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Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Aufnahmestelle schickt Asylsuchende ins falsche Horst

Greifswald (dpa/mv) - Auf ihrer Fahrt zur zentralen Aufnahmestelle sind elf Asylsuchende aus der Ukraine nicht in Horst bei Boizenburg sondern in Greifswald gestrandet. Ihre Fahrkarten - ausgestellt durch die Aufnahmestelle in Nürnberg (Bayern) - hatten die Frauen und Männer nach Horst nördlich von Greifswald gebracht - rund 200 Kilometer vom eigentlichen Ziel entfernt, wie die Polizei am Montag in Anklam mitteilte. Die Frauen, Männer und ein achtjähriges Mädchen, die am späten Samstagabend in Greifswald ankamen, lernten jedoch auf diese Weise deutsche Gastfreundschaft kennen. Polizisten bewirteten die Asylsuchenden mit Stollen, Kaffee und Schokolade, bevor sie am Sonntagmorgen um 5.26 Uhr mit dem nächsten Zug in das richtige Horst fahren konnten.

Suhr warnt vor ausgrenzender Stimmung gegen Flüchtlinge

Schwerin (dpa/mv) - Attacken auf Flüchtlinge wie jetzt in Schwerin und im vorpommerschen Plöwen werden nach Ansicht des Grünen- Politikers Jürgen Suhr durch eine zunehmend fremdenfeindliche Atmosphäre begünstigt. «Derzeit wird vor allem durch die 'Pegida'- Aktivitäten eine ausgrenzende Stimmung geschürt, die die Hemmschwelle für Übergriffe auf asylsuchende Flüchtlinge verringert. Es darf auch deshalb kein Verständnis für Proteste gegen die Aufnahme von Flüchtlingen geben. Dies wäre ein falsches und gefährliches Signal», mahnte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Schweriner Landtag am Montag in Schwerin. Die umstrittene Anti-Islamismus-Bewegung «Pegida» hatte auch für Montag wieder zu Aktionen in Dresden aufgerufen. Anhänger wollen Mitte Januar ebenfalls in Rostock demonstrieren. In Schwerin war nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag ein Afrikaner auf offener Straße überfallen und verletzt worden. Bereits am Samstag soll ein Autofahrer in der Nähe von Plöwen (Kreis Vorpommern-Greifswald) direkt auf zwei radfahrende Asylbewerber zugerast sein und einen der beiden mit dem Außenspiegel am Arm getroffen haben. Die beiden 20 und 24 Jahre alten Flüchtlinge aus Syrien seien unverletzt geblieben, hieß es.

Hertha BSC verlängert Vertrag mit Torhüter Thomas Kraft bis 2017

Berlin (dpa) - Hertha BSC hat den Vertrag mit Thomas Kraft vorzeitig verlängert. Am Montag unterschrieb der 26-jährige Stamm-Torwart einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. «Thomas Kraft ist ein absoluter Leistungsträger in unserem Team. Sowohl als Torwart als auch als Typ ist er ganz wichtig für die Mannschaft», erklärte Hertha-Manager Michael Preetz in einer Pressemitteilung des Hauptstadt-Vereins. Der Schlussmann war 2011 vom FC Bayern München nach Berlin gekommen, bestritt seither 82 Bundesliga- und 28 Zweitligaspiele für die Herthaner. «Ich fühle mich wohl bei Hertha BSC und in Berlin. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam noch erfolgreiche Jahre erleben werden», sagte Kraft.

15-Jährige tot in Rostocker Wohnung gefunden

Rostock (dpa/mv) - Ein 15 Jahre altes Mädchen ist im Rostocker Stadtteil Dierkow tot in einer Wohnung gefunden worden. Ein Bekannter des Mädchens habe die Jugendliche bereits am Freitagmorgen leblos in seiner Wohnung entdeckt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Umstände des Todes müssten noch ermittelt werden. Details nannte die Sprecherin nicht. Eine Obduktion der Leiche sei am Montag geplant, Ergebnisse seien aber erst in einigen Tagen zu erwarten. Die Polizei habe bislang keine Hinweise auf eine Straftat, erklärte die Sprecherin.

