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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Woidke und Schwesig wollen ländliche Regionen weiter fördern

Wittenberge (dpa) - Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen wirtschaftlich schwache Gebiete nicht aufgeben. Die SPD-Regierungschefs Dietmar Woidke und Manuela Schwesig wandten sich bei einem Treffen beider Landesregierungen am Dienstag in Wittenberge gegen den Vorschlag, Fördermittel auf die Städte zu konzentrieren. «Natürlich müssen wir die wirtschaftlichen Zentren weiter stärken», sagte Schwesig nach Mitteilung beider Staatskanzleien. «Aber das darf nicht dazu führen, dass die ländlichen Räume abgehängt werden.» Beide Kabinette vereinbarten außerdem eine engere Zusammenarbeit. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hatte in einer Studie Anfang März eine Kehrtwende gefordert: Fördergeld solle vor allem in Städte und in besonders produktive Unternehmen fließen. «Ich halte diese Thesen nicht nur für falsch, sondern für schädlich», erklärte Woidke. «Wer nur Metropolen stärken will, sorgt zum Beispiel in Berlin und im Umland dafür, dass dort die Mieten und die Grundstückspreise weiter explodieren, weiter Land zubetoniert wird.» Die wichtigsten Ergebnisse des Treffens: DEUTSCH-POLNISCHE ANGELEGENHEITEN: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vereinbarten eine enge Kooperation, um die Potenziale der Metropolregion Stettin besser zu nutzen. Vorpommern, die Uckermark und der Barnim sind eng mit Stettin und der Woiwodschaft Westpommern verbunden und umgekehrt. Geplant sind die Förderung der polnischen Sprache in Kitas und Schulen, engere Wirtschaftsbeziehungen und mehr Zusammenarbeit der Hochschulen. Die Bahnstrecke Angermünde-Stettin soll bis 2026 zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. SCHULEN: Die Regierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen einen Lastenausgleich für Schüler des Nachbarlandes dauerhaft übernehmen - ab nächstem Schuljahr. Rund 500 Brandenburger Schüler besuchen derzeit eine öffentliche Schule im nördlichen Nachbarland, von Mecklenburg-Vorpommern sind es etwa 440 Schüler in Brandenburg. Mit der Vereinbarung gilt auch in Mecklenburg-Vorpommern, dass das Land den kommunalen Schulträgern Kostenbeiträge für die Kinder erstattet, die ihren Wohnsitz in Brandenburg haben. KITAS: Bis Ende des Jahres sollen die Weichen dafür gestellt werden, dass die länderübergreifende Kindertagesförderung bestehen bleibt. Geprüft wird eine grenzüberschreitende Ausbildung für Kita-Erzieher. GESUNDHEIT: Beide Länder bekräftigten die enge Kooperation bei der Versorgung durch Krankenhäuser und beim Ausbau der Telemedizin - etwa Videosprechstunden. INTERNET/MOBILFUNK: Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen sich beim Bund für eine stärkere Förderung des Ausbaus des schnellen Internets und der Schließung von Mobilfunk-Löchern einsetzen. VERKEHR: Die Regierungen prüfen zur Entlastung der Urlaubsregionen vom Autoverkehr einen zusätzlichen Ausflugszug zwischen Berlin und Stralsund. Sie dringen auf einen schnellen Weiterbau der Autobahn 14 und den Ausbau der Bundesstraße 96 von der A10 bis zur A20.

