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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

NDR: Verfassungsschutz beobachtet Burschenschaften

Greifswald/Schwerin (dpa/mv) - Der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern beobachtet einem Bericht des NDR zufolge die Greifswalder Burschenschaften Rugia und Markomannia Aachen. Hintergrund ist dem Bericht zufolge das Gutachten des Bundesverfassungsschutzes zur AfD, in dem die Gruppierungen Der Flügel und die Junge Alternative als rechtsextreme Verdachtsfälle eingestuft wurden. Aus dem Gutachten geht auch hervor, dass mehrere AfD-Politiker Kontakte zu den Burschenschaften haben sollen. Das Schweriner Innenministerium wollte den Bericht am Mittwoch nicht direkt bestätigen. Das Gutachten sei die Grundlage für die «Sachverhaltsaufklärung» innerhalb der Verdachtsfälle in der AfD, zu der auch Kontakte ins Burschenschaftsspektrum gehörten, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Darüber, ob die genannten Burschenschaften aber beobachtet werden und wie, werde generell keine Auskunft gegeben. Dem Gutachten des Verfassungsschutzes zufolge ist der Neubrandenburger AfD-Bundestagsabgeordnete Enrico Komning Mitglied der Rugia, der Landtagsabgeordnete Ralph Weber soll dort Vorträge gehalten haben. Fraktionschef Nikolaus Kramer soll laut dem NDR-Bericht Mitglied der Markomannia sein, zudem sollen deren Räume der Jungen Alternative für Treffen zur Verfügung gestanden haben. Der Linken-Politiker Peter Ritter betonte, dass Kontakte von Burschenschaften zu rechtsextremen Strukturen nicht neu seien. «Schon Anfang der 2000er waren Führungskader der Jungen Nationaldemokraten, der Jugendorganisation der NPD, Mitglied bei Rugia», sagte Ritter. Es sei fraglich, wie sinnvoll eine Beobachtung sei, wenn die Ergebnisse hinter verschlossenen Türen blieben.

Attacke nach Bremsmanöver auf Autobahn

Fuchsberg (dpa/mv) - Nach einem Bremsmanöver auf der A20 bei Wismar ist ein Autofahrer an der Raststätte Fuchsberg Nord (Landkreis Nordwestmecklenburg) auf einen anderen losgegangen. Eine Rettungswagenbesatzung musste das Opfer ambulant versorgen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge war ein plötzlicher Spurwechsel mit anschließendem Bremsmanöver der Grund für die Auseinandersetzung gewesen. Als das spätere Opfer danach auf die Raststätte fuhr, sei ihm der andere Fahrer gefolgt und habe nach einem kurzen Wortwechsel zugeschlagen. Anschließend sei der Täter weggefahren, habe sich jedoch wenig später bei der Polizei gemeldet.