«Pegida»-Debatte: Nordost-AfD wehrt sich gegen Vorwurf der NPD-Nähe   

Schwerin (dpa/mv) - Drei Wochen vor der ersten angekündigten Anti-Islamismus-Demonstration in Rostock wird der Ton zwischen Befürwortern und Gegnern der umstrittenen Protestaktion auch in Mecklenburg-Vorpommern schärfer. Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern wehrte sich am Montag dagegen, im Zusammenhang mit diesen Demonstrationen mit der rechtsextremen NPD «in einen Topf» geworfen zu werden. Die Alternative für Deutschland (AfD) habe «in keinster Weise etwas mit den totalitären Ansichten der NPD zu tun», schrieb AfD-Landessprecher Leif-Erik Holm in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Die auch vom AfD unterstützte «Pegida»-Bewegung spreche sich nicht gegen den Islam aus, sondern gegen die totalitären fundamentalistischen Strömungen, erklärte Holm. «Die Gefahr des Islamismus existiert, auch wenn sie in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht greifbar ist», heißt es in seinem am Montag verbreiteten Brief. Holm reagierte auf Aussagen Sellerings. Der Regierungschef hatte die Demonstrationen von «Pegida» (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Dresden und angekündigte Nachahmer-Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern als fremdenfeindlich verurteilt. Im Gespräch mit dem NDR sagte Sellering laut Sender, NPD und AfD würden damit ihr «braunes Süppchen» kochen. Eine Überfremdung des Abendlandes sei bei einem Ausländeranteil von zwei Prozent in Mecklenburg-Vorpommern nicht ernsthaft zu befürchten. Nach Überzeugung von SPD-Bundesvize Ralf Stegner kommt die «Pegida»- Bewegung keinesfalls aus der Mitte der Gesellschaft. «Das ist inhaltlich rechts und das kann man hören und sehen», sagte Stegner. Der AfD warf er rechtspopulistische Hetze vor. Auch die Kirchen distanzieren sich von dem Bündnis «Pegida», das in Dresden seinen Ursprung hatte und für Montagabend erneut zu Aktionen aufrief. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, appellierte, das rechtspopulistische Bündnis strikt abzulehnen. Für den 12. Januar ist eine Aktion unter dem Titel «Rostocker gegen die Islamisierung des Abendlandes» (Rogida) mit 300 Teilnehmern angemeldet, wie die Stadtverwaltung bestätigte. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) warnte vor einer Unterwanderung der geplanten Demonstration durch das rechtsextremistische Spektrum. «Die Grenze der Versammlungs- und Meinungsfreiheit ist da erreicht, wo es mit fadenscheinigen Argumenten nur um Hetze und Verleumdung geht.»

Mit Pferd in Palästina: Ausstellung zu Theologen-Reisen

Greifswald (dpa/mv) - Die Forschungsreisen deutscher Theologen nach Palästina zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeichnet eine neue Ausstellung nach. Das Gustaf-Dalman-Institut der Universität Greifswald hat eigenen Angaben zufolge die Wanderausstellung konzipiert, die vom 9. Januar an zunächst in der Hansestadt gezeigt und danach durch die Bundesrepublik touren wird. Die Sehnsucht nach dem Heiligen Land habe zwischen 1903 und 1914 jedes Jahr eine handverlesene Gruppe deutscher Theologen nach Jerusalem gezogen, sagte die Kuratorin der Ausstellung Karin Berkemann. Der Orientexperte Gustaf Dalman (1855 - 1941), der von 1917 an in Greifswald lehrte, führte sie in die entlegensten Ecken von Palästina. Das Leben im Heiligen Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist dank seiner Reisen auf rund 15 000 Fotografien dokumentiert.

