16°
Jetzt Läuft
ED SHEERAN Photograph
ED SHEERAN
Photograph

Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern – immer besser und aktueller informiert!
Wann immer etwas Wichtiges in unserem Land, Deutschland und der Welt passiert – ihr hört es sofort bei uns im laufenden Programm. Hintergründe, Foto und Videos  findet ihr tagesaktuell auf unseren Nachrichtenseiten im Internet. Unsere Reporter und Redakteure sind jeden Tag für euch in unserem Land unterwegs und sorgen dafür, dass ihr mit Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern keine wichtige Nachricht verpasst.

Aktuelle Nachrichten

Unser Service zum Nachhören

Ab sofort könnt ihr in unserer kostenlosen Ostseewelle-App und hier im Web die aktuellen Nachrichten, das Wetter für Mecklenburg-Vorpommern und unseren Verkehrs-Service jederzeit nochmal hören. mehr...

Publikumspreis für Ehrenamtler

Wer sich ehrenamtlich engagiert, hat auch ein großes DANKESCHÖN verdient - klar dazu gehört auch mal eine Summe Geld. Die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern verleiht deshalb den Publikumspreis. 20 ehrenamtliche Vorhaben bzw. Vereine sind nominiert. Der Gewinner erhält zusätzlich 3.000 Euro. Ihr könnt für euren Favoriten abstimmen. mehr...

Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Einbruchschutz lohnt sich: Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt weiter. Im vergangenen Jahr fiel sie auf den niedrigsten Stand seit 2009, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Rampe bei Schwerin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Einbrecher suchten demnach 1101 Wohnungen erfolgreich heim, 2009 waren es 1263 gewesen. Bis 2014 stiegen die Fallzahlen. Doch seit dem Höhepunkt mit 1530 Wohnungseinbrüchen beobachten die Experten des Landeskriminalamtes einen Rückgang. «Die seit 2015 sinkende Tendenz entspricht dem bundesdeutschen Trend», sagte LKA-Sprecherin Anna Lewerenz. Für das laufende Jahr sei nach derzeitigem Stand von einem weiteren Rückgang auszugehen.

Vermisste Sechsjährige gefunden

Heringsdorf (dpa) - Ein sechsjähriges Mädchen aus Polen ist durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizei bei Ahlbeck gefunden worden. Seit Dienstagnachmittag war das Mädchen am Strand von Swinoujscie (Swinemünde) vermisst gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Die Suche lief dort auf Hochtouren, aber erfolglos. Schließlich bat die Polizei in Polen die deutschen Kollegen um Unterstützung. Mit einem Strandbuggy suchte die Polizei den Strand auf deutscher Seite ab, wo ein Passant das Mädchen bereits entdeckt hatte. Einer jungen deutschen Polizistin gelang es dann, das Vertrauen des verschreckten Kindes zu gewinnen. Sie brachte es mit polnischen Polizisten schließlich nach Swinoujscie, wo ihr Vater auf der Polizeiwache auf sie wartete.

Vier Verletzte nach Wohnungsbrand in Rostock

Rostock (dpa/mv) - Durch den Vollbrand einer Wohnung in einem Rostocker Mehrparteienhaus sind vier Frauen verletzt worden. Eine Wohnung sei nahezu komplett ausgebrannt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Mehrere weitere Wohnungen seien durch die starke Verrußung des Treppenhauses vorübergehend unbewohnbar. Drei Frauen kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, darunter die Bewohnerin der ausgebrannten Wohnung. Eine weitere Frau sei mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht worden. Über Drehleitern und den Hausflur wurden die Betroffenen ins Freie gebracht, nachdem eine sichere Rettung möglich war. Die Polizei nahm die Ermitllungen mit Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung auf. Etwa 45 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen.

