Infos zum Sport

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LANDESFUSSBALL-POKAL GEHT IM AUGUST WEITER
(07.07.20) Der wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Wettbewerb im Landesfußball-Pokal von Mecklenburg-Vorpommern soll im August fortgesetzt und beendet werden. Das teilte der Landes-Fußballverband am Dienstag mit. Pokalverteidiger FC Hansa Rostock ist nach einem 3:0 beim SV Pastow seit März für das Halbfinale qualifiziert. Die übrigen drei Partien des Viertelfinals sollen am 8. und 9. August ausgetragen werden. Die Halbfinals sind für den 15. und 16. August terminiert, das Finale ist laut Verband für den 22. August im Rostocker Ostseestadion angesetzt. Alle Begegnungen werden unter Einhaltung der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Pandemie ausgetragen. Der Sieger ist für den zentralen DFB-Pokal des nächsten Spieljahres qualifiziert.
Die ausstehenden Viertelfinalansetzungen: FC Schönberg 95 - 1. FC Neubrandenburg 04 / SV Waren 09 - Torgelower FC Greif / FC Mecklenburg Schwerin - Penzliner SV.

SPORT MIT ZUSCHAUERN ZUM 10.07.20 WIEDER MÖGLICH
(30.06.20) In Mecklenburg-Vorpommern ist im Freizeit-, Breiten- und Leistungssport eine Rückkehr zum regulären Sportbetrieb unter Auflagen geplant. Der Trainings-, Spiel- und Wettkampfbetrieb kann in allen Sportarten in den jeweiligen Klassen und Ligen voraussichtlich ab dem 10. Juli auch mit Zuschauenden wiederaufgenommen werden. Darauf hat die Landesregierung sich mit Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden verständigt. „Das konstant niedrige Infektionsgeschehen in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt auch im Sport eine weitgehende Öffnung“, sagte Sportministerin Stefanie Drese nach der heutigen Klausursitzung. Dies galt bereits für kontaktlose Sportarten und soll nunmehr auch für Sportarten mit Körperkontakt ermöglicht werden. „Ich begrüße diese Entscheidung aus sozialen und sportfachlichen Gründen sehr. Das freut mich besonders für die vielen Sport treibenden Kinder und Jugendlichen in unserem Land, die sich bald wieder in Wettkämpfen messen können und deren Eltern zuschauen können“, so Drese.

Voraussetzung für die weitere Öffnung ist das Vorliegen eines Hygiene- und Sicherheitskonzepts insbesondere hinsichtlich der Nachverfolgung von Infektionsketten. Der Deutsche Olympische Sportbund und seine Mitgliedsorganisationen sind aufgefordert, ihre sportartspezifischen Konzepte der Entwicklung anzupassen. „Mit dem Einstieg in den regulären Sportbetrieb erhalten die Vereine und Sportfachverbände Planungssicherheit etwa für die Erstellung der Rahmenspielpläne und überregionalen Wettkampfformen für die neue Saison“, verdeutlichte Drese. So haben z.B. der Landesfußballverband M-V, der Handballverband M-V sowie der Landesvolleyballverband M-V um Zulassung des regulären Trainings- und Spielbetriebes gebeten, um ab August wieder in den Wettkampfbetrieb einsteigen zu können. „Dies ermöglichen wir mit der heutigen Verständigung und der darauffolgenden Fortschreibung der Corona-Landesverordnung“, so Drese.

Die Öffnung des Sportbetriebes auch für Zuschauende gilt für den Freizeit-, Breiten- und Leistungssportbereich. „Die Anzahl der sich gleichzeitig auf oder in der Sportanlage befindenden Personen beträgt maximal 500 im Außenbereich und 200 in überdachten Veranstaltungsorten“, sagte Drese. Besondere Maßnahmen zur Begrenzung der Besucherzahlen und zur Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstands, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes, müssen von den jeweiligen Veranstaltern getroffen werden. Diese Regelungen orientieren sich an vergleichbaren Vorgaben etwa im Bereich der Kultur. Drese: „Die Unterscheidung zwischen Indoor- und Outdoor-Sportbetrieb rechtfertigt sich aus der unterschiedlichen Gefährdung einer Ansteckung. Aus diesem Grund sind für Sport-Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auch zusätzliche Anforderungen zu erfüllen.“

Im Spitzen- und Berufssport verbleibt es bei den weitgehend überregional geregelten Vorgaben. Für Änderungen im Zuschauerbereich ist eine überregionale Abstimmung erforderlich.

