09. Oktober 2026 – dpa

2. Fußball-Bundesliga

0:1 in Braunschweig: Kieler Sieglos-Serie geht weiter

Braunschweig hatte in dieser Saison erst ein Spiel gewonnen, Kiel noch gar keins. Am Ende verlor Holstein selbst dieses Krisenduell. Was heißt das für den Trainer?

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Im Zweikampf: Fabio Di Michele Sanchez von Eintracht Braunschweig (r) und Adrian Kapralik von Holstein Kiel., Foto: Swen Pförtner/dpa

Holstein Kiel und Trainer Tim Walter geraten in der 2. Fußball-Bundesliga immer stärker unter Druck. Der ehemalige Erstligist verlor auch das Krisenduell bei Eintracht Braunschweig mit 0:1 (0:1) und ist nach sieben Spielen als einziges Team der Liga weiter sieglos.

Jan Urbich brachte die Eintracht schon in der elften Minute nach einem schweren Kieler Abwehrfehler in Führung. Die Braunschweiger beendeten vor 21.010 Zuschauern eine Serie von sechs Pflichtspielen ohne Sieg.

Fragen nach Walters Jobsicherheit hatte der Kieler Geschäftsführer Olaf Rebbe vor dem Spiel noch mit einem Scherz abgetan. Auf die Frage, ob er über den Trainer nachdenke, sagte der Sportchef in einem Sky-Interview: «Ich denke jeden Morgen über ihn nach, wenn ich ihm einen Kaffee bringe.»

Doch Holstein gab auch in Braunschweig ein besorgniserregendes Bild ab. Die Mannschaft spielte so verunsichert und fehleranfällig, als hätte es die lange Länderspiel-Pause nicht gegeben.

Schon in der dritten Minute fiel ein erstes Braunschweiger Tor, das nach Einsatz des Videobeweises wieder zurückgenommen wurde. Mittelstürmer Urbich stand in dieser Szene im Abseits. Nur acht Minuten später traf der 22-Jährige aber, nach einem missglückten Rückpass des Kieler Verteidigers Ivan Nekic.

Kieler Fehler im Spielaufbau gab es einige, doch die Eintracht spielte ihre Umschaltmöglichkeiten sehr unsauber aus. Selbst wurde Holstein vor der Pause nur einmal gefährlich: Da köpfte Nekic nach einem Freistoß über das Tor (30.).

Nach der Pause verpassten die Braunschweiger Fabio Di Michele Sanchez (47.) und Aaron Opoku (63.) jeweils das 2:0. Trotzdem gelang es den Kielern jetzt zum ersten Mal, die Gastgeber ein wenig unter Druck zu setzen. Beste Aktion war ein schöner Abschluss von Adrian Kapralik, der noch abgeblockt wurde (73.).

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