Schwesig auf Sommertour: erster Halt bei der Holzwirtschaft

Schwerin (dpa/mv) - Unmittelbar nach der Rückkehr aus ihrem Urlaub startet Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am heutigen Mittwoch ihre mehrtägige Sommertour. Sie wolle die terminärmere parlamentarische Sommerpause nutzen, um Firmen zu besuchen und mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. «So kann ich sehen, wo es schon gut läuft und wo es noch Probleme gibt», sagte die Regierungschefin vor Beginn ihrer Tour. Am ersten Tag steht die Holzwirtschaft im Mittelpunkt. So wird Schwesig am Mittwochmorgen das Forstamt Gädebehn (Landkreis Ludwigslust-Parchim) besuchen und später zwei Holzverarbeiter in Wismar. In der Hafenstadt sei das europaweit größte Holzcluster entstanden. In den dort ansässigen Firmen seien mehr als 4000 Menschen beschäftigt, die Branche somit von großer Bedeutung, machte Schwesig im Vorfeld ihrer Visite schon deutlich. Am Donnerstag trifft sich die Ministerpräsidentin in der Seenplatte mit Landwirten und Vertretern des Bauervebandes, am Freitag ist sie in Vorpommern zu Gast. Die Sommertour wird in der kommenden Woche an drei weiteren Tagen fortgesetzt. Eine Station ist dabei Stettin, wo sich Schwesig zu Gesprächen mit dem Marschall der Woiwodschaft Westpommern, Olgierd Geblewicz, treffen wird.

Nach Flucht aus DDR traumatisiert: Entschädigung?

Leipzig (dpa) - Können psychische Schäden nach einer Flucht aus der DDR entschädigt werden? Darüber verhandelt am Mittwoch (10.00 Uhr) das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Richter müssen entscheiden, ob neben körperlichen Verletzungen auch eine psychische Erkrankung entschädigt werden kann. Mit einem Urteil wird im Laufe des Tages gerechnet.(Az. BVerwG 8 C 1.19) In dem Fall geht es um einen heute 56 Jahre alten Mann, der nach Angaben seines Anwalts durch die zwölfstündige Flucht im Dezember 1988 nach West-Berlin traumatisiert wurde. «Die Brüder haben mehrere Stunden in geduckter Haltung im Schlamm im Sperrgebiet gewartet», erklärte der Jurist im Vorfeld. Der damals 26-Jährige sei mit seiner Kleidung im letzten Zaun der Grenzanlage hängengeblieben. Zwei Wachen hätten ihn mit Maschinengewehren bedroht, jedoch nicht geschossen. «Er litt Todesangst», so der Anwalt. Die seelischen Beeinträchtigungen forderten seinen Mandanten bis heute heraus, so der Anwalt. Der gelernte Rohrverleger sei misstrauisch, reizbar, ihn überkämen plötzlich Wutanfälle, er habe Alpträume. Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Dieter Dombrowski, beklagte, dass es zu wenig Psychologen oder Psychiater gebe, die aus Repression zu DDR-Zeiten resultierende psychische Schäden attestieren könnten. «Die Anerkennung psychischer Schäden ist bei DDR-Opfern unglaublich schwierig und in der Regel fast ausgeschlossen», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Anwalt fordert nun vor dem Bundesverwaltungsgericht für den früheren Flüchtling eine Rehabilitierung und Grundrente auch wegen der psychischen Erkrankung. Er beantragte für seinen Mandanten beim brandenburgischen Innenministerium eine Entschädigung. Die Behörde hat dies abgelehnt. Auch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Potsdam blieb ohne Erfolg. Nun verhandelt das Bundesverwaltungsgericht über die Revision.

Trauma nach Flucht aus DDR: Anspruch auf Entschädigung?

Leipzig (dpa) - Können psychische Schäden nach einer Flucht aus der DDR entschädigt werden? Darüber verhandelt am heutigen Mittwoch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. In dem Fall geht es um einen heute 56 Jahre alten Mann, der nach Angaben seines Anwalts durch die Flucht im Dezember 1988 nach West-Berlin traumatisiert wurde. Er beantragte für seinen Mandanten beim brandenburgischen Innenministerium eine Entschädigung. Die Behörde lehnte ab. Auch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Potsdam blieb ohne Erfolg. Nun verhandelt das Bundesverwaltungsgericht über die Revision. Mit einem Urteil wird im Laufe des Tages gerechnet.

