Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern – immer besser und aktueller informiert!
Wann immer etwas Wichtiges in unserem Land, Deutschland und der Welt passiert – ihr hört es sofort bei uns im laufenden Programm. Hintergründe, Foto und Videos  findet ihr tagesaktuell auf unseren Nachrichtenseiten im Internet. Unsere Reporter und Redakteure sind jeden Tag für euch in unserem Land unterwegs und sorgen dafür, dass ihr mit Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern keine wichtige Nachricht verpasst.

Aktuelle Nachrichten

Unser Service zum Nachhören

Ab sofort könnt ihr in unserer kostenlosen Ostseewelle-App und hier im Web die aktuellen Nachrichten, das Wetter für Mecklenburg-Vorpommern und unseren Verkehrs-Service jederzeit nochmal hören. mehr...

Heute: Trecker-Demos bei uns im Land

Die Polizei rechnet heute mit Verkehrsbeeinträchtigungen auf vielen Bundes- und Landesstraßen. Einige Straßenabschnitte werden durch die Polizei auch zeitweise voll gesperrt. Insgesamt gibt es vier Routen durch unser Land. Hier erfahrt ihr, wo ihr mit längeren Fahrzeiten im Feierabendverkehr rechnen müsst. mehr...

Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Verdi: Tarifgespräche im Nahverkehr vertagt

Schwerin (dpa/mv) - Bei Bussen und Straßenbahnen in Mecklenburg-Vorpommern drohen weitere Warnstreiks. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen wurde am Freitagabend ergebnislos vertagt, wie ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte. Die Gespräche sollen am 28. Januar fortgesetzt werden. Der Kommunale Arbeitgeberverband war zunächst nicht zu erreichen. Arbeitsniederlegungen seien bis dahin nicht ausgeschlossen und würden erst am Vorabend angekündigt. Es sei nicht gelungen, mit dem Arbeitgeberverband eine für die Fahrgäste günstigere Variante zu vereinbaren. Bereits am Donnerstag hatte es einen Warnstreik gegeben, wovon unter anderem der Schülerverkehr in Teilen des Landes betroffen war. Die Gewerkschaft fordert für die rund 1500 Beschäftigten 2,06 Euro mehr pro Stunde bei einer Laufzeit des Vertrages von einem Jahr. Dies entspricht dem Sprecher zufolge für die unterste Einkommensgruppe einem Plus von 15 Prozent. Zudem fordert Verdi 100 Euro extra im Monat, um den Abstand zu den Einkommen der Kollegen in Schleswig-Holstein zu verkleinern. Ein Angebot der Arbeitgeber sei weder substanziell noch strukturell für die Gewerkschaft zu akzeptieren, so der Sprecher. Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte die Gewerkschaftsforderung als wirtschaftlich nicht tragbar zurückgewiesen. Würde sie erfüllt, wären Fahrpreiserhöhungen, Angebotseinschränkungen und Restrukturierungsmaßnahmen die Folge, hatte der Verband erklärt.

Geldautomat in Rostock aufgebrochen

Rostock (dpa/mv) - Zwei Unbekannte haben in der Rostocker Innenstadt Geld aus einem Bankautomaten gestohlen. Die beiden Männer traten am frühen Freitagmorgen maskiert in die Bank ein, brachen den Automaten auf und flüchteten anschließend mit dem Geld vom Tatort, wie die Polizei mitteilte. Die Höhe der Summe war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei Rostock sucht nach Zeugen.

