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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Ein Toter und mehrere Verletzte bei Wohnungsbrand

Greifswald (dpa/mv) - Bei einem Brand in einem Hochhaus in Greifswald ist am Samstag ein 69-jähriger Mann ums Leben gekommen. Seine 64 Jahre alte Lebensgefährtin erlitt eine Rauchvergiftung und wurde schwer verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache in der Wohnung des Paares im elften Stock ausgebrochen. Drei weitere Personen - eine 80-jährige Frau sowie ein 84 und 89 Jahre altes Ehepaar aus der Wohnung direkt unter der Brandwohnung - wurden schwer verletzt. Vier Polizisten trugen das Ehepaar zehn Etagen nach unten, weil die Senioren das Haus nicht selbst zu Fuß verlassen konnten. Die vier Polizisten erlitten leichte Rauchvergiftungen, ebenso acht weitere Personen. Nach dem Ausbruch des Feuers räumten die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr und der Polizei Greifswald das Hochhaus. 105 Bewohner mussten das Gebäude verlassen. Sie wurden vorübergehend in einer Sporthalle untergebracht. Das Feuer konnte gelöscht werden. Am Sonntag war ein Brandursachenermittler in dem Gebäude. In dem betroffenen Hausaufgang sind mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Deren Mieter wurden in Ersatzwohnungen der Wohnungsbau-Genossenschaft untergebracht. Die anderen Bewohner konnten zurückkehren. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Mit Alkohol am Steuer: Auto landet im Hafenbecken

Stolpe (dpa/mv) - Zwei Männer haben am frühen Sonntagmorgen das Auto einer Bekannten in das Hafenbecken von Stolpe auf der Insel Usedom gefahren. Der Wagen musste von der Feuerwehr geborgen werden, wie die Polizei mitteilte. Die 30 und 31 Jahre alten Männer blieben unverletzt. Der jüngere hatte einen Atemalkoholwert von 2,46 Promille, der 31-Jährige von 0,61 Promille. Einen Führerschein besitzen beide nicht. Wer von den beiden zum Tatzeitpunkt am Steuer saß, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Söder liebäugelt mit Urlaub im Norden

München/Berlin (dpa) - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann sich vorstellen, dieses Jahr in Deutschlands Norden Urlaub zu machen. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), und deren Amtskollege aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hätten ihn schon eingeladen, sagte der CSU-Chef der «Welt am Sonntag». «Es wäre doch spannend, mit Daniel Günther durch das Watt zu wandern.» Auf jeden Fall will Söder in Deutschland Urlaub machen, natürlich auch in Bayern. «Aber ich kann mir gut vorstellen, auch mal nach Norden an die Küste zu fahren», sagte er.

Kühnbaum-Schmidt mit Pfingstpredigt im Schweriner Dom

Schwerin (dpa/mv) - Die Landesbischöfin der evangelischen Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat erstmals seit Beginn der Corona-Beschränkungen wieder in einer Kirche gepredigt. Ein Jahr nach ihrer Amtseinführung zu Pfingsten 2019 im Schweriner Dom hielt sie dort die Predigt zum Pfingstsonntag, teilte eine Sprecherin der Nordkirche mit. Wegen der Corona-Pandemie waren Gottesdienste bundesweit seit dem 17. März untersagt. In Mecklenburg-Vorpommern sind sie seit dem 4. Mai unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen wieder zugelassen. Kühnbaum-Schmidt ging demnach auf die Verbundenheit mit den Partnerkirchen der Nordkirche in aller Welt ein. Sie erwähnte Indien und Tansania, Brasilien und China, den Nahen Osten und Europa. «Die Not so vieler Menschen ist gravierend, sie brauchen unsere Hilfe. Dass wir mit ihnen weiter verbunden sind, mögen sie alle spüren und erfahren: Durch unser Gebet, unsere Fürbitte und ebenso durch unsere tatkräftige Hilfe», sagte sie laut Pressemitteilung. Mit Blick auf den häufig gebrauchten Begriff der Systemrelevanz erklärte sie, für Gottes Reich gehe es nicht darum, systemrelevant zu sein. «Wir sind relevant für Menschen, nicht für Systeme.» Zur weltweiten und gesellschaftlichen Verantwortung von Christinnen und Christen sagte die Landesbischöfin: «Gottes Geist beflügelt uns, unser Leben neu zu denken. Nicht abzuwägen, wer wohl zurückstehen muss, damit die Wirtschaft jetzt schnell wieder zu ihrem Recht kommt. Sondern zu überlegen, wie unsere Wirtschaft, unser ganzes Leben aussehen müssen, damit alle in Würde am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und eben keiner zurückstehen muss.»