Unternehmen ruft Aldi-Hackfleisch zurück

Rheda-Wiedenbrück (dpa) - Wegen möglicher Kunststoffstückchen im Hackfleisch ruft ein Fleischproduzent ein Produkt zurück, das bei Aldi Nord und Aldi Süd verkauft wurde. Es gehe um 500-Gramm-Packungen von «meine Metzgerei - Gemischtes Hackfleisch» mit den Verbrauchsdaten 27. Juli (Aldi Süd) und 28. Juli (Aldi Nord). Das teilte das Unternehmen Tillman's Qualitätsmetzgerei aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück am Dienstag mit. «Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in dem betroffenen Produkt kleine, rote Kunststoff-Fremdkörper enthalten sind. Kunden, die das genannte Produkt gekauft haben, sollten das Produkt nicht konsumieren», hieß es in der Mitteilung. Aldi Nord und Süd hätten das Hackfleisch bereits aus dem Verkauf genommen. Kunden könnten den Kaufpreis bei Rückgabe des Fleisches auch ohne Kassenbon erstattet bekommen. Das Produkt sei in den folgenden Bundesländern verkauft worden: Baden-Württemberg, Brandenburg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

EU verbietet Dorschfang in Teilen der Ostsee

Brüssel (dpa) - Dorsche dürfen in Teilen der Ostsee dieses Jahr nicht mehr gewerblich gefischt werden. Darauf hat sich die EU-Kommission geeinigt. «Wir müssen rasch handeln, um den Bestand zum Wohl der Fische und im Interesse der Fischer wieder aufzufüllen», sagte der zuständige EU-Kommissar, Karmenu Vella, am Dienstag in Brüssel. Die Dorschbestände in der Ostsee drohten andernfalls zusammenzubrechen. Das Verbot gilt ab sofort bis zum 31. Dezember - und zwar dort, wo der Fisch besonders häufig vorkommt. Das sind die Fanggründe zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Schweden und Lettland, wobei die flachen Küstengewässer vor Mecklenburg-Vorpommern von dem Verbot ausgenommen sind. Die Kommission ließ einige Ausnahmen zu. So dürfen zwei Fischereitechniken, bei denen Dorsch in geringem Maße als Beifang anfällt, weiterhin angewandt werden, allerdings nur von so vielen Schiffen wie bisher. Außerdem sind bestimmte Fanggründe von dem Verbot ausgenommen. Die EU-Kommission kann Fangverbote im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik verhängen, sofern sie wissenschaftlich begründet sind. Vella begründete das Verbot mit Erkenntnissen des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES). Das Verbot kommt nicht überraschend. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte bereits Anfang Juli angekündigt, dass die EU den Fang angesichts des schlechten Zustands der Dorschbestände wohl bald einschränken werde.

Erster Bericht zu Gehältern von Chefs öffentlicher Firmen

Schwerin (dpa/mv) - Erstmals in Mecklenburg-Vorpommern hat das Finanzministerium einen Bericht über die Gehälter der Chefs landeseigener Unternehmen vorgelegt. Die Bürger hätten das Recht, zu wissen, was mit ihren Steuergeldern geschieht und dazu gehörten auch die Vergütungen in den Vorstandsetagen öffentlicher Unternehmen, sagte Finanzstaatssekretär Heiko Miraß am Dienstag. Der Bericht bezieht sich auf das Jahr 2017 und listet 64 Betriebe, darunter Kliniken, die Studierendenwerke, die Häfen von Rostock, Wismar und Mukran oder staatliche Theater und Museen auf. Spitzenverdiener unter den Geschäftsführern und Vorstandschefs ist der ärztliche Vorstand der Rostocker Uni-Klinik, Christian Schmidt. Er verdiente dem Bericht zufolge 327 500 Euro und bekam einen Dienstwagen, den er auch privat nutzen durfte. Mit weitem Abstand folgen Max Baur von der Uni-Klinik Greifswald mit 284 627 Euro, wobei rund 70 000 Euro davon als Erfolgszulage für zwei Jahre gezahlt wurden. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt beträgt in Mecklenburg-Vorpommern für sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte knapp 30 000 Euro im Jahr.