Traktor-Korsos: Bauern demonstrieren gegen Agrarpaket

Schwerin (dpa/mv) - Durch weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns ist am Freitag die nächste Protestwelle der Bauern gerollt. Wie die Initiative «Land schafft Verbindung» als Organisator mitteilte, beteiligten sich landesweit etwa 600 Bauern mit ihren Traktoren an den Korsos. Die Traktor-Konvois waren Teil eines bundesweiten Aktionstages, mit dem die Landwirte ihren Forderungen nach fairen Erzeugerpreisen und der Rücknahme strenger Vorgaben etwa zu Arten- und Grundwasserschutz im Agrarpaket des Bundes untermauerten. Anlass war der Start der Grünen Woche in Berlin, wo es eine Großkundgebung gab. Die Konvois im Nordosten waren am Nachmittag an vier Orten zu Rundkursen gestartet. Die Routen führten unter anderem über die B106 von Schwerin nach Wismar. Betroffen waren auch die B110 zwischen Rostock und Tessin, die B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz sowie die B105 zwischen Stralsund und Greifswald. Schon Tage vorher hatte die Polizei auf die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen aufmerksam gemacht. Die Warnungen kamen offenbar bei vielen Autofahrern an, die daraufhin Ausweichstrecken nutzen. Bis zum frühen Abend hielten sich laut Polizei die Rückstaus in Grenzen. Vereinzelt hätten sich Autoschlangen von bis zu einem Kilometer Länge gebildet. Landes-Bauerpräsident Detlef Kurreck, dessen Verband zusammen mit der Bewegung «Land schafft Verbindung MV» die Korsos initiiert hatte, erneuerte seine Kritik an der Bundesregierung. «Wir sind mit den bisherigen Reaktionen der Politik auf die Bauernproteste nicht zufrieden. Im Gegenteil. Die Politik hat sich kaum auf die Angebote der Bauern zubewegt. Stattdessen wird auf Zeit gespielt», beklagte Kurreck. Die Proteste hatten sich am Agrarpaket des Bundes entzündet. Kritik der Bauern gibt es insbesondere an der neuen Düngeverordnung. Wegen der vielerorts hohen Nitratbelastung des Trinkwassers soll das Ausbringen von Gülle und mineralischem Dünger eingeschränkt werden. Bauern fürchten Ertragsrückgänge und wehren sich dagegen. «Die Düngeverordnung und das Insektenschutzprogramm gehören auf den Prüfstand», forderte Kurreck und kündigte weitere Proteste an. Nach den Worten des Bauernpräsidenten stehen die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern für eine umweltgerechte und nachhaltige Landwirtschaft. «Doch die gibt es nicht zum Nulltarif. Landwirte sind Unternehmer. Sie arbeiten Tag für Tag mit hohem Einsatz und gehen große persönliche und wirtschaftliche Risiken ein», erklärte Kurreck. Die Landwirte seien bereit, auch zusätzliche Umweltleistungen zu erbringen. «Allerdings müssen diese von der Gesellschaft angemessen vergütet werden», betonte er. Allerdings befürchten die Bauern, dass die Agrarsubventionen der EU ab 2021 sinken. Umweltverbände und Politiker werfen den Landwirten vor, bislang nur unzureichend auf die hohen Nitratwerte im Grundwasser reagiert zu haben und mit dem massiven Einsatz von Insektiziden dem Artensterben Vorschub zu leisten.

