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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Zu viel Wind: Bombenbergung im Stettiner Haff verschoben

Neuwarp/Altwarp (dpa/mv) - Die für Sonntag geplante Bergung von Weltkriegsbomben im Stettiner Haff ist wegen des stürmischen Wetters verschoben worden. Dadurch könnten die Bomben nicht gefahrlos geborgen werden, teilte ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald unter Berufung auf die polnischen Behörden mit. Die weiträumigen Sperrungen seien vorerst aufgehoben worden. Wann die diesmal georteten zwei Bomben am Südende des Kaiserkanals zwischen Altwarp und Neuwarp (Nowe Warpno) geborgen werden sollen, sei noch nicht festgelegt worden. Es ist bereits die dritte Bombenbergung im polnischen Teil des riesigen Stettiner Haffs seit Anfang Juli. In der Region nördlich von Stettin (Szczecin) waren 1944 und 1945 unter anderem die damals deutsche Stadt Swinemünde (?winouj?cie) sowie ein deutsches Panzerschiff im Kaiserkanal bombardiert worden, der das Haff mit der Ostsee verbindet. Von den damaligen Angriffen rühren noch immer etliche Blindgänger her. Im Juli und im August waren dort zweimal ohne Probleme drei Bomben auf polnische Schiffe gehoben und später in der Ostsee gesprengt worden. Das Stettiner Haff ist mit rund 680 Quadratkilometern etwas größer als der Bodensee. Seit 1945 ist es in einen deutschen und einen polnischen Abschnitt geteilt.

Passanten schnappen Geldbörsendieb

Stralsund (dpa/mv) - Drei Passanten haben einen Geldbörsendieb unmittelbar nach seiner Tat gestellt. Der 38 Jahre alte Dieb hatte am Samstagnachmittag einen 84-Jährigen angesprochen und gebeten, für ihn Geldscheine in Münzen zu wechseln, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Als der ältere Herr seine Geldbörse herausholte, habe der Dieb sich diese gegriffen und sei davongelaufen. Eine Frau und zwei Männer hatten laut Polizeiangaben alles beobachtet, folgten dem Mann und konnten ihn schließlich einholen. Sie informierten die Polizei und übergaben den Dieb den Beamten. Er sei bereits polizeibekannt gewesen.

Autofahrer fährt gegen Baum - lebensbedrohlich verletzt

Süderholz (dpa/mv) - Ein Autofahrer hat sich nahe Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) beim Zusammenstoß mit einem Baum lebensbedrohlich verletzt. Der 57-Jährige kam bei Rakow mit seinem Wagen aus zunächst ungeklärter Ursache am Sonntagmorgen links von der Straße ab, wie die Polizei mitteilte. Bei der ungebremsten Kollision mit dem Baum am Straßenrand sei er im Auto eingeklemmt worden. Einsatzkräften befreiten den Mann mit Spezialwerkzeug aus dem Fahrzeug. Er sei mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden.

«Richard III.» in Rostock: Überzeugender Spielzeitstart

Rostock (dpa/mv) - Mit Shakespeares Schauspiel «Richard III.» hat das Volkstheater Rostock am Samstagabend einen überzeugenden Start in die Spielzeit 2019/20 hingelegt. Minutenlang feierte das Publikum im Großen Haus die Schauspieler, die die Neuinszenierung des Berliner Dramatikers Juri Sternburg unter der Regie von Angelika Zacek umsetzten. Das Stück zeichnete sich durch eine klare Sprache aus, die oft mit einer Portion Humor gewürzt war. Dabei ist das Thema des Dramas aus dem späten 16. Jahrhundert ohne Zweifel in die heutige Zeit übertragbar. Denn auf Richards Weg zur Macht geht es um politische Manipulation und Tabubrüche. Richard III. greift zum Mittel des politischen Mordes, der Bespitzelung und Einschüchterung. Er setzt sich damit durch, bis ihn die Intrigen selbst einholen. Für Volkstheater-Intendant Ralph Reichel ist die Distanz zu Shakespeares Original nicht groß. «Der «House-of-Cards-Humor» von Richard III. hat auf der Bühne gut funktioniert.» Sternburg sei mit seiner extra für Rostock geschaffenen Inszenierung dichter an dem «dreckigen und bösen Humor» Shakespeares als an der deutschen Aufführungstradition, die ernster und romantischer ist. Normalerweise sitze das Publikum bei deutschen Shakespeare-Aufführungen drei oder vier Stunden mehr oder weniger betroffen da und denke, die Welt ist schlecht, sagte Reichel. In Rostock dauerte die Aufführung gut zweieinhalb Stunden und hätte im ersten Teil noch gestrafft werden können. Für Aufmerksamkeit sorgte das Bühnenbild. Es stellt einen Kessel aus Sprossen dar, der für die Schauspieler unausweichlich ist. Es gibt den unsichtbaren Himmel und den Abgrund, in den die Akteure fallen. Die Besucher sind so zwangsläufig auf die Schauspieler konzentriert, bei denen sich insbesondere Richard-Darsteller Bernd Färber auszeichnete und entsprechend gefeiert wurde. Für die akustische Begleitung, die mit Klangexperimenten unter anderem auf dem Klavier an Stummfilm-Slapstick erinnerte, sorgte Schauspielmusiker John R. Carlson, der die dichte Atmosphäre des Stückes weiter verstärkte.