Gute Tourismussaison 2019 erwartet: Golfer im Aufwind

Rostock (dpa/mv) - Mit dem Rückenwind des Vorjahres und eines positiven Ostergeschäfts geht die Tourismusbranche in die Saison 2019. Bedingt durch den langen Sommer war 2018 die Rekordzahl von 30,9 Millionen Übernachtungen erreicht worden. Rund drei Viertel der Touristiker gingen in einer Verbandsumfrage von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus, wie Verbandspräsident Wolfgang Waldmüller am Mittwoch in Rostock sagte. Nur bei 14 Prozent sei der Ausblick verhaltener ausgefallen. Waldmüller legte den Finger in offene Wunden des Tourismuslandes. Dazu gehörten etwa die teils großen Lücken im Radwegenetz, die zu einer Abwertung des Landes in der ADFC-Radreiseanalyse geführt haben. Er gestand ein, dass diese Probleme schon seit Jahren bekannt sind. Mit einer eben in Auftrag gegebenen Radverkehrsuntersuchung wolle der Verband die Politik aufrütteln. «Uns bleibt nur eines: Permanent und immer wieder und aktuell auf die Situation aufmerksam machen», sagte Waldmüller, der unter anderem Mitglied im CDU-Landesvorstand MV und Sprecher der CDU-Fraktion für Wirtschaftspolitik ist. Sorge bereite auch der Rostocker Flughafen. Dort war jüngst durch die Insolvenz zweier Fluglinien ein Hauptteil der Flüge weggefallen, was allerdings teilweise aufgefangen werden konnte. «Gerade wenn wir über internationale Gäste sprechen, brauchen wir stabile und absolut verlässliche Flugverbindungen», sagte Waldmüller. Der Anteil der Übernachtungen ausländischer Touristen lag im vergangenen Jahr im Nordosten bei 3,5 Prozent, deutschlandweit dagegen bei 18 Prozent. Beim Anteil von Gästen aus dem Ausland nimmt der Landesgolfverband eine Vorreiterrolle ein. «25 Prozent unserer Gäste kommen aus dem Ausland», sagte Verbandspräsident Rüdiger Born - hauptsächlich aus den Niederlanden, der Schweiz oder Skandinavien. In diesen Ländern habe der Sport einen anderen Stellenwert. Insgesamt habe der Landesverband rund 18 000 Mitglieder, 40 Prozent stammten aus anderen Bundesländern. Eine Steigerung des Bekanntheitsgrads versprach sich Born von den «Winstongolf Senior Open» bei Schwerin, bei denen neben Spielern aus zwölf Ländern auch Profigolfer Bernhard Langer antritt. Einen besonderen Wert lege der Verband auf die Inklusion, es sollen Menschen mit Behinderung leistungsorientiert zusammen mit Golfern ohne Behinderung spielen können. «Die Golftrainer sind bezüglich der spielerischen Besonderheiten geschult, die im Training zu beachten sind», sagte Born. Schätzungen zufolge werden über den Golfsport mit seinen landesweit 17 Anlagen rund 400 000 Übernachtungen generiert, wie Born sagte. Er betonte jedoch, dass die Erhebung genauer Zahlen für diesen Bereich nicht möglich sei. Fünf oder sechs Plätze seien von ihrer Qualität her im internationalen Ranking weit vorne anzusiedeln. Es müsse bedacht werden, dass andere Bundesländer wie Bayern, Schleswig-Holstein oder auch Berlin-Brandenburg in den vergangenen Jahren erheblich aufgeholt haben. «Wir müssen uns neue Ziele stecken und unser Anspruchsdenken nach oben hin verändern», forderte Born. «Da oben ist noch Luft», sagte er mit Blick auf einkommensstarke Gruppen. «Das ist ein anderes Klientel, das uns auch mal ganz gut tun würde.» Eine Insel wie Sylt wisse, warum sie vier Golfplätze habe.

Polizei stoppt Transporter mit gestohlenen Motorrädern

Pasewalk (dpa/mv) - Eine Polizeistreife hat am Mittwochmorgen einen gestohlenen Transporter samt Ladung auf der A11 nahe der polnischen Grenze gestoppt. Der Fahrer habe die Aufforderung anzuhalten zunächst befolgt, sei dann aber geflohen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. 200 Meter vor dem Grenzübergang Pomellen habe er das Fahrzeug aber angehalten und sei weggelaufen. Trotz Fahndung mit einem Hund habe er nicht gefunden werden können. Am Transporter seien Aufbruchspuren und auf der Ladefläche drei Motorräder und Motorradzubehör gefunden worden. Alles sei im Raum Potsdam als gestohlen gemeldet worden. Der Gesamtwert betrage etwa 40 000 Euro.