62 Unternehmen aus MV auf Ernährungsgütermesse Grüne Woche

Schwerin/Berlin (dpa/mv) - Die Ernährungsgüterwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns findet nach den Worten von Agrarminister Till Backhaus (SPD) auf der Grünen Woche in Berlin eine erstklassige Werbeplattform, die sie auch nutzen werde. «Ein interessantes und positives Image ist für den Unternehmenserfolg inzwischen ebenso wichtig wie das reine Leistungsangebot», erklärte Backhaus am Freitag in Berlin zur Eröffnung der Länderhalle. Auf 1800 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren dort 62 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern einem internationalen Publikum bis zum 26. Januar ihre Produkte und Leistungen. Mit rund 400 000 Besuchern sei die Messe ein guter Testmarkt für neue Erzeugnisse, sagte Backhaus. Die Land- und Ernährungswirtschaft sei für das Land eine der bedeutendsten Branchen. Deshalb sei die Unterstützung der meist kleinen und mittelständischen Unternehmen bei Messeauftritten für die Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Laut Backhaus gehören Firmen wie die Kartoffelveredlung Hagenow, die Lübzer Brauerei oder die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwaren schon seit Jahrzehnten zu den Messeteilnehmern aus dem Nordosten. Unter den sechs Neulingen seien eine Gin-Destillerie aus Wittenburg, eine Schokoladenmanufaktur aus Wogast, die Käsemanufaktur Müritz aus Bollewick und die Gourmet Manufaktur Klepelshagen. Vor dem Hintergrund fortwährender Bauernproteste, die am Tag der Messeeröffnung mit bundesweiten Aktionen einen weiteren Höhepunkt erreichten, erneuerte Backhaus seine Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen für die Bauern. Bereits am Donnerstagabend war er in Berlin mit seinen ostdeutschen Amtskollegen zusammengetroffen. In einer gemeinsamen Mitteilung forderten sie von EU und Bundesregierung ausreichend Finanzmittel zur Stärkung des ländlichen Raums und zur Finanzierung eines besseren Umwelt- und Tierschutzes durch Landwirte. Gleichzeitig machte Backhaus deutlich, dass er Änderungen in der Landwirtschaft für unerlässlich hält, um das Artensterben einzudämmen, die Belastungen des Grundwassers zu senken und das Tierwohl zu verbessern. Im Gespräch mit Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, habe er am Freitag mit Blick auf das umstrittene Agrarpaket für Regelungen geworben, «die die Unternehmen auch wirtschaftlich mitgehen können». Kritik der Bauern gibt es insbesondere an der neuen Düngeverordnung. Wegen der vielerorts hohen Nitratbelastung des Trinkwassers soll das Ausbringen von Gülle und mineralischem Dünger eingeschränkt werden. Bauern fürchten Ertragsrückgänge und wehren sich dagegen. Für den Freitagabend war in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommerns der traditionelle Empfang der Landesregierung auf der Grünen Woche geplant. Gastgeber war in Vertretung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Agrarminister Backhaus. Erwartet wurden rund 200 Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Backhaus warb anlässlich der aktuellen Kontroversen um die Landwirtschaft für ein stärkeres Miteinander auch in diesem Bereich. «Wir müssen der Lebensmittelproduktion wieder den Wert beimessen, den sie verdient. Im Gegenzug ist die Agrarbranche gut beraten, notwendige Veränderungen im Umwelt- und Tierschutz konstruktiv mitzugestalten», betonte Backhaus.

Bis zu 128 000 Euro pro Jahr für Werbebüro in Vietnam

Schwerin (dpa/mv) - Die Landesregierung gibt in Vietnams Hauptstadt Hanoi bis zu 128 000 Euro im Jahr für ein Kontaktbüro aus, das zwischen Mai 2019 und April 2021 bis zu 120 junge Menschen für eine Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern gewinnen soll. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervor. Die Auswahl der Bewerber soll dann durch einen vietnamesischen Partner erfolgen. Die AfD kritisierte am Freitag sowohl die Einrichtung als auch die Kosten. Das Vorgehen sei mit Blick auf den Arbeitsmarkt in Europa blanker Hohn, sagte der AfD-Sozialexperte Thomas de Jesus Fernandes. «Die Jugendarbeitslosigkeit bei unseren europäischen Nachbarn ist weiterhin extrem hoch. In Griechenland, Spanien und Italien suchen Millionen Jugendlicher verzweifelt nach einem Beruf.» Zuvor hatte die «Schweriner Volkszeitung» berichtet.

Wildschwein-Alarm: Spiel von Greifswald nach Rostock verlegt

Greifswald (dpa/mv) - Ein Wildschwein-Alarm hat das Testspielprogramm des Fußball-Oberligisten Greifswalder SC durcheinandergebracht. Die für den heutigen Freitagabend geplante Partie im Volksstadion gegen die U19 des FC Hansa Rostock musste auf Anweisung der Stadtverwaltung abgesagt werden und wurde nach Rostock verlegt. «Die Gefahr ist einfach zu groß», teilte der Verein auf Facebook mit. Ursache für die Verlegung sind Wildschweine, die im und um das Stadion des Fünftligisten ihr Unwesen treiben. Am Freitagmorgen war ein Hund von einem Keiler verletzt worden beim Versuch, die Tiere zu vertreiben. «Der Hund sah ziemlich lädiert aus», sagte Daniel Gutmann, Sportlicher Leiter des GFC, dem «Sportbuzzer». 

