16. September 2026 – dpa
Alarm an Bord einer Fähre im Rostocker Hafen: Ein unbekannter Gefahrstoff ist entwichen. Passagiere und Besatzung werden in Sicherheit gebracht.
Eine Fähre ist im Rostocker Hafen evakuiert worden, weil aus einem Eisenbahnwaggon ein Gefahrstoff austrat. Um welchen Stoff es sich handele, sei unklar, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock. Auf der Eisenbahnfähre «Mecklenburg-Vorpommern» befanden sich nach Polizeiangaben 164 Passagiere und 51 Besatzungsmitglieder. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei seien im Einsatz, hieß es.
Nach ersten Erkenntnissen soll aus einem Zugwaggon an der Eisenbahnrampe ein toxischer Stoff entwichen sein. Möglicherweise seien drei Menschen leicht verletzt worden, hieß es weiter. Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgeriegelt. Feuerwehrleute in Chemikalien-Schutzanzügen waren im Einsatz.
Ein Sprecher der Reederei Stena Line sagte, es seien vier Besatzungsmitglieder zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Austritt einer giftigen Flüssigkeit sei beim Beladen des Schiffs bemerkt worden.
Die «Mecklenburg-Vorpommern» hatte gegen 15.00 Uhr ablegen sollen. Nach seinen Angaben waren 209 Menschen an Bord. 168 Passagiere seien zurück zum Terminal gebracht worden. Von den 41 Crewmitgliedern seien der Kapitän und einige weitere Mitarbeiter an Bord geblieben. Für sie bestehe aber keine Gefahr.
Die Abfahrt nach Trelleborg wurde abgesagt, ebenso die für 22.00 geplante Rückfahrt von der schwedischen Hafenstadt.