Weiße Flotte an «Königslinie» nach Schweden interessiert

Sassnitz (dpa/mv) - Für die eingestellte Fährverbindung von Sassnitz nach Schweden gibt es neue Hoffnung. Die Reederei Weiße Flotte, die zum Unternehmensverbund Förde Reederei Seetouristik (Flensburg) gehört, erwägt, einen Katamaran aus Südspanien an die Ostsee zu verlegen. Dafür bat sie das Land Mecklenburg-Vorpommern um finanzielle Hilfe. «Die Landesregierung will das gerne mit 800 000 Euro als Starthilfe unterstützen», sagte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. «Die «Königslinie» ist nicht nur stolze Tradition und regionale Identität für die Insel Rügen, sondern auch die Anbindung Vorpommerns an den internationalen Tourismus», erklärte er. Zuvor hatte der Sender NDR 1 Radio MV darüber berichtet. Die Reederei Stena Line hatte Anfang April angekündigt, die 110 Jahre alte «Königslinie» zu schließen. Die Route war die kürzeste Verbindung zwischen Deutschland und Schweden. Als Grund nannte die Reederei neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie die angespannte wirtschaftliche Situation wegen des sinkenden Frachtaufkommens. Die Bahn habe den Güterverkehr von und nach Schweden nach Rostock verlagert. Stena Lines will künftig zwischen beiden Ländern nur noch zwei Eisenbahnfähren betreiben. Mit dem Katamaran würde sich Medienberichten zufolge die Fahrzeit zwischen Deutschland und Schweden weiter verkürzen - von vier auf zweieinhalb Stunden. Geplant wäre nur ein touristischer Personenverkehr zwischen Mukran und Südschweden, möglicherweise Ystad. Die Reederei Weiße Flotte betreibt in Mecklenburg-Vorpommern bereits die Fährverbindung zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee. Die Förde Reederei hat zwischen Spanien und Marokko in der Straße von Gibraltar Hochgeschwindigkeitskatamarane für bis zu 777 Passagiere im Einsatz.

Weiße Flotte an «Königslinie» interessiert

Sassnitz (dpa/mv) - Für die eingestellte Fährverbindung von Sassnitz ins schwedische Trelleborg gibt es neue Hoffnung. Die Reederei Weiße Flotte, die zum Unternehmensverbund Förde Reederei Seetouristik (Flensburg) gehört, erwägt, einen Katamaran aus Südspanien an die Ostsee zu verlegen. Dafür bat sie das Land Mecklenburg-Vorpommern um finanzielle Hilfe. «Die Landesregierung will das gerne mit 800 000 Euro als Starthilfe unterstützen», sagte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. «Die «Königslinie» ist nicht nur stolze Tradition und regionale Identität für die Insel Rügen, sondern auch die Anbindung Vorpommerns an den internationalen Tourismus», erklärte er. Zuvor hatte der Sender NDR 1 Radio MV daüber berichtet.