Wohnungsbrand in Wolgast richtet hohen Schaden an

Wolgast (dpa/mv) - Bei einem Wohnungsbrand in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist ein Schaden von 70 000 Euro entstanden. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer am Samstagabend in der Küche aus und konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Die Familie, die in der Wohnung lebt, war nicht zu Hause. Wie es zu dem Brand kam, konnten die Behörden am Sonntagmorgen noch nicht sagen.

Die Peene brennt nicht mehr: Letztes Open Air beendet

Anklam (dpa/mv) - Mit dem kleinen Anklamer Festival «Die Peene brennt» ist das letzte Open Air der Saison 2019 in Mecklenburg-Vorpommern zu Ende gegangen. Die Zuschauer feierten am Samstag noch einmal Anklam (Vorpommern-Greifswald) als Hauptstadt der «Freien Republik Peeneland». Autor und Regisseur Wolfgang Bordel sparte nicht mit wundersamen Geschichten aus der Region: Er beschrieb den Usedexit - den Austritt der Insel Usedom aus der Peeneland-Union - und enthüllte, dass der erste Mensch auf dem Mond in Wahrheit ein Anklamer war. Zu den sieben Vorstellungen, die vor allem von Laien gespielt wurden, kamen insgesamt 3300 Zuschauer, wie die Vorpommersche Landesbühne mitteilte. Wie in jedem Jahr waren unter den Darstellern bekannte Persönlichkeiten der Region, unter anderen Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) als Don Quijote. Eine Sprecherin nannte die Saison für die Vorpommersche Landesbühne sehr erfolgreich. Mehr als 45 000 Besucher sahen seit Ende Mai die Aufführungen der vier Open Airs auf der Insel Usedom, in Wolgast, Barth und Anklam. Dazu kamen die klassischen Theater-Angebote und Gastspiele im Theaterzelt «Chapeau Rouge» am Strand von Heringsdorf und im gelben Theater «Die Blechbüchse» in Zinnowitz auf Usedom. Am 12. Oktober feiert das Theater in Anklam sein 70-jähriges Bestehen.

Hansa Rostock will in Braunschweig punkten: Kapitän fehlt

Rostock (dpa/mv) - Nach zuletzt zwei ungeschlagenen Spielen will Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock am heutigen Sonntag auch bei Eintracht Braunschweig punkten. «Wir können aus einer Art Außenseiterrolle heraus agieren und wollen das Spiel gewinnen», sagte Hansa-Trainer Jens Härtel vor dem Gastspiel beim Tabellenführer. Die Rostocker haben bislang nur zwei ihrer sieben Saisonspiele gewonnen. Auswärts gab es noch keinen Dreier. Hansa geht allerdings mit Personalsorgen in das Spiel der beiden Traditionsclubs. Kapitän Julian Riedel laboriert weiter an einer Innenbandverletzung, die ihn schon im vergangenen Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt zum Pausieren zwang. Auch der Mittelfeld-Abräumer Tanju Öztürk fällt verletzungsbedingt aus. Dafür ist Verteidiger Maximilian Ahlschwede nach auskuriertem Infekt wieder eine Alternative für die Startelf.