Folienverarbeiter will Werk in Schwerin bauen

Schwerin (dpa/mv) - Das Unternehmen FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co. KG will 2015 in Schwerin ein neues Folienwerk errichten. Geplant sind vorerst 40 Arbeitsplätze, langfristig aber mehr als 100, wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Montag mitteilte. Hergestellt werden sollen Granulate aus recycelten Folienabfällen. Die Investition belaufe sich auf insgesamt 18,6 Millionen Euro, davon kämen 6,8 Millionen Euro Fördermittel vom Land. In der neuen Anlage könnten Kunststoffreste gereinigt und wiederverwertet werden. Dafür werde ein patentiertes Waschverfahren benutzt, mit dem Papieraufkleber und andere Verschmutzungen ohne Einsatz von Chemikalien entfernt werden, hieß es.

Diebe plündern Briefkasten: Beute unklar

Techentin (dpa/mv) - Unbekannte haben in Techentin bei Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen Postbriefkasten geplündert. Die Täter rissen die Metallbox am Sonntagabend aus der Verankerung herunter, Passanten fanden später neben dem demolierten Briefkasten etliche teils geöffnete Kuverts auf der Straße, wie die Polizei am Montag mitteilte. Offensichtlich hatten es die Diebe auf Bargeld in den Briefen abgesehen. Wieviel gestohlen wurde, blieb bislang unklar.

Aue testet in der Winterpause gegen Paderborn und Dinamo Bukarest

Aue (dpa) - Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue testet in der Winterpause unter anderem gegen den SC Paderborn und den rumänischen Erstligisten Dinamo Bukarest. Wie der Verein mitteilte, nimmt die Mannschaft am 4. Januar wieder das Training auf. Am 10. und 11. Januar bestreiten die Sachsen dann zwei Testspiele gegen die Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena und SV Germania Halberstadt.  Ihr Trainingslager wird die Mannschaft von Trainer Tomislav Stipic im türkischen Lara abhalten. Vom 14. bis zum 23. Januar soll dort die Grundlage für die Rückrunde gelegt werden. Hier warten mit Paderborn und Bukarest auch zwei namhafte Testspielgegner. Zum Abschluss wird dann noch gegen den TSV Havelse getestet.  Am 28. Januar bestreitet der FCE noch ein letztes Testspiel gegen Slavia Prag. Der Austragungsort dieser Partie ist allerdings noch offen. Das erste Punktspiel in der 2. Liga ist für Aue dann gleich ein Derby: Am 6. Februar kommt RasenBallsport Leipzig ins Erzgebirgsstadion.