Debatte um Nord Stream 2: Schwesig kritisiert Weber

Schwerin/Berlin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Ankündigung des CSU-Politikers Manfred Weber kritisiert, im Fall einer Wahl zum EU-Kommissionschef die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 blockieren zu wollen. Es sei nicht akzeptabel, wenn jetzt ausgerechnet der aus Deutschland stammende Bewerber um das höchste Spitzenamt in der Europäischen Union verkünde, dass er alles dafür tun wolle, das Pipeline-Projekt zu stoppen. «Das liegt nicht im Interesse Mecklenburg-Vorpommerns und auch nicht im Interesse Deutschlands insgesamt», sagte Schwesig in Schwerin. Weber, der bei der Europawahl Ende Mai als Spitzenkandidat der konservativen Parteienfamilie EVP antritt, hatte der polnischen Zeitung «Polska Times» gesagt, dass er gegen das umstrittene Erdgas-Projekt ist. Die Pipeline sei nicht im Interesse der EU, weil sei die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen erhöhe, sagte er zur Begründung. Diese Haltung weicht aber von der der Bundesregierung ab, die Nord Stream 2 unterstützt. Etliche EU-Länder, darunter auch Polen, lehnen das Projekt jedoch ab, ebenso die USA, die selbst ein Interesse an Gasexporten nach Europa haben. Durch die rund 1200 Kilometer lange Unterwasserleitung Nord Stream 1 fließen schon seit 2011 pro Jahr rund 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas nach Deutschland. Anlandepunkt ist Lubmin bei Greifswald. Der parallel verlaufende Doppelstrang Nord Stream 2 mit der gleichen Kapazität soll Ende 2019 fertiggestellt sein. Nach Ansicht Schwesigs ist auch die zweite Gas-Leitung von Russland zur deutschen Ostseeküste wichtig für die künftige Energieversorgung. «Deutschland steigt richtigerweise aus der Atomenergie aus. Auch von der Kohle wollen wir uns verabschieden. Dann brauchen wir auf absehbare Zeit neben den erneuerbaren Energien auch Erdgas als Energieträger», sagte die SPD-Bundesvize zur Begründung. Nicht nur die Landesregierung in Schwerin, auch die Bundesregierung unterstütze daher seit vielen Jahren das Projekt. Rückendeckung erhielt Schwesig von SPD-Bundestags-Fraktionsvize Matthias Miersch: «Wer Nord Stream 2 in Frage stellt, macht sich von amerikanischem Fracking-Gas abhängig oder will die Atomkraft wieder beleben», sagte Miersch in Berlin. Gas sei ein wichtiger «Übergangs-Energieträger» für ganz Europa. Der Verzicht auf zusätzliches russisches Gas könnte auch nach den Worten des Landrats von Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), die künftige Energiesicherheit in Deutschland und Europa gefährden. «Im Streit über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gibt es einen von den Vertretern der EU-Staaten ausgehandelt Kompromiss. Darauf sollten alle Beteiligten vertrauen können», mahnte Kerth Rechtssicherheit an. Kritik an den Äußerungen des CSU-Politikers Weber kam auch von der AfD. «Weber geht es ganz offensichtlich nicht um die deutsche Energiesicherheit und bezahlbaren Strom, sondern um ein billiges Wahlkampfmanöver», erklärte der stellvertretende Vorsitzende der AfD im Bundestag und Landesparteisprecher, Leif-Erik Holm. Weber wolle ein sinnvolles deutsch-russisches Wirtschaftsprojekt zu Fall bringen. Damit stelle sich die Frage, ob er «noch der Kandidat der Kanzlerin für den Posten des Kommissionspräsidenten sein kann».