Schnelle Reaktion auf Artensterben in MV gefordert

Schwerin (dpa/mv) - Der fortgesetzte Artenschwund in Mecklenburg-Vorpommern hat Kritik an der Umweltpolitik von Minister Till Backhaus (SPD) hervorgerufen. Die Landesvorsitzende der Grünen, Claudia Schulz, sagte am Dienstag: «Die Artenvielfalt in ihrer Breite kann nur erhalten werden, wenn wir flächendeckend wieder für intakte Lebensräume mit entsprechenden Nahrungsgrundlagen sorgen.» Die Probleme seien lange bekannt: Zu viel Stickstoff-Düngung, fehlende Biotop-Verbünde und großflächig ausgeräumte Agrarflächen. Die Probleme müssten konsequenter als in der Vergangenheit angegangen werden, forderte Schulz. Klare Zielvorgaben mit Zeitrahmen und Konzentration auf besonders wirksame Maßnahmen zur Wiederbelebung der biologischen Vielfalt seien nötig. «Auch die Landwirte brauchen mehr Unterstützung, indem bürokratische Hemmnisse abgebaut werden, die dem Naturschutz entgegenstehen.» Die Fraktion Freie Wähler/BMV kritisierte, dass Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren systematisch zu einem Energieproduzenten degradiert werde. «Beweis dafür sind auch die von Naturschutzverbänden beklagten großflächigen Monokulturen», sagte der umweltpolitische Sprecher Ralf Borschke. Für Biogasanlagen würden große Gebiete mit Mais belegt. Borschke forderte ein Umdenken. Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte am Montag zwei Untersuchungen vorgestellt, aus denen hervorgeht, dass die Artenvielfalt in Mecklenburg-Vorpommern außerhalb der Großschutzgebiete in Gefahr ist. In der Gesamtlandschaft sind demnach 44 Prozent der betrachteten Tier- und 34 Prozent der betrachteten Pflanzenarten gefährdet oder bereits ausgestorben. In den Großschutzgebieten, die zusammen fast 20 Prozent der Landesfläche ausmachen, ist die Situation demnach deutlich besser.

Abfallhalde bei Friedland in Brand geraten

Friedland/Neubrandenburg (dpa/mv) - In unmittelbarer Nähe der ostmecklenburgischen Kleinstadt Friedland (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist am Dienstag ein Müllberg in Brand geraten. Die Feuerwehr gehe davon aus, dass sich die Ansammlung aus Elektroschrott und Plastik selbst entzündete, teilte ein Sprecher der Polizei in Neubrandenburg mit. Löschkräfte aus umliegenden Ortschaften seien im Einsatz, um das Feuer einzudämmen. Da der Wind die dichten Rauchschwaden in Richtung Friedland treibe, sei die Bevölkerung der knapp 7000 Einwohner zählenden Stadt aufgefordert worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zuvor hatte die «Schweriner Volkszeitung» über das Feuer auf dem Gelände der Firma Environplasma berichtet. Demnach war vorsorglich auch der Gefahrgut-Zug des Landkreises an den Brandort beordert worden.

Sechs Flusskreuzfahrtschiffe der Neptun Werft getauft

Rostock (dpa/mv) - Sechs Flusskreuzfahrtschiffe, die in den vergangenen Monaten auf der Rostocker Neptun Werft gebaut wurden, sind am Dienstag getauft worden. Die Taufe von jeweils zwei Schiffen erfolgte in Rostock, Basel und in Brunsbüttel, wie ein Sprecher der Werft sagte. Die Schiffe waren im Oktober 2017 von der Schweizer Reederei Viking River Cruises geordert worden. Die Neubauten ergänzten eine Serie von bereits mehr als 50 bei Neptun in den vergangenen Jahren gefertigten Schiffen für Viking. Die Flusskreuzfahrtschiffe mit einer Länge von 135 und einer Breite von 11,45 Meter sollen auf dem Rhein, dem Main oder der Donau eingesetzt werden. Die 95 Außenkabinen bieten Platz für 190 Passagiere.