Badewasserkarte kommt in diesem Jahr später

Rostock/Greifswald (dpa/mv) - Die amtlichen Prüfungen der Badewasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern haben sich wegen der Corona-Krise verschoben. Die Ergebnisse sollen aber zum Ferienstart am 20. Juni vorliegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Dann werde auch die Online-Badewasserkarte freigeschaltet sein. Badegäste könnten natürlich schon vorher ins Wasser steigen, sagte eine Sprecherin: Es sei fast überall mit einer guten Qualität zu rechnen. Die ersten Proben seien jetzt im Labor. Etwa 500 Badegewässer werden landesweit geprüft. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald kontrollieren die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes einem Sprecher zufolge an 60 Naturbadestellen, ob Wasser und Umgebung für alle Waserratten in Ordnung sind. Sie ermitteln den ph-Wert und zusätzlich im Bodden und in den Binnenseen die Sichttiefe des Wassers. Zudem schauen die Experten, ob es Verschmutzungen gibt. Geprüft werden unter anderem Färbung, Geruch und eventuelle Schaumbildung des Wassers. Eine Probe werde an einer Stelle genommen, an der das Wasser ungefähr einen Meter tief ist - und dort etwa 30 Zentimeter unter der Oberfläche. Diese wird unter anderem auf Bakterien untersucht. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim wies darauf hin, dass an den Badestellen bis Mitte September nicht nur regelmäßig die Wasserqualität getestet werde. Die Mitarbeiter würden auch Ordnung und Sauberkeit an den Stränden, mögliche Unfallgefahren und das Einhalten der Abstandsregeln kontrollieren.

Handwerkskammer: Investitionen zur Wirtschaftstabilisierung

Rostock (dpa/mv) - Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern hat zum Wiederanfahren der Wirtschaft umfassende Investitionen statt weiterer finanzieller Sofortprogramme gefordert. «Die Finanzierungsperiode nach der Corona-Krise muss darauf konzentriert werden, die wirtschaftlichen Einnahme- und Steuerkreisläufe wieder in Gang zu setzen», sagt Kammerpräsident Axel Hochschild der Deutschen Presse-Agentur. «Das kann vor allem durch mehr Investitionen in die Infrastruktur, in öffentliche Gebäude, Schulen sowie Straßen und den Öffentlichen Nahverkehr gelingen.» Das Handwerk forderte auch, den Breitbandausbau zu beschleunigen und die digitale Ausstattung von Behörden, Schulen oder Weiterbildungseinrichtungen zu verbessern. Die Gründung einer Gesellschaft für die Mobilmasteninfrastruktur müsse schnell erfolgen. Wie Hochschild weiter sagte, ging bei annähernd einem Drittel der Handwerksunternehmen wegen der Corona-Pandemie der Umsatz um mehr als 50 Prozent zurück. So musste auch das Nahrungsmittelhandwerk mit Fleischereien, Bäckereien oder Konditoreien mit dem Wegbrechen von Cateringangeboten oder Belieferungen von Beherbergungsbetrieben starke wirtschaftliche Einbrüche verkraften. Die Flexibilität, die Bund und Land während der Coronakrise zur Erleichterung der Vergabe und Beschaffung öffentlicher Güter oder sicherheitsrelevanter Ausrüstungen eingeführt hatten, sollten auch nach der Pandemie erhalten bleiben. «Die mit weniger Auflagen versehene und dennoch wirtschaftliche Beschaffung, beschleunigt das Wiederanfahren der Wirtschaft», erklärte Hochschild.

Auf der Fahrbahn sitzender Mann bei Wismar überfahren: tot

Hohenkirchen (dpa/mv) - Ein 31-jähriger Mann ist in der Nacht zum Sonntag auf der Landesstraße 2 bei Wismar ums Leben gekommen. Er saß in der Höhe von Hohenkirchen mit dem Rücken zum ankommenden Verkehr mitten auf den rechten Fahrbahnstreifen, wie die Polizei mitteilte. Ein 41 Jahre alter Autofahrer bemerkte den dunkel gekleideten Mann in der Dunkelheit nicht rechtzeitig. Der 31-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Kopfverletzungen. Er starb im Krankenhaus in Wismar. Der Pkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Handwerkskammer: Investitionen zur Wirtschaftstabilisierung

Rostock (dpa/mv) - Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern hat zum Wiederanfahren der Wirtschaft umfassende Investitionen statt weiterer finanzieller Sofortprogramme gefordert. «Die Finanzierungsperiode nach der Corona-Krise muss darauf konzentriert werden, die wirtschaftlichen Einnahme- und Steuerkreisläufe wieder in Gang zu setzen», sagt Kammerpräsident Axel Hochschild der Deutschen Presse-Agentur. «Das kann vor allem durch mehr Investitionen in die Infrastruktur, in öffentliche Gebäude, Schulen sowie Straßen und den Öffentlichen Nahverkehr gelingen.»

