11°
Jetzt Läuft
BURAK YETER FEAT. DANELLE SANDOVAL
Tuesday (2017)

Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Voprommern – immer besser und aktueller informiert!
Wann immer etwas Wichtiges in unserem Land, Deutschland und der Welt passiert – ihr hört es sofort bei uns im laufenden Programm. Hintergründe, Foto und Videos  findet ihr tagesaktuell auf unseren Nachrichtenseiten im Internet. Unsere Reporter und Redakteure sind jeden Tag für euch in unserem Land unterwegs und sorgen dafür, dass ihr mit Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern keine wichtige Nachricht verpasst.

 

Werdet Hörer-Reporter und informiert uns über aktuelle Ereignisse
Mit eurer Hilfe wollen wir noch besser werden! Informiert uns, wenn in eurer Stadt oder eurem Dorf etwas passiert ist. Schickt uns einfach eine Fax-SMS an die Nummer 0381 / 49 78 120 oder noch besser eine E-Mail mit eurem Namen und eurer Telefonnummer an nachrichten@ostseewelle.de. Gern könnt ihr uns auch Bilder von dem Ereignis mailen. Vielen Dank für eure Unterstützung!

 

Aktuelles Wetter
Egal ob Sonne, Regen oder Schnee – mit uns seid ihr immer bestens über das aktuelle Wetter, aber auch über das Wetter der kommenden Tage, informiert – und zwar ganz regional. Zum Wetter: …hier



Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Nordosten bei Bundesförderung für E-Ladesäulen Schlusslicht

Neustrelitz (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern steht trotz großer Entfernungen bei der Bundesförderung für Elektro-Ladesäulen ganz hinten. Das neu gestartete Förderprogramm sieht für den Nordosten wie auch für das Saarland je 250 Normal- und 20 Schnellladepunkte vor, erklärte Anne Wurm von der Nationalen Organisation Wasser und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) am Donnerstag in Neustrelitz auf einer E-Mobilität-Fachtagung. Die NOW koordiniert die Förderung für das Bundesverkehrsministerium. In Nachbarländern wie Brandenburg sollen 375 Ladepunkte und Schleswig-Holstein 486 Ladepunkte mit bis zu 3000 Euro gefördert werden. Die Förderung gilt als wichtig, weil Ladesäulen mit Anfahrschutz und Zubehör mehrere 10 000 Euro kosten. Mecklenburg-Vorpommern gehört bisher zu den am wenigsten erschlossenen Regionen für E-Mobilität. Die Landesenergie- und -klimaschutzagentur erarbeitet derzeit ein Konzept für den Ausbau. Im Nordosten seien derzeit 252 E-Autos unterwegs, bundesweit 34 022.

Uwe-Johnson-Tage: Buch über gefangene Offizieren

Neubrandenburg (dpa/mv) - Der Umgang mit gefangenen deutschen Offizieren in der Sowjetunion und im Nachkriegsdeutschland steht an diesem Montag im Zentrum der Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg. Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel stellt das Buch «Odyssee in Rot» über den Wehrmachtsoffizier Heinrich Gerlach (1908-1991) vor, wie eine Sprecherin der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft am Donnerstag sagte. In dem Werk wurden demnach erstmals Tagebücher des Stalingrad-Überlebenden verarbeitet, die bis 1991 reichen. Gerlach geriet bei der Schlacht um Stalingrad in Gefangenschaft. Das Manuskript über seine Erlebnisse nahm ihm der Geheimdienst ab. Er rekonstruierte seine Erlebnisse 1951 in München unter Hypnose und veröffentlichte sie in einem Buch. Gansel hat in russischen Archiven recherchiert, fand das Manuskript und weitere Unterlagen wie auch Tagebücher. Er legte Gerlachs Buch 2016 unter dem Titel «Durchbruch bei Stalingrad» neu auf. In «Odyssee in Rot» verarbeitete Gansel die Tagebücher Gerlachs von 1951 bis 1991. Gansel leitet einen Literatur-Lehrstuhl an der Universität Gießen.

