07. August 2026 – dpa
Vielerorts in Hamburg wird der Straßenverkehr durch Baustellen behindert. Wie die CDU mit Bonus-Malus-Regeln und neuen Vorgaben für Baufirmen den Verkehr auf Hamburgs Straßen entlasten will.
Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft will die Belastungen des Straßenverkehrs durch Baustellen reduzieren. So müssten «Geisterbaustellen», an denen an mindestens drei aufeinanderfolgenden Werktagen nicht gearbeitet werde, systematisch erfasst werden, heißt es in einem Antrag für die erste Sitzung des Landesparlaments nach der Sommerpause am 2. September.
Auch soll es regelhaft «bei allen verkehrlich besonders relevanten Baustellen, insbesondere auf Hauptverkehrsstraßen, Busachsen und an zentralen Knotenpunkten» ein Zwei- oder Mehrschichtbetrieb geben. Zudem sollen Baubetriebe, die ihre Arbeiten schneller erledigen, einen Bonus erhalten, während sie bei verspäteter Fertigstellung zur Kasse gebeten werden sollen.
Bisher sei das viel zu selten der Fall, bemängelte CDU-Fraktionschef Dennis Thering. «Seit Jahren versprechen Bürgermeister Tschentscher und sein rot-grüner Senat, dass Baustellen in Hamburg endlich besser aufeinander abgestimmt werden sollen, doch in der Realität passiert das weiterhin nicht», sagte Thering der Deutschen Presse-Agentur.
Auf vielen parallelen Straßen würden gleichzeitig Baustellen eingerichtet, «so dass Pendler im Bus oder eigenen Pkw täglich enorme Geduld und Nerven aufbringen müssen». Besonders gravierend sei, dass der Senat zentrale Kennzahlen zum Baustellenbetrieb nicht einmal erhebe, wie schriftliche Kleine Anfragen aus seiner Fraktion ergeben hätten.
So blieben Geisterbaustellen tagelang unbemerkt und blockierten den Verkehr, sagte Thering. «Wenn Bonus-Malus-Regelungen und Mehrschichtbetrieb nur im Promillebereich genutzt werden, kann keine Entlastung entstehen.» Mit dem Antrag wolle die CDU erreichen, dass «eine echte Baustellenkoordination sichergestellt wird, die Hamburgs Straßen spürbar entlastet.»