Festspiele MV enden: Abschlusskonzert in Neubrandenburg

Neubrandenburg (dpa/mv) - Nach 152 Konzerten enden am heutigen Sonntag die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Das Abschlusskonzert wird in der Konzertkirche Neubrandenburg gespielt. Zu hören ist Edward Elgars Cellokonzert e-Moll, gespielt von der diesjährigen Preisträgerin in Residence, der Niederländerin Harriet Krijgh. Ergänzt wird das Programm durch die «Schicksalssinfonie» von Ludwig van Beethoven. Die NDR Radiophilharmonie spielt unter ihrem langjährigen Chefdirigenten Andrew Manze. Zuvor ist eine kostenlose Konzerteinführung geplant. In diesem Sommer gastierten die Festspiele an 83 Spielstätten im ganzen Land, darunter in Kirchen, Schlössern und Herrenhäusern, in Parks und Konzertscheunen sowie an ungewöhnlichen Orten wie einer Eisengießerei oder der Turbinenhalle des ehemaligen Atomkraftwerks Lubmin.

Letzter Tag der Landwirtschaftsausstellung MeLa

Mühlengeez (dpa/mv) - Die Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung MeLa in Mühlengeez bei Güstrow geht am heutigen Sonntag nach vier Tagen zu Ende. Wieder werden Tausende Besucher erwartet, die sich über die Angebote und Leistungen der Branche informieren wollen. Attraktionen sind hauptsächlich Programme mit Tieren, wie das Westernreiten, eine Pferdeschau und Züchterwettbewerbe. Das Tier der diesjährigen Mela ist das Rheinisch-Deutsche Kaltblut, ein kräftiges Arbeitspferd, das vom Aussterben bedroht ist. Teil der Messe ist auch die Landestierschau, in der mehr als 1000 Zuchttiere präsentiert werden, darunter viele Fleischrindrassen. Die Mela ist nach Angaben der Veranstalter die größte Agrarmesse in Norddeutschland. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 70 000 Besucher. Im Mittelpunkt des politischen Rahmenprogramms stand beim Landesbauerntag am Freitag die Kritik an dem sogenanntem Agrarpaket der Bundesregierung. Es sieht das unter anderem das Aus für das umstrittene Unkrautgift Glyphosat Ende 2023, mehr Schutz für Insekten und ein neues Tierwohl-Kennzeichen vor. Bauernpräsident Detlef Kurreck kritisierte, dass in Berlin niemand die ökonomischen Auswirkungen des Pakets durchgerechnet habe. Die Zeche müssten am Ende die Landwirte zahlen.

Sekundenschlaf? Auto prallt gegen Baum

Neuburg (dpa/mv) - Sekundenschlaf hat nach ersten Erkenntnissen einen Unfall auf der Bundesstraße 105 ausgelöst, bei dem ein 61-Jähriger schwer verletzt wurde. Er war aus Rostock kommend mit dem Auto in Richtung Wismar unterwegs, als der Wagen nach rechts von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug prallte erst gegen einen Leitpfosten und dann frontal gegen einen Baum. Der im Auto eingeklemmte Fahrer wurde von Feuerwehrleuten befreit und in das Krankenhaus Wismar gebracht. Die Fahrbahn wurde nach dem Unfall zeitweise voll gesperrt.