Land hat noch Mittel für kommunale Radwege frei

Schaprode (dpa/mv) - Der Topf für kommunale Radwegprojekte ist nach den Worten von Landesinfrastrukturminister Christian Pegel (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht ausgeschöpft. Pegel appellierte am Dienstag auf der Insel Rügen an die Kommunen, für den Neu- oder Ausbau von Radwegen des Alltags- und des touristischen Verkehrs diese Finanzierungsquelle zu berücksichtigen. Nach Ministeriumsangaben können für den kommunalen Radwegebau bis zum Ende der Förderperiode 2014 bis 2020 noch neue Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 3,5 Millionen Euro angemeldet werden. Beim geförderten Ausbau der kommunalen Radinfrastruktur müssen die Kommunen jedoch einen Teil der Kosten tragen und prüfen, ob sie die Eigenanteile stemmen können. Auf Rügen gab der Minister einen neuen Radweg neben der Landesstraße 302 zwischen Schaprode und Trent frei. Die Strecke ist die einzige Straßenverbindung zur Hiddenseefähre ab Schaprode und stark befahren. Der 5,5 Kilometer lange und mindestens 2,50 Meter breite Asphaltweg wurde in zehn Monaten errichtet. Die Kosten von rund 3,65 Millionen Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln finanziert.

Haftbefehl und Drogen: 33-Jähriger aus Berlin festgenommen

Stralsund (dpa/mv) - Ein in Berlin mit Haftbefehl gesuchter Mann ist in der Nacht zum Mittwoch bei einer Kontrolle der Bundespolizei auf dem Bahnhof Stralsund aufgeflogen. Der 33-Jährige soll in Berlin eine Körperverletzung begangen haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Bei der Durchsuchung des Mannes in der Nacht fanden die Beamten etwa 14 Gramm eines weißen Pulvers und rund 3 Gramm Marihuana sowie einen vorbereiteten Joint. Die Betäubungsmittel wurden beschlagnahmt, der Mann festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er werde sich nun zusätzlich wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor Gericht verantworten müssen.

Polizei nimmt mutmaßliche Drogendealer fest

Rostock (dpa/mv) - Die Rostocker Polizei hat zwei Männer wegen des Verdachts des Drogenhandels festgenommen. In der Wohnung eines 27-Jährigen bei Bad Doberan war knapp ein Kilo Marihuana gefunden worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er soll seit längerem im Raum Güstrow mit Marihuana und Amphetamin gedealt haben. Bereits vergangene Woche hatten die Ermittler einen 25 Jahre alten Studenten aus Rostock festgenommen, dies aber erst am Dienstag mitgeteilt. Er war den Angaben zufolge im April aufgefallen, weil er sich einer Polizeikontrolle bei Neubukow (Landkreis Rostock) entzogen hatte. Bei seiner Flucht soll er ein Kilo Marihuana weggeworfen haben. Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben dann, dass er mutmaßlich mit Drogen handelte. Beide Männer waren polizeibekannt und sitzen laut Polizei mittlerweile in Untersuchungshaft.

Schwesig will weiter kräftige EU-Finanzhilfen für den Osten

Schwerin (dpa) - Führende Politiker der ostdeutschen Bundesländer wehren sich über Parteigrenzen hinweg gegen drohende massive Kürzungen bei den EU-Fördermitteln. «Die bisherigen Pläne der EU sind nicht akzeptabel», betonte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin. Zuvor war bekannt geworden, dass sich Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) in einem Brief an die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt und um Unterstützung gebeten hatte. Es gehe vor allem darum, dass die ostdeutschen Länder durch die neue Finanzplanung der EU nach dem Ausscheiden Großbritanniens «nicht übermäßig, etwa im Bereich Förderpolitik, belastet werden», heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch Mecklenburg-Vorpommern brauchen künftig die Unterstützung der Europäischen Union, damit das Land wirtschaftlich weiter vorankommen und wichtige soziale Projekte fortführen könne. «Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum», betonte Schwesig. Die von ihr geführte Landesregierung habe bereits im vergangenen Jahr eine Kabinettsklausur in Brüssel veranstaltet. «Dort haben wir in vielen Gesprächen für Mecklenburg-Vorpommern und die anderen ostdeutschen Länder geworben. Es ist gut, dass Thüringen das ebenfalls tut. Gemeinsam sind wir stärker», sagte Schwesig. Bisher erhalten die fünf Ost-Länder Milliardenbeträge aus den EU-Struktur- und Investitionsfonds. Im Zeitraum von 2014 bis 2020 sind es zwischen mehr als zwei und knapp drei Milliarden Euro pro Bundesland, die aus EU-Töpfen fließen. Ab 2021 sollen, auch wegen des Brexits, neue Regeln gelten. Viele ostdeutsche Politiker befürchten kräftige Einschnitte in den Landeskassen.