SPD startet Info-Tour zum künftigen Finanzausgleich

Schwerin (dpa/mv) - Einen Monat vor den Kommunalwahlen startet die SPD eine Werbe- und Informationstour zum neuen Finanzausgleichsgesetz (FAG), das von 2020 an mehr Geld in die Kassen der Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns leiten soll. Wie die SPD-Landtagsfraktion am Mittwoch in Schwerin mitteilte, beginnt die Aktion am 29. April in Wismar. Die Tour führe bis zum Abschluss am 13. Mai in Pasewalk über insgesamt sechs Stationen. Die Fragen von Kommunalpolitikern und interessierten Bürgern würden unter anderem von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Finanzminister Mathias Brodkorb und Fraktionschef Thomas Krüger beantwortet. Anfang März hatten sich Regierung und Kommunalverbände im Grundsatz auf die künftige Finanzausstattung der Kreise und Kommunen verständigt. Demnach soll das Volumen des Finanzausgleichs vom Jahr 2020 an um 200 Millionen Euro auf mehr als 1,4 Milliarden Euro steigen. Die Kommunen erhalten eine schon lange geforderte Infrastrukturpauschale von zunächst 150 Millionen Euro im Jahr. Auch der Ausgleich zwischen den Kommunen wird zugunsten ärmerer Gemeinden neu geregelt. Nach Berechnungen des Innenministeriums werden rund 600 der mehr als 700 Kommunen im Land durch Steuerzuwächse und das neue Ausgleichssystem über Mehreinnahmen verfügen und ihre Haushalte somit ausgeglichen gestalten können. Das sei bislang nur bei etwa 400 Kommunen der Fall gewesen, hieß es. Auf einer Internetseite des Innenministeriums können sämtliche Kreise, Städte und Gemeinden ihre künftigen Finanzdaten einsehen.

Festival Nordischer Klang: Island im Fokus

Greifswald (dpa/mv) - Island ist in diesem Jahr das Partnerland des Festivals Nordischer Klang vom 3. bis 12. Mai in Greifswald. Isländische Künstler bestreiten ein Viertel der 40 Veranstaltungen, teilte die Festivalleitung am Mittwoch in Greifswald mit. Zudem sind Musiker, Sänger, Autoren und bildende Künstler aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Estland auf dem 28. Festival, das erstmals auch zwei Veranstaltungen außerhalb Greifswalds - in Wolgast und Loitz - plant. Zur Eröffnung am 3. Mai spielt die isländische Band Moses Hightower im Greifswalder Theater Neo Soul. Festivalgäste können diesmal eine Welterstaufführung erleben. Der deutschstämmige britische Komponist Frederick Delius vertonte 1888 das Gedicht «Auf dem Hochgebirge» des Norwegers Henrik Ibsen. Jetzt werde das Werk am 8. Mai erstmals in der Originalfassung zum deutschen Text zu hören sein, sagte der künstlerische Leiter Frithjof Strauß. Festivalleiter Joachim Schiedermair zufolge will der Nordische Klang kein Spartenfestival sein, sondern dazu animieren, auch einmal etwas anzuhören, was nicht im eigenen Geschmack liege. Zu hören sind Jazz, Pop, Elektro und experimentelle Musik, aber auch Folk, Gammeldans und Klassik. Hinzu kommen Ausstellungen, Filme, Lesungen und Theater. Schiedermair kündigte zwei Bestsellerautoren an: Johan Harstad aus Norwegen und Johana Sinisalo aus Finnland. Auch in Wolgast werde es eine Lesung geben, die deutsche Übersetzerin Ilse Winkler präsentiere das Buch über den Rennfahrer Kimi Räikkönen von Kari Hotakainen. In Loitz werde finnischer Flamenco zu sehen sein. Das Festival hat im Schnitt 8000 Besucher. Schiedermair sagte, wenn es expandieren solle, brauche es mehr Geld. Das Budget betrage 100 000 Euro pro Jahr. Damit komme es nur aus, weil etwa die Universität Greifswald auf Mieten verzichte und skandinavische Förderorganisationen manche Künstler bezahlten. Wichtig sei auch die Unterstützung durch Studierende. In Greifswald kann man Finnisch und Estnisch sowie Norwegisch, Schwedisch und Dänisch studieren. Während des Festivals bieten viele Gaststätten nordische Gerichte an.

