28. September 2020 – dpa

Anträge auf Prämie für pflegende Angehörige meist abgelehnt

Wer Angehörige pflegt, kann in der Corona-Krise eine einmalige Prämie von 500 Euro erhalten. Dafür müssen jedoch Bedingungen erfüllt werden.

Eine Frau hält die Hand einer älteren Dame.
Eine Frau hält die Hand einer älteren Dame. , Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Schwerin (dpa/mv) - Ein Großteil der Anträge auf die in der Corona-Krise beschlossene Prämie für pflegende Angehörige sind abgelehnt worden. Rund 1270 der etwa 1550 eingereichten Anträge seien nicht bewilligt worden, teilte das Sozialministerium in Schwerin auf Anfrage mit. Oft erfüllen die Anträge demnach nicht die Bedingungen.

Voraussetzung ist, dass Angehörige coronabedingt ihre bisherige berufliche Tätigkeit nicht mehr oder nicht mehr im bisherigen Umfang ausüben können und dadurch Verdienst- oder Umsatzausfälle zu tragen haben. Dies müssen sie nachweisen, um das Geld zu bekommen.

Seit Ende Mai können Privatpersonen, die in der Häuslichkeit Angehörige pflegen oder Menschen mit Behinderung betreuen, die Prämie bekommen. Dabei handelt es sich um eine einmalige Zahlung von 500 Euro.

Laut Ministerium wurden bislang etwa 100 000 Euro ausgezahlt. Knapp 80 Anträge seien noch in Bearbeitung. Die Prämie soll aus dem Sozialfonds bezahlt werden. Diesen hatte die Landesregierung mit 20 Millionen Euro ausgestattet und vor einigen Monaten beschlossen. Er soll vor allem soziale Einrichtungen wie Frauenhäuser, Schullandheime und Freizeitzentren in der Corona-Krise finanziell unterstützen.

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