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Aktuelle Nachrichten

57-jähriger aus Stralendorf vermisst

Die Polizei in Hagenow bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung nach dem 57-jährigen Fred-Michael Klatt. Bereits seit dem 06.02.2019 wird der aus der Region Stralendorf stammende Mann vermisst. Hinweise zum Aufenthalt des Vermissten nehmen die Polizei in Hagenow oder die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock unter dem Notruf 110 entgegen. mehr...

Beisetzung von Leonie in Wolgast

Mecklenburg-Vorpommern ist erschüttert nach dem Tod der kleinen Leonie aus Torgelow. Das 6-jährige Mädchen war am 12. Januar nach Gewalteinwirkung gestorben. Am Samstag wurde der Leichnam der kleinen Leonie in Wolgast beigesetzt. mehr...

Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Brigitte-Reimann-Literaturhaus begeht 20-jähriges Jubiläum

Neubrandenburg (dpa/mv) - Entwicklungen in der Literaturszene will das Neubrandenburger Brigitte-Reimann-Literaturhaus im Jubiläumsjahr 2019 näher beleuchten. Anlass ist das 20-jährige Bestehen des Hauses, wie Leiterin Erika Becker am Montag sagte. Dabei werden unter anderem Autoren wie Elisa Ueberschär, Peggy Mädler und Franziska Gerstenberg erwartet. «Das Haus hat sich zu einem überregionalen Treffpunkt der Literaturszene entwickelt», sagte Becker. Im Vorjahr waren zu Lesungen und anderen Veranstaltungen rund 2500 literaturinteressierte Gäste gekommen. «Wir werden Autoren zu Gast haben, die ihre Erstlingswerke einmal bei uns vorgestellt haben und auch hören, woran sie inzwischen arbeiten«, erläuterte Becker. Dazu gehörten Mädler und Gerstenberg. Geplant ist zudem ein Abend, bei dem die Arbeit Reimanns (1933-1973)(«Franziska Linkerhand») mit dem Schaffen ihres Zeitgenossen Hans-Werner Richter (1908-1993) verglichen werden soll. Das Literaturhaus steht auf dem Grundstück, auf dem Reimann in ihren letzten Jahren gelebt hatte. Das alte Reimann-Haus war zuvor beim Versuch, es zu sanieren, unerwartet eingestürzt. In der Folge wurde neu gebaut. Die Neueröffnung war am 20. Februar 1999. Das Haus ist auch Sitz des Literaturzentrums, das etliche Nachlässe von Autoren beherbergt. Als Erste wird an diesem Mittwoch Schauspielerin Ines Burdow mit «Liebe, hab dich gut» gastieren. Es basiert auf dem Briefwechsel der Schriftstellerin Christa Wolf (1929-2011).

Unfall bei Kobrow: Insassen noch in Lebensgefahr

Kobrow (dpa/mv) - Nach dem schweren Unfall am Sonntag bei Kobrow unweit von Sternberg (Ludwigslust-Parchim) schweben die beiden Autoinsassen weiter in Lebensgefahr. Wie ein Polizeisprecher am Montag in Rostock sagte, handelt es sich um den 33 Jahre alten Fahrer und einen 33-jährigen Beifahrer, die beide aus der Region stammen. Sie waren am Sonntagnachmittag mit einem nicht mehr zugelassenen Auto auf der Landesstraße 91 vermutlich deutlich zu schnell unterwegs. Der Wagen wurde aus einer Kurve getragen, stieß mit der Beifahrerseite gegen einen Straßenbaum, durchbrach einen Zaun und prallte frontal gegen eine weiteren Baum. Das Auto blieb auf der Beifahrerseite am Baum liegen. Beide Insassen seien bewusstlos geborgen worden. Unklar sei, ob der Fahrer überhaupt einen Führerschein besaß.