Gericht ordnet Gentest zur Tätersuche nach Vergewaltigung an

Schwerin/Parchim (dpa/mv) - Nach der bislang erfolglosen Suche nach einem mutmaßlichen Vergewaltiger in Parchim setzen die Ermittler nun auf einen DNA-Abgleich. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, ordnete das Amtsgericht Schwerin eine gentechnische Reihenuntersuchung an. Dazu würden 297 männliche Personen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren, die zur Tatzeit mit ihren Mobiltelefonen in der Funkzelle am Tatort eingeloggt waren, schriftlich aufgefordert. Die Teilnahme sei allerdings freiwillig. Die Speichelproben sollen in der Zeit vom 5. bis zum 10. August im Haus der Jugend in Parchim genommen werden. Die Ergebnisse würden dann mit der an der überfallenen Frau festgestellten Fremd-DNA abgeglichen werden, hieß es. Laut Staatsanwaltschaft war die 21-Jährige in den Abendstunden des 1. Februar 2019 in Parchim von einem bisher unbekannten Mann von hinten angegriffen, zu Boden gestoßen und sexuell missbraucht worden. Trotz umfangreicher Ermittlungen sei bislang aber kein Tatverdächtiger gefunden worden. Deshalb sei nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft die DNA-Untersuchung angeordnet worden. Die Tat stehe den bisherigen Ermittlungen zufolge nicht im Zusammenhang mit der Vergewaltigung eines 17-jährigen Mädchen im Dezember 2018 ebenfalls in Parchim. Auch in diesem Fall war ein Massengentest angeordnet worden, zu dem im Frühjahr mehr als 1000 Männer aufgerufen waren. Die Ermittlungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es.

Landkreis Rostock will Wasserstoff-Region werden

Rostock (dpa/mv) - Der Landkreis Rostock will eine von bundesweit sechs «Wasserstoff-Regionen» werden. Die Kommune soll als so genannte «HyStarter»-Region zwei Jahre lang organisatorisch und inhaltlich zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie beraten werden, teilte der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) am Dienstag mit. Dabei sollen erste Konzeptideen entstehen, wie Wasserstoff und erneuerbare Energien in Verkehr, Wärme, Strom und Speicher nutzbar gemacht werden können. Außerdem sollen Netzwerke aus Politik, kommunalen Betrieben und Wirtschaft gebildet werden, die diese Ideen später umsetzen helfen könnten. «In der Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie können die Antworten aller Fragen der zukünftigen Energie- und Mobilitätsversorgung stecken», erklärte Rehberg. Bundesweit gebe allein der Bund in den nächsten drei Jahren 761 Millionen Euro dafür aus, hinzu kämen Mittel aus der Industrie. Die «HyStarter»-Regionen bilden dabei die niedrigste von drei Förderstufen. In den höheren Stufen wird Geld für die Planung von Projekten und Investitionszuschüsse für ihre Umsetzung gezahlt.

Vergleichsweise frisch im Nordosten: Höchstens 30 Grad

Hiddensee/Offenbach (dpa/mv) - Die gefürchtete Hitze macht um den deutschen Nordosten noch einen Bogen: Mit Temperaturen bis zu 30 Grad im Binnenland und 24 bis 25 Grad an der Ostseeküste war es am Dienstag in Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise frisch. Wie der Meteorologe Uwe Ulbrich vom Wetterstudio auf Hiddensee sagte, war es in der Lewitz und an der Elbe mit etwa 30 Grad am wärmsten. Der Wind aus nördlichen Richtungen wehte schwach bis mäßig. Ein Bad in Seen, Flüssen und der Ostsee brachte noch echte Abkühlung: Nach der kühlen Vorwoche lagen die Wassertemperaturen nur bei 20 Grad, sagte Ulbrich. An der Ostsee kam es auf die Windrichtung an: Bestenfalls erreichte sie ebenfalls 20 Grad. Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach zufolge bietet der Wetterablauf in den kommenden Tagen keine großen Überraschungen. Das Hoch «Yvonne», das sich von der Nord- und Ostsee bis zu den Alpen erstrecke und langsam über die Ostsee nach Skandinavien wandere, bringe von Süden und Südwesten her subtropisch-heiße Luft heran. Die heißesten Temperaturen erwarten die Meteorologen am Donnerstag, dann könnten es im Süden Deutschlands 40 Grad und mehr werden. In Mecklenburg-Vorpommern werden «nur» über 30 Grad erwartet. Dafür werde im Nordosten am Wochenende laut DWD noch keine Abkühlung wie im übrigen Deutschland einsetzen.

