18. Juli 2026 – dpa
Der Brand im Müritz-Nationalpark wurde eingekesselt. Einzelne Rauchsäulen sind zu sehen. Mit welchen Maßnahmen es weitergeht.
Das Feuer im Müritz-Nationalpark ist laut Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eingekesselt worden. Es wurden sogenannte Wasserriegel aufgestellt, wie der Landkreis mitteilte.
Diese bewässern den Boden und die Bäume auf der Waldfläche, die bisher nicht brennt. Somit verhindern die Wasserriegel, dass das Feuer sich weiter ausbreiten kann. Das Bewässern wurde am Abend kontinuierlich fortgesetzt.
Der Brand auf rund 388 Hektar Fläche wird aktuell von 370 Einsatzkräften bekämpft, wie der Landkreis mitteilte. Ein Löschhubschrauber hatte die Rettungskräfte erfolgreich unterstützt, er beendete seinen Einsatz.
Einzelne Rauchsäulen seien noch zu sehen, es würden aber weniger. Laut Kreissprecher bedeuten weniger Rauchsäulen auch weniger Feuer und Glut. Der Landkreis rief Urlauber und Touristen auf, das Gebiet weiträumig zu meiden.
Den Angaben zufolge sind zwei Wasserwerfer der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern und eine Spezialeinheit zur Brandbekämpfung aus Niedersachsen angefordert worden. Mit diesen Fahrzeugen könne auch in dichtem Rauch gearbeitet werden. Die Spezialeinheit startete am Abend in den Einsatz.
Die Löscharbeiten sind erschwert, weil im Brandgebiet ein ehemaliges Truppenübungsgelände liegt. Die aktive Brandbekämpfung erfolgt deswegen im Osten des Gebiets, da es in den anderen Abschnitten aufgrund der Munitionsbelastung zu gefährlich sei. In der Nähe dieser Bereiche sei teilweise zu hören, wie Patronen explodieren, sagte der Pressesprecher des Landkreises.