Gärtnereien verkaufen erste Primeln

Barth (dpa/mv) - Weil die richtige Winterkälte weiter auf sich warten lässt, hat in den Gärtnereien bereits die Frühlingssaison begonnen. «Wir haben 400 000 Primeln, die ersten gehen die Tage raus», sagte die Betriebsleiterin von Nordflor Gartenbau, Heike Ludwig, in Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen). «Die größte Menge wird nächste Woche rausgehen.» Hinzu kämen noch einmal 100 000 Stiefmütterchen, die wegen des Wetters ebenfalls zu blühen beginnen. Zunächst liefere Nordflor an Großhändler. Ludwig rechnet aber damit, dass der Einzelhandel in den kommenden Tagen nachziehe. Die Frühjahrssaison macht in dem Betrieb ein gutes Drittel des Jahresgeschäfts aus.

Wahlhelfer dringend gesucht: Erst die Hälfte ist an Bord

Rostock (dpa/mv) - Langsam rücken die Wahlen Ende Mai in den Blickpunkt der Parteien: Dann stehen die Wahl zum Europaparlament sowie die Gemeinde- und Stadtrats-, Bürgerschafts- und Kreistagswahlen an. Auch in den sechs großen Städten des Landes laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Suche nach Wahlhelfern - und da gibt es rund 100 Tage vor dem Wahltermin am 26. Mai noch gut zu tun, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Insgesamt sind zur Kontrolle der Wahl und zur Auszählung der Stimmen am Abend 4130 Freiwillige nötig. In einer ersten Auswahlrunde haben sich bislang rund 2000 Frauen und Männer gemeldet.

Steigende Strompreise könnten viele alte Windräder retten

Hamburg (dpa) - Für mehrere Tausend Windräder in Deutschland steht der weitere Betrieb in den nächsten Jahren auf der Kippe. Sie stammen aus der Pionierzeit der Windenergie und wurden in den Jahren ab 2000 errichtet. Üppige Förderungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) lösten damals einen ersten Boom aus und brachten die Windenergie nach vorn. Doch nach 20 Jahren läuft die EEG-Förderung aus. Die alten Anlagen, die nach heutigen Maßstäben nicht sehr effizient arbeiten und über wenig Leistung verfügen, müssten mit dem Marktpreis für Strom auskommen, ohne zusätzliche Subvention. Bislang gingen die meisten Experten davon aus, dass bis 2023 bis zu 14 000 Megawatt installierte Leistung wegfallen können, weil die alten Windkraftanlagen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind. Das wäre immerhin ein Viertel der gegenwärtig installierten Windenergie-Leistung an Land. Sie könnte nicht vollständig ersetzt werden: Viele der Standorte der alten Windräder sind heute nicht mehr genehmigungsfähig, weil sich gesetzliche Regelungen verändert haben, etwa der erforderliche Abstand zur Wohnbebauung. Die vorgesehenen Ausbau-Korridore für die Windkraft an Land sind ohnehin schmal, die Genehmigungen für neue Anlagen sinken stark. Der Windenergie an Land droht ein Rückgang, ihr Beitrag zur Energiewende könnte schrumpfen. Doch nun kommt Rückenwind vom Markt. «Der Strompreis ist kräftig gestiegen und damit gibt es auch einen stärkeren Anreiz vom Markt, die Anlagen weiter zu betreiben», sagt Fabian Huneke von der Fachberatung Energy Brainpool. Mit einem Erlös von 3,5 Cent je Kilowattstunde könnten nach seiner Einschätzung viele der alten Windkraftwerke am Markt bleiben. Aktuell liegt der Börsenpreis für Strom bei 4,5 Cent je Kilowattstunde, also ein gutes Stück darüber. Das ist vor allem auf einen höheren Preis für das Klimagas CO2 zurückzuführen. Für die nächsten Jahre lässt sich der Strompreis nicht vorhersagen, doch der geplante Ausstieg aus der Kohleverstromung dürfte eher preistreibend wirken. Zudem können größere Windmüller ihre Erträge über Finanzinstrumente absichern oder den Strom per Direktvertrieb zu festen Preisen vermarkten, um ihre Erlöse zuverlässig planen zu können und nicht vollständig von den Schwankungen des Strompreises abhängig zu sein. Andere Experten sind skeptisch. Um eine alte Anlage weiter zu betreiben, müsse der Windmüller zunächst einmal per Gutachten die Betriebs- und Standsicherheit nachweisen, sagt Jürgen Quentin von der Fachagentur Windenergie an Land. Das koste erst einmal mehr als 10 000 Euro und sei eine Hürde. Und dann komme es sehr auf den Standort an: «Mit 3,5 Cent je Kilowattstunde kann ein guter Standort an der Küste klarkommen, aber tiefer im Binnenland sieht das vielleicht ganz anders aus.» Für die Stromkunden ist es wichtig, ob die alten Anlagen in Betrieb bleiben oder aus dem Markt gehen. Neue Windräder mit der gleichen Leistung benötigten zur Produktion der gleichen Strommengen bis zu 1,7 Milliarden Euro zusätzliche Erlöse, hat der Düsseldorfer Öko-Stromanbieter Naturstrom ausgerechnet. «Jedes alte Windrad, das ab 2021 ohne technische Notwendigkeit stillgelegt wird, führt zu vermeidbaren Kosten für die Allgemeinheit», sagt Vorstand Oliver Hummel. «Denn es erhöht den Investitionsbedarf in neue Anlagen.» Alte Anlagen sind bezahlt und abgeschrieben, sie produzieren günstigen Strom. Die neuen Anlagen würden teils über das EEG finanziert und müssten zwangsläufig den ohnehin sehr hohen Strompreis in Deutschland weiter in die Höhe treiben. Der Betrag von 1,7 Milliarden Euro beschreibt allerdings die schlechteste Variante. In der Realität wird es weniger sein. Ohne Antwort ist auch noch die Frage, wie mehrere Tausend Windräder in Deutschland zurückgebaut und umweltgerecht entsorgt werden können. Damit beschäftigen sich einige Entsorgungs- und Recyclingfirmen, aber eine optimale Lösung ist noch nicht in Sicht. Während heute die Ingenieure bei der Konstruktion einer Anlage auch den Abbau und das Recycling gleich mitbedenken, war das vor 20 Jahren noch nicht Standard. So gibt es nun etliche Probleme beim Rückbau, von den Rotorblättern aus widerstandsfähigen Kunststoffen bis tief in den Boden, wo massive Stahlbaufundamente liegen.