Iberdrola vergibt 620 Millionen-Auftrag für Offshore-Windpark

Sassnitz (dpa/mv) - Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat für den Offshore-Windpark «Wikinger» vor der Insel Rügen seinen bislang größten Auftrag im Bereich der Erneuerbaren Energien vergeben. Für rund 620 Millionen Euro wird das Unternehmen Areva die 70 Windkraftanlagen an seinen Standorten in Bremerhaven und Stade produzieren, wie ein Sprecher am Montag sagte.  Von Anfang 2017 an sollen die 5-Megawatt-Anlagen auf den dann bereits installierten Jackets rund 30 Kilometer nordöstlich von Rügen montiert werden. Neben der Produktion und Installation umfasse der Auftrag auch die Wartung über zehn Jahre. Areva werde den Auftrag gemeinsam mit dem spanischen Anlagenhersteller Gemesa realisieren. Der Windpark «Wikinger» mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro ist das zweite Offshore-Projekt von Iberdrola und soll 2017 Windstrom produzieren. Erst im Herbst 2014 hatte der spanische Energiekonzern den Windpark «West of Duddon Sands» in der Irischen See mit einer Kapazität von 389 Megawatt in Betrieb genommen. Mit der Vergabe des 620 Millionen Euro schweren Auftrags schreiten die Planungen für den Bau voran. Im Juni hatte Iberdrola bereits einen ersten Auftrag zum Bau der 70 Millionen Euro teuren Fundamente für die Umspannplattform an die spanische Werft Navantia Shipyards bei Cadiz vergeben. Die Auftragsvergabe für die Plattform selbst stehe weiterhin aus, sagte der Iberdrola-Sprecher. Navantia Shipyards wird auch 29 der 70 Fundamente für die Windkraftanlagen (Auftrgashöhe: 90 Millionen Euro) produzieren, 41 Fundamente entstehen bei Bladt Industries in Dänemark (Auftragshöhe: 130 Millionen Euro). Der Windpark «Wikinger» kann nach Angaben des Unternehmens rein rechnerisch mit einer Leistung von 350 Megawatt rund 350 000 Haushalte mit Strom versorgen. Er wäre der dritte Windpark in der deutschen Ostsee nach den EnBW-Projekten «Baltic 1» und «Baltic 2». «Baltic 2» mit 80 Anlagen soll Frühjahr 2015 ans Netz gehen. Die Bauarbeiten für das «Wikinger»-Projekt gelten wegen Wassertiefen von 37 bis 43 Meter als anspruchsvoll. Deswegen wurde am künftigen Standort mit dem Rammen von neun Testpfählen begonnen. Die Genehmigungsverfahren für die vom Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz geplanten Stromanbindung des Windparks durch die Ostsee nach Lubmin wurden eingeleitet.

Dreifach-Bingo bringt Rostocker 350 000 Euro: Gewinner gesucht

Rostock (dpa/mv) - Mit zwei beträchtlichen Gewinnen kurz vor Weihnachten haben zwei Glücksspieler aus Mecklenburg-Vorpommern ihr Budget für Geschenke kräftig aufgestockt. Wie die Lotto-Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern am Montag in Rostock mitteilte, räumte am Sonntag ein Bingo-Spieler aus dem Landkreis Rostock den Jackpot von 351 495,70 Euro ab. In der Zusatzlotterie Spiel 77 gewann ein Tipper aus Rostock 77 777 Euro. Ein Gewinn in gleicher Höhe wartet unterdessen noch auf seinen Besitzer. Der Tippschein wurde nach Angaben der Lottogesellschaft Anfang Dezember in Rostock abgegeben und nahm an der Sonderauslosung zum Nikolaus-Tag teil. Aus dieser Sonderauslosung stamme auch ein Gewinn von 7777 Euro, der ebenfalls noch nicht abgeholt worden sei. Spielteilnehmer haben 26 Wochen Zeit, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Für die Nikolaus-Sonderauslosung läuft die Frist Anfang Juni ab.

Pfarrer eigens für Flüchtlingsarbeit eingestellt

Schwerin (dpa/mv) - Die evangelische Kirche hat eine Projektpfarrstelle für Flüchtlingsarbeit im Sprengel Mecklenburg und Pommern für die kommenden drei Jahre eingerichtet. Am 1. Februar 2015 wird der 62-jährige Pastor Walter Bartels die Arbeit aufnehmen, teilte ein Sprecher der Nordkirche am Montag mit. Schwerpunkte der Tätigkeit sollen die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Nostorf-Horst (Kreis Ludwigslust-Parchim) und künftig in Schwerin sein, wo eine zusätzliche Einrichtung des Landes geplant ist. Der Sitz des neuen Flüchtlings-Pfarrers sei noch nicht geklärt, hieß es. «Angesichts zunehmender Flüchtlingszahlen ist der Bedarf an kirchlicher Arbeit auf diesem Gebiet rasant gestiegen», erklärte Propst Wulf Schünemann. Die Gemeindeseelsorger wie auch die betroffenen Kirchengemeinden seien auf die neuen Anforderungen nicht genügend vorbereitet. Zugleich wachse landesweit der Bedarf der Kirchengemeinden, in Fragen der Begleitung von Flüchtlingen und des verantwortlichen Umgangs mit Kirchenasylen beraten zu werden. Pastor Bartels bringe internationale Erfahrungen mit, hieß es. Vor kurzem beendete er einen vierjährigen Aufenthalt in Tansania. In dem afrikanischen Land war Bartels Seelsorger in einem Krankenhaus.