KONTAKTSPORT WIEDER MÖGLICH
Weitere Lockerungen im Sport: Mit der neuen Verordnung der Landesregierung zur angemessenen Öffnung nach den Corona-Schutz-Maßnahmen kann nicht nur der Spiel- und Wettkampfbetrieb in kontaktfreien Sportarten (z.B. Tennis, Rudern, Kanu, Reitsport) wieder aufgenommen werden. „In Kontaktsportarten wie Fußball, Handball, Basketball oder Boxen kann im Freizeit- und Breitensport wieder weitgehend normal trainiert werden, sofern die Hygieneanforderungen und Schutzmaßnahmen eingehalten werden“, so Sportministerin Stefanie Drese. Seit dem 15.06.20 gilt der Mindestabstand von zwei Metern nicht mehr. Für die Aufnahme des Trainingsbetriebs gelten einige Bedingungen. Die Trainingsgruppen sollen möglichst konstant zusammengesetzt sein. Zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionen mit COVID-19 müssen Trainingsteilnehmende für jeden Trainingstag und jedes Training in einer Tagesanwesenheitsliste erfasst werden.

Laut der aktuellen Corona-Landesverordnung muss die Anwesenheitsliste folgenden Angaben enthalten: Vor- und Familiennamen, vollständige Anschrift, Telefonnummer sowie Uhrzeit der Anwesenheit bei der Trainingseinheit. Die jeweiligen Tageslisten sind vom Betreiber oder der Betreiberin für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren und der zuständigen Gesundheitsbehörde auf Verlangen vollständig herauszugeben. Die zu erhebenden personenbezogenen Daten dürfen zu keinem anderen Zweck, insbesondere nicht zu Werbezwecken, weiterverarbeitet werden. Drese: „Ich weiß, dass viele Vereine und Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler sehnsüchtig darauf gewartet haben, endlich wieder vollständig trainieren zu können. Deshalb freut es mich sehr, dass dies seit Montag auch in den Kontaktsportarten wieder möglich ist.“

FUßBALL
(Stand: 26.06.20) Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommerns hofft auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den kommenden Monaten. «Wir hoffen, dass wir spätestens Ende August oder Anfang September wieder mit den Wettbewerben starten», sagte Bastian Dankert, Geschäftsführer des Landesfußballverbandes, der Deutschen Presse-Agentur in Rostock. Es sei wichtig, den Landespokal aus der alten Saison noch zu Ende zu bringen. Der Sieger des Landespokals ist startberechtigt für den finanziell reizvollen DFB-Pokalwettbewerb.

Beim Landespokal gehe es noch um sieben noch zu absolvierende Spiele. «Da denke ich, dass wir das auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit hinbekommen. Aber im Amateurbereich insgesamt halte ich das nicht für zielführend», erläuterte der 40-Jährige. Die Saison im Amateurfußball sei zum 30. Juni beendet worden mit einer Quotientenregelung, die die Staffelsieger ermittle. Es gebe keine Absteiger in diesem Jahr.

«Es gilt noch die Verordnung, dass Großveranstaltungen, dazu zählt auch der Landesfußballverband, mit seinen Amateurspielen noch keine Zuschauer zulassen darf», betonte Dankert. Wenn der Amateurfußball ohne Zuschauer starte, werde es schwierig mit einem Saisonbeginn. «Das halten die Amateurvereine vielleicht drei, vier, maximal fünf Spiele durch. Und dann wird es schon eng mit der Kasse, wenn ich nur Ausgaben habe für Schiedsrichterkosten oder für Reisekosten. Wenn ich keine Einnahmen über Zuschauer generieren kann, wird es schwierig. Das ist das A und O in diesem Bereich.» Vereine seien bislang infolge der Corona-Krise nicht aus dem Landesfußballverband ausgetreten.

Dankert sieht aber nicht allein die Existenz der Vereine bedroht. «Existenz ist das eine, ein Verlust von Mitgliedern das andere. Wenn Kinder oder auch die Erwachsenen nach drei, vier, fünf Monaten immer noch keine Möglichkeit haben, unserem Sport zu frönen, dann suchen sie sich vielleicht irgendetwas anderes, was eben möglich ist.» Als ein mögliches Beispiel nannte er elektronische Spiele. «Deshalb ist es einfach sehr wichtig für uns, den Start so früh wie möglich auch wieder mit Zuschauern und mit einem Hygienekonzept, was auch für Amateurvereine umsetzbar ist, zu starten.» Bei einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs seien Hygienekonzepte ein «wahnsinniger Kostenaufwand». Der Mindestabstand sei auf Fußballplätzen mit hundert oder zweihundert Zuschauern jedoch einzuhalten. Es gehe aber auch um Dinge wie das Schlangestehen vor den gastronomischen Ständen oder das Duschen nach dem Spiel. Angesprochen auf die Hilfsmittel der Landesregierung aus dem Sozialfonds, von dem auch Sportvereine profitieren sollen, sagte Dankert: «Es ist immer so, wenn man etwas bekommt, dann möchte man immer noch etwas mehr bekommen. Es ist ganz schwierig, weil jeder Verein eine andere Sichtweise auf die Fördermittel hat.» Bislang habe sich jedoch kein Club beim Landesfußballverband beklagt. Dieser hat nach eigenen Angaben etwa 60 000 Mitglieder in rund 470 Vereinen.äsidium per Umlaufverfahren fixiert worden war. Die Clubs waren bereits am späten Mittwochabend per E-Mail unterrichtet worden.

