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Aktuelle Nachrichten

62-jährige aus Rostock vemisst

Die Rostocker Kriminalpolizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach der 62-jährigen Angelika Buttkus aus Rostock. Die Vermisste, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befindet, hat in der vergangenen Nacht zwischen 03:00 Uhr und 07:00 Uhr ihre Wohnung in der Rostocker Innenstadt mit unbekanntem Ziel verlassen. Hinweise nehmen der Kriminaldauerdienst (KDD) in Rostock, unter 0381 / 4916-1616 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. mehr...

60-jähriger aus Düvier vermisst

Seit dem 20. August 2018, 04:00 Uhr, wird der 60-jährige Herr Andreas Bauer aus Düvier (Ortsteil von Loitz) vermisst. Hinweise bitte an die Polizei in Greifswald, Telefon: (03834) 540 0 oder jede andere Polizeidienststelle mehr...

Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

FC Hansa Rostock im Landespokal bei der SG Warnow Papendorf

Rostock (dpa/mv) - Cup-Verteidiger FC Hansa Rostock muss in der zweiten Runde des Landespokals von Mecklenburg-Vorpommern bei der SG Warnow Papendorf aus der Landesklasse antreten. Das hat die Auslosung am Dienstagabend in Rostock ergeben. Vorjahresfinalist FC Mecklenburg Schwerin gastiert beim Landesligisten SpVgg Cambs-Leezen. Die Begegnungen werden zwischen dem 7. und 9. September ausgetragen. Das Finale wird am 25. Mai 2019 stattfinden. Der Sieger ist für die erste Runde des DFB-Pokals 2019/2020 qualifiziert.

Schulstart laut Hesse geglückt, Linke und GEW widersprechen

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern hat zum neuen Schuljahr so viele Lehrer eingestellt wie nie zuvor, muss aber immer häufiger auf Seiteneinsteiger zurückgreifen. Wie Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am Dienstag in Schwerin sagte, wurden 639 Lehrer neu in den Schuldienst übernommen. Etwa 30 Prozent davon seien Seiteneinsteiger. «Mir wäre auch lieber, wir hätten mehr ausgebildete Lehrer einstellen können. Die aber sind ein rares Gut, um das wir alle im Wettbewerb stehen», erklärte Hesse. Mit einem Drittel an Seiteneinsteigern bei den Neueinstellungen sei das obere Limit aber erreicht. Diese Lehrer hätten zumeist ein naturwissenschaftliches Hochschulstudium absolviert, seien aber ohne pädagogische Ausbildung, die berufsbegleitend nachgeholt werde. Wichtig sei dabei ein dreiwöchiger Kompaktkurs in Pädagogik und Didaktik gleich zu Beginn des Schuljahres, betonte Hesse. Den betroffenen Schulen würden dafür gesondert Stunden zugewiesen, was allerdings nicht alle Nachteile für den Schulstart aufwiege, räumte Hesse ein. Wichtig sei aber, dass möglichst wenig Stellen unbesetzt blieben. Laut Hesse waren zum Schulstart bei landesweit 11 500 Pädagogen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen noch 27 der ausgeschriebenen Lehrerstellen offen. Mit den vielen Neueinstellungen könne die Unterrichtsversorgung an den 483 Schulen sichergestellt werden. «Das Schuljahr 2018/19 ist ruhig und geordnet gestartet», konstatierte Hesse. In Berlin etwa, wo ebenfalls am Montag die Schule wieder begann, seien noch 1000 Lehrerstellen vakant. Die Linke warf der Ministerin erneut Schönfärberei vor. «Wie kann Frau Hesse zufrieden sein, wenn 30 Prozent der eingestellten Lehrkräfte Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger sind? In keinem anderen Bundesland werden diese Lehrerinnen und Lehrer derart allein gelassen und ins kalte Wasser geworfen», beklagte Linken-Fraktionschefin Simone Oldenburg. Eine «Schnellbesohlung» ersetze kein Referendariat und schon gar nicht ein Lehramtsstudium. Seiteneinsteiger seien für eine kurzfristige Lösung des Lehrkräfteproblems nötig, bräuchten aber eine fundierte pädagogische Grundausbildung, forderte Oldenburg. Auch die Bildungsgewerkschaft GEW kam zu einer anderen Bewertung des Schulstarts im Land als Hesse. Vielfach habe es bis zuletzt Unsicherheiten bei der Stellenbesetzung und Stundenverteilung gegeben. «Der Schulstart war alles andere als geräuschlos», sagte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner. Die Personaldecke sei zudem äußerst dünn geplant. «Weiterbildungen, Krankheit oder Familienzeiten können dann den Stundenplan schon schnell einmal durcheinander bringen», erklärte die Gewerkschafterin. Sie fordert Hesse auf, den Beruf attraktiver zu machen, insbesondere für den Grundschulbereich. Hesse zeigte sich erstmals offen für den Vorschlag, die Gehaltsklassen der Grundschullehrer bis A13 sowie E13 anzuheben. «Wir stehen im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern. Da wären wir gut beraten, diesen Weg auch zu gehen», sagte die Ministerin. Von den zum neuen Schuljahr ausgeschriebenen 100 Referendarsstellen an Grundschulen konnten laut Ministerium mangels Interesse lediglich 35 besetzt werden. Für die Gymnasien hingegen hatte es dreieinhalb Mal so viele Interessenten gegeben wie Stellen. Hesse kündigte zeitnah Gespräche mit den beiden Universitäten im Land an, um das Lehrerstudium interessanter zu machen und eine bedarfsgerechte Ausbildung zu erreichen. «Ich habe klare Vorstellungen», sagte die Ministerin. Diese wolle sie aber mit den Zuständigen an den Hochschulen besprechen, ehe sie damit an die Öffentlichkeit gehe, erklärte Hesse auf Nachfrage.