Landtag: «Prepper»-Aufklärung nicht nur durch Ministerium

Schwerin (dpa/mv) - Der Landtag will sich bei der Ausleuchtung der «Prepper»-Szene, der zwei mutmaßliche Rechtsterroristen in MV zugerechnet werden, nicht auf das Innenministerium verlassen. Der Innenausschuss des Parlamentes beschloss am Donnerstag in Schwerin ein eigenes Expertengespräch mit Vertretern des Reservistenverbandes, des Deutschen Bundeswehrverbandes und des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern. Alle Fraktionen hätten einem entsprechenden Antrag der Linken zugestimmt, sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Peter Ritter. Im Zuge der Rechtsterror-Razzia Ende August seien auch Vorwürfe gegen Mitglieder des Reservistenverbandes der Bundeswehr laut geworden. Die zwei Terror-Verdächtigen und vier Zeugen, deren Häuser durchsucht worden waren, sollen «Prepper» sein, die sich auf Notstände vorbereiten. Die Abgeordneten wollen Ritter zufolge erfahren, was über Verbindungen von Bundeswehrangehörigen oder Reservisten zu «Prepper»-Strukturen bekannt ist, welche Schritte zur Aufklärung eingeleitet wurden und welche gemeinsamen Aktivitäten zur Verhinderung rechtsextremer Netzwerke unternommen werden können. Außerdem gelte es herauszufinden, ob es sich um Einzelfälle oder die Spitze eines Eisberges handele. Das Innenministerium will mit einer Kommission das «Prepper»-Phänomen in Mecklenburg-Vorpommern unter die Lupe nehmen. Allerdings werde hinter verschlossenen Türen ermittelt, beklagte Ritter. Die Parlamentarier hatten bereits gefordert, die bei der Antiterror-Razzia Ende August beschlagnahmten Unterlagen einsehen zu dürfen. Dies sei bisher nicht ermöglicht worden.

Neuer Liegeplatz im Rostocker Fischereihafen

Rostock (dpa/mv) - Im Rostocker Fracht- und Fischereihafen ist der neue Liegeplatz 27 offiziell freigegeben worden. Dafür seien innerhalb der einjährigen Bauzeit rund 3,5 Millionen Euro investiert worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Mit einem jährlichen Güterumschlag von mehr als einer Million Tonnen zählt der Hafen zur ersten Riege der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern. Dominiert wird der Umschlag von den Hauptgutarten Rundholz und Düngemittel. Jährlich werden durchschnittlich 550 Frachtschiffe abgefertigt. Gleichzeitig zählt der Rostocker Fracht- und Fischereihafen zu den größeren maritimen Gewerbegebieten in Mecklenburg-Vorpommern.

IG Metall Küste für Lohnplus «um sechs Prozent»

Hamburg/Kiel/Rostock (dpa) - Die IG Metall Küste hält in der kommenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie im Norden eine Lohnforderung «um sechs Prozent» für gerechtfertigt. «Die Wirtschaft brummt, der Metall- und Elektroindustrie geht es gut», sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, am Donnerstag in Hamburg. In anderen Tarifbezirken waren zuvor schon Forderungen nach einem Lohnplus in dieser Höhe laut geworden. Außerdem will die IG Metall einen Anspruch auf eine individuell befristete Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden pro Woche durchsetzen. Die IG Metall Küste vertritt in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen rund 180 700 Mitglieder. In der nächsten Woche sollen die IG-Metaller in drei Regionalkonferenzen in Großenkneten (Niedersachsen), in Neumünster und Rostock ihre Forderungen weiter diskutieren. Am 24. Oktober soll die Tarifkommission in Hamburg die Forderungen beschließen. Die erste Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall ist für den 15. November in Hamburg angesetzt.

Unternehmer Pang reicht Angebot für Air Berlin nach

Parchim/Berlin (dpa) - Im Bieter-Wettstreit um die insolvente Air Berlin hat der chinesische Betreiber des Flughafens Parchim, Jonathan Pang, noch eine knappe Woche nach Fristablauf ein Angebot abgegeben. Rechtsanwalt Helmut Naujoks als Vertreter des chinesischen Logistik-Unternehmens LinkGlobal in Deutschland bestätigte, Pang habe am Donnerstag eine bindende Offerte nachgereicht. Der Unternehmer hatte in der vergangenen Woche eine Fristverlängerung beantragt. Diese war Naujoks zufolge bis zum 21. September - vor der Sitzung des Gläubigerausschusses - gewährt worden. Der Anwalt hatte Pangs Bitte damit begründet, dass es längere Zeit dauere, um die Vertragsunterlagen ins Chinesische zu übersetzen. Zu Details des Angebots äußerte sich Naujoks nicht. Dem Vernehmen nach soll Pang 600 Millionen Euro für Air Berlin bieten. Er wolle zudem alle rund 8000 Mitarbeiter übernehmen. Ein Sprecher von Air Berlin verwies auf Aussagen des Unternehmens vom vorigen Freitag, wonach es keine Fristverlängerung geben sollte.

