichere 33 Arbeitsplätze, sagte Minister Harry Glawe (CDU). Insgesamt seien Investition von 3,5 Millionen Euro geplant, sein Ministerium unterstütze dies mit gut 400 000 Euro.

Handschrift aus Stralsund bei Ausstellung in Lissabon

Stralsund (dpa/mv) ? Eine wertvolle Handschrift des portugiesischen Mathematikers Francisco de Mello ist aus dem Stralsunder Stadtarchiv zu einer Renaissance-Ausstellung nach Lissabon gegangen. Die 240 Seiten umfassende Handschrift de Mellos, der als größter Mathematiker Portugals im 16. Jahrhundert gilt, war 2012 im Stadtarchiv wiederentdeckt worden. Der prächtig illuminierte und reich mit Blattgold verzierte Band aus dem Jahr 1521 ist ein Widmungsexemplar, das für König Manuel I. von Portugal (1469-1521) bestimmt war, wie die Stadtverwaltung Stralsund am Mittwoch mitteilte. Nun wird das Werk von Freitag (24. Februar) bis zum 9. April in der Ausstellung «The Global City. Lisbon in the Renaissance» im Museu Nacional de Arte Antiga gezeigt. Die Handschrift ist durch den Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern, Axel von Löwen (1687-1772), nach Stralsund gelangt. Von Löwen ließ in ganz Europa Schriften ankaufen, die sich vor allem mit seinen Steckenpferden Mathematik und der Festungsbaukunst befassten, wie die Stadt weiter mitteilte. Wann von Löwen das Buch ankaufte, ist bislang ungeklärt. Rund 250 Jahre schlummerte das Werk dann unbeachtet im Stadtarchiv, bis es 2012 untersucht und de Mello zugeordnet wurde.

Eklat im Landtag: AfD verlässt Sozialausschuss-Sitzung

Schwerin (dpa/mv) - Im Sozialausschuss des Landtags ist es am Mittwoch zu einem Eklat gekommen. Die AfD verließ die Sitzung des Gremiums, in dem gerade über die Einrichtung einer Enquetekommission «Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern» gesprochen werden sollte. Hintergrund war die Tatsache, dass der Landesjugendring, der sich die Enquetekommission wünscht, die AfD als einzige Fraktion nicht mit angeschrieben hatte. Der Landesjugendring hatte nach der Landtagswahl im vergangenen Herbst beschlossen, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten. Die größte Oppositionsfraktion im Landtag warf der Jugendvereinigung am Mittwoch ein gestörtes Verhältnis zur Demokratie und zum Parlamentarismus vor.

Raps bekommt rote Blätter: Viren auf dem Acker

Rostock (dpa/mv) - Wenn der Raps nach dem Winter rote Blätter bekommt und nicht wachsen will, ist er wahrscheinlich von Viren befallen. «Das Wasserrübenvergilbungs-Virus, das die meisten Landwirte nur aus dem Lehrbuch kannten, hat die Kultur seit vergangenem Herbst fest im Griff», sagte der Pflanzenschutzexperte Stephan Goltermann am Mittwoch in Rostock. Der Dezernatsleiter im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) machte Bauern auf einer Schulung des Landesamtes mit zwei neuen Virus-Krankheiten auf dem Acker vertraut. Neben Raps werden auch Ackerbohnen, Lupinen und Futtererbse von Viren heimgesucht. Erstmals waren im vorigen Jahr in Süddeutschland Kulturen betroffen. Als Überträger der Viren gelten Blattläuse.

Patrick Hausding kehrt auf die Sprungbretter zurück

Rostock/Berlin (dpa) ? Nach seiner Bronzemedaille vom Drei-Meter-Brett bei Olympia in Rio steigt Patrick Hausding (Berlin) als Deutschlands erfolgreichster Wasserspringer am Wochenende erstmals wieder auf das Brett. Beim «62. Internationalen Springertag» und zum Auftakt der acht Stationen umfassenden Grand-Pirx-Serie des Weltschwimmverbands FINA will der 27 Jahre alte Bundeswehrangehörige von Freitag bis Sonntag in Rostock seine Form nach seiner Regenerationsphase seit den Spielen testen. Neben dem Einzel vom Drei-Meter-Brett steht für ihn auch ein Start zusammen mit Stephan Feck (Leipzig) im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett auf dem Programm. In Rio war das Duo hier mit Rang vier knapp an Edelmetall vorbei geschrammt.

BUND kritisiert Pläne für Event-Plattform am Müritzeum

Waren/Schwerin (dpa/mv) - Für eine geplante Event-Plattform auf einem kleinen See erntet das Natur-Informations-Zentrum Müritzeum Kritik. «Wir lehnen diesen Eingriff in das Biotop Herrensee ab und würden gegen die Genehmigung rechtlich vorgehen», sagte eine Sprecherin des BUND-Landesverbandes am Mittwoch in Schwerin. Es sei nicht erkennbar, das dieser Standort überwiegend für das Gemeinwohl nötig sei. Zuvor hatten auch andere Verbände und Naturschützer die Pläne kritisiert. Das touristische Aushängeschild der Mecklenburgischen Seenplatte wird im zehnten Jahr seines Bestehens für rund eine Million Euro modernisiert und erweitert. Dazu soll eine Plattform für einen Schulungsraum auf dem 1,5 Hektar großen See gehören, obwohl auch an Land Platz dafür wäre. Bisher hat man vom Gelände am Müritzeum einen unverbauten Blick in das Biotop unweit der Müritz. Ein Sprecher des Schweriner Wirtschaftsministeriums erklärte, dass es eine Förderung nur für umweltrechtlich zweifelsfrei genehmigte Projekte gebe. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als Hauptgesellschafter des Müritzeums, das jährlich rund 160 000 Gäste anzieht, hat für diesen Freitag eine Entscheidung über die umstrittene Plattform angekündigt.