Schwesig kritisiert CSU-Politiker Weber

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Ankündigung des CSU-Politikers Manfred Weber kritisiert, im Fall einer Wahl zum EU-Kommissionschef die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 blockieren zu wollen. Es sei nicht akzeptabel, wenn jetzt ausgerechnet der aus Deutschland stammende Bewerber um das höchste Spitzenamt in der Europäischen Union verkünde, dass er alles dafür tun wolle, das Pipeline-Projekt zu stoppen. «Das liegt nicht im Interesse Mecklenburg-Vorpommerns und auch nicht im Interesse Deutschlands insgesamt», sagte Schwesig in Schwerin. Nach ihrer Ansicht ist auch die zweite Gas-Leitung von Russland zur deutschen Ostseeküste wichtig für die künftige Energieversorgung. «Deutschland steigt richtigerweise aus der Atomenergie aus. Auch von der Kohle wollen wir uns verabschieden. Dann brauchen wir auf absehbare Zeit neben den erneuerbaren Energien auch Erdgas als Energieträger», sagte die SPD-Bundesvize zur Begründung. Weber hatte der polnischen Zeitung «Polska Times» gesagt, er sei gegen dieses umstrittene Projekt, das nicht im Interesse der EU sei, weil es die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen erhöhe. Seine Haltung weicht von der der Bundesregierung ab, die Nord Stream 2 unterstützt. Etliche EU-Länder, darunter auch Polen, lehnen das Projekt ab, ebenso die USA, die selbst ein Interesse an Gasexporten nach Europa haben.

Rückenwind für Tourismusbranche: Gute Saison 2019 erwartet

Rostock (dpa/mv) - Mit dem Rückenwind des erfolgreichen Vorjahres geht die Tourismusbranche in die Saison 2019. Rund drei Viertel der Touristiker gingen in einer Verbandsumfrage von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus, wie der Präsident des Landestourismusverbandes, Wolfgang Waldmüller, am Mittwoch in Rostock berichtete. Nur bei 14 Prozent fiel der Ausblick demnach verhaltener aus. Bedingt durch den langen Sommer war 2018 die Rekordzahl von 30,9 Millionen Übernachtungen erreicht worden. Bei inländischen Urlaubsreisen ab fünf Tagen hatte Mecklenburg-Vorpommern damit seinen Vorsprung auf Bayern ausbauen können. Unter anderem mit neuen Erlebnisrouten, Hotels und Kulturveranstaltungen sollen Gäste in den Nordosten gelockt werden. So lädt die Route «ManufakTour» in 20 Orte in Westmecklenburg ein, in denen traditionelles Handwerk und Design entsteht. Schwerin hofft, mit der Schau «Das Unmögliche sehen» des international anerkannten Konzeptkünstlers Marcel Duchamp (1887-1968) nationales und internationales Klientel zu begeistern. Die Insel Rügen stellt im Rahmen der Kampagne «Inselbaukunst» architektonische Besonderheiten auf Deutschlands größtem Eiland in den Fokus.

10. Warnemünder Sandwelt entsteht

Rostock-Warnemünde (dpa/mv) - Am Passagierkai in Warnemünde entsteht derzeit die Skulpturenausstellung der 10. Warnemünder Sandwelt. Noch bis zum kommenden Sonntag können Besucher das achtköpfige internationale Künstler-Team live dabei beobachten, wie es 300 Tonnen Sand in Figuren und Geschichten verwandelt, teilte Karls Erlebnis-Dorf als Veranstalter am Mittwoch mit. Die Ausstellung, die am Montag offiziell eröffnet wird, steht unter dem Motto «Komm ins Land der Phantasie» und lädt zu einer Reise durch die wundervollen Welten von Jules Verne, Poseidon oder Atlantis ein. Im Mittelpunkt der mythischen Sandwelt stehe eine aufwendige Inszenierung der Sage vom «Fliegenden Holländer». Die künstlerische Leitung habe Othmar Schiffer-Belz, der schon seit 2004 rund 30 Eis-, Schnee- und Sandfiguren-Ausstellungen von Karls Erlebnis-Dörfern organisiert hat. Damit die Figuren überhaupt entstehen können und dann noch bis November erhalten bleiben, könne allerdings kein Ostseesand verwendet werden, hieß es. Der sei durch die ständige Bewegung im Wasser rund. Für die Skulpturen werde dagegen ein spezieller Sand aus einer Grube im brandenburgischen Niederlehme benutzt. Dieser habe eine besonders eckige Kornstruktur und lasse sich deshalb leichter verdichten und verarbeiten. Vor der Verarbeitung werde dem Sand Wasser beigefügt, um ihn mit Hilfe der freigesetzten natürlichen Klebestoffe an den jeweiligen Ausstellungsplätzen zu Stufenpyramiden planieren zu können. Den notwendigen Rückhalt für die tonnenschweren Rohlinge gebe dann ein massives Holzgerüst.