Integrationsbeirat will kommunales Wahlrecht für Migranten

Erfurt (dpa/th) - Der Dachverband der kommunalen Integrationsbeiräte hat ein kommunales Wahlrecht für dauerhaft in Deutschland lebende Ausländer gefordert. In mehr als der Hälfte der EU-Länder sei das bereits Praxis, sagte der Vorsitzende des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates (BZI), Lajos Fischer, am Samstag anlässlich einer Fachtagung seiner Organisation in Erfurt. Das kommunale Wahlrecht sollte für Menschen mit Migrationshintergrund gelten, die sich länger als drei Jahre in Deutschland aufhalten. Sie sollen die gleichen Rechte bekommen wie EU-Bürger. «Sie leben in den Kommunen, zahlen Steuern, erziehen hier ihre Kinder und dürfen nicht mitbestimmen», kritisierte Fischer. Die politische Mitbestimmung auf kommunaler Ebene gebe ein Gefühl der Anerkennung und sei auch ein Beitrag zur Integration, sagte der BZI-Vorsitzende. In Zeiten der Polarisierung täte den Kräften der Demokratie neuer Schwung ganz gut. Für ein solches kommunales Wahlrecht müsste das Grundgesetz geändert werden. Der BZI forderte außerdem die Erleichterung mehrfacher Staatsbürgerschaften sowie flächendeckend staatlich finanzierte Antidiskriminierungsstellen, um Rassismus konsequent bekämpfen zu können. In Erfurt diskutierte der BZI auch über die Perspektiven von Migranten im Osten. Umfragen zufolge gelte Ostdeutschland als zehnfach gefährlicher für Geflüchtete als das übrige Land, sagte Fischer. Jedoch lebten in den neuen Bundesländern nur fünf Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik. Umso wichtiger sei die Arbeit der örtlichen Integrationsbeiräte. Auf ihnen laste im Osten ein höherer Druck, da sie mit weniger Geld und hauptamtlichem Personal ausgestattet seien als im Westen. Der BZI ist der bundesweite Zusammenschluss der Landesorganisationen kommunaler Integrations-, Migrations- und Ausländerbeiräte. Er steht damit nach eigenen Angaben für 6000 politisch aktive Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

39-Jährige kippt mit Quad um: Schwer verletzt

Garz (dpa/mv) - Eine 39 Jahre alte Quadfahrerin hat sich am Samstag bei einem Unfall auf Rügen schwer verletzt. Die Inselbewohnerin hatte sich nach Polizeiangaben das vierrädrige Fahrzeug ausgeliehen und war auf einem Landweg bei Garz unterwegs. In einer leichten Rechtskurve sei sie vom Weg abgekommen und umgekippt. Ein Rettungshubschrauber brachte sie mit Rückenverletzungen in ein Krankenhaus nach Greifswald.

Autofahrer übersieht Motorrad: 74-Jähriger schwer verletzt

Stralsund (dpa/mv) - Ein 74 Jahre alter Motorradfahrer ist am Samstag bei einem Unfall in Stralsund schwer verletzt worden. Ein 70-jähriger Autofahrer habe das entgegenkommende Zweirad beim Linksabbiegen übersehen, teilte die Polizei mit. Es kam zum Zusammenstoß. Der 74-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Hilfsorganisationen üben Ölbekämpfung am Ostseestrand

Kühlungsborn (dpa/mv) - Hilfsorganisationen und Behörden des Landkreises Rostock haben am Samstag die Bekämpfung einer Ölverschmutzung am Ostseestrand von Kühlungsborn geübt. Rund 90 Einsatzkräfte legten am Hafen des Seebades Ölsperren aus und bauten Spezialtechnik auf. Ferner richteten sie eine sogenannte Dekontaminationsstrecke und eine mobile Einsatzleitstelle ein. Das Szenario umfasste sowohl einen Schiffsunfall als auch einen Ölaustritt aus der Tankstelle des Hafens. Die Übung fand bei Sonnenschein und ruhiger See statt. Hintergrund der Übung sei der zunehmende Schiffsverkehr auf der Ostsee, hieß es. Auch kleinere Unfälle mit Schadstoffen häuften sich. Erst im August hatte das Havariekommando eine ähnliche Übung bei Rostock veranstaltet. Dabei war die Bekämpfung eines Ölteppichs mit sechs Schiffen geübt worden. Koordiniert wurden die Einsatzkräfte auf See erstmals mit Hilfe einer Drohne. Den Ölteppich hatten die Übungsteilnehmer mit 20 Kubikmeter Popcorn simuliert. In den vergangenen Jahren sind die Strände in Mecklenburg-Vorpommern von Ölverschmutzungen verschont geblieben. Nur angeschwemmte Paraffin-Klumpen erforderten mehrfach Reinigungseinsätze auf Rügen. Das Seegebiet nördlich von Mecklenburg-Vorpommern hat einige Gefahrenpunkte für die Schifffahrt. Eine der schmalsten und schwierigsten Passagen ist die Kadetrinne. Bis zu 200 Frachtschiffe durchfahren pro Tag die zum Teil nur etwa 1000 Meter breite Engstelle, in der es schon häufiger zu Havarien kam. 2001 etwa rammte der Zuckerfrachter «Tern» den Öltanker «Baltic Carrier», woraufhin rund 2700 Tonnen Öl an die dänische Küste gespült wurden.