Feuer auf Balkon von Mehrfamilienhaus: Gebäude geräumt

Stralsund (dpa/mv) - Am Samstag hat es auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Stralsund gebrannt. Das Feuer habe auch die dazugehörige Wohnung beschädigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Vorsorglich seien sechs Personen aus dem Haus in Sicherheit gebracht worden. Es wurde den Angaben zufolge niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt laut Polizei etwa 7500 Euro. Die betroffene Wohnung ist unmittelbar nach dem Brand nicht bewohnbar. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Verdachts auf Brandstiftung.

Schiffe wegen Corona außer Betrieb: Warnung vor Risiken

Hamburg/München (dpa) - Wegen der schwerwiegenden Störungen im internationalen Transport- und Reiseverkehr infolge der Corona-Krise haben die Reedereien viele Schiffe vorübergehend außer Betrieb genommen. Weltweit seien gegenwärtig 11,3 Prozent der Containerflotte ungenutzt, heißt es in einem internen Bericht des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg. Das bedeutet: 524 Schiffe mit einer Tragfähigkeit von 2,65 Millionen Standardcontainern (TEU) sind nicht auf den Weltmeeren unterwegs, sondern liegen vor den Häfen auf Reede, meist in Asien. Das sind so viele wie noch nie. An Bord leben oft noch die Besatzungen, die auf Aufträge hoffen oder nicht nach Hause können. Der Branchendienst Alphaliner rechnet mit einem weiteren Anstieg der sogenannten Auflieger im Juni. Denn die Perspektiven für die Branche sind miserabel. Nach verschiedenen Prognosen dürfte der Containertransport in diesem Jahr um ungefähr zehn Prozent zurückgehen; das wäre die schlechteste Entwicklung seit mehr als 40 Jahren. Seit der Finanzkrise 2008/09 hat die Branche hat zwar zehn harte Jahre hinter sich, doch ist sie zuvor im Zuge der Globalisierung über viele Jahre stark gewachsen und konnte regelmäßig zweistellige Zuwächse verbuchen. Nun sieht es so aus, als werde es noch lange ein Überangebot an Schiffsraum geben und die Rückkehr auf den alten Wachstumspfad noch Jahre dauern. Ähnlich sieht es in der Kreuzschifffahrt aus. Die gesamte Weltflotte von rund 400 Schiffen ist gegenwärtig außer Betrieb. Ein Ende ist nicht abzusehen. In den USA gilt eine «No-Sail-Order» bis zum 24. Juli, in Europa und Asien wird in diesem Sommer nicht ernsthaft damit gerechnet, dass die Kreuzfahrtschiffe wieder fahren. Viele Fragen sind ungeklärt, zum Beispiel der Schutz der älteren Passagiere, die einen Großteil des Publikums ausmachen. Tausende von Mitarbeitern sind noch an Bord und können nicht weg. Die aufliegenden Schiffe kosten die Reedereien Millionenbeträge. Und sie erhöhen auch die Risiken für Mensch und Material. Darauf hat die Allianz-Tochter AGCS hingewiesen, die als Industrieversicherer auch die globale Schifffahrt zu ihren Kunden zählt. Viele Seeleute sind schon seit Monaten an Bord. «Werden die Crews nicht abgelöst, so kann körperliche und geistige Erschöpfung die Folge sein», sagte Volker Dierks von AGCS. Menschliches Versagen sei mit einem geschätzten Anteil von 75 bis 96 Prozent die Hauptursache für Schadenfälle in der Schifffahrt. Zudem müssen die aufgelegten Schiffe technisch in Schuss bleiben und das ist nicht trivial. Bei einem «warmen» Aufliegen bleiben die Schiffe betriebsbereit mit Besatzung, bei einem «cold-lay-up» werden dagegen die meisten Systeme abgeschaltet. Um sie wieder in Betrieb zu nehmen, sind umfangreiche Tests erforderlich, manchmal sogar ein Aufenthalt in der Werft. Die Kosten sind beträchtlich. Andere Risiken seien Verzögerungen bei Wartung und Inspektion von Schiffen oder eine mangelhafte Versorgung mit Betriebsmitteln wie Schmier- und Treibstoffen. Sorgen bereitet der Allianz-Tochter auch eine beträchtliche Anzahl großer Kreuzfahrtschiffe, die vor der Ostküste der USA vor Anker liegen. Der Beginn der Hurrikansaison könne ein Risiko für diese Schiffe darstellen, wenn sie nicht schnell aus der Gefahrenzone gebracht werden könnten, heißt es in der Mitteilung.