Landtag öffnet neuen Plenarsaal für Besucher

Schwerin (dpa/mv) - Der neue Plenarsaal des Landtags in Schwerin steht unmittelbar vor der Fertigstellung. Noch vor den Abgeordneten soll die Bevölkerung den neu errichteten Sitzungssaal in Beschlag nehmen können. Für Samstagnachmittag lädt die Parlamentsverwaltung interessierte Bürger zu geführten Rundgängen durch den grundlegend umgestalteten Bereich des Schweriner Schlosses ein, das seit 1990 auch Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern ist. 2013 war bei laufendem Museums- und Landtagsbetrieb mit den Umbauarbeiten begonnen worden. Die Gesamtinvestitionen, die auch die Beseitigung schlimmer Brandfolgen und Arbeiten im Bereich des alten Plenarsaals umfassen, werden mit 30 Millionen Euro beziffert. Die erste reguläre Landtagssitzung im neuen Saal wird es an diesem Mittwoch geben.

In Mecklenburg-Vorpommern brüten weniger Störche

Berlin/Rostock (dpa/mv) - Immer weniger Störche bauen ihr Nest in Mecklenburg-Vorpommern. Der Weißstorchbestand sei seit mehr als zehn Jahren im Rückgang, teilte der Naturschutzbund (Nabu) am Donnerstag in Berlin mit. 2004, dem nach Ansicht von Ornithologen letzten guten Storchenjahr im Nordosten, brüteten im Land noch etwa 1100 Paare. Jetzt sind es noch gut 700. Stefan Kroll von der Nabu-Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz sagte in Rostock, die Gründe seien vielfältig. Das Nahrungsangebot werde wegen der intensiven Landwirtschaft geringer, hinzu komme das kalte, nasse Wetter im Sommer. Das habe viele Jungstörche das Leben gekostet.

Preise für Immobilien an der Küste steigen weiter

Rostock (dpa/mv) - Der Immobilienmarkt in Mecklenburg-Vorpommerns Großstädten und touristisch geprägten Ostsee-Kommunen ist nach Einschätzung des Immobilienverbands (IVD) weiter von steigender Nachfrage und damit von steigenden Preisen gekennzeichnet. In diesen Orten stiegen die Baugrundstückspreise innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 7 Prozent, für Einfamilienhäuser um bis zu 10 Prozent und für Eigentumswohnungen im Schnitt um 7 Prozent, wie der IVD Region Nord am Donnerstag in Rostock mitteilte. In der Fläche seien dagegen stabile, teils auch rückläufige Preise zu beobachten. Anders entwickelten sich dagegen die Mietpreise in den Städten. Hier sei nach Jahren des starken Anstiegs eine Stagnation zu verzeichnen, hieß es.

Betrüger gibt sich am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter aus

Banzkow (dpa/mv) - Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben. Unter dem Vorwand, eine Schadsoftware beseitigen zu wollen, habe ein Mann bei einer Frau in Banzkow (Ludwigslust-Parchim) angerufen und sie bedrängt, ein angebliches Reparatur-Tool freizuschalten und einen Download durchzuführen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Nachdem die Frau die Anweisungen befolgt hatte, wurde sie aufgefordert, das Online-Banking zu starten. Darauf sei die mittlerweile misstrauisch gewordene Frau nicht eingegangen. Allerdings habe sie aufgrund der installierten Schadsoftware nun keinen Zugriff mehr auf das auf ihrem Computer installierte Betriebssystem, hieß es. Wie die Polizei weiter mitteilte, sitzen die Drahtzieher dieser Betrugsmasche vermutlich im Ausland. Wenn es keinen erkennbaren Anlass für den Anruf eines Microsoft-Mitarbeiters gibt, sollten Nutzer misstrauisch sein und auf keinen Fall persönliche oder sensible Daten übermitteln.