Vermummte posieren mit Axt auf Polizeigelände in Greifswald

Greifswald (dpa/mv) - Etwa 15 Vermummte sollen mit Axt, Hammer und Motorsäge auf dem Gelände des früheren Polizeihauptreviers in Greifswald posiert und sich gegenseitig fotografiert haben. Die Polizei, die von Zeugen am Montagabend informiert worden war, vermutet die Personen eigenen Angaben zufolge im linksextremen Lager. Demnach sollen sie Bengalos angezündet und die Landespolizei verhöhnt haben, wie die Polizei am Dienstag weiter berichtete. Als die alarmierten Beamten kurze Zeit später eintrafen, hatten die Vermummten das Gelände bereits verlassen. Das alte Polizeihauptrevier in Greifswald wird derzeit abgerissen. Dort soll in den kommenden Monaten ein Neubau errichtet werden. Es wird wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.

Backhaus erwartet Bundeshilfe und nationale Notsituation

Schwerin (dpa/mv) - Agrarminister Till Backhaus (SPD) erwartet, dass der Bund nach der Kabinettssitzung am Mittwoch finanzielle Hilfen für die von Dürre und Missernten betroffenen Landwirte ankündigt. Er gehe davon aus, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die nationale Ausnahmesituation ausruft, sagte Backhaus am Dienstag in Schwerin. «Und ich erwarte, dass sich der Bund dann zu 50 Prozent an einem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm beteiligt», erklärte der Minister. Es sei höchste Zeit, notleidende Betriebe zu unterstützen. Backhaus bedauerte den langwierigen Entscheidungsprozess der Bundesregierung zur Dürrehilfe. «In den Wochen der Ungewissheit sind erhebliche Mengen Futter ins Ausland verkauft worden, die dringend als Winterreserve hätten im Land bleiben müssen», sagte er. Mecklenburg-Vorpommern habe frühzeitig alle Zahlen vorgelegt und beim Bund auf eine Entscheidung gedrängt. Backhaus verwies auf die in Mecklenburg-Vorpommern zu erwartenden Einnahmeausfälle von 490 bis 531 Millionen Euro. Zehn bis 20 Prozent der betroffenen Betriebe litten Not oder seien in ihrer Existenz bedroht. Vornehmlich seien Futterbau- und tierhaltende Betriebe sowie Betriebe mit arbeitsintensiven Produktionsverfahren betroffen. Ihnen müsse schnell und unbürokratisch geholfen werden. Diese Betriebe seien wichtig für die Ernährungswirtschaft und damit für die Sicherung von Arbeitsplätzen auf dem Lande. Der Sprecher der Landesgruppe Ost der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Junge, sagte, man könne nicht jedes Jahr Steuergelder für Ernteausfälle wegen Dürre, Nässe oder Frost aufbringen. Daher sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um über Konsequenzen zu sprechen. «Landwirte sollten in guten Zeiten freiwillig in einen Fonds für schlechte Zeiten einzahlen können», sagte Junge. Die Landwirtschaft müsse aber auch verstärkt auf ein breiteres Angebot, auf ökologische Produkte sowie auf eine nachhaltige Herstellung setzen.  