Höhere Strompreise: Alte Windanlagen könnten weiterlaufen

Hamburg (dpa) - Die hohen Börsenpreise für Strom könnten den Betrieb alter Windkraftanlagen ermöglichen, die von der Abschaltung bedroht sind. Nach Einschätzung von Experten könnten viele Altanlagen, die demnächst nach 20 Jahren aus der Förderung herausfallen, mit Erlösen von 3,5 Cent je Kilowattstunde weiter betrieben werden. Der aktuelle Marktpreis für Strom liegt mit 4,5 Cent je Kilowattstunde darüber. Andererseits stehen die alten Anlagen an Standorten unterschiedlicher Qualität; nicht für alle der Anlagen sind 3,5 Cent ausreichend. Wegen der auslaufenden Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz könnten in den nächsten Jahren mehrere Tausend Windkraftanlagen stillgelegt werden, die rund ein Viertel der gesamten Wind-Leistung an Land ausmachen. Um die gleichen Strommengen mit neuen Windrädern zu erzeugen, müssten die Erlöse der Betreiber um bis zu 1,7 Milliarden Euro höher liegen, hat der Öko-Stromanbieter Naturstrom AG errechnet. Das würde die EEG-Umlage und damit auch die Strompreise für die Endverbraucher weiter in die Höhe treiben.

Koalitionsausschuss kommt erstmals 2019 zusammen

Schwerin (dpa/mv) - Der Koalitionsausschuss von SPD und CDU in Mecklenburg-Vorpommern kommt heute in Schwerin zu seinem ersten Treffen im neuen Jahr zusammen. Dabei soll es um Geld gehen. Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) stellt den Spitzen der Koalition den Haushaltsabschluss 2018 vor, wie Regierungssprecher Andreas Timm sagte. Nach der positiven Steuerschätzung im vergangenen Herbst ist erneut ein Überschuss zu erwarten. Ob er so hoch ausfällt wie 2017, bleibt allerdings abzuwarten. Das Jahr 2017 hatte das Land mit einem Rekordplus von 327 Millionen Euro abgeschlossen.