Kamera-Überwachung des Schweriner Marienplatzes erst 2018

Schwerin (dpa/mv) - Die Kamera-Überwachung des zentralen Schweriner Marienplatzes aufgrund gewalttätiger Auseinandersetzungen verzögert sich weiter. Der Start müsse in das Jahr 2018 verschoben werden, teilte das Polizeipräsidium Rostock am Donnerstag mit. Es gebe technische Probleme mit der Vernetzung der Kameras und der sicheren Weiterleitung der Daten. Es handele sich um ein kochkomplexes Projekt. Die technische Herausforderung sei so nicht absehbar gewesen. Die Stadtvertretung Schwerin hatte Anfang 2017 beschlossen, dass der Marienplatz - Nahverkehrsknotenpunkt und Shopping-Herz der Landeshauptstadt - mit Kameras überwacht werden soll. Seit Sommer 2016 war es dort wiederholt zu Schlägereien unter Flüchtlingen, aber auch zwischen Deutschen und Zuwanderern gekommen. Die Polizei reagierte mit zusätzlichen Streifen. Aus Kostengründen sollte zunächst im April für sechs Monate auf Kameraüberwachung umgestellt werden. Später war Sommer 2017 als Starttermin genannt worden, nun ist es das Jahr 2018.

Landeswahlleiterin ruft zur Stimmabgabe am Sonntag auf

Schwerin (dpa/mv) - Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes hat die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, am Sonntag von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. «Ich wünsche mir, dass sich möglichst alle Wahlberechtigten an der Bundestagswahl beteiligen. Gehen Sie wählen! Verzichten Sie nicht auf Ihr gutes Recht!», appellierte Petersen-Goes an die Wählerschaft im Land und zitierte aus dem Grundgesetz: «Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen ... ausgeübt», heißt es in Artikel 20. Wahlen seien somit Grundpfeiler des demokratischen Gemeinwesens. Wer «aus Protest» nicht zur Wahl gehe, gebe sein Recht aus der Hand und verstärke nur das Gewicht der abgegebenen Stimmen, mahnte die Landeswahlleiterin. Nur wer wähle, nehme Einfluss auf das Ergebnis und bestimme mit, wer im Bundestag Entscheidungen trifft. Es komme auf jede Stimme an. «So mancher Wahlerfolg wurde mit wenigen Stimmen Vorsprung errungen», erinnerte Petersen-Goes an frühere Wahlausgänge. In Mecklenburg-Vorpommern sind zur Bundestagswahl am 24. September rund 1,33 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Die landesweit 1708 Wahllokale sind von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Bei der Bundestagswahl 2013 hatten im Nordosten 65,3 Prozent der Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Die Quote im Land war die zweitniedrigste seit 1990 und lag erneut auch unter dem Bundeswert, der vor vier Jahren 71,5 Prozent erreichte. In diesem Jahr stellen sich 106 Bewerber in den sechs Wahlkreisen Mecklenburg-Vorpommerns zur Wahl. Sie gehören 13 zugelassenen Parteien an, zwei sind Einzelbewerber.

Betreuer gehen leer aus: Gesetz geht nicht in den Bundesrat

Schwerin/Berlin (dpa/mv) - Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für sich selbst entscheiden. «Gut die Hälfte von ihnen wird von Familienangehörigen betreut», sagte der Vorsitzende des Betreuungsgerichtstages, Peter Winterstein, in Schwerin. Um die anderen kümmern sich gesetzlich bestellte freiberufliche Betreuer oder Betreuungsvereine mit angestellten oder ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Existenz dieser mehr als 800 Vereine bundesweit sieht der Betreuungsgerichtstag jetzt gefährdet. Denn der Bundesrat habe einem bereits im Mai im Bundestag beschlossenen Gesetzentwurf bisher nicht zugestimmt und werde dies als letzter Möglichkeit in dieser Legislaturperiode auch am Freitag nicht machen. Es enthält eine laut Winterstein existenziell notwendige Vergütungserhöhung für berufliche Betreuer.