Ein Toter bei Wohnungsbrand in Greifswald

Greifswald (dpa/mv) - Bei einem Brand in einem Hochhaus in Greifswald ist am Samstag ein Mensch ums Leben gekommen. Die Identität des Opfers war nach Angaben der Polizei am Sonntag noch unklar. Außerdem erlitten bei dem Feuer vier Personen im Alter zwischen 64 und 80 Jahren schwere Verletzungen. Zwölf weitere Personen wurden leicht verletzt. Die Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr und der Polizei Greifswald hatten das Haus den Angaben zufolge geräumt und mehrere Bewohner in Sicherheit gebracht. Das Feuer konnte gelöscht werden. Vier Polizeibeamte, die den Senioren aus ihren Wohnungen halfen, erlitten bei dem Feuer leichte Rauchgasvergiftungen. In dem betroffenen Hausaufgang sind mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner wurden in von der Wohnungsbau-Genossenschaft bereitgestellten Ersatzwohnungen untergebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Studie zur Lebensqualität und Homeoffice

Stralsund (dpa/mv) - Viele Firmen haben während der Corona-Pandemie gute Erfahrungen mit dem Homeoffice gemacht. Das könnte nach Ansicht des Stralsunder Wissenschaftlers Lieven Kennes dazu führen, dass künftig mehr Unternehmen das Arbeiten von zu Hause gestatten. «Wenn man dort arbeiten darf, wo man leben möchte, könnte das eine top Chance sein, dass sich mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern niederlassen», sagte der Professor für Statistik und Ökonometrie an der Hochschule Stralsund. Eine Hilfe bei der Entscheidung über den Arbeitsort von Einzelnen und von Firmen bietet eine Studie der Hochschule, die die Lebensqualität im Landkreis Vorpommern-Rügen mit der in den Metropolen Berlin, Hamburg und München sowie mit ähnlich großen Städten wie in der vorpommerschen Region vergleicht. Christian Bülow als Leiter des Welcome Centers in Stralsund kann mit der Studie gut arbeiten: «Die Lebensqualität ist objektiviert dargestellt», sagte er. Das Welcome Center ist eine Anlaufstelle des Landkreises für Fachkräfte, Rückkehrer, Studierende und Zuzügler aus dem In- und Ausland sowie für regionale Betriebe auf der Suche nach Mitarbeitern. Stärken der Region an der Ostsee mit den Städten Stralsund, Barth, Grimmen und Bergen auf Rügen sind laut Studie das günstige Verhältnis von Betreuungsplätzen pro Kind, gute überregionale Zugverbindungen für Stralsund und Bergen, die geringe Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastung gegenüber den Metropolen und der erschwingliche Wohnraum. «Da kann jeder entscheiden, ob er Natur, saubere Luft und Kinderbetreuung möchte, oder schnell Geld verdienen will und einen Flughafen um die Ecke braucht», sagte Bülow. Im zweiten Fall sei er in einer Großstadt besser aufgehoben. Andererseits gebe es den Trend der Großstadtflucht. «Lebensqualität ist etwas sehr Subjektives. In unserer empirischen Studie präsentieren wir jedoch die Resultate objektiver Datenanalysen, so dass jeder seine individuelle Gewichtung vornehmen kann», sagte Kennes. Der größte Nachteil der Region seien die niedrigen Gehälter. «Obwohl da Dynamik drin ist», meinte er. Im Schnitt liegt das Bruttoentgelt im Landkreis Vorpommern-Rügen bei weniger als 2500 Euro. In den Vergleichsstädten Coswig (Sachsen), Bebra (Hessen) und Neunburg vorm Wald (Bayern) seien es zwischen 2600 und 3300 Euro. Stolberg (NRW), Hamburg und München liegen zwischen knapp 3500 und 4200 Euro. Im Vergleich ist die Arbeitslosenquote in Vorpommern-Rügen am höchsten. Dafür bieten die nordvorpommerschen Städte deutlich günstigere Mieten als die Metropolen. In Stralsund wurden demnach 2018 bei der Neuvermietung 5,77 Euro pro Quadratmeter fällig, in Berlin 9,04, in Hamburg 10,40 und in München 16,24 Euro. Die anderen Vergleichsstädte lagen auf ähnlichem oder leicht geringerem Niveau wie in Vorpommern-Rügen. In die Studie einbezogen wurden zudem Kriterien wie die Dichte von Supermärkten, Museen, Theatern, Konzertsälen, Bibliotheken, Spielplätzen und Freizeitangeboten sowie Wetterdaten. Die Studie entstand Kennes zufolge in Kooperation zwischen der Hochschule, dem Landkreis Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Stralsund. Die Studie ist Kennes zufolge repräsentativ. Als Vergleichsstädte seien nach einem Zufallsalgorithmus Kommunen zwischen 8000 und 70 000 Einwohnern in ländlichen Regionen gewählt worden, fern von Metropolen.