SPORTANLAGEN
Die Sportanlagen im Freien haben in Mecklenburg-Vorpommern seit 20.04.20 unter strengen Auflagen wieder geöffnet. Die eingeschränkte Öffnung der Sportanlagen im Freien ist Teil des sogenannten MV-Plans, worin Maßnahmen zur schrittweisen Erweiterung des öffentlichen Lebens festgehalten sind. Dort heißt es, Sportanlagen für Einzel- und Paarsport dürfe unter Einhaltung von Auflagen wie der Abstandspflicht sowie Zugangsbeschränkungen wieder öffnen. Individuelles Torschusstraining oder ähnliches kann in den verschieden Sportarten ausgeführt werden, die Spielform eins gegen eins ist möglich, wenn auch hier die Abstandsregel eingehalten wird. Zusätzlich können Familien Sportplätze auch gemeinsam aufsuchen, wenn die Familienmitglieder in einem Haushalt wohnen.

Individueller Sport an der frischen Luft sei zudem natürlich möglich, sagte die für den Sport zuständige Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Montag. «Ab heute können zudem auch Sportplätze und Sportaußenanlagen für den Individualsport und den Sport zu zweit genutzt werden.»

Fitnessstudios dürfen ab 25.05.20 öffnen, bekräftigte das Sozialministerium.

Tennis- und Golfplätze dürfen wieder öffnen, allerdings nur für den Freiluftsport – alleine oder in Zweiergruppen. Alle sechs Tennisplätze seien belegt, hieß es etwa vom Tennis-Club Kühlungsborn. Das Vereinshaus sei aber weiterhin geschlossen. Auch die Golfanlage in Warnemünde freute sich über eine rege Nachfrage. Die Sportanlagen mussten wegen der Corona-Pandemie zuvor geschlossen bleiben. Bei der Golfanlage in Gneven bei Schwerin seien die ersten Spieler wieder auf dem Platz, die strengen Auflagen würden eingehalten, hieß es. Demnach dürfen maximal zwei Spieler zur selben Zeit starten.

Auch Segel- und Boottörns mit im Haushalt lebenden Familienangehörigen sind erlaubt. Sonst bleibt Vereinssport aber erst mal tabu!

PROFISPORT
Berufssportler in Mecklenburg-Vorpommern dürfen ab sofort auf ausgewählten Sportanlagen trainieren. Das hat die Landesregierung am 21.04.20 beschlossen, wie das für den Sport zuständige Sozialministerium mitteilte. Die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs erfolge durch eine Änderung der Verordnung der Landesregierung zum Schutz gegen das neuartige Corona-Virus. «Die Regelung umfasst Athletinnen und Athleten des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Deutschen Behindertensportverbandes mit dem Status Bundeskader sowie Spitzenathletinnen und Spitzenathleten, die mit dem Sport ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten», sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). Abstandsregelungen und Hygienevorschriften müssten eingehalten werden. Auf das Umziehen und Duschen in den Sportanlagen solle verzichtet werden, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums.

Die Profis des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock sind bereits seit der vergangenen Woche nach einmonatiger Zwangspause wieder im Training. Zunächst absolvierte das Team von Trainer Jens Härtel im Ostseestadion und den daneben liegenden Trainingsstätten unter Beachtung der behördlichen Auflagen sowie der vom Club getroffenen Sicherheitsvorkehrungen nur Stationstraining in Zweiergruppen. Präventive Maßnahmen beinhalteten unter anderem Fieber messen und Abfragen des allgemeinen Gesundheitsstatus. Das Umziehen erfolgt laut Vereinsangaben in vier verschiedenen Umkleidekabinen, welche mit separaten Duschmöglichkeiten ausgestattet sind. Mittlerweile wird die Übungsarbeit in größeren Gruppen fortgesetzt.

Bei den Bundesliga-Volleyballerinnen vom SSC Palmberg Schwerin ruht der Ball seit Abbruch der Saison Mitte März. Die meisten Spielerinnen, die zum großen Teil aus dem europäischen Ausland und den USA kommen, sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Die deutschen Spielerinnen halten sich meist zu Hause fit. «Wenn es möglich sein wird, dass wir wieder trainieren können, komme ich natürlich zurück nach Schwerin. Bis dahin arbeite ich fleißig an meiner Athletik», sagte Nationalspielerin Anna Pogany. Die 25 Jahre alte Libera ist derzeit in ihrer bayerischen Heimat und bereitet sich auf ihre Bachelor-Prüfungen vor.

Auch Boxweltmeisterin Ornella Wähner hat mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen. «In der Trainingshalle in Schwerin passiert zurzeit nichts. Ich trainiere alleine zu Hause, zweimal am Tag. Einen Tag in der Woche lege ich aber eine Pause ein. Ich habe ganz konkrete Laufprogramme», sagte die 27-Jährige der «Ostsee-Zeitung». Sie habe sich aus der Trainingshalle ein paar Hanteln mit in die Wohnung genommen und könne dadurch auch Kraftübungen machen.

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