17. Juni 2026 – dpa
Das private Eisenbahn-Unternehmen will seine Dieselzüge auf Strecken ohne Elektro-Oberleitung durch Batteriefahrzeuge ersetzen. Für ihre Wartung sind die bisherigen Werkstätten nicht geeignet.
Die neuen Batteriezüge der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) sollen in Parchim gewartet werden. Dazu werde die Werkstatt dort für 18 Millionen Euro ausgebaut, teilte das private Eisenbahnunternehmen mit.
Unter anderem soll eine Ladeinfrastruktur aufgebaut werden, mit der zwei Fahrzeuge zwischen den Fahrten in der Werkstatt geladen und sechs weitere abgestellte Fahrzeuge versorgt werden können. Auch eine neue Waschhalle ist den Angaben zufolge geplant. Das Land Mecklenburg-Vorpommern steuert 10,6 Millionen Euro zu den Investitionskosten bei, der Bund 1,2 Millionen Euro, wie es hieß.
Ab Ende 2027 will die Odeg den Angaben zufolge 14 Batterie-Fahrzeuge eines Schweizer Herstellers schrittweise in Betrieb nehmen. Sie sollen den bisherigen Dieselbetrieb ersetzen und auf Strecken fahren, die zumindest abschnittsweise keine Stromleitung haben. Sind Stromleitungen vorhanden, können die Züge während der Fahrt für den nächsten Abschnitt ohne Leitung aufgeladen werden, wie es hieß.
Die Odeg ist 2002 in Parchim gegründet worden, wie Geschäftsführer Stefan Neubert erklärte. Heute sei sie die größte private Eisenbahn im Osten Deutschlands.