In zehn Monaten 1000 Patienten von Telenotarzt behandelt

Greifswald (dpa/mv) - Zehn Monate nach dem Start des Telenotarzt-Systems in Vorpommern-Greifswald wurde am Dienstag der 1000. Patient behandelt. Kreis-Sozialdezernent Dirk Scheer zog eine positive Zwischenbilanz. Der Telenotarzt sei eine großartige Idee für die ländliche Region, sagte er. Das System sei im Landkreis gut angenommen worden. Der Telenotarzt kann von der Zentrale aus die Vitalparameter eines Patienten wie Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt im Blut beurteilen und die Rettungskräfte über eine spezielle Telefonverbindung anleiten. Damit können überlebenswichtige Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes überbrückt werden. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind derzeit 13 Notärzte der Universitätsmedizin Greifswald abwechselnd als Telenotärzte im Einsatz. Sie betreuen sechs Rettungswagen, die mit der speziellen Technik ausgestattet wurden.

DGB fordert faire Löhne für Mitarbeiter der Tourismusbranche

Schwerin (dpa/mv) - Köche, Kellner und Zimmermädchen profitieren nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes bislang zu wenig vom Tourismusboom in Mecklenburg-Vorpommern. «Das Gastgewerbe im Norden macht gute Geschäfte, aber es verspielt die Zukunft, wenn die Arbeitsbedingungen nicht deutlich besser werden. Der Boom der Branche muss in Euro und Cent auch bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen», forderte DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter am Dienstag in Schwerin. Er reagierte damit auf die am Vortag veröffentlichte Halbjahresbilanz der Tourismusbranche, die ebenso wie die Besucherströme in den Ferienmonaten Juli und August für 2018 neue Gäste- und Übernachtungsrekorde erwarteten lassen. Allerdings hatte Lars Schwarz, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, dabei auch auf zunehmende Personallücken in Restaurants und Hotels verwiesen und Erleichterungen für die Einstellung ausländischer Bewerber verlangt. Trotz zuletzt spürbarer Tarifsteigerungen sei es immer schwieriger, einheimische Fachkräfte zu finden. Wie hoch die Tarifbindung in der Branche ist, sagte er nicht. «Ohne humane Arbeitsbedingungen und Tariflöhne werden immer mehr Stellen unbesetzt bleiben», erklärte Schlüter. Vielfach würden Angestellte nur wenig mehr verdienen als den Mindestlohn, Arbeitgeber in Betrieben ohne Betriebsrat würden sogar versuchen, diese Mindeststandards zu umgehen. Die Beschäftigten bräuchten endlich Anerkennung und Wertschätzung. «Geld, Arbeitszeiten und Ausbildungsbedingungen müssen stimmen», betonte der Gewerkschafter. Als Niedriglohnbranche habe der Tourismus im Norden keine Zukunft. Der Gewerkschaftskritik schloss sich die Linke an. «Die Fachkräftekrise in den Hotels und Gaststätten des Landes ist größtenteils hausgemacht. Ursache sind vergleichsweise niedrige Löhne und schwierige Arbeits- und Ausbildungsbedingungen», konstatierte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag, Henning Foerster. Die Tarifbindung in der Branche sei besonders gering und für Lehrlinge wie für ausgebildete Fachkräfte gebe es in touristischen Zentren kaum bezahlbaren Wohnraum. «Bevor jetzt verstärkt um ausländische Arbeitskräfte geworben wird, müssen Landesregierung und Branche ihre Hausaufgaben machen», mahnte Foerster. In einem Bundesland mit ohnehin extrem langen Arbeitszeiten die geltenden Schutzbestimmungen noch aufweichen zu wollen, leiste der Fachkräftesicherung zudem eine Bärendienst. Foerster reagierte damit auf Bestrebungen des Gaststättenverbandes, die täglichen Arbeitszeiten saisonal über die gesetzliche Höchstgrenze auszuweiten.