Wohnungsbrand in Greifswald: Polizeibeamte retten Bewohner

Greifswald (dpa/mv) - In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Greifswald hat es am Samstagabend gebrannt. Teile des Gebäudes in der Lomonossowallee mussten evakuiert werden, wie die Polizei Greifswald via Twitter mitteilte. Polizisten hätten demnach eine ältere Frau und einen älteren Mann, die sich in einer Wohnung unterhalb der brennenden Wohnung befanden, auf dem Rücken vom zehnten Stock in Sicherheit gebracht. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Die Brandursache und der Gesundheitszustand der betroffenen Bewohner war zunächst unklar.

Ein weiterer Corona-Fall in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag eine neue Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden. Damit sind laut Statistik bisher 761 Menschen im Land positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden (Stand 30. Mai, 15.00 Uhr). Der neue Fall wurde aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet. Die Zahl der Menschen im Nordosten, die bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben, blieb bei 20. 721 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 112 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringsten Corona-Zahlen.

Neues Freizeitangebot: Seenplatte eröffnet Kunsteisbahn

Malchow (dpa/mv) - Schlittschuhfans können in Mecklenburg-Vorpommern seit Samstag auch in der wärmeren Jahreszeit ihre Leidenschaft ausleben. In Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist am Samstag trotz der Corona-Beschränkungen die größte Kunsteisbahn nördlich von Berlin eröffnet worden. Auf die knapp 600 Quadratmeter große Lauffläche dürfen aufgrund der Abstandsregeln zurzeit 50 Schlittschuhläufer gleichzeitig. Die Kunsteisfläche ist 17 mal 35 Meter groß. Der Bau kostete rund 140 000 Euro, die von der Stadt Malchow und dem Kultur- und Sportring getragen werden, der sie auch bewirtschaftet. Später - ohne Corona-Pandemie - sollen bis zu 100 Sportbegeisterte zugleich dort laufen dürfen.

