04. August 2020 – dpa

Maskenpflicht in Schulen ab Klasse fünf beschlossen

Die Sorge ist groß, dass in den Schulen das Coronavirus verbreitet werden könnte. Deshalb kommt jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern die Maskenpflicht. Außerdem soll es mehr Tests geben.

Mundschutze hängen auf einer Wäscheleine nebeneinander.
Mundschutze hängen auf einer Wäscheleine nebeneinander. , Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern müssen Schüler und Lehrer von diesem Mittwoch an auf dem Schulgelände eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Außerdem sollen die Corona-Tests ausgeweitet werden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Kabinettssitzung mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Verbänden am Dienstag sagte. Die Maskenpflicht gilt demnach ab Klasse fünf. Damit sind die Grundschulen befreit. Ausgenommen sind laut Schwesig auch die Klassenräume.

Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) sagte, dass die Schüler ferner angehalten werden sollen, auf dem Weg zum Schulbus und an der Haltestelle ihre Maske zu tragen. Mit den Kommunen sollen Lösungen für sehr volle Schulbusse gesucht werden, um für Entzerrung zu sorgen. Das Testprogramm für Lehrer und Referendare an den Schulen soll nach Martin zufolge auf weitere Schulmitarbeiter wie Sekretärinnen und Hausmeister ausgeweitet werden. Möglich seien bis zu fünf Tests pro Mitarbeiter bis zu den Herbstferien.

Das neue Schuljahr hatte am Montag in Mecklenburg-Vorpommern zunächst ohne Maskenpflicht in der Schule begonnen. Als dann aber immer mehr Bundesländer diesen Schritt ankündigten und sich auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) dafür aussprach, schwenkte Ministerin Martin um. Weitere Corona-Lockerungen beschloss das Kabinett am Dienstag nicht. Schwesig betonte, das Wichtigste sei jetzt erst einmal ein guter Start des Schul- und Kitabetriebs.

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