Kreistag befasst sich mit Bauen im Schilf auf Usedom

Greifswald (dpa/mv) - Die Kreistagsabgeordneten von   Vorpommern-Greifswald sollen sich heute mit dem angeblich rechtswidrigen Bau von Ferienhäusern auf der Insel Usedom befassen. Die SPD-Fraktion will, dass der Kreistag die Handlungsweise des Landkreises Vorpommern-Greifswald und des Amtes Usedom-Süd missbilligt. Es geht um mehrere Ferienhäuser am Nepperminer und Balmer See. Für diese soll im geschützten Schilfgürtel Boden aufgeschüttet und eine Spundwand errichtet worden sein. Eines der Häuser gehört dem CDU-Innenminister Lorenz Caffier. Er hält das Vorgehen der SPD-Kreistagsfraktion für Wahlkampf. Im Mai werden die Kommunalvertretungen neu gewählt. Zudem gibt es bereits eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen Caffier und dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Günther Jikeli. Es geht um den Begriff des rechtswidrigen Bauens und um Akteneinsicht.  

Bendlin gewinnt knapp Bürgermeister-Stichwahl in Sanitz

Sanitz (dpa/mv) - Der Christdemokrat Enrico Bendlin ist neuer Bürgermeister der Stadt Sanitz (Landkreis Rostock). Der 38 Jahre alte CDU-Kandidat setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag mit 53 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp gegen den Einzelbewerber Andreas Raatz durch, wie die Wahlleitung am Abend mitteilte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 50 Prozent. Es war die erste hauptamtliche Bürgermeisterwahl 2019 in Mecklenburg-Vorpommern, zu der vor zwei Wochen fünf Bewerber angetreten waren. Die Wahl war nötig, weil der langjährige Verwaltungschef Joachim Hünecke (FDP) aus Altersgründen aufhört. Sanitz ist vor allem wegen seiner Flugabwehrraketeneinheit der Bundeswehr und wegen des Bundesforschungsinstituts für Pflanzenzüchtung im Ortsteil Groß Lüsewitz bekannt. In der Stadtvertretung, die im Mai zusammen mit der Europawahl neu bestimmt wird, hat bisher die CDU mit 51 Prozent die Mehrheit.

Drogenhandel: Prozess gegen mutmaßliche Führungsfigur

Neubrandenburg (dpa/mv) - Am Landgericht Neubrandenburg beginnt heute ein weiterer Prozess wegen Drogenhandels in größerem Stil. Angeklagt wird ein 30 Jahre alter Mann aus Waren an der Müritz, der mit Komplizen eine etwa zehnköpfige Bande gebildet haben soll, die im Juni 2018 bei einer Großrazzia aufgeflogen war. Die Kammer hatte zwei andere Haupttäter der Gruppe Ende 2018 nach Geständnissen und einem «Deal» zu Haftstrafen von vier und drei Jahren verurteilt. Das Verfahren gegen den 30-Jährigen, der im Gegensatz dazu nicht gestand, war abgetrennt worden. Alle drei sitzen seit Juni in U-Haft. Die «Bekannten» hatten gestanden, von Mitte 2017 bis Juni 2018 fast 26 Kilogramm Marihuana, Amphetamine, Kokain, Ecstasy-Pillen und Präparate zum Muskelaufbau besorgt zu haben, um damit zu handeln. Ein Großteil wurde bei der Großrazzia an der Mecklenburgischen Seenplatte, in Nordbrandenburg und Hamburg beschlagnahmt.