Bündnis fordert deutliche Aufwertung der Bildung

Schwerin (dpa/mv) - Fehlende Pädagogen, unzureichende Schulbauten, mangelndes Geld, dürftiges Konzept. Schüler, Eltern und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern schlagen angesichts der aktuellen Situation an den Schulen im Land und kommender Herausforderungen wie Inklusion und Digitalisierung Alarm. Drei Wochen nach der Gründung des gemeinsamen «Bündnisses für gute Schule» erläuterten die Initiatoren bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt am Dienstag in Schwerin ihr Anliegen und ihre Forderungen nach einer deutlichen Aufwertung der Bildung in der Landespolitik. «Schule braucht verlässliche und transparente Rahmenbedingungen», sagte Heike Walter von der Schulleitungsvereinigung. Politik müsse sich ihrer Fürsorgepflicht für Schüler und Lehrer bewusst werden und dieser auch nachkommen. Mit zum Teil drastischen Worten erneuerten Sprecher von fünf Lehrerverbänden, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie von Landesschüler- und -elternrat ihre Kritik am Entwurf des neuen Schulgesetzes. «Wir haben schon jetzt große Probleme, mit dem vorhandenen Personal überhaupt den Unterricht einigermaßen hinzukriegen», stellte Wagner fest. Das neue, im Januar von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) in den Landtag eingebrachten Schulgesetz lasse offen, wie dann auch noch die neuen Aufgaben bewältigt werden sollten. «In der jetzigen Form darf die Schulgesetznovelle nicht verabschiedet werden», forderte Wagner und fand damit Unterstützung auch bei den anderen Bündnispartnern. Gründlichkeit müsse vor Schnelligkeit gehen, betonte Kay Czerwinski, Vorsitzender des Landeselternrats. Leo Radloff vom Landesschülerrat forderte von den Landtagsfraktionen «ein ernsthaftes Beteiligungsverfahren», um Lösungen zu finden. Im Februar hatte es bereits eine Expertenanhörung im Bildungsausschuss gegeben, die von vielen Beteiligten aber als unzureichend eingeschätzt wurde. Sie begrüße das Engagement von Gewerkschaft, Verbänden, Schüler- und Elternrat, sich über Bildungsfragen auszutauschen, teilte Hesse mit. «Für konkrete Lösungsvorschläge aus diesem Kreis bin ich offen», signalisierte sie Gesprächsbereitschaft. Kritik müsse ernst genommen werden. Doch machte sie zugleich deutlich, dass nicht alle Neuerungen, die in der Schulgesetznovelle verankert sind, gleich zum kommenden Schuljahr in Kraft treten sollen. «Wir haben uns in der Landesstrategie darauf verständigt, dass die Inklusion Schritt für Schritt und mit Augenmaß an unseren Schulen umgesetzt werden soll. Und dabei soll es auch bleiben», erklärte Hesse. Bedingung für eine wirksame Reform des Landesschulgesetzes und damit bessere Schule sei «die Schaffung der sächlichen, baulichen, inhaltlichen und personellen Voraussetzungen» für inklusive, ganztägige und digitale Angebote, zitierte Michael Blanck vom Verband Bildung und Erziehung aus dem Forderungskatalog. Doch fehle bis heute selbst eine Schulbaurichtlinie. Es sei zu befürchten, dass Kommunen und Kreise als Schulträger je nach Kassenlage investierten und somit gemeinsamer Unterricht von Kindern ohne Beeinträchtigung und Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf im Sinne von Inklusion vielerorts nicht stattfinden könne. Diese Einschätzung teilte auch Michael Burgert vom Verband für Sonderpädagogik. «Die meisten Förderzentren in ländlichen Regionen laufen aus, ohne dass klar geregelt ist, was an deren Stelle kommt», beklagte er. Damit drohten die Bildungschancen benachteiligter und behinderter junger Menschen gemindert zu werden. «Was sich abzeichnet, ist ein schulischer BER, der sich nicht reparieren lässt», sagte Burgert in Anspielung an die Pannengeschichte um den neuen Berliner Großflughafen. Inklusion dürfe nicht zum Sparmodell zu Lasten von Kindern, Pädagogen und Eltern verkommen, mahnte Ralph Grothe vom Grundschulverband. Nach den Maßgaben der UN-Menschenrechtskonvention bedeutet Inklusion in Schulen die gemeinsame Unterrichtung von Kindern mit und ohne Behinderung unter Nutzung gezielter Fördermaßnahmen. Nach Überzeugung der Vorsitzenden der Linksfraktion, Simone Oldenburg, sind die Forderungen des «Bündnisses für gute Schule in MV» gerechtfertigt. «Der vorliegende Gesetzentwurf ist das Papier nicht wert, auf dem er steht», erklärte sie. Grundlegende Verbesserungen seien nicht in Sicht. Der Status Quo der vergangenen Jahre bleibe bestehen: «Zu wenig ausgebildete Lehrkräfte, zu hoher Unterrichtsausfall und zu große Arbeitsbelastung für Lehrkräfte.» Das neue Gesetz soll nach dem Willen der Regierung schon zum Schuljahr 2019/2020 in Kraft treten. Zu den Änderungen gehören Maßnahmen zur Inklusion von Schülern mit Förderbedarf. Im neuen Gesetz werden auch Standards für die Schullaufbahnempfehlung festgeschrieben. Praxisorientierte Schulangebote wie Produktives Lernen sollen stärker genutzt werden, damit Schüler einen Abschluss schaffen. Umstritten sind Pläne, nach denen Gymnasiasten künftig automatisch die Mittlere Reife bekommen, wenn sie von der zehnten in die elfte Klasse versetzt werden.