Gemischte Nachfrage nach Hochzeitsterminen am 19.9.2019

Schwerin/Rügen (dpa/mv) - Den Bund fürs Leben schließen an einem «krummen Schnapszahldatum» wie dem 19.9.19? Bei einigen Heiratswilligen ist das offenbar beliebt, aber überrannt werden die Standesämter in Mecklenburg-Vorpommern nicht, wie eine stichprobenartige Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. An der Nordspitze Rügens, wo das Amt Nord-Rügen Trauungen unter anderem vor maritimer Kulisse am Kap Arkona anbietet, sei der 19. September, ein Donnerstag, ausgebucht, sagte eine Standesbeamtin. In Neubrandenburg seien sechs Paare angemeldet, sagte Stadtsprecherin Anett Seidel. «Das ist viel für einen Tag mitten in der Woche.» Auch in Schwerin ist einer Sprecherin zufolge einiges los, hier seien zwölf Hochzeiten angemeldet. Anders sieht es dagegen etwa in Rostock aus. Der Tag sei ein regulärer Sprechtag des Standesamtes, weshalb niemand getraut werde. Auch vermehrte Anfragen habe es nicht gegeben, sagte ein Stadtsprecher. Aber das nächste Datum ist bereits in Sichtweite: Für den 20.2.2020 sind demnach bereits vier Termine reserviert. Auch in Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), wo Verliebte auf einem Schiff auf dem Mirower See - vor der Liebesinsel - heiraten können, gibt es keine erhöhte Nachfrage. Für schwimmende Trauungen gebe es an dem Tag keine Anmeldungen, sagte eine Sprecherin der Mirower Schifffahrt. Trauungen sind auch im Schloss des kleinen Ortes möglich, der kein eigenes Standesamt mehr hat. Hochzeiten in Mirow werden deshalb aus Neustrelitz mitverwaltet.

Betrunkener fährt gegen Hauswand

Neukloster (dpa/mv) - Ein betrunkener Mann ist in Neukloster (Landkreis Nordwestmecklenburg) gegen die Hauswand eines Einfamilienhauses gefahren. Der 20-Jährige kam am frühen Samstagmorgen von der Straße ab, durchbrach Büsche und eine Hecke und prallte gegen die Wand, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Er habe sich leicht verletzt und sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein Atemalkoholtest der Polizei ergab einen Wert von 0,91 Promille.

Neues Löschfahrzeug statt DDR-Feuerwehrauto

Strasburg (dpa/mv) - Innenminister Lorenz Caffier hat der Freiwilligen Feuerwehr Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ein neues Feuerwehrauto übergeben. Das Land Mecklenburg-Vorpommern, der Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie die Stadt Strasburg selbst hatten zu je einem Drittel die Anschaffungskosten übernommen, wie eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstag mitteilte. Das alte Löschfahrzeug habe noch aus DDR-Zeiten gestammt. «So wie ein Arzt seine medizinischen Instrumente braucht, kann die Feuerwehr ohne eine gute Ausrüstung nicht helfen», sagte Caffier bei der offiziellen Übergabe des Feuerwehrautos.

Metallarbeitgeber richten eigenen Arbeitskräfte-Pool ein

Hamburg (dpa) - Die Arbeitgeber in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie gehen neue Wege, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Um abgewiesene Bewerber und Betroffene von Stellenabbau in der Branche zu halten, hätten die Arbeitgeber im Internet einen eigenen Stellenpool eingerichtet, teilte der Verband Nordmetall in Hamburg mit. Die Idee: Wenn ein Unternehmen auf eine freie Ausbildungsstelle oder eine Stellenausschreibung mehr als eine geeignete Bewerbung erhält, werden die abgelehnten Bewerber in ein brancheninternes Online-Verzeichnis aufgenommen, auf das andere Firmen Zugriff erhalten. Ebenso verfahren Firmen, die Personal abbauen müssen. Damit können andere Arbeitgeber aus der Branche direkt auf die abgelehnten oder entlassenen Bewerber und Arbeitnehmer zugehen und sie für ihre Betriebe gewinnen. «Mit dem Zukunftspool bieten wir Bewerbern in unserer Industrie neue Perspektiven», sagte Nordmetall-Geschäftsführer Peter Golinski. «Außerdem schaffen wir einen Imagegewinn für jedes teilnehmende Unternehmen und ein Plus an Fachkräften für die gesamte Metall- und Elektroindustrie im Norden.» Das Werkzeug werde schon von wichtigen Unternehmen der Branche wie Airbus genutzt. Auch die Bundesagentur für Arbeit sieht die Online-Plattform als einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und Ergänzung der eigenen Arbeit.