Arm bei Arbeitsunfall abgerissen

Holthusen (dpa/mv) - Bei einem Arbeitsunfall in einer Entsorgungsfirma in Holthusen bei Schwerin ist einem Arbeiter am Dienstag ein Arm abgerissen worden. Der 52-Jährige wurde in ein Krankenhaus in Hamburg geflogen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann sei mit dem linken Arm in ein rotierendes Maschinenteil geraten. Zunächst war unklar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Die Kriminalpolizei und das Amt für Gesundheit und Soziales sollen den Fall untersuchen.

Bildungsministerin: Schulstart geglückt, GEW widerspricht

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern hat zum neuen Schuljahr so viele Lehrer eingestellt wie nie zuvor, muss aber immer häufiger auf Seiteneinsteiger zurückgreifen. Wie Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am Dienstag in Schwerin sagte, wurden 639 Lehrer neu in den Schuldienst übernommen. Etwa 30 Prozent davon seien Seiteneinsteiger. «Mir wäre auch lieber, wir hätten mehr ausgebildete Lehrer einstellen können. Die aber sind ein rares Gut, um das wir alle im Wettbewerb stehen», erklärte Hesse. Mit einem Drittel an Seiteneinsteigern bei den Neueinstellungen sei das obere Limit aber erreicht. Diese Lehrer hätten zumeist ein naturwissenschaftliches Hochschulstudium absolviert, seien aber ohne pädagogische Ausbildung, die berufsbegleitend nachgeholt werde. Wichtig sei dabei ein dreiwöchiger Kompaktkurs in Pädagogik und Didaktik gleich zu Beginn des Schuljahres, betonte Hesse. Den betroffenen Schulen würden dafür gesondert Stunden zugewiesen, was allerdings nicht alle Nachteile für den Schulstart aufwiege, räumte Hesse ein. Wichtig sei aber, dass möglichst wenig Stellen unbesetzt blieben. Laut Hesse waren zum Schulstart bei landesweit 11 500 Pädagogen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen noch 27 der ausgeschriebenen Lehrerstellen offen. Mit den vielen Neueinstellungen könne die Unterrichtsversorgung an den 483 Schulen sichergestellt werden. «Das Schuljahr 2018/19 ist ruhig und geordnet gestartet», konstatierte die Ministerin. In Berlin etwa, wo ebenfalls am Montag die Schule wieder begann, seien noch 1000 Lehrerstellen vakant. Die Bildungsgewerkschaft GEW kam zu einer anderen Bewertung des Schulstarts im Land als Hesse. Vielfach habe es bis zuletzt Unsicherheiten bei der Stellenbesetzung und Stundenverteilung gegeben. «Der Schulstart war alles andere als geräuschlos», sagte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner. Die Personaldecke sei zudem äußerst dünn geplant. «Weiterbildungen, Krankheit oder Familienzeiten können dann den Stundenplan schon schnell einmal durcheinander bringen», erklärte die Gewerkschafterin. Sie fordert Hesse auf, den Beruf attraktiver zu machen, insbesondere für den Grundschulbereich. Hesse zeigte sich erstmals offen für den Vorschlag, die Gehaltsklassen der Grundschullehrer bis A13 sowie E13 anzuheben. «Wir stehen im Wettbewerb mit den anderen Bundesländern. Da wären wir gut beraten, diesen Weg auch zu gehen», sagte die Ministerin. Von den zum neuen Schuljahr ausgeschriebenen 100 Referendarsstellen an Grundschulen konnten laut Ministerium mangels Interesse lediglich 35 besetzt werden. Für die Gymnasien hingegen hatte es dreieinhalb Mal so viele Interessenten gegeben wie Stellen. Hesse kündigte zeitnah Gespräche mit den beiden Universitäten im Land an, um das Lehrerstudium interessanter zu machen und eine bedarfsgerechte Ausbildung zu erreichen. «Ich habe klare Vorstellungen», sagte die Ministerin. Diese wolle sie aber mit den Zuständigen an den Hochschulen besprechen, ehe sie damit an die Öffentlichkeit gehe, erklärte Hesse auf Nachfrage.