Datenschutzbeauftragter: Spannervideos von Tutow strafbar

Schwerin/Tutow (dpa/mv) - Die mit Minikameras auf Toiletten in Tutow (Vorpommern-Greifswald) aufgenommenen Spannervideos sind strafbar. Das hat der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller am Freitag in Schwerin klargestellt. Sie würden den höchstpersönlichen Lebensbereich der Betroffenen verletzen. Minikameras könnten in einem Rauchmelder, einem Kugelschreiber oder einem Ladegerät versteckt sein. «Aufnahmen solcher Kameras können im Grunde jeden von uns treffen», sagte er. Anfang Januar hatte ein ARD-Magazin berichtet, dass beim Festival «Monis Rache» 2018 in Dixi-Toiletten für Frauen Minikameras versteckt waren. Die Videos sollen später auf Pornoplattformen aufgetaucht sein. Der Mann soll nach Angaben des Magazins «Strg_F» damit fast 8000 Euro verdient haben. Die Veranstalter des Festivals, das 2018 zum letzten Mal stattfand, erklären auf ihrer Internetseite, sie seien entsetzt und teilweise selbst betroffen. Die meisten der Crew hätten erst in der vergangenen Woche von den Geschehnissen erfahren. Der Täter sei ermittelt. Die Polizeiinspektion Anklam teilte dagegen mit, sie habe von Amts wegen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Sie bat Festivalbesucher, die Dixi-Toiletten benutzt haben und somit Betroffene sein könnten, Anzeige zu erstatten. Das Verfahren liege jetzt bei der Staatsanwaltschaft Stralsund.

Datenschutzbeauftragter: Spannervideos von Tutowstrafbar

Schwerin/Tutow (dpa/mv) - Die mit Minikameras auf Toiletten in Tutow (Vorpommern-Greifswald) aufgenommenen Spannervideos sind strafbar. Das hat der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller am Freitag in Schwerin klargestellt. Sie würden den höchstpersönlichen Lebensbereich der Betroffenen verletzen. Minikameras könnten in einem Rauchmelder, einem Kugelschreiber oder einem Ladegerät versteckt sein. «Aufnahmen solcher Kameras können im Grunde jeden von uns treffen», sagte er. Anfang Januar hatte ein ARD-Magazin berichtet, dass beim Festival «Monis Rache» 2018 in Dixi-Toiletten für Frauen Minikameras versteckt waren. Die Videos sollen später auf Pornoplattformen aufgetaucht sein. Der Mann soll nach Angaben des Magazins «Strg_F» damit fast 8000 Euro verdient haben. Die Veranstalter des Festivals, das 2018 zum letzten Mal stattfand, erklären auf ihrer Internetseite, sie seien entsetzt und teilweise selbst betroffen. Die meisten der Crew hätten erst in der vergangenen Woche von den Geschehnissen erfahren. Der Täter sei ermittelt. Die Polizeiinspektion Anklam teilte dagegen mit, sie habe von Amts wegen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Sie bat Festivalbesucher, die Dixi-Toiletten benutzt haben und somit Betroffene sein könnten, Anzeige zu erstatten. Das Verfahren liege jetzt bei der Staatsanwaltschaft Stralsund.

Hansa Rostock nach 2:0 über Lyngby in Tests ungeschlagen

Rostock (dpa/mv) - Der FC Hansa Rostock bleibt in der Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil der 3. Fußball-Liga ungeschlagen. Das Team von Trainer Jens Härtel bezwang am Freitag im vorletzten Test den dänischen Erstligisten Lyngby BK mit 2:0. Pascal Breier (41. Minute) und Mirnes Pepic (61.) erzielten auf einem Platz im Trainingsgelände des Clubs die Tore für die Hanseaten. Im vorangegangen Trainingslager im türkischen Belek hatten sich die Mecklenburger gegen den Schweizer Meister Young Boys Bern mit 2:1 (2:0) durchgesetzt und gegen den türkischen Zweitligisten Eskisehirspor Kulübü mit 3:0 (0:0) gewonnen. Vom Schweizer Zweitligisten Grasshoppers Zürich trennte sich der einstige Bundesligist 1:1. Die Generalprobe vor dem Liga-Auftakt bestreiten die Hanseaten am (morgigen) Samstag (12.00 Uhr) gegen den Regionalligisten VfB Lübeck. Die Partie findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das erste Ligaspiel des neuen Jahres wird am 24. Januar (19.00 Uhr) im heimischen Ostseestadion gegen den Halleschen FC angepfiffen.