Kassen in Geschäften an vier Orten geplündert: Polizei warnt

Waren/Neuruppin (dpa) - Die Polizei warnt in Nordbrandenburg und Mecklenburg aus aktuellem Anlass vor Ladendieben. Wie Polizeisprecher in Neuruppin und Neubrandenburg am Dienstag mitteilten, wurden am Montag mit anscheinend derselben Masche die Kassen in gleich vier Geschäften geplündert. In allen Fällen in Neuruppin, Wittstock, Röbel und Waren an der Müritz ließ sich ein Mann etliche Artikel - von Bekleidung, über Blumen bis Handtaschen - in den Läden zeigen und bekam meist Anrufe auf dem Mobiltelefon, die er laut und auf einer fremden Sprache führte. In der Zwischenzeit oder beim Abkassieren wurde Geld aus der Kasse entwendet - immer mehrere hundert Euro an Scheinen, was die Verkäuferinnen erst später bemerkten. Der Mann wurde als etwa 30-jährig und auffallend groß mit kurzen schwarzen Haaren beschrieben. Er könne eine Komplizin haben.

Rentner will Unkraut abbrennen: Stall fängt Feuer

Barkow (dpa/mv) - Im Kampf gegen Unkraut hat ein Rentner in einem Dorf bei Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) ein 20 Meter langes Stall- und Lagergebäude in Brand gesetzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Mann hatte nach eigenen Angaben versucht, per Gasbrenner das Unkraut abzubrennen. Dabei geriet die Holztür des Gebäudes in Barkow in Brand, und er konnte das Feuer allein nicht mehr zu löschen. Er rief die Feuerwehr. Der 72-Jährige hatte Glück, dass die Feuerwehr so schnell eingriff. Im Stall lagerten mehrere Propangasflaschen, die die Feuerwehr noch rechtzeitig vor einer Explosion bergen konnte. Der Schaden wird auf mindestens 15 000 Euro geschätzt.

Schwesig will kräftige EU-Finanzhilfen für Ostdeutschland

Schwerin (dpa/mv) - Führende Politiker der ostdeutschen Bundesländer wehren sich über Parteigrenzen hinweg gegen drohende massive Kürzungen bei den EU-Fördermitteln. «Die bisherigen Pläne der EU sind nicht akzeptabel», betonte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin. Zuvor war bekannt geworden, dass sich Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) in einem Brief an die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt und um Unterstützung gebeten hatte. Es gehe vor allem darum, dass die ostdeutschen Länder durch die neue Finanzplanung der EU nach dem Ausscheiden Großbritanniens «nicht übermäßig, etwa im Bereich Förderpolitik, belastet werden», heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch Mecklenburg-Vorpommern brauchen künftig die Unterstützung der Europäischen Union, damit das Land wirtschaftlich weiter vorankommen und wichtige soziale Projekte fortführen könne. «Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum», betonte Schwesig. Die von ihr geführte Landesregierung habe bereits im vergangenen Jahr eine Kabinettsklausur in Brüssel veranstaltet. «Dort haben wir in vielen Gesprächen für Mecklenburg-Vorpommern und die anderen ostdeutschen Länder geworben. Es ist gut, dass Thüringen das ebenfalls tut. Gemeinsam sind wir stärker», sagte Schwesig. Bisher erhalten die fünf Ost-Länder Milliardenbeträge aus den EU-Struktur- und Investitionsfonds. Im Zeitraum von 2014 bis 2020 sind es zwischen mehr als zwei und knapp drei Milliarden Euro pro Bundesland, die aus EU-Töpfen fließen. Ab 2021 sollen, auch wegen des Brexits, neue Regeln gelten. Viele ostdeutsche Politiker befürchten kräftige Einschnitte in den Landeskassen.