Drese: Leistungen für Bildung und Teilhabe kommen an

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern hat im siebenten Jahr hintereinander mehr für das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) für bedürftige Kinder und Jugendliche ausgegeben. Die Leistungen seien 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,38 Millionen Euro oder 8,8 Prozent auf knapp 17,2 Millionen Euro gestiegen, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Schwerin mit. Das BuT-Paket war bundesweit 2011 eingeführt worden, um Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien gesellschaftliche Teilhabe - etwa die Mitgliedschaft in Vereinen oder Musikunterricht - sowie die Bildungsteilhabe zu ermöglichen. 2011 betrugen die Leistungen, die nur auf Antrag gezahlt werden, in Mecklenburg-Vorpommern 7,9 Millionen Euro.  

Linke will Landesvertretung in Berlin stärker nutzen

Berlin (dpa/mv) - Die Linken im Landtag wollen die Landesvertretung in Berlin stärker für die Durchsetzung ihrer Interessen nutzen. Die Zusammenarbeit solle ausgebaut werden, sagte die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg nach einem Besuch zum Auftakt der Sommer-Fraktionsklausur am Dienstag in Berlin. So wolle die Fraktion die Parlamentarischen Abende in der Landesvertretung künftig stärker für eine breitere Vernetzung mit Vertretern anderer Parteien und anderer Bundesländer nutzen. «Die Landesvertretung ist ein Stück Mecklenburg-Vorpommern in Berlin», sagte Oldenburg. Am Mittwoch wollen sich die Linken aus MV mit der Linksfraktion des Berliner Abgeordnetenhauses zu Gesprächen treffen. Dabei soll es um drei Schwerpunkte gehen: Wohnen und Städtebau, Kinderarmut sowie Inneres. Auch wenn die Probleme und Herausforderungen in einem Ballungszentrum wie Berlin und in einem dünn besiedelten Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern verschieden seien, sei es wichtig, gemeinsam über Strategien zu beraten, sagte Oldenburg. Die Klausurtagung der Linken dauert bis Donnerstag.

Vom Überhang zum Mangelgut: Lehrer dringend gesucht

Schwerin (dpa/mv) - Der Geburtenknick nach der Wende erreichte sechs Jahre später auch die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, wo für viel weniger Kinder plötzlich zu viele Lehrer da waren. Mit Frühverrentungen und Zwangsteilzeit im Rahmen eines landesweiten Lehrerpersonalkonzepts wurde Abhilfe geschaffen. Die Solidarleistung der Pädagogen vermied eine Kündigungswelle, verbaute andererseits aber jungen Lehrern den Berufseinstieg. So gab es laut Bildungsministerium im Jahr 2006 beispielsweise im Nordosten bei damals rund 12 000 Lehrern lediglich 66 Neueinstellungen. Zehn Jahre zuvor waren landesweit noch 18 000 Pädagogen beschäftigt. Erst mit dem schrittweisen Auslaufen des Personalkonzepts gingen ab 2012 die Einstellungszahlen wieder spürbar nach oben und überschritten 2013 erstmals die Marke von 400. Zum Schuljahr 2018/19 stellte das Land 639 Lehrer neu ein. Weil altgediente Pädagogen nun in Rente gehen und zudem viele die Möglichkeit des vorgezogenen Ruhestands nutzen, zeichnet sich für die kommenden Jahre ein steigender Bedarf an jungen Lehrern ab. Angesichts der bundesweit steigenden Nachfrage dürfte der aber immer schwerer zu decken sein.