Neuer Lernort für Schüler im früheren DDR-Polizeigefängnis

Berlin (dpa) - Das einstige DDR-Polizeigefängnis in Berlin wird ab Montag nach jahrelanger Hängepartie zum Lernort für Schüler. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) eröffnet die Erinnerungsstätte (11.00 Uhr) nahe dem Alexanderplatz. Junge Menschen können sich dort künftig laut Senatorin mit staatlicher Willkür und Repression in der DDR auseinandersetzen. Daneben sind Führungen für interessierte Besucher durch das Gebäude geplant. Seit Jahren wurde um die Nutzung des mehrgeschossigen Baus gerungen. Der rot-rot-grüne Senat hatte im Vorjahr beschlossen, dass das Gefängnis zu einem Erinnerungsort für alle ausgebaut werden soll. Nach früheren Angaben der Bildungsverwaltung ist ein für die gesamte Öffentlichkeit zugänglicher Geschichtsort erst ab 2022/23 realistisch. Dafür müssten Millionen Euro in die Hand genommen werden. Zunächst wurde nun eine Etage des mehrgeschossigen Baus an der Keibelstraße hergerichtet. Ursprünglich sollten schon im Dezember erste Schulklassen kommen. Das frühere DDR-Polizeipräsidium mit seinem Gefängnistrakt war berüchtigt und gefürchtet. Auch der Maler Norbert Bisky, Rock-Musiker Tony Krahl, die Mutter des letzten erschossenen DDR-Flüchtlings Chris Gueffroy, Karin Gueffroy, und der Journalist Alexander Osang wurden in der Keibelstraße «zur Klärung eines Sachverhalts» verhört. Bei der Vorstellung der Pläne im August 2018 hieß es, vorrangig Schüler ab Klasse neun könnten sich in Seminaren und bei Projekttagen zu Volkspolizei, Widerstand und Opposition informieren. Maximal zwei Lerngruppen pro Tag könne der Ort verkraften. Das Gefängnis war laut Bildungsverwaltung für rund 200 Häftlinge ausgelegt, es gab Ende der 1970er Jahre etwa 130 Zellen. Häftlinge wurden von hier auf andere Gefängnisse verteilt.

Flybmi-Insolvenz: Rostock-Laage bleibt betriebsbereit

Rostock (dpa/mv) - Nach der Insolvenz der britischen Regional-Fluggesellschaft Flybmi bleibt der Flughafen Rostock-Laage betriebsbereit. Darauf wies die Geschäftsführung des Airports am Sonntag in. Der Flugbetrieb sei sichergestellt. «Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass mittelfristig die erfolgreiche Strecke von Rostock nach München durch eine andere Airline ersetzt werden kann und damit der Geschäftsreisebetrieb für die Unternehmen der Region wieder sichergestellt wird», teilte Flughafen-Chefin Dörthe Hausmann mit. Von Laage aus hatte die Airline 2018 den Angaben zufolge 38 439 Passagiere von und nach München befördert. Hausmann bezeichnete die langjährige Zusammenarbeit mit Flybmi rückblickend als «äußerst gut».

Fünf Menschen bei Unfällen verletzt: Zwei in Lebensgefahr

Kobrow/Wismar (dpa/mv) - Bei zwei Unfällen am Sonntag sind im Westen Mecklenburg-Vorpommerns fünf Menschen verletzt worden, zwei von ihnen waren in Lebensgefahr. Wie ein Polizeisprecher in Rostock erklärte, ereigneten sich die Unfälle nahe Kobrow bei Sternberg (Ludwigslust-Parchim) und auf der Autobahn 20 bei Zurow (Nordwestmecklenburg). Bei Kobrow sei ein Auto auf der Landesstraße 91 frontal gegen einen Baum gefahren. Beide Insassen wurden bewusstlos aus dem Wagen geborgen und mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine Klinik gebracht. Details wie die Unfallursache oder Schadenshöhe waren noch unklar. Bei Zurow auf der A20 fuhren in Richtung Lübeck drei Fahrzeuge im sonntäglichen Rückreiseverkehr ineinander. Ein Autofahrer sei vom Unfallort geflüchtet und werde gesucht, sagte der Polizeisprecher. Dabei wurden mindestens drei Autoinsassen verletzt, die Sperrung dauerte mehrere Stunden und es bildete sich am Ende der Winterferien ein etwa fünf Kilometer langer Stau.