Traktor-Korsos: Bauern demonstrieren gegen Agrarpaket

Schwerin (dpa/mv) - In mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns ist am Freitagnachmittag die nächste Protestwelle der Bauern losgerollt. Mit bundesweiten Traktor-Konvois wollen die Landwirte nach Angaben der Initiatoren ihren Forderungen nach fairen Erzeugerpreisen und der Rücknahme strenger Vorgaben etwa zu Arten- und Grundwasserschutz im Agrarpaket des Bundes Nachdruck verleihen. Bereits heute gebe es eine Vielzahl von Aktivitäten der Bauern für Tierwohl sowie Insekten- und Naturschutz. Sie seien auch bereit, weitere Maßnahmen umzusetzen, teilte die Initiative «Land schafft Verbindung» mit. Doch müsse die Politik Praktiker stärker einbeziehen, hieß es. Die Konvois im Nordosten starteten an vier Orten zu Rundkursen. Die Routen führen unter anderem über die B106 von Schwerin nach Wismar. Betroffen sind auch die B110 zwischen Rostock und Tessin, die B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz sowie die B105 zwischen Stralsund und Greifswald sowie eine Reihe weiterer Straßen. Allein in Schwerin starteten die Bauern laut Polizei mit mehr als 130 Traktoren den Korso. Mit weitreichenden Verkehrsbeeinträchtigungen sei bis in die Abendstunden zu rechnen, da die oft kilometerlangen Konvois nicht überholt werden könnten.

Löhne in MV deutlich stärker gestiegen als Mieten

Hamburg/Schwerin (dpa/mv) - Die Löhne in Mecklenburg-Vorpommern sind einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als die Mieten. In den Jahren 2014 bis 2018 erhöhten sich die Bruttolöhne zum Beispiel in Rostock um 11,7 Prozent, die Nettokaltmieten im gleichen Zeitraum nur um 3,8 Prozent, wie aus einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht, die am Freitag veröffentlicht wurde. Den stärksten Mietenanstieg gab es demnach im Landkreis Nordwestmecklenburg mit 4,6 Prozent - aber auch dort stiegen die Löhne deutlich kräftiger um 13 Prozent. Für den Landkreis Vorpommern-Greifswald ermittelten die Experten des IW sogar einen Lohnanstieg um 14,4 Prozent bei einem gleichzeitigen Mieten-Plus von nur 1,9 Prozent. Bei den Mieten wurden die Neuvertragsmieten betrachtet. In 269 von 401 deutschen Kreisen ist das Wohnen zur Miete der Studie zufolge erschwinglicher geworden, wie es hieß. Der Medianbruttolohn in Deutschland stieg demnach von 2014 bis 2018 um fast zehn Prozent auf 3312 Euro. Das bedeutet, die eine Hälfte der Deutschen verdient mehr, die andere weniger. Gleichzeitig stiegen die Neuvertragsmieten um durchschnittlich 8,5 Prozent. Besonders in den neuen Bundesländern lebten demnach die Deutschen günstiger als noch im Jahr 2014, weil die Löhne stärker gestiegen seien. Nach Einschätzung der Wohnungswirtschaft im Nordosten belegen die Daten, dass in MV weder von Wohnungsnot noch von Mietenexplosion gesprochen werden könne. Der Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Andreas Breitner, sagte: «Für immer mehr Menschen sind die Mieten in Mecklenburg-Vorpommern bezahlbar. Die Beschäftigten im Nordosten holen bei der Einkommensentwicklung auf und können weiter darauf vertrauen, dass die Mieten nicht im gleichen Maße anziehen.» Die Wohnkostenbelastung sei für die meisten Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren gesunken.

Gewürzhersteller Fuchs ruft Oregano zurück

Dissen (dpa) - Der Gewürzhersteller Fuchs ruft wegen unerwünschter Inhaltsstoffe sein Produkt «Fuchs Professional Oregano gerebelt, 250 g-Beutel» zurück. Wie das Unternehmen am Freitag in Dissen bei Osnabrück mitteilte, erfolge der Rückruf aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Die Losnummer laute 9176CA. In Proben sei ein hoher Gehalt an sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden gefunden worden. Dabei handele es sich um Pflanzeninhaltsstoffe, die manche Pflanzenarten selbst bilden, um sich vor natürlichen Fressfeinden zu schützen. Pyrrolizidinalkaloide könnten in übermäßiger Menge beim Verzehr für die Gesundheit schädlich sein, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Das Produkt könne im Geschäft zurückgegeben werden. Der Kaufpreis werde erstattet.