Zwei Drittel aller Abschiebungen gescheitert

Schwerin (dpa/mv) - Rund zwei Drittel aller geplanten Abschiebungen in Mecklenburg-Vorpommern sind im ersten Halbjahr gescheitert. Nur 238 von 777 konnten vollzogen werden, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervorgeht, die am Dienstag in Schwerin veröffentlicht wurde. In gut der Hälfte aller gescheiterten Fälle (285 von 539) seien die Abzuschiebenden nicht angetroffen worden, hieß es. In weiteren 63 Fällen gab das Innenministerium «Renitenz» als Hinderungsgrund an. Die AfD forderte wegen der Vielzahl an gescheiterten Abschiebungsversuchen die Einrichtung einer Abschiebehaft im Nordosten. Ende Juni hielten sich der Landesregierung zufolge 3622 ausreisepflichtige Ausländer in Mecklenburg-Vorpommern auf. Ihre Zahl ist seit Januar um rund 100 gesunken.

Bildungsministerin: Schulstart geglückt, GEW widerspricht

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern hat zum neuen Schuljahr so viele Lehrer eingestellt wie nie zuvor, muss aber immer häufiger auf Seiteneinsteiger zurückgreifen. Wie Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am Dienstag in Schwerin sagte, wurden 639 Lehrer neu in den Schuldienst übernommen. Knapp ein Drittel davon seien Seiteneinsteiger. Diese hätten zumeist ein naturwissenschaftliches Hochschulstudium absolviert, seien aber ohne pädagogische Ausbildung, die berufsbegleitend nachgeholt werde. Mit den vielen Neueinstellungen könne die Unterrichtsversorgung an den Schulen sichergestellt werden. «Das Schuljahr 2018/19 ist ruhig und geordnet gestartet», konstatierte Hesse. Die Bildungsgewerkschaft GEW jedoch kam zu einer anderen Bewertung. Vielfach habe es bis zuletzt Unsicherheiten bei der Stellenbesetzung und Stundenverteilung gegeben. «Der Schulstart war alles andere als geräuschlos», sagte die GEW-Landesvorsitzende Annett Lindner.

Kritik an Plänen für Windenergie-Gebiete in Westmecklenburg

Schwerin (dpa/mv) - Neue Pläne zum Ausbau der Windkraftnutzung in Mecklenburg-Vorpommern stoßen auf Widerstand. Vor einer Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Westmecklenburg am Mittwochabend in Wismar hat das Aktionsbündnis Freier Horizont eine Demonstration vor dem Tagungsgebäude angekündigt. Die Verbandsversammlung will einen Beschluss zu neuen Windeignungsgebieten in der Region fassen. Sollten die Pläne verwirklicht werden, würden fast von jedem Punkt in Westmecklenburg am Horizont Windräder zu sehen sein, kritisierte das Aktionsbündnis am Dienstag. Dem widerspricht der Planungsverband. In den Unterlagen seien 5800 Hektar als Windeignungsgebiete vorgeschlagen, sagte Geschäftsstellenleiter Karl Schmude. Dies sei weniger als ein Prozent der Gesamtfläche. Hinzu kämen noch Teile bereits vorhandener Windparks, die sich nicht mit der neuen Gebietskulisse decken. Um welche Fläche es sich dabei handelt, konnte er nicht sagen. Zu dem neuen Gebietsvorschlag waren in einer ersten Beteiligungsrunde etwa 3000 überwiegend kritische Stellungnahmen eingegangen, wie Schmude sagte. Für die Verbandsversammlung am Mittwoch in Wismar sind Anträge gegen den Vorschlag angekündigt. So will Heiko Böhringer, Kreistagsabgeordnete aus Ludwigslust-Parchim, die Streichung eines mehr als 35 Hektar großen Windeignungsgebietes am Stadtrand von Ludwigslust erreichen. Es sei übersehen worden, dass die Kommune in der Nähe ein Wohngebiet plane, sagte er. Außerdem befinde sich dort ein Trinkwasserschutzgebiet. Die Karte der Windeignungsgebiete in den vier Regionalen Planungsregionen des Landes wird immer wieder überarbeitet. Westmecklenburg und Vorpommern verfügen, zum Teil nach Gerichtsurteilen, derzeit über keine gültige Ausweisung.