Prozess um Kündigung von AWO-Manager: Urteil am 12. Oktober

Neubrandenburg (dpa/mv) - Im ersten Prozess um die Bereicherungsvorwürfe bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Nordosten soll am 12. Oktober eine Entscheidung fallen. Für diesen Tag hat die Kammer für Handelssachen den Verkündungstermin angesetzt, sagte eine Sprecherin des Landgerichtes Neubrandenburg am Donnerstag. Die Kammer von Richterin Gabriele Memmel will entscheiden, ob die fristlose Kündigung von Peter Olijnyk als Geschäftsführer des Kreisverbandes Müritz der AWO im Juni 2016 rechtmäßig war. Der 68-Jährige war entlassen worden, weil er sich mit Hilfe des damaligen Vorstandsvorsitzenden illegal bereichert haben soll. Der Fall hatte landesweit für Schlagzeilen und Untersuchungen in allen Kreisverbänden gesorgt. Nach Prüfung des AWO-Landesverbandes soll der Ex-Manager ein unverhältnismäßig hohes Jahresgehalt von 150 000 Euro plus weiterer Zahlungen und 30 000 Euro Tantiemen bekommen haben, was bei einem Sozialverband gar nicht zulässig sei. Gegen den Entlassenen und den Vorstandsvorsitzenden, der den Vize-AWO-Landesvorsitz und sein Amt im Kreisverband nach Bekanntwerden der Vorwürfe niederlegte, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue. Der Ex-Geschäftsführer hatte gegen seine Kündigung geklagt und fordert über seinen Anwalt Peter-Michael Diestel mehrere hunderttausend Euro Schadenersatz. Eine ähnlich hohe Summe fordert der Kreisverband von dem Mann zurück.

Im Wahlkampf beschädigter Sportplatz wird wieder bespielt

Strasburg (dpa/mv) - Der von Unbekannten im Wahlkampf beschädigte Sportplatz in Strasburg (Kreis Vorpommern-Greifswald) wird wieder sportlich genutzt. Es sei aber weiter unklar, mit welchem Mittel die Täter den Rasen zum Absterben und damit die Losungen aufgebracht haben, erklärte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag. Da sich der Fall Anfang September wenige Tage vor einem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Strasburg ereignete, wurde ein politischer Hintergrund vermutet und der Staatsschutz eingeschaltet. Die Suche nach den Tätern läuft noch. Der abgestorben braune Rasen zeigt Sprüche wie «12 Jahre sind genug» und «Volksabstimmung statt Volksverdummung». Fachleute vermuten, dass es sich um «Round Up», ein bekanntes Unkrautvernichtungsmittel, handelt. «Wir hoffen, dass sich der Rasen beim Wachstum im Frühjahr dort wieder ausbreitet», sagte der zuständige Platzwart. Beamte hatten auch Bodenproben genommen, ein Ergebnis wurde bisher nicht bekannt. Der Schulsport finde inzwischen in den Hallen statt. Die Fußballer spielten dort wieder: Die erste Männermannschaft Strasburgs hat ihr erstes Spiel nach dem Vorfall dort gegen Siedenbollentin mit 1:0 gewonnen.

IG Metall Küste fordert kräftigen Lohnzuwachs

Hamburg (dpa) - Die IG Metall Küste will mit einer «kräftigen Entgeltforderung» in die kommende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie starten. «Zudem wollen wir Arbeitszeiten durchsetzen, die zum Leben passen», kündigte die Gewerkschaft ihren Mitgliedern im Internet an. Einzelheiten will die IG Metall heute in Hamburg bekanntgeben. In anderen Tarifbezirken sind bereits Forderungen nach einem Lohnplus von um die sechs Prozent laut geworden. Die IG Metall Küste vertritt in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen rund 180 700 Mitglieder. Sie begründet ihren Anspruch nach einem kräftigen Lohnzuwachs mit der guten Lage der deutschen Wirtschaft, was auch für die Metall- und Elektrobetriebe in der Küstenregion zutreffe. Über die möglichen Forderungen soll bis in den Oktober hinein in den Betrieben und Regionalkonferenzen im Norden diskutiert werden. Ende Oktober werden die Forderungen von der Tarifkommission beschlossen. Danach können Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall anlaufen. In der vorherigen Tarifrunde hatte die Gewerkschaft 5,0 Prozent mehr Entgelt gefordert. Am Ende gab es eine zweistufige Erhöhung um 2,8 Prozent (Juli 2016) und 2,0 Prozent (April 2017).