Linke schlägt Alarm: Immer weniger Kinder sind geimpft

Schwerin (dpa/mv) - Weniger als die Hälfte der Schulanfänger in Mecklenburg-Vorpommern verfügt über alle empfohlenen Schutzimpfungen. Die Grundimmunisierung gegen Kinderlähmung (Polio), Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Keuchhusten (Pertussis) hätten noch fast alle Kinder erhalten, teilte die Linksfraktion im Landtag am Mittwoch mit. Die erste Auffrischung, die zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr erfolgen soll, fehle. Die Linksfraktion bezog sich auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage. Die Zahlen stammten von den Einschulungsuntersuchungen im Schuljahr 2015/16. Bei Kinderlähmung verfügten demnach nur 5,3 Prozent der Untersuchten über diese Auffrischung und damit den vollständigen Impfschutz. In Schwerin sah es noch schlechter aus: Nur 4 der 941 untersuchten Kinder (0,5 Prozent) waren gegen Kinderlähmung geimpft. «Wenn diese hohe Zahl ungeimpfter Kinder täglich zusammen ist, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung für alle Schüler und Lehrkräfte», sagte die Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg. Nach ihrer Ansicht ist die Impfrate bei Schulkindern seit Jahren viel zu gering. Das zeige, dass  Maßnahmen wie die Erinnerung der Eltern an die Impfungen nicht ausreichen. Die Impfbereitschaft, insbesondere nach der Einschulung, müsse besser gefördert und die Gesundheitsämter müssten personell und finanziell aufgestockt werden, forderte Oldenburg.

Biografisches Online-Lexikon zu Opposition im Kommunismus

Berlin (dpa) - In einem neuen Online-Lexikon werden knapp 150 Frauen und Männer vorgestellt, die nach 1945 Widerstand gegen die DDR und kommunistische Diktaturen in Osteuropa leisteten. Die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat die Website erstellt und am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Weitere 300 Biografien würden vorbereitet. Die Geschäftsführerin der Stiftung, Anna Kaminsky, forderte eine verstärkte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kommunismus. Es gebe erhebliche Leerstellen in der Erinnerungskultur. Sie bewege sich beim Kommunismus vielfach zwischen eindimensionaler Verdammnis, verklärender Romantik und Unkenntnis. Die Stiftung präsentierte ihre zentralen Projekte zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution 1917. Dazu gehört auch eine Plakatausstellung mit mehr als 200 Fotos und Dokumenten, die von Kommunen, Schulen, Museen und Institutionen genutzt werden kann. In der zusammen mit dem Deutschen Historischen Museum erarbeiteten Ausstellung «Der Kommunismus in seinem Zeitalter» beschreibt der Historiker Gerd Koenen Aufstieg und Niedergang kommunistischer Bewegungen. Die Aufarbeitung des Kommunismus hinke der des Nationalsozialismus bislang hinterher, so Koenen. In Berlin ist die Schau ab Donnerstag (bis 2. März) kostenlos im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums zu sehen. Dort gibt es auch eine internationale Konferenz zu «blinden Flecken in der Geschichtsbetrachtung» des Kommunismus.

Bauern müssen sich auf weniger EU-Hilfe einstellen

Linstow (dpa/mv) - Deutschlands Bauern müssen sich langfristig auf weniger Unterstützung durch die EU einstellen. Allein durch den Austritt Großbritanniens werde es zu Finanzausfällen kommen, die sich nach 2020 auswirken, erklärte Rudolf Mögele von der Generaldirektion Landwirtschaft der Europäischen Kommission am Mittwoch in Linstow (Landkreis Rostock). Anlass war der Landwirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern, wo rund 500 Teilnehmer über «Zukunftsperspektiven der Landwirtschaft» berieten. Der CDU-Staatssekretär im Bundesagrarministerium Hermann Onko Aikens warnte außerdem davor, EU-Direktzahlungen für Landwirte zu Gunsten von bestimmten Umweltprojekten umzuschichten. Dieses habe das Bundesumweltministerium in Berlin vorgeschlagen. «Das Geld wird nicht mehr, wenn sich Beamte und Politiker um Umverteilung kümmern.»

Randale bei Fahrausweiskontrolle in Rostocker S-Bahn

Rostock (dpa/mv) - Gewalttätig ist am Dienstagabend eine Fahrausweiskontrolle in der S-Bahn von Warnemünde nach Rostock zu Ende gegangen. Nach Angaben der Bahnpolizei von Mittwoch hatte ein unbekannter Mann bei der Kontrolle zwar ein Ticket für sich vorlegen können, nicht jedoch für sein mitgeführtes E-Bike. Bei einem Halt wollte er mit dem Rad flüchten und verletzte dabei zunächst den Kontrolleur. Anschließend habe er eine weibliche Mitarbeiterin so geschubst, dass diese auf den Bahnsteig fiel und sich Verletzungen an Hand und Knie zuzog. Als der Kontrolleur die Bundespolizei rufen wollte, habe der Täter ihm das Handy entrissen und sei dann geflüchtet. Die beiden Mitarbeiter mussten notärztlich behandelt werden. Später wurde festgestellt, dass das E-Bike im Jahr 2014 gestohlen wurde.