06. November 2026 – dpa
Wie in Vorjahren nimmt die Vogelgrippe hierzulande zur kalten Jahreszeit wieder Fahrt auf. Nun hat es auch wieder einen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommer getroffen.
Tausende Tiere einer Putenhaltung im Landkreis Rostock sind wegen des Nachweises der Vogelgrippe gekeult worden. «Die betroffene Geflügelhaltung mit insgesamt rund 6.000 Tieren wurde geräumt und die Tierkörper unschädlich beseitigt», teilte das Schweriner Landwirtschaftsministerium mit. Betroffen ist demnach ein Betrieb in Wattmannshagen in der Gemeinde Lalendorf.
Nach Aussage eines Ministeriumssprechers ist es der erste Nachweis in einer Haltung der aktuellen Saison in Mecklenburg-Vorpommern.
Schutzmaßnahmen sollen die Einschleppung des Virus in andere Haltungen verhindern. «Dazu gehört die Einrichtung einer Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb sowie einer Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern», erklärte das Ministerium. In diesen Zonen gelten spezielle Vorschriften.
Jüngst hatte es bereits Nachweise in Betrieben in anderen norddeutschen Bundesländern gegeben. Ende Oktober hatte das Schweriner Landwirtschaftsministerium bereits gewarnt, die Vogelgrippe - auch Geflügelpest genannt - stehe in den Startlöchern.
Wildvogelfunde in anderen Bundesländern hätten gezeigt, dass das Infektionsrisiko spätestens mit Beginn der kalten Jahreszeit und des damit einhergehenden Vogelzugs erheblich steige. Nachweise der Vogelgrippe, besonders bei Wildvögeln, gibt es inzwischen ganzjährig in Deutschland.