11. August 2020 – dpa

Landratskandidat Meyer: Schwarz-Grün auch Vorbild fürs Land

Am 6. September wird im Landkreis Rostock ein neuer Landrat gewählt, voraussichtlich im September 2021 der Landtag in Schwerin. Zwischen diesen Wahlen gibt es durchaus Parallelen.

Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen, M), Bundestagsabgeordnete, und Stephan Meyer (CDU).
Claudia Müller (Bündnis 90/Die Grünen, M), Bundestagsabgeordnete, und Stephan Meyer (CDU). , Foto: Frank Hormann/dpa

Laage (dpa/mv) - Die Liaison zwischen CDU und Grünen im Landkreis Rostock kann nach Ansicht des CDU-Kandidaten für die kommende Landratswahl, Stephan Meyer, auch auf Landesebene ausgebaut werden. Dies könne eine politische Alternative für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst kommenden Jahres sein, sagte Meyer am Dienstag bei einem Besuch des Wasserstoff-Unternehmens Apex in Laage, bei dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg und die grüne Bundestagsabgeordnete Claudia Müller dabei waren. Der von den Grünen unterstützte Meyer tritt am 6. September gegen Amtsinhaber Sebastian Constien (SPD), den für die Linken kandidierenden Rechtsanwalt Michael Noetzel und den Agraringenieur Jürgen Dettmann (Freie Wähler) an.

Meyer verwies darauf, dass bei der Entscheidung zum gemeinsamen Vorgehen die Vorstände beider Parteien dabei waren. «Ich weiß, ich werde beobachtet», sagte Meyer. Gerade beim Thema Wasserstoffstrategie vermisse er eine Führungsrolle der SPD-geführten Landesregierung. «Ich möchte gerne Taktgeber sein bei der Umsetzung der Strategie auf Landesebene sein.»

Auch die Grünen-Politikerin Müller verwies auf gemeinsame Themen von CDU und Grünen, die zur Zusammenarbeit im Kreis geführt haben. Meyer habe in seinem Programm Punkte wie den Einsatz von Erneuerbaren Energien oder auch Wege zur ökologischen Landwirtschaft benannt, die die Grünen mittragen könnten. «Uns geht es um grüne Themen und die Frage, mit wem wir sie am besten umsetzen können.» Wenn es um den Klimaschutz geht, gebe es auch Teile in der CDU, mit denen eine Zusammenarbeit möglich sei.

Rehberg sagte mit Blick auf die Landtagswahl, die Aufgabe seiner Partei sei es, eine Konstellation möglich zu machen, bei der es ohne die CDU nicht geht. Dabei habe er keine Berührungsängste mit den Grünen. Dies werde auch durch Beobachtungen in der Berliner Politik bestärkt, wo es mit einigen grünen Politikern eine gute Zusammenarbeit gebe.

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