Pfingst-Event «Kunst:Offen» mit 600 statt 800 Teilnehmern

Rostock (dpa/mv) - Rund 600 Künstler und Kunsthandwerker in Mecklenburg-Vorpommern haben am Pfingstwochenende ihre Ateliers und Werkstätten für Neugierige geöffnet. Damit hat die traditionelle Aktion «Kunst:Offen» in diesem Jahr ein Viertel weniger Teilnehmer als sonst, wie der Landestourismusverband mitteilte. Der Grund sind die Corona-Krise und die Auflagen, wenn Künstler Gäste empfangen. So gilt auch in den Ateliers ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Den Weg zu den geöffneten Ateliers, Werkstätten und Galerien weisen blau-weiße Fahnen oder gelbe Sonnenschirme. Allein an der Seenplatte präsentieren sich laut Tourismusverband rund 115 Teilnehmer an 90 Orten.

Bitte recht freundlich: Für bundesweiten Tourismus geöffnet

Rostock (dpa/mv) - Volle Promenaden, gut gebuchte Hotels und eine Kampagne für mehr Freundlichkeit der Einheimischen: Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag aufgrund der Corona-Pandemie verspätet und mit Einschränkungen in die Tourismussaison gestartet. Weil die Hotels nur 60 Prozent ihrer Betten belegen dürfen, hielt sich der Andrang auf den Zufahrtsstraßen in Grenzen. Die Polizei berichtete am Samstag von ruhigem Reiseverkehr ohne Staus und Zwischenfälle. In Heringsdorf und Rostock-Laage landeten die ersten Ferienflieger aus Frankfurt/Main und München. Die Bahn stellte zusätzliche Züge zwischen Berlin und Stralsund zur Verfügung, auch damit der Hygiene-Abstand in den Wagen besser eingehalten werden kann. In den touristischen Hotspots vor allem an der Küste herrschte am Samstag reges Treiben. Bei teilweise kühlem, windigem Wetter spazierten die Gäste, radelten - und seien froh, dass sie wieder an die Ostsee könnten, sagte eine Mitarbeiterin der Kurverwaltung in Binz auf Rügen. Ins Meer trauten sich angesichts von 13 Grad Wassertemperatur aber nur einige ganz Mutige. Gefragt seien die Strandkörbe. In Warnemünde startete der Landestourismusverband eine Kampagne für ein besseres Klima für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Zum Auftakt der Kampagne «Wir sind Urlaubsland» wurde am Hotel Neptun ein 40 mal 40 Meter großes Banner präsentiert. Es zeigt zwei junge Menschen, die mit ihren Händen ein Herz formen. Der Spruch «Sei dabei. Zeig Herz.» wendet sich an die Einwohner des Landes. Der Hintergrund: Mitte März waren die Hotels und Campingplätze in MV wegen der Corona-Krise für Urlauber gesperrt worden. Touristen von außerhalb durften bis zum 25. Mai nicht nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Mancherorts kam es in dieser Zeit zu unschönen Szenen: Autos mit auswärtigen Kennzeichen wurden beschädigt, Menschen angefeindet. «Auch wenn unfreundliche Gastgeber Ausnahmeerscheinungen waren, so haben sie doch die Wahrnehmung deutlich mitgeprägt und Vertrauen zerstört», räumte das für den Tourismus zuständige Wirtschaftsministerium ein. Die Kampagne soll im Juni laufen und dem Ministerium zufolge in eine mehrjährige Initiative zur Förderung des Tourismusbewusstseins münden. Neben dem Banner in Rostock-Warnemünde sind große Anzeigen in Tageszeitungen sowie Aktionen mit Einzelhändlern, Schulen und Kindergärten geplant. Ziel sei es, das Vertrauen in den Tourismus wiederherzustellen und zu stärken und auf dessen Beitrag zur Lebensqualität der Menschen aufmerksam zu machen. Jeder fünfte Arbeitsplatz im Nordosten hänge am Tourismus, rief Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ins Gedächtnis. Unterdessen trat aus Protest gegen die Begrenzung der Bettenbelegung das Hotel The Grand in Ahrenshoop aus dem Branchenverband Dehoga aus. Das Hotel war gegen die vom Land verhängte 60-Prozent-Grenze vor das Oberverwaltungsgericht in Greifswald gezogen und hatte dort verloren. Vom Dehoga fühlt das Hotel seine Interessen ungenügend vertreten. Der Verband habe die Quote als Gewinn akzeptiert und keine erkennbaren Schritte veranlasst, um sie abzuwenden, erklärte Prokuristin Susann Plath in einer Pressemitteilung vom Samstag. «Wir haben uns von unserem Hotel- und Gaststättenverband in dieser Krise mehr erwartet.» Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in MV, Lars Schwarz, geht indessen davon aus, dass die 60-Prozent-Obergrenze Mitte Juni fällt. Es gebe die klare Zusage von der Landesregierung, dass 14 Tage nach Pfingsten - nachdem die Gäste aus ganz Deutschland kommen dürfen - eine Entscheidung getroffen werde, hatte Schwarz erklärt. Auch Staatskanzleichef Heiko Geue (SPD) machte am Samstag in Warnemünde Hoffnung auf einen Fall der 60-Prozent-Quote Mitte Juni, wenn die Corona-Zahlen gering bleiben. Wie der Geschäftsführer des Tourismusverbands Mecklenburgische Seenplatte, Bert Balke, sagte, sind die Gäste durchweg positiv gestimmt. «Die geltenden Bestimmungen werden unaufgefordert eingehalten.» Statt möglicher Enttäuschung über eingeschränkte Angebote gebe es eine «hohe Urlaubsvorfreude». Balke fügte hinzu: «In der Seenplatte sind zu Pfingsten noch Zimmer frei.»

