29. Oktober 2026 – dpa
Das Reepschläger-Handwerk sehen, Retro-Games zocken oder mit der historischen S-Bahn durch Hamburg düsen. Am 31. Oktober öffnen 50 Hamburger Museen kostenlos und locken mit Aktionen.
Kostenlos Kultur erleben: 50 Hamburger Museen öffnen am kommenden Samstag ihre Türen. Unter dem Motto «#seeforfree» können am Reformationstag die teilnehmenden Häuser und Gedenkstätten besucht werden, wie die Kulturbehörde mitteilte. Viele Museen bieten demnach für den Tag ein Sonderprogramm mit Mitmach-Aktionen an.
«Der Tag der Reformation soll ein Tag des gesellschaftlichen Austausches sein und dazu einladen, sich Zeit für Begegnung und Austausch zu nehmen. Museen sind Orte, an denen wir neue Perspektiven gewinnen und mit anderen ins Gespräch kommen können», erklärte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Museen böten auch Raum, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und zu diskutieren. Brosda zufolge ist gerade das ein wichtiger Aspekt für eine offene Gesellschaft.
Unter den 50 Museen und Gedenkstätten sind nach Angaben der Kulturbehörde die Hamburger Kunsthalle, das Altonaer Museum oder das Museum der Arbeit. Im Retro-Spiele-Club können Games auf Konsolen und Computern der letzten 50 Jahre gezockt werden. Das Deutsche Hafenmuseum macht etwa mit einem Schwimmkran und einer ausgestellten Barkasse die Geschichte der Hafenarbeit erlebbar. Es werde außerdem Vorführungen des Reepschläger-Handwerks, einen Shanty-Chor zum Mitsingen und einen Mini-Hyrox-Parcours geben, teilte die Kulturbehörde mit. Auch für Fußballfans ist etwas dabei: Das FC St. Pauli Museum und das HSV-Museum öffnen ihre Pforten.
Neu dabei sind in diesem Jahr demnach vier Museen: Die Botschaft der Wildtiere in der Hafencity zeigt Wissenswertes über heimische Wildtiere und ihren Schutz. Junge Gäste können etwa in einer Lernwerkstatt mehr über Wolf und Luchs erfahren.
Die historische S-Bahn Hamburg fährt am Aktionstag mit einem restaurierten Zug zurück in die 1980er-Jahre und verbreitet auf den Linien S1/S3 zwischen Blankenese, Altona, Jungfernstieg, Hauptbahnhof und Harburg Rathaus Nostalgie. Zur Mitfahrt ist allerdings ein HVV-Ticket nötig.
Auch die Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule und Parabel. Zentrum für Kunst in Hamburg machen zum ersten Mal bei der Aktion mit, teilte die Kulturbehörde mit.