08. August 2026 – dpa

MV-Landtagswahl

AfD in MV setzt bei Wahl auf Schwung aus Sachsen-Anhalt

Leif-Erik Holm will AfD-Regierungschef in Mecklenburg-Vorpommern werden und hat dafür eine Zahl als Zielmarke ausgegeben. Auch für den Fall, dass es nicht klappt, hat sein Generalsekretär Hoffnung.

uiiy4s7d6w-v12-ax-s2048.jpeg
Leif-Erik Holm, AfD-Ministerpräsidentenkandidat für die Landtagswahl in MV, erhofft sich Schwung von der vorhergehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Der AfD-Ministerpräsidentenkandidat für die Landtagswahl im September in Mecklenburg-Vorpommern hat das Ziel bekräftigt, alleine zu regieren. «Wir müssen die Alleinregierung erreichen, das ist die große Aufgabe», sagte Leif-Erik Holm beim offiziellen Wahlkampfauftakt des Landesverbands in Stralsund. «Wahrscheinlich werden wir sie erreichen bei etwa 43 Prozent. Da müssen wir wirklich noch etwas arbeiten, aber die Dinge sind dynamisch.»

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Zuletzt lag die AfD in den Umfragen zwar klar vor den übrigen Parteien, aber noch deutlich von der von Holm ausgegeben Zielmarke entfernt. Eine Anfang Juli veröffentlichte repräsentative Infratest dimap-Umfrage im Auftrag des NDR sah die Partei bei 36 Prozent.

Schwung erhofft sich Holm von der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 14 Tage vor der Wahl im Nordosten. In Sachsen-Anhalt lag die AfD zuletzt laut der jüngsten Infratest-dimap-Umfrage für MDR, WDR, «Magdeburger Volksstimme» und «Mitteldeutsche Zeitung» bei 41 Prozent und somit ebenfalls deutlich vor den übrigen Parteien.

«Die sind also so dicht dran, die brauchen wahrscheinlich auch etwa so 43 Prozent», sagte Holm bei der Kundgebung in Stralsund. «Und wenn die das schaffen, was meint ihr, was dann los ist?» Dann gebe es einen Endspurt, «den es so noch nie gegeben hat».

Dario Seifert, Generalsekretär der AfD in MV, baute aber schon einmal vor für den Fall, dass es nicht zur Alleinregierung reicht. «Lass' sie am Ende sich gerne zusammenfinden, wie sie es in Thüringen und anderswo gemacht haben, und irgendwelche AfD-Abwehrkoalitionen bilden», sagte er mit Blick auf ein mögliches Bündnis anderer Parteien. Eine derartige Koalition werde nicht lange halten. «Und dann ist die Zeit gekommen, die Zeit der AfD.»

News zum Nachhören

Aktuelles aus Mecklenburg-Vorpommern

Polizeimeldungen

Weitere Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

undefined
Audiothek