17. September 2026 – dpa
Die A1 ist eine vielbefahrene Verbindung zwischen der Ostseeregion und dem Westen Deutschlands. Am kommenden Wochenende gibt es auf dem Hamburger Abschnitt ein massives Hindernis in Richtung Süden.
Die Ostumfahrung Hamburgs auf der A1 wird an diesem Wochenende in Richtung Bremen gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stillhorn und Harburg, wie die Autobahn GmbH Nord mitteilte. Die Sperrung beginnt am Freitagabend um 22.00 Uhr und soll am Montagmorgen vor 5.00 Uhr enden. Die Autobahn wird von vielen Reisenden aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Skandinavien genutzt, um über die Elbe nach Niedersachsen zu kommen.
«Es muss mit erheblichen Verkehrseinschränkungen gerechnet werden», hieß es. Reisende in Richtung Süden sollten Hamburg großräumig umfahren. Die empfohlene Umleitung geht vom Kreuz Lübeck über die A20 bis Bad Segeberg und von dort über die B206 zur A7 (Flensburg-Hamburg) bei Bad Bramstedt.
Örtlich können Autofahrer über die parallel zur A1 verlaufende B75 ausweichen. Allerdings dürften die Verbindungsstraßen von den Anschlussstellen Stillhorn zur B75 und von dort zur Anschlussstelle Harburg überlastet sein.
Die Süderelbbrücke der A1 ist marode und muss erneuert werden. An diesem Wochenende sollen Vorbereitungen für den Neubau erledigt werden. Geplant sind nach Angaben der Autobahn GmbH Straßenbauarbeiten sowie Arbeiten an den Spundwänden und Entwässerungsanlagen. Der Planfeststellungsbeschluss wird gegen Ende des Jahres erwartet.
Auch die Brücke der A1 über die Norderelbe ist nicht mehr voll nutzbar. Lastwagen, die aus dem Hamburger Stadtgebiet oder dem Hafen kommen, dürfen am Kreuz Norderelbe nicht mehr direkt Richtung Lübeck/Berlin abbiegen, sondern müssen erst Richtung Bremen fahren um an der Anschlussstelle Harburg zu «wenden». Da diese südlich der Sperrung liegt, werden Lastwagen verstärkt die Anschlussstelle Stillhorn nutzen.
Gesperrt ist am Wochenende auch die Köhlbrandbrücke. Nach Angaben der Verkehrsbehörde finden von Freitagabend (21.00 Uhr) bis Montagmorgen (5.00 Uhr) planmäßige Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten statt. Erst am vergangenen Wochenende war die Querung über den Köhlbrand, wie die Süderelbe kurz vor ihrer Mündung in die Norderelbe heißt, gewartet worden.
Für das letzte Septemberwochenende müssen sich Autofahrer erneut auf eine große Autobahnsperrung in Hamburg einstellen. Vom 25. bis zum 28. September wird die A7 zwischen dem Dreieck Hamburg-Südwest und Hamburg-Stellingen voll gesperrt. Während der Vollsperrung soll die Fertigstellung des Ausbauabschnitts südlich des Elbtunnels gefeiert werden.
Die Hochstraße Elbmarsch - so heißt die rund vier Kilometer lange Konstruktion auf Stützpfeilern - wurde von sechs auf acht Spuren erweitert. Die Verkehrsfreigabe soll mit Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) am Samstag (26. September) gefeiert werden. Tatsächlich darf der Verkehr aber erst am Montagmorgen (28. September) über den Abschnitt rollen. Grund seien weitere geplante Arbeiten im Bereich Altona, wo ein Lärmschutztunnel errichtet wird.
Für Ende September hat die Autobahn GmbH eine weitere Verkehrsfreigabe angekündigt. Die Bauarbeiten auf der A25 Geesthacht - Hamburg zwischen dem Kreuz Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Neuallermöhe-West sollen dann beendet sein und der Verkehr auf der wichtigen Pendlerstrecke wieder ungehindert fließen.