Land will Schloss Karlsburg bei Greifswald verkaufen

Karlsburg/Schwerin (dpa/mv) - Das Land will Schloss und Schlosspark Karlsburg im Landkreis Vorpommern-Greifswald verkaufen. Den Zuschlag bekomme nicht derjenige, der das höchste Gebot abliefere, sondern der Interessent mit dem besten Nutzungskonzept, teilte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag mit. Zuvor hatte die «Ostsee-Zeitung» darüber berichtet. Die erst vor einer Woche veröffentlichte Ausschreibung für die 96 000 Quadratmeter große Immobilie endet am 31. März. Das denkmalgeschützte barocke Schloss aus dem 18. Jahrhundert wurde bis 2016 als Fachzentrum für Diabetes und Stoffwechselkrankheiten der Universitätsmedizin Greifswald genutzt. Danach gab es die Universität an das Land zurück. Zu dem Komplex gehören auch ein Labor- und Verwaltungsgebäude von 1998 und zwei stark sanierungsbedürftige Gebäude aus den 1950-er Jahren. Die Immobilie liegt direkt neben dem modernen Klinikum Karlsburg, einem Herz- und Diabeteszentrum. Zu DDR-Zeiten arbeitete auf dem Gelände das Zentralinstitut für Diabetes «Gerhardt Katsch». Aus ihm ging das gleichnamige private Institut hervor, das heute der letzte Nutzer der Immobilie ist. Der «Ostsee-Zeitung» zufolge bewirbt sich das Institut um den Schloss-Komplex. Geplant sei ein Gesundheitscampus, auf dem sich weitere Unternehmen der Branche ansiedeln können. Für den Kauf des Schlosses soll eigens eine Betreibergesellschaft gegründet werden.

Spahn mit Debatte über Organspende zufrieden

Rostock (dpa/mv) - Obwohl er mit seinem Gesetzentwurf zur Neuregelung der Organspende keinen Erfolg hatte, sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die eineinhalbjährige Debatte darüber positiv. «Es ist gelungen, dass in jeder Familie, in der Nachbarschaft, auf Arbeit, wo Bürger aufeinandertreffen, über diese Frage gesprochen worden ist. Eine Frage von Leben und Tod, der wir ja sonst gerne mal (...) ausweichen», sagte Spahn am Freitag beim Neujahrsempfang der «Ostsee-Zeitung» in Rostock. Es sei vor allem das deutliche Signal an die Patienten gewesen, die zum Teil jahrelang voller Hoffnung, Verzweiflung und Schmerz auf ein Spenderorgan warten, dass sie nicht vergessen sind. «Die Politik und die Gesellschaft hat unsere Nöte und unsere Sorgen mit im Blick, zumal jeder von uns oder die eigenen Kinder morgen auf ein Spenderorgan angewiesen sein könnte.» Im Bundestag hatte sich am Donnerstag das Programm zur «Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende» durchgesetzt. Wer ab 16 Jahren einen Personalausweis beantragt, ihn nach zehn Jahren verlängert oder sich einen Pass besorgt, soll im Amt Infomaterial bekommen. Dann könne sich jeder in ein neues Online-Register eintragen - mit Ja oder Nein, Änderungen bleiben immer möglich. Spahn sagte zu, dass er alles umsetzen werden, was entschieden wurde. Er lasse sich gerne eines Besseres belehren. Vielleicht sei es zu schaffen, doch zu mehr Spenderorganen zu kommen, sagte Spahn.