DWD: Den Osten träfe weiterer Dürresommer besonders schlimm

Offenbach (dpa) - Bei anhaltender Trockenheit könnte ein weiterer Dürresommer die östlichen Bundesländer aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besonders stark treffen. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen sei die Bodenfeuchte bereits so niedrig wie im Juli 2018. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt sie den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. «Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden», sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach. Nach Einschätzung des DWD könnte ganz Deutschland auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. Zum Beginn der Vegetationsperiode seien die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vieljährigen Durchschnitt - und sogar trockener als im April des vergangenen Jahres. Damals konnten Pflanzen und Bäume mit langen Wurzeln noch die Feuchtigkeit aus tiefen Bodenschichten ziehen und kamen so gut über die Trockenheit hinweg. Diese Wasserspeicher seien in diesem Jahr jedoch «weit weniger gut gefüllt». Ein Dürresommer würde daher nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern dieses Mal auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD. «Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr», sagte Busch.

Festival Nordischer Klang: Island im Fokus

Greifswald (dpa/mv) - Island ist in diesem Jahr das Partnerland des Festivals Nordischer Klang vom 3. bis 12. Mai in Greifswald. Isländische Künstler bestreiten ein Viertel der 40 Veranstaltungen, teilte die Festivalleitung am Mittwoch in Greifswald mit. Zudem sind Musiker, Sänger, Autoren und bildende Künstler aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Estland auf dem Festival, das erstmals auch zwei Veranstaltungen außerhalb Greifswalds - in Wolgast und Loitz - plant. Zudem können Festivalgäste eine Welterstaufführung erleben. Der deutschstämmige britische Komponist Frederick Delius vertonte 1888 das Gedicht «Auf dem Hochgebirge» des Norwegers Henrik Ibsen. Jetzt werde das Werk erstmals in der Originalfassung mit deutschen Text zu hören sein.

Wohnwagen in Brand gesteckt: Mehr als 10 000 Euro Schaden

Lübz (dpa/mv) - Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch in Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen Wohnwagen angezündet. Dabei entstand ein Sachschaden von mehr als 10 000 Euro, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zeugenaussagen zufolge sollen sich drei alkoholisierte Jugendliche am Tatort aufgehalten haben, bevor der Wohnwagen gegen Mitternacht in Flammen aufging und durch das Feuer komplett zerstört wurde. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung.

Fassadenbrand an Rostocker Gymnasium

Rostock (dpa/mv) - An der Holzfassade des Rostocker Gymnasiums Reutershagen ist am Mittwochmorgen ein Feuer ausgebrochen. Etwa zehn Quadratmeter gerieten in Brand, Glutnester fraßen sich bis ins erste Obergeschoss, wie ein Stadtsprecher sagte. Die Flammen konnten sich demnach aber nicht ins Gebäude ausbreiten. Am Donnerstag, dem ersten Schultag nach den Osterferien, sei das Gebäude voll nutzbar. Zur Höhe des Schadens konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen.