Kleintransporter völlig überladen: Weiterfahrt untersagt

Wismar (dpa/mv) - Ein völlig überladener Kleintransporter ist am Sonntagabend auf der Autobahn 20 nahe der Anschlussstelle Carlow (Kreis Nordwestmecklenburg) gestoppt worden. Das Fahrzeug fiel einer Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizei auf, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Die Beamten kontrollierten den Transporter. Dieser wog insgesamt statt erlaubten 3,5 Tonnen mehr als 6 Tonnen. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Gegen den 27-jährigen Fahrer wurde Anzeige erstattet.

Finanzministerin: Personalabbau wird nicht an Polizei vorbeigehen

Schwerin (dpa/mv) - Der Personalabbau bei der Landesverwaltung muss nach Worten von Finanzministerin Heike Polzin (SPD) in den nächsten Jahren konsequent weitergehen. Insbesondere auf den Sicherheitsbereich kommen dabei große Herausforderungen zu. «Unser Personalkonzept gilt für die komplette Landesregierung», sagte Polzin der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Polizei und Justiz sind bislang vorsichtig behandelt worden.» Die Hauptlast der bisherigen Personaleinsparungen hätten die Lehrer getragen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte am Wochenende erneut betont, dass er einen weiteren Abbau bei der Landespolizei für nicht vertretbar hält. Nächstes Jahr soll überprüft werden, ob die bisherigen Stellenstreichungen zu Sicherheitslücken geführt haben oder ob noch mehr Kürzungen möglich sind. Ende 2015 soll es nach der bisherigen Planung bei der Landespolizei noch 5800 Stellen geben. «Wir haben eine der bundesweit besten Polizeiausstattungen», sagte Polzin. Das ähnlich weitläufige und ländlich geprägte Nachbarland Schleswig-Holstein habe 2,7 Polizisten je 1000 Einwohner, in Mecklenburg-Vorpommern seien es 3,6. Beim Zuschussbedarf für die Polizei liege der Nordosten mit 207 Euro je Einwohner auf dem vierten Platz hinter den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen (Stand: 2011). «Innenminister Caffier muss sich die Frage gefallen lassen, ob es angemessen ist, dass Mecklenburg-Vorpommern so weit oben rangiert - zumal die «polizeiaffinen» Altersgruppen wie Jugendliche und junge Erwachsene in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden sind.» Polzin verwies auf die immer weiter sinkenden Solidarpaktmittel für Mecklenburg-Vorpommern, was eine strenge Ausgabendisziplin erfordere. Im Jahr 2019 soll das Sonderprogramm dann ganz enden. «Wir müssen beim Sparen bei den großen Blöcken ansetzen», erläuterte die Ministerin. Das sei das Personal. Bereits jetzt entfielen von den sieben Milliarden Euro Landeshaushalt im Jahr 2,1 Milliarden auf Personalkosten - Tendenz aufgrund von Tarifabschlüssen steigend, obwohl in den vergangenen zehn Jahren gut 10 000 Stellen abgebaut wurden. Aktuell hat die Landesverwaltung noch rund 32 150 Stellen. Bis 2020 sollen rund 29 400 erreicht sein. «Wir müssen aufpassen, dass wir im Haushalt Freiräume für Investitionen und die Pflege von Investitionen behalten», appellierte Polzin angesichts der absehbaren Einnahme-Rückgänge an die Sparbereitschaft ihrer Ministerkollegen. Dafür würden auch vorsorglich Rücklagen des Landes gebildet. Aktuell lägen dort 500 Millionen Euro, um mögliche Steuereinbrüche auffangen zu können.