Betrunken mit gefälschtem Führerschein Unfall gebaut

Sassnitz (dpa/mv) - Zwei betrunkene Männer ohne Führerschein sind bei einem Unfall auf Rügen leicht verletzt worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, prallte ihr Auto am Donnerstagabend auf der Landesstraße 29 bei Prora gegen einen Ampelmast, streifte einen Stromverteilerkasten und ein Gebäude und kam an einem Baum zum Stehen. Die beiden 33 und 34 Jahre alten Männer wurden leicht verletzt ins Krankenhaus Bergen gebracht. Der 33-Jährige hatte 2,37 Promille, der 34-Jährige 1,91 Promille. Da noch unklar ist, wer am Steuer saß, entnahm ein Arzt beiden Männern Blutproben. Der 33-Jährige habe zudem eine geringe Menge Drogen und einen litauischen Führerschein dabeigehabt. Bei diesem handelte es sich laut Polizei um eine Fälschung. Tatsächlich besitzen beide demnach keine Fahrerlaubnis. Das Auto musste abgeschleppt werden, eine freiliegende Stromleitung gesichert werden.

Auto rutscht bei Glätte von Straße: Fahrerin schwer verletzt

Zirzow (dpa/mv) - Eine 37-Jährige ist mit ihrem Wagen bei Reifglätte nahe Zirzow von der Straße abgekommen und in einem Graben gelandet. Das Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die 37-jährige Frau wurde schwer verletzt und kam in eine Klinik. In der Region waren die Temperaturen am Morgen auf knapp über null Grad gesunken, so dass es auf einigen Straßen im Osten des Landes winterlich glatt wurde.

Anmeldung zur Strandkorb-WM auf Usedom noch möglich

Ahlbeck (dpa/mv) - Der Strand von Ahlbeck auf Usedom wird am letzten Januar-Wochenende wieder Schauplatz einer Weltmeisterschaft sein - im Strandkorb-Sprint. Den Titel gewinnt das Team, das am schnellsten einen Strandkorb eine Strecke von 20 Metern über den Sand schleppt, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Teilnehmen können Zweierteams, die genügend Kraft haben, das etwa 60 Kilogramm schwere Strandmöbel über die Distanz zu tragen. Interessenten können sich noch bis zum Dienstag (21. Januar) anmelden, sagte der Sportdirektor des Events, Eric Borchardt. Zudem werden zum Winterstrandkorbfest zahlreiche Schaulustige erwartet. Die WM beginnt am Freitagnachmittag mit den Qualifikationswettkämpfen unter Flutlicht nahe der Ahlbecker Seebrücke. Zwei Fernsehteams der ARD und des NDR hätten sich zur Live-Berichterstattung angemeldet, hieß es. Am Samstagvormittag läuft die Kinder-WM mit kleineren Strandkörben in drei Altersklassen zwischen sechs und 12 Jahren. Zum Finale am Samstagnachmittag treten 16 Teams an. Das sind die 12 schnellsten Mannschaften der Qualifikationsrunde sowie die aktuellen Weltmeister, die WM-Zweiten und zwei Teams, die sich im Sommer beim Usedom Beach Cup qualifiziert haben. Die Erst- bis Drittplatzierten erhalten Preisgelder von 500, 200 und 100 Euro. Die Starter entrichten ein Meldegeld von 20 Euro pro Team.

Erhalt der Olympiastützpunkte: DOSB-Präsident eingeladen

Neubrandenburg (dpa/mv) - Im Ringen um die Zukunft der Olympiastützpunkte hat Mecklenburg-Vorpommerns Sportministerin Stefanie Drese (SPD) den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, zu einem Besuch aufgefordert. Wer eine Entscheidung über den Fortbestand von Bundesleistungszentren trifft, sollte wissen, welche guten Bedingungen es hier gibt, sagte Drese am Freitag in Neubrandenburg. Zuvor hatte die Ministerin erstmals die Mehrzweckhalle Jahnsportforum mit Extra-Werferkabinett sowie das Sportgymnasium besichtigt. «Wer Spitzenathleten haben will, braucht gute Nachwuchsarbeit als Unterbau», sagte Drese. Das unterstütze das Land. Neubrandenburg ist Leistungszentrum für Leichtathletik, Triathlon und Kanu. Im Jahnsportforum finden im Februar die deutschen Jugendhallenmeisterschaften der Leichtathleten mit rund 1000 Aktiven statt. Eine Entscheidung über die drei Olympiastützpunkte im Nordosten soll im Laufe des Jahres 2020 fallen, sagte Drese.

