24. Juli 2026 – dpa

Heavy-Metal-Festival

Das kleine Wacken bereitet sich auf 85.000 Metalfans vor

Bereits ab dem Wochenende dominiert im beschaulichen Wacken wieder Schwarz. Ab Sonntag dürfen Metalfans ihre Zelte für das Heavy-Metal-Festival aufschlagen. Was dieses Mal aber anders ist.

wcub4ugky4-v3-ax-s2048.jpeg
Der Aufbau für das Wacken Open Air läuft auf Hochtouren.

Der Countdown für das 35. Heavvy-Metal-Festival (29. Juli bis 1. August) im schleswig-holsteinischen Wacken läuft, auf den Wiesen der kleinen Gemeinde wird seit Wochen gearbeitet. Am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr öffnen die Zeltplätze für die Metalheads, wie sich die Fans der Musik nennen. «Der Rasen sieht gut aus, also spielbereit», sagte Festivalgründer und Veranstalter Thomas Jensen der Deutschen Presse-Agentur. «Hoffentlich bleibt es so.»

Ungewöhnlich spät, aber letztlich wurde auch die Jubiläums-Show ausverkauft. Eine Woche vor dem offiziellen Festivalstart meldeten die Veranstalter, dass alle 85.000 Tickets verkauft seien. Für das Festival 2025 waren die 85.000 Tickets dagegen bereits Ende September 2024 verkauft gewesen. Der Preis lag in diesem Sommer bei 349 Euro.

Mindestens eine Million Menschen seien im Sommer im Rock- und Heavy-Metal-Bereich unterwegs, sagt Festivalgründer und Veranstalter Holger Hübner zur Erklärung. Deswegen seien sie «mega dankbar», dass das Wacken Open Air (W:O:A) wieder ausverkauft sei. «Das ist schon geil.» Jensen betont, einige Mitglieder der Crew wie Fiete seien seit dem Start 1990 dabei.

Seit Mittwoch hängt bereits der große Bullenschädel zwischen den beiden Hauptbühnen. Der Metallschädel ist etwa 12 Meter breit und 16 Meter hoch. Sein Gewicht beträgt 2,8 Tonnen. Daneben nehmen auch die beiden Hauptbühnen Faster und Harder Gestalt an.

Das W:O:A gilt als eines der größten Heavy-Metal-Festivals weltweit. Für diesen Sommer haben unter anderem die Bands Judas Priest, Def Leppard, Powerwolf, Hämatom, In Flames und Saxon sowie Heavysaurus, Uli Jon Roth, Arch Enemy, Yngwie Malmsteen und Rose Tattoo zugesagt.

Nach den Wetterkapriolen des vergangenen Festivals haben die Veranstalter nachgerüstet und nach eigenen Angaben deutlich mehr als 500.000 Euro in die Befestigung von Wegen investiert, unter anderem einen 850 Meter langen Schotterweg, vor allem für Rettungskräfte. Von früheren Plänen einer Befestigung von Teilen des sogenannten Infields vor den beiden Hauptbühnen sahen die Veranstalter jedoch ab.

Neben der Befestigung von Wegen durch Platten oder Schotter habe sich das Team auch mit Überdachungen beschäftigt, sagte der dritte Geschäftsführer André Jürgens. «Damit die Leute auch Schutz vor Sonne oder Regen finden.» Natürlich sei es schwierig, für alle Gäste Schirme zu installieren. Es gebe in diesem Jahr aber viel mehr Möglichkeiten und auch mehr Sitzgelegenheiten. Beispielsweise ist das Areal vor der kleineren Welcome-to-the-Jungle-Bühne nun überdacht.

Die ersten Teile des 420 Hektar großen Festivalgeländes sind bereits weit fortgeschritten. Die Arbeiten auf den Wiesen des kleinen Dorfs im Kreis Steinburg mit gut 2.000 Einwohnerinnen und Einwohnern laufen auf Hochtouren. «Es ist ein bisschen windig», sagte Jensen. Das sei für die Mannschaft zum Arbeiten aber ganz angenehm.

Weitere Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

undefined
Audiothek