Experten beraten über Pflege 4.0

Graal-Müritz (dpa/mv) - In Graal-Müritz kommen am heutigen Donnerstag Gesundheitsexperten zusammen, um über die künftigen Möglichkeiten der Pflege zu beraten. Im Vordergrund der Diskussion über die sogenannte Pflege 4.0 steht die Robotertechnik. Sie wird die Pflege kranker und alter Menschen in der Zukunft voraussichtlich massiv verändern. Immer mehr dürften Roboter handwerkliche Tätigkeiten übernehmen, aber auch zu Beziehungen mit Menschen fähig sein. «Sie werden sprechen, reagieren und die Senioren auch trainieren», sagte die Trendforscherin Birgit Gebhardt. Mit Hilfe der Roboter werde den zu Betreuenden letztlich ein größeres Angebot und eine größere Vielfalt zur Verfügung stehen.

Neuer Liegeplatz im Rostocker Fischereihafen fertig

Rostock (dpa/mv) - Nach einem Jahr Bauarbeiten wird im Rostocker Fracht- und Fischereihafen am heutigen Donnerstag ein neuer Liegeplatz offiziell freigegeben. Insgesamt seien mehr als drei Millionen Euro investiert worden, hieß es. Mit einem jährlichen Güterumschlag von mehr als einer Million Tonnen zählt der Hafen zur ersten Riege der Häfen in Mecklenburg-Vorpommern. Dominiert wird der Umschlag von den Hauptgutarten Rundholz und Düngemittel. Jährlich werden durchschnittlich 550 Frachtschiffe abgefertigt. Gleichzeitig zähle der Rostocker Fracht- und Fischereihafen zu den größeren maritimen Gewerbegebieten in Mecklenburg-Vorpommern. Aktuell seien auf dem rund 60 Hektar großen Industrieareal etwa 150 Firmen angesiedelt.

Experten beraten über Ausbau der E-Mobilität im Nordosten

Neustrelitz (dpa/mv) - Der Ausbau der Elektromobilität in Mecklenburg-Vorpommern steht am heutigen Donnerstag im Zentrum einer Fachtagung in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Das Landes-Kompetenzzentrum will mit Vertretern von Energieversorgern und Kommunen, Technikern und Touristikern beraten, wie das Ladenetz für Elektrofahrzeuge im Nordosten ausgebaut werden muss. Nach Ansicht von Fachleuten sind die Reichweiten von Elektroautos für so dünn besiedelte Regionen mit großen Entfernungen noch zu kurz und das öffentliche Ladenetz zu dünn. Mit immer mehr E-Autos werde sich aber auch das Tankverhalten und das Tankstellennetz verändern, da viele ihre E-Fahrzeuge auch zu Hause oder am Arbeitsplatz aufladen werden. 

Neue Arzneien ohne Zusatznutzen: Ärzte in MV zurückhaltend

Schwerin (dpa/mv) - 32 neue Medikamente hat die Techniker Krankenkasse (TK) untersuchen lassen - und keine echte Innovation darunter gefunden. Wie aus dem Innovationsreport 2017 der TK hervorgeht, sind 32 Präparate, die 2014 auf den Markt kamen, in drei Kategorien nach einem Ampelschema bewertet worden. Gibt es bereits eine verfügbare Therapie? Gibt es einen Zusatznutzen für Patienten? Verursacht das neue Medikament geringere Kosten? Das Ergebnis: Kein Medikament erhielt die Ampelfarbe grün. 17 Präparate wurden mit gelb und 15 mit rot bewertet. Echte Innovationen fanden die Wissenschaftler der Universität Bremen nicht. Dafür waren die neuen Medikamente teilweise viel teurer, wie die TK am Mittwoch mitteilte. Der mittlerweile fünfte Innovationsreport zeige, dass die Pharmaindustrie vor allem darauf bedacht sei, hohe Preise einzufordern und weniger darauf, wirklich innovative Arzneimittel zu entwickeln, kritisierte die Leiterin der TK-Landesvertretung, Manon Austenat-Wied. Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern haben aber offenbar ein gesundes Misstrauen gegen neue Arzneien ohne Zusatznutzen. Sie verordneten solche Medikamente seltener als ihre Kollegen im Bundesschnitt, teilte die TK mit. In Mecklenburg-Vorpommern erhielten statistisch gesehen 1,4 von 1000 Versicherten diese Präparate. Nur in Bayern lag diese Zahl noch niedriger (1,1 Versicherte). Fast das Dreifache von Medikamenten dieser Art bekamen Versicherte aus Nordrhein-Westfalen (3,7) verordnet. Im Bundesdurchschnitt erhielten 2,2 von 1000 Versicherten diese Präparate.