Untersuchungshäftling-Anstieg in MV geringer als bundesweit

Hamburg/Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Untersuchungsgefangenen in Mecklenburg-Vorpommern ist laut NDR von 2014 bis 2018 um zehn Prozent gestiegen. Damit verlief der Anstieg langsamer als in vielen anderen Bundesländern, wie der Sender am Mittwoch unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes meldete. Nahezu verdoppelt habe sich die Zahl in Hamburg und Bremen. Im Bundesdurchschnitt betrug das Plus demnach 25 Prozent. Betrachtet wurde jeweils der Stand am 31. August. Über das ganze Jahr gesehen war der Anstieg zumindest in MV weniger deutlich: Nach Angaben des Justizministeriums in Schwerin lag die Zahl der Untersuchungsgefangenen im Jahresdurchschnitt 2014 bei 161,8 und 2018 bei 164,5. Zugleich sank die Zahl der Straftaten, Tatverdächtigen, Verurteilten und Haftstrafen. Laut NDR nannten die Justizministerien der Länder mehrere mögliche Faktoren für den Anstieg bei den Untersuchungsgefangenen: mehr ausländische Tatverdächtige, die verstärkte Bekämpfung einzelner Straftaten und lange Verfahren. Bei Ausländern werde häufiger auf Fluchtgefahr als Haftgrund entschieden, vor allem wenn sie keinen festen Wohnsitz und keine sozialen Bindungen in Deutschland hätten. Am 31. August 2018 saßen den NDR-Angaben zufolge 157 Männer und Frauen in Mecklenburg-Vorpommern in Untersuchungshaft. Am 31. Januar 2019 waren es laut Justizministerium 190 - davon 187 Männer und drei Frauen.

Verbrechen soll sich nicht lohnen: 3,4 Millionen abgeschöpft

Schwerin (dpa/mv) - Die Polizei hat in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 3,4 Millionen Euro Vermögen von Kriminellen sichergestellt. In den Jahren zuvor waren die Summen ähnlich hoch, wie das Innenministerium in Schwerin mitteilte. Das Geld stamme überwiegend aus der Betrugs- und Betäubungsmittelkriminalität. Weniger häufig seien Vermögensabschöpfungen aus Diebstahlsdelikten, Geldwäsche und Untreue gewesen. Immobilien stehen den Angaben zufolge bei den Vermögenswerten an vorderer Stelle. Ihnen folgten Luxusgüter und Geld auf Konten. Die Vermögenswerte werden zunächst in die Verwahrung der Strafverfolgungsbehörden gegeben und somit vor einer möglichen Veräußerung geschützt, wie eine Ministeriumssprecherin erklärte. Entscheide das Gericht, dass die Werte eingezogen werden, gehen sie an die Justizkasse. Das Land behalte das Geld in den Fällen, in denen die Straftat zum Nachteil der Allgemeinheit begangen wurde, zum Beispiel bei Betäubungsmittelkriminalität. Gibt es ein konkretes Opfer, etwa bei einem Wohnungseinbruch, bekomme es das Beschlagnahmte als Entschädigung - muss dies aber einfordern. Versäume das Opfer seinen Anspruch auf Entschädigung geltend zu machen, behalte die Justizkasse die Vermögenswerte, hieß es. Seit Juli 2017 ist die Beschlagnahmung der Gelder von Straftätern durch ein neues Bundesgesetz einfacher geworden.

Mecklenburger in Dresden wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

Dresden/Malchow (dpa) - Vor der Jugendschutzkammer des Dresdner Landgerichts hat am Dienstag der Prozess gegen einen Mann aus Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Der 34-Jährige ist nicht zum ersten Mal wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt, einer 31-Jährigen aus Dresden wird Beihilfe vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Beschuldigte 2018 über eine Dating-Plattform im Internet gezielt Kontakt zu alleinerziehenden Müttern in Sachsen aufgenommen, um sich dann an deren Töchtern zu vergehen. Insgesamt werden dem einschlägig Vorbestraften zehn Taten vorgeworfen. Die Opfer waren drei Mädchen zwischen einem und sieben Jahren. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat die 31-Jährige ihren damaligen Freund unterstützt, ihre erst ein sowie vier Jahre alten Töchter zu missbrauchen. Er habe die Kinder während eines Urlaubs in Ungarn und Rumänien in Hotels auch vergewaltigt. Die Mutter habe kinderpornografische Fotos von den Mädchen gemacht und dem Angeklagten geschickt. In drei weiteren Fällen soll der Angeklagte die siebenjährige Tochter einer anderen Frau aus Chemnitz angefasst haben. Der Mann war per Haftbefehl gesucht und Ende Oktober 2018 in einer Wohnung in Malchow gefasst worden. Der Fall hatte für Aufregung gesorgt, weil ein Amtsgericht an der Mecklenburgischen Seenplatte ihn erst im September wegen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt hatte, er aber auf freiem Fuß geblieben war. Der Prozess, in dem es im Falle des vorbestraften Angeklagten auch um Sicherungsverwahrung geht, wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.