Mega-Expeditionsyacht in Stralsund: Kiellegung mit Kanzlerin

Stralsund (dpa/mv) ? Zwei Jahre nach der Übernahme durch die malaysische Genting-Gruppe ist auf den MV Werften am Standort Stralsund das erste Schiff ? eine Mega-Expeditionsyacht ? auf Kiel gelegt worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die zum Festakt in ihren Wahlkreis gereist war, erinnerte in ihrem Grußwort an die vielen «Auf und Abs» des Schiffbaustandortes Stralsund seit 1990. «Jetzt ist hier etwas entstanden, was ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht habe vorstellen können», sagte Merkel. Die Luxusyacht «Crystal Endeavor» mit einer Länge von 164 Meter und Passagierkabinen bis zu 105 Quadratmetern Größe wird für die zur Genting-Gruppe gehörende Reederei Crystal Yacht Expedition Cruises gebaut. Sie soll ab 2020 in den Polargebieten und tropischen Gewässern auf Fahrt gehen. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 350 Millionen Euro.

Nabu: Kreuzfahrtindustrie verbessert sich beim Umweltschutz

Hamburg (dpa) - Die Kreuzfahrtreedereien in Deutschland haben einer Auswertung des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) zufolge bei der Reduzierung von Schadstoffen einen Sprung nach vorn gemacht. Die «Aida Nova» von Aida Cruises mit Sitz in Rostock werde das erste Kreuzfahrtschiff weltweit sein, dass mit Flüssiggas (LNG) betrieben werden kann, stellte der Nabu am Dienstag in Hamburg heraus. Daher schaffte es die Reederei im diesjährigen Ranking auf den ersten Platz. Das Schiff mit mehr als 2600 Passagierkabinen sollte am Abend das Baudock bei der Papenburger Meyer Werft (Niedersachsen) verlassen und nach weiteren Arbeiten und Tests Mitte November an die Reederei übergeben werden. Flüssiggas gilt als umweltfreundlicherer Antrieb als Diesel oder Schweröl. «Jetzt sind auch die Wettbewerber gefragt, deutlich mehr in diesem Bereich zu investierten», mahnte der Leiter der Verkehrspolitik vom Nabu-Bundesverband, Dietmar Oeliger. Insgesamt sind dem Nabu, der 76 Kreuzfahrtschiffe untersuchte, immer noch zu viele Kreuzer ohne Abgastechnik oder ohne umweltfreundlichere Treibstoffe als Schweröl unterwegs. Es sei ein Skandal, dass im Jahr 2018 immer noch Schiffe auf den Markt kämen, die auf diesen Treibstoff ausgelegt seien, teilte Nabu-Bundeschef Leif Miller mit. Kreuzfahrtschiffe stoßen wie Handelsschiffe Abgase aus, darunter Stickoxide, Schwefel und Rußpartikel.

Ermittlungen gegen Neonazis nach Tumult eingestellt

Güstrow/Rostock (dpa/mv) - Nach einer Auseinandersetzung zwischen Rechten und Linken am Rande einer antirassistischen Kundgebung in Güstrow sind die Ermittlungen gegen 15 Neonazis eingestellt worden. Den Männern sei nicht mit der notwendigen Sicherheit nachzuweisen, dass sie den Tumult im Mai 2015 begonnen hätten, teilte die Staatsanwaltschaft Rostock mit. Zudem sei ihre Gruppe zu klein für eine Anklage wegen Landfriedensbruch gewesen. Peter Ritter von der Linksfraktion kritisierte die Entscheidung: «Was muss eigentlich noch passieren, bevor so etwas strafrechtlich verfolgt wird?» Zu dem Tumult war es gekommen, nachdem die Rechten auf die Flüchtlingskundgebung zugelaufen und Linke sich ihnen in den Weg gestellt hatten. Dabei wurden Ermittlungen zufolge von beiden Seiten auch Stühle geworfen. Drei Linke, darunter der «Feine Sahne Fischfilet»-Sänger Jan Gorkow, waren 2017 vor Gericht freigesprochen worden. Schon damals waren die Ermittlungen gegen die Neonazis Recherchen des NDR zufolge eingestellt worden. Dabei habe es sich um ein Versehen gehandelt, hatte die Staatsanwaltschaft erklärt.