Vermisste Frau aus Wassergraben gerettet

Alt Schwerin (dpa/mv) - Polizisten haben am Montagmorgen eine vermisste Frau aus einem Wassergraben in Alt Schwerin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gerettet. Die 67-Jährige steckte bis zum Hals im Schlamm, als die Einsatzkräfte sie fanden, wie ein Sprecher mitteilte. Die Demenzkranke war wenige Stunden zuvor aus einem angrenzenden Seniorenpark verschwunden. Ein Rettungswagen brachte die alte Dame in ein Krankenhaus. Sie war unterkühlt und erschöpft, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Tanken wurde erneut billiger - Inflation in MV unter einem Prozent

Schwerin (dpa/mv) - Feiertagsausflüge machen in diesem Jahr besondere Freude. Wer zum Weihnachtsfest mit dem Auto Familienangehörige besucht oder die langen Wochenenden zu Kurzreisen nutzt, dessen Fahrtkosten halten sich in Grenzen. Grund sind die derzeit niedrigen Benzin- und Dieselpreise. Seit Monaten hält der Trend sinkender Kraftstoffpreise an. Mit 1,35 Euro für den Liter Super und 1,20 Euro für Diesel erreichten die Durchschnittspreise Ende 2014 das Niveau von 2010. An einigen Zapfsäulen in Mecklenburg-Vorpommern kostete Diesel zum Jahresausklang weniger als 1,10 Euro. Gesunkene Kraftstoff- und Energiekosten sind nach Angaben des Statischen Amtes in Schwerin ein Hauptgrund für den kaum spürbaren Anstieg der Lebenshaltungskosten im zurückliegenden Jahr. Für 2014 rechnen die Fachleute mit einem leichten Plus von 0,7 bis 0,8 Prozent. Damit läge die Inflationsrate nur noch halb so hoch wie 2013, als der Preisauftrieb 1,6 Prozent betragen hatte. Weniger als ein Prozent hatte es im Nordosten laut Statistikamt letztmals im Jahr 2009 gegeben. Den Erhebungen zufolge sanken die Kraftstoffpreise im Jahresverlauf um deutlich mehr als 3 Prozent. Schon 2013 hatten sie um 4,1 Prozent nachgegeben. Die Energiekosten der Haushalte gingen ebenfalls zurück. Für Strom, Heizöl und Gas mussten Verbraucher insgesamt 0,8 Prozent weniger ausgeben als 2013. Nimmt man die Kraftstoffe dazu, waren es 1,7 Prozent. Haushaltsenergie und Sprit würden etwa elf Prozent der Ausgaben einer Durchschnittsfamilie ausmachen, sagte Dieter Gabka vom Statistischen Amt in Schwerin. In ähnlicher Größenordnung schlagen sich Lebensmittel bei den Ausgaben nieder. Nahrungsgüter und alkoholfreie Getränke seien entgegen den Erwartungen im laufenden Jahr nur geringfügig um 0,6 Prozent teurer geworden. «Ende 2013 lag die Preissteigerung bei 4,4 Prozent. Die Befürchtung, dass es 2014 so weitergeht, war nicht unbegründet, erwies sich aber als falsch», stellte Gabka fest. Gute Ernten und möglicherweise auch die Ausfuhrbeschränkungen für Milch- und Agrarprodukte nach Russland hätten sich als preisdämpfend erwiesen. «Es gibt immer mehrere Gründe», betonte der Statistikexperte. Wie die vorläufigen Erhebungen zeigen, stiegen die Ausgaben für das Bildungswesen überdurchschnittlich um 3,4 Prozent. Spürbar teurer wurden zudem Produkte und Leistungen für die Körperpflege mit einem Plus von gleichfalls 3,4 Prozent. Der Besuch beim Friseur wurde im Jahresdurchschnitt gleich 8,1 Prozent teurer. Ob diese Preissteigerung im Vorgriff auf den von Januar an geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde erfolgte, konnte Gabka nicht sagen. Das Taxigewerbe hatte deshalb für das neue Jahr bereits Preissteigerungen angekündigt. Da zudem viele Nahverkehrsbetriebe im Land die Ticketpreise gerade angehoben haben, ist im Bereich Verkehr nach einem sehr verhaltenen Jahr nun 2015 mit einem merklichen Kostenzuwachs zu rechnen. Dieser Ausgabensektor schlägt im Warenkorb, der für die Berechnung der Lebenshaltungskosten herangezogen wird, mit knapp 15 Prozent zu Buche. Mit 32 Prozent ist Wohnen der mit Abstand größte Einzelposten. Doch anders als in Metropolen wie Berlin oder Hamburg verzeichnet die Statistik für das ländlich geprägte Mecklenburg-Vorpommern keine besonders hohen Mietpreissteigerungen. Rückläufig waren unterdessen auch 2014 wieder die Kosten für das Telefonieren, das inzwischen fast 10 Prozent billiger ist als 2010, Internetnutzung mit eingerechnet.

