19. Oktober 2026 – dpa

Ehemaliger VEB Wismaria

Alte Malzfabrik nach Großbrand vor Teilabriss

Eine historische Malzfabrik ist bei einem Brand schwer beschädigt worden. Das Feuer wurde zwar gelöscht, doch das Gebäude ist nicht mehr standsicher.

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150 Einsatzkräfte waren in Wismar mit der Bekämpfung eines Großbrandes beschäftigt. (Symbolbild)

Nach dem Großbrand in der alten Malzfabrik «Wismaria» erwägt die Stadtverwaltung zumindest einen Teilabriss des Gebäudes. Es sei nicht mehr standsicher, und es werde geprüft, wie wieder ein sicherer Zustand hergestellt werden könne, teilte die Stadt Wismar mit. Dies werde voraussichtlich einen Teilabriss beinhalten.

Das Feuer war am Sonntag ausgebrochen und hatte für eine große Rauchentwicklung gesorgt. Etwa 150 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren waren mit den Löscharbeiten beschäftigt. In der Nacht konnte der Brand gelöscht werden. Die Brandursache ist unklar. Es laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Die Straße Platter Kamp bleibe ab Hochbrücke für den Fahrzeug- und Fußverkehr gesperrt. Auch die angrenzende Bahnstrecke ist gesperrt.

Die «Ostsee-Zeitung» zitierte Wismars Bürgermeister Frank Junge (SPD) nach einer Lagebesprechung mit den Worten: «Es ist völlig unberechenbar, ob Wände zusammenstürzen.» Es werde nun Kontakt zu Abrissunternehmen aufgenommen, die «einen geordneten Rückbau» vornehmen sollten.

Die unter Denkmalschutz stehende Fabrikruine ist als «Lost Place» bekannt und wurde seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt. In DDR fungierte der VEB Wismaria als Getränkefabrik. Über das rund 130 Jahre alte Gebäude wurde in der Vergangenheit im Zusammenhang mit einer neuen Hochbrücke diskutiert.

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