Bewässerung entwendet: Integrationsarbeit behindert

Torgelow (dpa/mv) - Diebe gefährden derzeit die Integrationsarbeit beim FC Vorwärts Drögeheide in Torgelow (Kreis Vorpommern-Greifswald), der dafür bereits ausgezeichnet wurde. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, stahlen Unbekannte die einzigen Großflächenregner aus dem Stadion und dazu Rasenmäher, Motorsense und Werkzeug. «Das ist ein harter Verlust für einen so kleinen Verein», sagte der Vereinsvorsitzende Rene Samuel der Deutschen Presse-Agentur. Damit könne der Rasen in dem Stadion nicht mehr vernünftig bewässert, gepflegt und genutzt werden. Das Tor sei in der Nacht zu Dienstag aufgebrochen und die Gegenstände gestohlen worden. «Wir sind über so ein Vorgehen sehr enttäuscht», erklärte Samuel. Den Gesamtschaden schätzte er auf rund 4000 Euro. Vorwärts Drögeheide hatte 2016 den Integrationspreis des Deutschen Fußballbundes für seine Flüchtlingsarbeit bekommen und konnte sich so sein erstes Vereinsfahrzeug leisten. Der mit 70 Mitgliedern eher kleine Verein hat seine Plätze wenige Hundert Meter von einer größeren Flüchtlingsunterkunft entfernt und engagiert sich seit 2013 intensiv bei der Integration der Zuwanderer. «Wir haben drei Jugendmannschaften, in die wir die Leute integrieren», sagte Samuel.

Fahrraddiebstahl-Serie auf Usedom: Tatverdächtige geschnappt

Ahlbeck (dpa/mv) - Im Zusammenhang mit den stark gestiegenen Fahrraddiebstählen auf der Insel Usedom hat die Polizei drei Tatverdächtige gefasst. Die 18, 20 und 24 Jahre alten Männer wurden von Sondereinsatzkräften in der Nacht zu Dienstag in Ahlbeck (Kreis Vorpommern-Greifswald) kurz vor dem Grenzübergang nach Polen gestellt, wie ein Polizeisprecher in Anklam sagte. Alle drei Verdächtigen waren kurz nach Mitternacht mit gestohlenen Rädern unterwegs, bei einem der Männer wurde unter der Bekleidung ein Bolzenschneider als mögliches Tatwerkzeug gefunden. Die Polizei hatte das Trio nach Hinweisen von Betroffenen und Anwohnern im Visier. Zwei der Verdächtigen stammen aus Polen, einer aus der Ukraine. Auf der Ostseeinsel häufen sich seit dem Beginn der Sommersaison die Diebstähle bei hochwertigen Rädern, E-Bikes und Fahrradanhängern. Den Schaden durch den bandenmäßig organisierten Diebstähle schätzt die Polizei bereits auf rund 320 000 Euro, darunter mehr als 430 Räder. Die Polizei empfiehlt Urlaubern bereits, die Räder sicherheitshalber zum Strand mitzunehmen und nicht unbeaufsichtigt am Deich anzuschließen.

DGB fordert faire Löhne für Mitarbeiter der Tourismusbranche

Schwerin (dpa/mv) - Köche, Kellner und Zimmermädchen profitieren nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes bislang zu wenig vom Tourismusboom in Mecklenburg-Vorpommern. «Das Gastgewerbe im Norden macht gute Geschäfte, aber es verspielt die Zukunft, wenn die Arbeitsbedingungen nicht deutlich besser werden. Der Boom der Branche muss in Euro und Cent auch bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ankommen», forderte DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter am Dienstag in Schwerin. Er reagierte damit auf die am Vortag veröffentlichte Halbjahresbilanz der Tourismusbranche und den für 2018 erwarteten Gästerekord. Dabei war allerdings auch deutlich geworden, dass der Fachkräftemangel zunehmend zum Problem in der Branche wird. Ohne humane Arbeitsbedingungen und Tariflöhne würden aber immer mehr Stellen unbesetzt bleiben, mahnte Schlüter.