05. September 2026 – dpa

Rockfestival

Schumann Band eröffnet «Jamel rockt den Förster»

Mit einiger Verspätung hat das Rockfestival «Jamel rockt den Förster» begonnen. Die erste Musikgruppe hat Verbindungen zu Fury in the Slaughterhouse. Gerockt wird bis in die Nacht.

2jkgqp6gxd-v8-ax-s2048.jpeg
Die Schumann Band hat trotz eines Schauerregens das Festival Jamel rockt den Förster eröffnet.

Nachdem am Freitag alle Konzerte des Festivals «Jamel rockt den Förster» wegen schlechten Wetters abgesagt wurden, konnte das Programm am Samstag starten. Als erste Gruppe ging die Schumann Band an den Start - ein Projekt von Rainer Schumann, dem Schlagzeuger von Fury in the Slaughterhouse. Die Auftritte in dem kleinen Dorf in Nordwestmecklenburg sollen nach Angaben der Organisatoren bis in die Nacht gehen.

Weil das Festivalgelände infolge Dauerregens aufgeweicht gewesen war, konnten Lkw am ersten Tag nicht die Technik heranfahren. Auch wenn das Wetter weiter wechselhaft blieb, gelang es den Veranstaltern zumindest zeitweise den Boden mit Hackschnitzeln trockenzulegen und die Bühnentechnik aufzubauen. Pünktlich zum Konzertstart ging zwar noch ein kräftiger Schauer über die Zuschauer - die meisten nahmen es entspannt.

Bei «Jamel rockt den Förster» geht es den Veranstaltern nach aber nicht nur um gute Musik. Mit dem seit 2007 veranstalteten Festival wollen die Organisatoren Birgit und Horst Lohmeyer auch ein politisches Statement gegen Rechtsextremismus setzen. Es ist eine Gegenveranstaltung zu Bemühungen örtlicher Neonazis, das Dorf Jamel nahe Wismar in Nordwestmecklenburg in eine rechtsextreme Mustergemeinde zu verwandeln.

In diesem Jahr zeichneten die Lohmeyers die Europaschule Rövershagen bei Rostock mit dem Demokratiepreis aus. Die Schule betreibt seit Jahren eine Arbeitsgemeinschaft (AG) Kriegsgräber, die sich auch mit den Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus auseinandersetzt. Auf dem Schulhof baute die AG als Mahnmal einen Güterwaggon auf, wie er auch zum Transport von Juden und anderen NS-Verfolgten in die Konzentrationslager verwendet wurde.

Flankiert werden die Konzerte zudem von politischen Workshops und Infoständen. Kurz vor der Landtagswahl hat sich auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig angesagt, die Schirmherrin des Festivals ist. Politische Statements zugunsten einer Partei werde es aber nicht geben, versicherten die Veranstalter.

Das Spektakel zieht jedes Jahr Tausende Besucher an - auch weil prominente Musiker an den Start gehen. In der Vergangenheit traten so unter anderem Herbert Grönemeyer, Campino von den Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot und Deichkind auf. Dabei halten die Veranstalter die Namen der auftretenden Musiker und Bands traditionell bis zum Auftakt geheim.

News zum Nachhören

Aktuelles aus Mecklenburg-Vorpommern

Polizeimeldungen

Weitere Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Nachrichten aus Hamburg & Schleswig-Holstein

undefined
Audiothek