19. August 2026 – dpa

Infektionskrankheiten

Mehr Infektionen mit Rotaviren in Schleswig-Holstein

Die AOK empfiehlt Eltern dringend Impfungen und Hygiene gegen Rotaviren. Wie sich das Verhalten seit Corona verändert hat und was das für Familien bedeutet.

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Eine Schluckimpfung gegen Rotaviren wird empfohlen. (Symbolbild)

Fälle von Infektionen mit Rotaviren in Schleswig-Holstein nehmen zu. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden im vergangenen Jahr 950 Fälle gemeldet, wie die AOK Nordwest mitteilte. 2024 waren es 569 Fälle. Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl weiter auf 696 Fälle, nach 660 Fällen in den ersten sechs Monaten 2025.

Rotaviren zählen den Angaben zufolge zu den häufigsten Erregern schwerer Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern. «Aufgrund der steigenden Zahlen raten wir allen Eltern, unbedingt die empfohlenen Impfungen bei Säuglingen vorzunehmen und auf bestimmte Hygieneregeln zu achten», so der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordwest, Tom Ackermann. Als Gründe für den Anstieg vermuten Experten nach Angaben der AOK vor allem ein verändertes Hygieneverhalten nach der Corona-Pandemie. So sei die allgemeine Aufmerksamkeit für Händehygiene und Flächendesinfektion wieder deutlich gesunken.

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