170 Schiffe kommen zur 29. Hanse Sail nach Rostock

Rostock/Schwerin (dpa/mv) - Zur Hanse Sail in Rostock geben sich Anfang August wieder Traditionssegler aus aller Welt ein Stelldichein und locken so ein Millionenpublikum in die Ostsee-Stadt. Bislang hätten 170 Schiffe aus 15 Nationen ihre Teilnahme zugesagt. «So viele Flaggen sind bisher nur selten in Rostock zu sehen gewesen. Das spricht für die Anziehungskraft der Sail und verdeutlicht ihre Internationalität», sagte Veranstaltungsleiter Holger Bellgardt am Dienstag in Schwerin bei der Vorstellung des Programms für die 29. Hanse Sail. Auch für dieses Jahr sei mit etwa einer Million Gästen in der Hansestadt zu rechnen. Neben den Ausfahrten hinaus auf die Ostsee erwarte sie ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm auf mehreren Bühnen im Stadtgebiet und ein vielfältiges Angebot an rund 500 Marktständen, kündigte Ulf Riedel von der städtischen Tourismuszentrale an. «Die Hanse Sail hat sich als Marke etabliert und ist ein wirtschaftlicher Faktor für die gesamte Region, der sie rund 50 Millionen Euro an Umsatz beschert», machte Riedel deutlich. Zur Eröffnung des viertägigen Volksfestes am 8. August wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Rostock erwartet, der auch die Schirmherrschaft übernommen hat. Nach den Worten Bellgardts kommt Steinmeier in Begleitung des portugiesischen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa nach Rostock. Die Anwesenheit der hohen Gäste verdeutliche auch die politische Bedeutung der Hanse Sail. «Wir wollen ein friedliches Miteinander zeigen und ein Fest der Völkerverständigung feiern», sagte Bellgardt. Ein an aktuelle Erfordernisse angepasstes Sicherheitskonzept werde dafür sorgen, dass sich alle Besucher sicher und wohl fühlen. Die Liste der bereits angemeldeten Schiffe reicht vom holländischen Schoner «Abel Tasman» über das lettische Wikingerschiff «Uxkull» bis hin zum deutschen Schoner «Zuversicht». Bellgardt zeigte sich besonders erfreut über die Resonanz großer Segler. So seien gleich sechs Segelschulschiffe in Rostock zu erleben. Dazu gehörten die russischen Stammgäste «Krusenstern» und «Mir» sowie erstmals auch das Schulschiff der italienischen Marine «Amerigo Vespucci» und das Flaggschiff der kolumbianischen Marine «Gloria». Dessen Besatzung habe eine lange Überfahrt auf sich genommen und werde noch zwei weitere maritime Feste im Ostsee-Raum besuchen. Damit mache sich die Zusammenarbeit in der Vereinigung Batic Sail für alle bezahlt, betonte Bellgardt. Von Freitag bis Sonntag öffne auch der Marinestützpunkt Hohe Düne seine Tore und biete Besuchern Rundgänge auf Schiffen der Marine. Nach Angaben des Hanse Sail-Chefs gewähren etwa 140 der 170 teilnehmenden Schiffe auch Mitfahrgelegenheiten für Tagesgäste an. Insgesamt stünden dafür etwa 40 000 Plätze an Bord zur Verfügung. Die Preise variierten je nach Dauer zwischen 35 und 110 Euro. Die Einnahmen kämen der Pflege und Unterhaltung der meist ehrenamtlich betriebenen Traditionsschiffe zugute. Im Vorjahr hatte allerdings eine Gewitterfront erstmals für eine Unterbrechung der Ausfahrten gesorgt. «Was wir zur Hanse Sail nicht gebrauchen können, sind Sturm und Nebel», machte Bellgardt seine Witterungswünsche deutlich. Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus machte auf eine wesentliche Änderung bei der Versorgung der Sail-Gäste aufmerksam: Um die vor allem durch Einweg-Plastikbecher verursachte Müllmenge zu reduzieren, kämen auf dem gesamten Veranstaltungsgelände erstmals Mehrwegbecher zum Einsatz. Matthäus geht nach eigenen Worten davon aus, dass damit auf etwa zwei Millionen Wegwerf-Becher verzichtet werden könne, die in der Vergangenheit zu einem Teil von Wind auch in die Warnow geweht worden seien. «Segeln und eine saubere Umwelt gehören natürlich zusammen», sagte Matthäus.