Polizei erwischt Jugendliche beim S-Bahnsurfen in Rostock

Rostock (dpa/mv) - Drei Jugendliche sind am Samstag in Rostock von der Polizei beim S-Bahnsurfen erwischt worden. Die 14- und 15-Jährigen seien bei einer S-Bahn außerhalb des Zuges von der Station Evershagen bis Bramow und dann bei einer anderen S-Bahn weiter in Richtung des Rostocker Hauptbahnhofs mitgefahren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Demnach gelang es den Jugendlichen zunächst zu flüchten, bevor sie an der S-Bahnstation Holbeinplatz von der Polizei gefasst wurden. Die drei waren den Angaben zufolge alkoholisiert und hatten zuvor an der S-Bahnhaltestelle Bramow einen Mülleimereinsatz auf die Gleise geworfen.

Wetterdienst: Nach Vorfrühling zieht wieder Regen auf

Hamburg/Rostock (dpa/lno) - Das frühlingshafte, sonnige Wetter setzt sich im Norden fort. «Am Montag heiter, im Norden zeitweise wolkig», kündigte der Deutsche Wetterdienst am Sonntag für Hamburg und Schleswig-Holstein an. Die Temperaturen sollen zwischen 8 Grad auf Sylt und 13 Grad in Hamburg liegen. «Sonnig und trocken» lautete die Erwartung für Mecklenburg-Vorpommern - bei Temperaturen von 9 bis 12 Grad. In der Nacht zum Dienstag sollen von der Nordsee her Wolken und nachfolgend etwas Regen aufziehen, so dass es zeitweise regnen kann. Auch bis nach Rügen soll es bewölkt werden und tagsüber gebietsweise leichten Regen geben.

Insolvenz der britischen Airline Flybmi trifft Rostock-Laage

Rostock/London (dpa/mv) - Der Flughafen Rostock-Laage wird erneut von einer Insolvenz getroffen: Die britische Regional-Fluggesellschaft Flybmi hat wegen des Brexits Insolvenz angemeldet. Alle Flüge wurden mit sofortiger Wirkung gestrichen, teilte die Airline am Samstagabend auf ihrer Webseite mit. Zuvor hatte die Insolvenz der Berliner Fluggesellschaft Germania für den Flughafen massive Folgen, denn sie brachte etwa die Hälfte der rund 296 000 Passagiere. Für die 199 Mitarbeiter des größten Airports im Nordostens Deutschlands war Kurzarbeit angekündigt worden. Er war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Flybmi hat mit 17 Maschinen Flüge zu mehr als 20 europäischen Zielen angeboten. Neben Rostock-Laage flog die Airline in Deutschland auch Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München, Nürnberg und Saarbrücken an. «Die Herausforderungen, insbesondere durch den Brexit, erwiesen sich als unüberwindlich», wird ein Flybmi-Unternehmenssprecher zitiert. Die Airline absolvierte im vergangenen Jahr 29 000 Flüge mit 522 000 Passagieren.

Koalitionsausschuss kommt erstmals 2019 zusammen

Schwerin (dpa/mv) - Der Koalitionsausschuss von SPD und CDU in Mecklenburg-Vorpommern kommt an diesem Montag in Schwerin zu seinem ersten Treffen in diesem Jahr zusammen. Dabei soll es um Geld gehen. Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) stellt den Spitzen der Koalition den Haushaltsabschluss 2018 vor, wie Regierungssprecher Andreas Timm sagte. Nach der positiven Steuerschätzung im vergangenen Herbst ist erneut ein Überschuss zu erwarten. Ob er so hoch ausfällt wie 2017, bleibt allerdings abzuwarten. Jenes Jahr hatte das Land mit einem Rekordplus von 327 Millionen Euro abgeschlossen. Das Plus lag damit noch einmal gut 70 Millionen Euro über dem von 2016. Beigetragen hatten zum Jahresüberschuss Steuer-Mehreinnahmen von fast 182 Millionen Euro und geringere Ausgaben als im Landesetat veranschlagt. Im Koalitionsausschuss am Montag dürfte über die Verwendung des Überschusses aus 2018 beraten werden. Vor einem Jahr hatten die Koalitionäre beschlossen, 190 Millionen Euro aus dem 2017er Überschuss zum Schuldenabbau zu nutzen. Jeweils zweistellige Millionenbeträge flossen in den Strategiefonds zur Finanzierung von Leuchtturmprojekten, in die Digitalisierung sowie in Kita und Polizei. Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Simone Oldenburg, schlug vor, aus dem Überschuss die Gehälter der Grundschullehrer auf das Niveau ihrer Kollegen an den weiterführenden Schulen anzuheben. Dies sei lange überfällig, sagte die Oppositionspolitikerin. Die Kosten dafür bezifferte sie auf acht bis zehn Millionen Euro jährlich. Außerdem sollten ihrer Auffassung nach die Kommunen einen Zuschlag bekommen, um neben ihren gesetzlich vorgeschrieben Pflichtaufgaben auch freiwillige Leistungen finanzieren zu können. Diese machten das Leben erst aus.