Erste Flieger auf Flughäfen Heringsdorf und Laage gelandet

Heringsdorf/Laage (dpa/mv) - Mit der Öffnung Mecklenburg-Vorpommerns für auswärtige Touristen nach dem Corona-Lockdown kommt der Flugverkehr auf den Airports des Landes wieder in Gang. Der Flughafen Heringsdorf auf Usedom startete am Samstag mit rund zwei Monaten Verspätung in die Saison 2020. Als erste Linienmaschine landete ein Flugzeug der Lufthansa mit 100 Plätzen aus Frankfurt/Main, teilte ein Sprecher mit. Auch in Rostock-Laage landete am Samstag die erste Maschine seit dem Corona-Lockdown im März. An Bord des Flugzeugs aus München waren 61 Passagiere, wie ein Flughafen-Mitarbeiter sagte. Der Geschäftsführer des Flughafens Heringsdorf, Dirk Zabel, erklärte, der Insel-Airport sei gut gerüstet und setze darauf, dass der Verkehr ab Juni weiter hochgefahren wird. «Insbesondere hoffen wir auf Eurowings, die für uns die Städte Stuttgart und Düsseldorf ansteuert.» Als weitere Ziele waren Zürich und Dortmund geplant. Dazu ließen sich derzeit noch keine verbindlichen Aussagen treffen, sagte Zabel. Nach seinen Worten wurde auf dem kleinen Flughafen ein umfangreiches Hygienekonzept umgesetzt. Alle Abfertigungschalter sowie das Boardinggate und der Cateringbereich wurden mit Plexiglasscheiben ausgestattet. Fluggäste und Besucher werden mit Bodenmarkierungen und Hinweisschildern gelenkt und auf Sicherheitsabstand gehalten. Desinfektionsmöglichkeiten stünden zur Verfügung und es gelte im gesamten Terminal die Pflicht, Mund- und Nasenschutz zu tragen. Das Flughafenpersonal sei mit Schutzmaterial ausgestattet worden. Zusätzliche Wartebereiche sollen Ansammlungen etwa bei der Aufgabe oder Ausgabe des Gepäcks vermeiden. 2019 zählte der Flughafen Heringsdorf nach eigenen Angaben knapp 21 000 Linienflugpassagiere, 5500 mehr als im Jahr zuvor. Zudem steht der Airport für Rettungs- und Versorgungsflüge sowie Trainings- und Tankflüge zur Verfügung.