Auto kippt zur Seite - Fahrer schwer verletzt

Neubrandenburg (dpa/mv) - Ein 79 Jahre alter Fahrer ist mit seinem Auto in Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) umgekippt und schwer verletzt worden. Er war am Sonntagabend in einer Baustelle mit einem Vorderrad seines Wagens auf eine Leitplanke gefahren, wie die Polizei mitteilte. Dadurch kippte der Wagen auf die linke Seite. Der Rentner wurde im Auto eingeklemmt. Rettungskräfte befreiten ihn und brachten ihn ins Krankenhaus.

Betrunkener verursacht Unfall: 14-Jährige schwer verletzt

Dersekow (dpa/lno) - Ein betrunkener Autofahrer hat am Sonntag in der Nähe von Greifswald einen Unfall verursacht, bei dem ein junges Mädchen schwer verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, missachtete der 54-Jährige in der Ortschaft Dersekow ein Stoppschild und stieß mit dem Wagen eines 36 Jahre alten Fahrers zusammen. Dessen 14-jährige Tochter auf dem Beifahrersitz erlitt mehrere Verletzungen und musste in eine Klinik gebracht werden. Ein Atemalkoholtest bei dem Unfallverursacher ergab 1,66 Promille. Er musste seinen Führerschein abgeben.

Afrikaner überfallen, geschlagen und verletzt

Schwerin (dpa/mv) - Ein Afrikaner ist in der Nacht zum Sonntag auf offener Straße in Schwerin überfallen und verletzt worden. Nach Angaben der Polizei sollen die drei Täter erst nach Zigaretten gefragt haben. Als der 20-Jährige aus Ghana antwortete, er habe keine, habe ihn einer der Männer vermutlich mit einem Baseballschläger angegriffen und zu Boden geschlagen. Als ein Passant vorbeikam, flüchteten die Täter mit der Brieftasche ihres Opfers. Der 20-Jährige erlitt Prellungen und Blutergüsse und musste ambulant in einer Klinik behandelt werden. Die Polizei bittet den Passanten und mögliche weitere Zeugen um Hinweise.

Autofahrer rast direkt auf Flüchtlinge zu

Plöwen (dpa/mv) - Ein Autofahrer soll am Samstag in der Nähe von Plöwen (Ostvorpommern Greifswald) direkt auf zwei Rad fahrende Asylbewerber zugerast sein und einen der beiden mit dem Außenspiegel am Arm getroffen haben. Die beiden 20 und 24 Jahre alten Flüchtlinge aus Syrien seien unverletzt geblieben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Radfahrer seien nach rechts von der Fahrbahn ausgewichen, der Autofahrer einfach weitergefahren. Die Kripo ermittele wegen des Verdachts der Nötigung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) zeigte sich entsetzt und besorgt über die Tat. «Hier wären Menschen beinahe einfach rücksichtslos überfahren worden», erklärte er.