Volleyball-Meister SSC Schwerin bleibt auswärts ungeschlagen

Vilsbiburg (dpa/mv) - Der deutsche Volleyball-Meister SSC Palmberg Schwerin bleibt in der Bundesliga auswärts ungeschlagen. Die Mecklenburgerinnen gewannen am Samstagabend vor 1561 Zuschauern bei den Roten Raben Vilsbiburg nach 82 Spielminuten glatt mit 3:0 (26:24, 25:21, 25:19 und feierten eine gelungene Generalprobe vor dem Champions League-Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen den polnischen Vizemeister LKS Commercecon Lodz. Nach dem siebten Ligasieg in Serie sind die Schwerinerinnen weiter die ärgsten Verfolgerinnen von Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart, der dem SSC Ende Dezember die bislang einzige Saison-Niederlage in der Bundesliga zugefügt hat. Die ungeschlagenen Schwäbinnen haben nach 17 Spielen der Hauptrunde 49 Punkte auf dem Konto, Schwerin folgt mit drei Punkten Rückstand deutlich vor dem SC Potsdam (33). Der SSC ließ auch im bereits dritten Aufeinandertreffen mit den Roten Raben in dieser Saison keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. «Wir konnten noch so gut aufschlagen, die Annahme bei Schwerin war einfach da», sagte Raben-Trainer Timo Lippuner. Im Achtelfinale des DVV-Pokals und im Hinspiel in der Bundesliga hatte es ebenfalls klare 3:0-Erfolge für das Meisterteam gegeben. Zur besten SSC-Spielerin wurde die niederländische Nationalspielerin Britt Bongaert gewählt. Die meisten Punkte für den deutschen Rekordmeister holten McKenzie Adams, Kimberly Drewniok und Beta Dumancic (je 11) sowie Lauren Barfield (10).

Brand in Mehrfamilienhaus in Schwerin: Zwei Leichtverletzte

Schwerin (dpa/mv) - In einem Mehrfamilienhaus in Schwerin ist am Sonntagmorgen ein Brand ausgebrochen. Zwei Menschen seien dabei leicht verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Brandursache war den Angaben zufolge zunächst unklar. Ausgebrochen sei das Feuer vermutlich im Dachstuhl des Hauses, hieß es.

Bauen im Schilf beschäftigt Kreistag in Greifswald

Greifswald/Schwerin (dpa/mv) - Der Vorwurf der SPD-Fraktion im Kreistag von Vorpommern-Greifswald hat es in sich: Im geschützten Schilfgürtel am Nepperminer See auf Usedom soll Boden aufgeschüttet worden sein, um darauf private Ferienhäuser zu bauen. Etwa 800 Quadratmeter geschütztes Schilfbiotop seien vernichtet worden. Zu den neuen Grundstückseignern gehört Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag, Günther Jikeli, spricht von rechtswidrigem Baurecht, das vom Amt Usedom-Süd und dem damaligen Landkreis Ostvorpommern geschaffen wurde. Wegen dieser Formulierung habe Caffier ihn im Januar vor dem Landgericht Stralsund verklagt. Jikeli habe jetzt beantragt, die Klage abzuweisen. Es seien Kopien von Dokumenten aufgetaucht, die den Innenminister weiter belasten. Am Montag soll sich der Kreistag in Greifswald mit dem Thema befassen.