Forschungsprojekt zu DDR- und Wendeerfahrungen Ostdeutscher

Erfurt (dpa) - Fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gehen Wissenschaftler dem Blick von Ostdeutschen auf die DDR und die wende- und einheitsbedingten Umbrüche nach. In einem vierjährigen Forschungsprojekt sollen unter anderem Familien zu ihren persönlichen Erfahrungen befragt werden. Außerdem geht es um das DDR-Bild im Schulunterricht, die Benachteiligung von Katholiken in der DDR, Überwachung und Widerstand. Der Bund unterstützt die Forschungen mit vier Millionen Euro. Beteiligt sind die Universitäten Erfurt und Jena, die Stiftung Ettersberg zur Diktaturforschung und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. «Bis heute gibt es eine Diskrepanz zwischen dem in der öffentlichen Debatte vorherrschenden DDR-Bild und dem individuell Erlebten», sagte Projektleiter Jörg Ganzenmüller vor dem Start am Dienstag (18.00 Uhr). Viele Menschen fänden sich in dieser Debatte nicht wieder. «Wir wollen das jetzt zusammenbringen.» Zur Auftaktveranstaltung wird unter anderem der Regisseur Andreas Dresen («Gundermann») in Erfurt erwartet.

Tourismusbranche trifft sich zum Saisonauftakt

Göhren-Lebbin (dpa/mv) - Kurz nach dem Osterfest und damit dem ersten Saisonhöhepunkt feiert die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns heute im Land Fleesensee bei Göhren-Lebbin ihren Saisonauftakt. Dabei haben nicht nur die Ostertage mit einer Bettenauslastung von 75 Prozent den Touristikern einen kräftigen Rückenwind verpasst, sie blicken auch auf eine hervorragende Bilanz 2018 zurück. Bedingt durch den langen Sommer im vergangenen Jahr wurde die Rekordzahl von 30,9 Millionen Übernachtungen registriert. Mecklenburg-Vorpommern hatte damit seinen Vorsprung bei den inländischen Urlaubsreisen ab fünf Tagen auf Bayern ausbauen können. Doch die Experten betonen auch stets, dass sich niemand auf diesem Erfolg ausruhen dürfe. Darum stehen im Mittelpunkt der Bemühungen die Fachkräftegewinnung und -sicherung. Es wird zunehmend schwieriger, das nötige Personal zur Aufrechterhaltung der Dienstleistungen zu gewinnen. Darauf hatte auch jüngst die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufmerksam gemacht. In den vergangenen Jahren seien die Schichten deutlich länger und die Erholungszeiten kürzer geworden.

Geflügelwirtschaftsverband will Außer-Haus-Verkauf-Logo

Warnkenhagen (dpa/mv) - Der Geflügelwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern fordert eine Kennzeichnung des Fleischs, das in Restaurants, Kantinen und Imbissen angeboten wird. Mehr als die Hälfte des in Deutschland verzehrten Geflügelfleischs werde nicht im Lebensmitteleinzelhandel verkauft, sagte Verbandsgeschäftsführerin Silvia Ey vor der heutigen Jahresmitgliederversammlung. Dem Verbraucher bleibe die Herkunft damit verborgen. Da es in Deutschland keine Vollversorgung mit deutscher Ware gebe, komme viel Geflügelfleisch aus Ländern mit geringeren Tierschutzstandards auf den Tisch. Auf der Versammlung des Verbands auf dem Thünengut Tellow (Landkreis Rostock) sollen zudem zwei Vorstandsmitglieder neu gewählt werden. Die bisherige Vorsitzende Marion Dorn sowie Vorstandsmitglied Michaela Gielow stellen sich demnach zur Wiederwahl. Dem Verband gehören 121 Mitgliedsbetriebe an, die vor allem Hähnchen, Puten und Legehennen halten.