Gemischte Nachfrage nach Hochzeitsterminen am 19.9.2019

Schwerin/Rügen (dpa/mv) - Den Bund fürs Leben schließen an einem «krummen Schnapszahldatum» wie dem 19.9.19? Bei einigen Heiratswilligen ist das offenbar beliebt, aber überrannt werden die Standesämter in Mecklenburg-Vorpommern nicht, wie eine stichprobenartige Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. An der Nordspitze Rügens, wo das Amt Nord-Rügen Trauungen unter anderem vor maritimer Kulisse am Kap Arkona anbietet, sei der 19. September, ein Donnerstag, ausgebucht, sagte eine Standesbeamtin. In Neubrandenburg seien sechs Paare angemeldet, sagte Stadtsprecherin Anett Seidel. «Das ist viel für einen Tag mitten in der Woche.» Auch in Schwerin ist einer Sprecherin zufolge einiges los, hier seien zwölf Hochzeiten angemeldet. Anders sieht es dagegen etwa in Rostock aus. Der Tag sei ein regulärer Sprechtag des Standesamtes, weshalb niemand getraut werde. Auch vermehrte Anfragen habe es nicht gegeben, sagte ein Stadtsprecher. Aber das nächste Datum ist bereits in Sichtweite: Für den 20.2.2020 sind demnach bereits vier Termine reserviert. Auch in Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), wo Verliebte auf einem Schiff auf dem Mirower See - vor der Liebesinsel - heiraten können, gibt es keine erhöhte Nachfrage. Für schwimmende Trauungen gebe es an dem Tag keine Anmeldungen, sagte eine Sprecherin der Mirower Schifffahrt. Trauungen sind auch im Schloss des kleinen Ortes möglich, der kein eigenes Standesamt mehr hat. Hochzeiten in Mirow werden deshalb aus Neustrelitz mitverwaltet.

Linke-Landeschef fordert Enteignung von Pharma-Konzernen

Schwerin (dpa/mv) - Der Landesvorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Koplin, hat der Pharma-Industrie Verantwortungslosigkeit vorgeworfen, weil sie sich aus der Antibiotika-Forschung zurückziehe. Darauf müsse die Politik reagieren, forderte er. «Zur Not muss man auch über eine Vergesellschaftung von Unternehmen nachdenken.» Grundlage dafür wäre Koplin zufolge Artikel 14 des Grundgesetzes, der besagt, dass Eigentum verpflichtet und sein Gebrauch zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll. Nur zum Wohle der Allgemeinheit ist demnach eine Enteignung zulässig. Die medizinische Versorgung, einschließlich die mit Medikamenten, gehöre zur Daseinsvorsorge und sei durch staatliches Handeln sicherzustellen, sagte der Politiker. Dies müssten Landes- und Bundesregierung tun. Außerdem verlangte Koplin den Ausbau der Forschungskapazitäten an den Universitäten. Nach einem Bericht des NDR ziehen sich seit Jahren immer mehr Pharma-Unternehmen aus der Entwicklung und Produktion von Antibiotika zurück, weil diese für sie nicht profitabel genug sind. Fast die Hälfte der etwa 100 Firmen, die 2016 eine gemeinsame Erklärung über mehr Anstrengungen im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen vereinbart hatten, sei in dem Bereich nicht mehr aktiv, hatte der Fernsehsender am Donnerstag berichtet. Neue Antibiotika werden benötigt, weil Bakterien zunehmend gegen ältere resistent werden. Der deutsche Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) ist der Ansicht, dass es insgesamt zu wenig Forschungsprojekte gibt. Die Aktivitäten stagnierten auf zu niedrigem Niveau, hatte der Geschäftsführer Forschung, Siegfried Throm, der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Antibiotika-Resistenzen seien weltweit ein großes Problem. Aufgrund der besseren Versorgung und Hygiene könnten in Deutschland allerdings bis zu 90 Prozent aller Patienten mit den vorhandenen Mitteln gut behandelt werden.