Erinnerung an Versöhnungskirche: Sprengung vor 35 Jahren

Berlin (dpa) - An die Sprengung der Versöhnungskirche vor 35 Jahren wird an diesem Sonntag in Berlin mit einer Andacht erinnert. Das Gotteshaus an der Bernauer Straße stand nach dem Mauerbau unzugänglich im abgesperrten Todesstreifen. Auf Geheiß der DDR-Führung krachte am 22. Januar 1985 das Kirchenschiff durch Dynamit zusammen, wenige Tage später (28. Januar) fiel der Turm. Der Direktor der Mauer-Stiftung, Axel Klausmeier, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Geschichte der Versöhnungskirche verdeutliche die Brisanz der deutschen Teilung. Mehr als zwei Jahrzehnte habe die Kirche noch im Grenzbereich gestanden und an das gemeinsame Leben in der Stadt vor dem Mauerbau 1961 erinnert. Die Sprengung der Kirche habe von der Willkür der DDR-Staatsführung und der Absurdität des Grenzsystems gezeugt. Der Mauerbau habe dramatische Auswirkungen auf das Leben der Menschen gehabt. Die DDR-Grenztruppen wollten mit dem Beseitigen des neugotischen Baus laut Mauer-Stiftung ein freies Sicht- und Schussfeld haben. Die SED-Führung habe mit der Sprengung die Erinnerung an die Zeit vor der Teilung auslöschen wollen, jedoch das Gegenteil erreicht, hieß es. Als der Turm im zweiten Schritt getilgt werden sollte, lief nicht alles nach Plan. Trümmer donnerten auf die Hinterlandmauer, das Kreuz wurde abgerissen und stürzte auf ein Grab des Elisabethfriedhofs im Ostteil Berlins. Beim Beseitigen der Spuren wurde es nicht gefunden. Friedhofsarbeiter entdeckten es später und versteckten das Zeugnis der Zerstörung. Nach dem Mauerfall kam das Kreuz zurück. Auf den Fundamenten der Versöhnungskirche entstand nach der Wiedervereinigung die Kapelle der Versöhnung, die zur zentralen Gedenkstätte Berliner Mauer gehört. Die Andacht ist bei einem Gottesdienst (10.00 Uhr) im nahe gelegenen Gemeindesaal der Versöhnungsgemeinde geplant. Die symbolische Kraft der Versöhnungskirche sei noch heute zu spüren, sagte Direktor Klausmeier. Sie sei Bestandteil der Erinnerungsarbeit der Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Sprengung der Kirche sei «eine bittere Stunde für die Gemeinde und darüber hinaus für unsere ganze Stadt» gewesen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag. Der Gedenktag am kommenden Sonntag sei «gebotener Anlass», den Pfarrern und Mitgliedern der Versöhnungsgemeinde dafür zu danken, «dass das Leid, der Schmerz und die Opfer der Teilung nicht vergessen werden». Die Bernauer Straße galt als Symbol der Teilung. Nach dem Mauerbau 1961 gehörten die Häuser auf einer Straßenseite zum Osten, der Bürgersteig davor zum Westen. In den ersten Tagen nach dem Bau der Grenze versuchten Menschen noch, aus den Fenstern ihrer Häuser in den Westen zu springen.

62 Unternehmen aus MV auf Ernährungsgütermesse Grüne Woche

Schwerin (dpa/mv) - Die Ernährungsgüterwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns findet nach den Worten von Agrarminister Till Backhaus (SPD) auf der Grünen Woche in Berlin eine erstklassige Werbeplattform, die sie auch nutzen werde. «Ein interessantes und positives Image ist für den Unternehmenserfolg inzwischen ebenso wichtig wie das reine Leistungsangebot», erklärte Backhaus am Freitag in Berlin zur Eröffnung der Länderhalle. Auf 1800 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren dort 62 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern einem internationalen Publikum bis zum 26. Januar ihre Produkte und Leistungen. Mit rund 400 000 Besuchern sei die Messe ein guter Testmarkt für neue Erzeugnisse, sagte Backhaus. Die Land- und Ernährungswirtschaft sei für das Land eine der bedeutendsten Branchen. Deshalb sei die Unterstützung der meist kleinen und mittelständischen Unternehmen bei Messeauftritten für die Landesregierung ein wichtiges Anliegen.