Verwaltungsleistungen online: MV will von Estland lernen

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern will von den guten Erfahrungen Estlands bei der Digitalisierung der Verwaltung profitieren und knüpft daher die Bande zu dem baltischen Staat enger. Digitalisierungsminister Christian Pegel (SPD) startet am Mittwoch an der Spitze einer gut 70-köpfigen Delegation nach Tallinn. In der Landeshauptstadt veranstalten das Goethe-Institut und die Deutsche Botschaft zum zehnten Mal den «Deutschen Frühling in Estland», bei dem Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr Partnerland ist. Zwar diene die Veranstaltung dem kulturellen und wissenschaftlichen Austausch, doch wolle die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern die Begegnungen auch nutzen, um in Fach- und Expertenworkshops mehr über die digitale Verwaltung zu erfahren. Deshalb gehörten der Abordnung auch deutlich mehr Angehörige kommunaler und Landesbehörden an als bei dem Besuch vor zwei Jahren. «Estland ist eine Vorzeigenation der Digitalisierung in der Europäischen Union unter anderem auch bei Online-Verwaltungsleistungen», sagte Pegel. Ziel des Ministers ist es, bis Juni eine einheitliche Verwaltungsplattform für Mecklenburg-Vorpommern im Netz freizuschalten, über die Bürger Verwaltungsdienstleistungen wie etwa Kindergeldanträge oder Kfz-Anmeldungen online abwickeln können. Zum Start der E-Government-Initiative sollen zunächst 15 dieser Leistungen mit entsprechenden Formularen abrufbar sein, das Angebot dann aber schrittweise erweitert werden. Bis 2022 sollen laut Bundesgesetz in ganz Deutschland alle Verwaltungsdienstleistungen von Bund, Ländern und Kommunen online möglich sein, laut Pegel etwa 900: «Was wir bisher schon von den Esten lernen konnten: Es wird nicht von heute auf morgen gehen. Man muss einfach anfangen und dann einen Schritt nach dem anderen gehen.»

Im Schallraum: Wenn der Schuss nur leise «bupp» macht

Rostock (dpa/mv) - Lärm ist ein zunehmendes Problem. Lärmfreie Orte sind kaum noch zu finden, außer etwa in speziell abgeschirmten Räumen. Einer diese Räume, ein Schallmessraum, steht in der Universität Rostock beim Lehrstuhl für Strömungsmaschinen. Professor Hendrik Wurm ist der Überzeugung, dass der Raum mit seiner Qualität europaweit einmalig ist. Denn dort seien auch Messungen von Luft- und Wasserschall möglich. «Deswegen sind wir gut ausgelastet.» Die Hersteller von Schiffsschrauben und Windrädern wollen ihre Produkte austesten. Hintergrund ist die hohe akustische Belastung, unter der Tiere wie Wale oder Delfine im Wasser, aber auch Menschen an Land immer mehr leiden. Der Raum ist eine der Attraktionen der 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Akustik, zu der sich bis Donnerstag rund 1300 Wissenschaftler in der Hansestadt versammeln. 1,2 Millionen Euro sind in den etwa 70 Kubikmeter großen Raum investiert worden, dessen Wände über und über mit Keilen ausgestattet sind. Diese wiederum sind mit einem schallabsorbierenden Stoff überzogen. «Die Schallwelle läuft in die Zwischenräume hinein und kommt nicht mehr heraus», sagt Wurm. Es gebe Leute, die es bei geschlossener Tür in diesem Raum nicht aushalten. Sie litten unter einer Art Seekrankheit. «Wir sind ja gewöhnt, dass Schall von allen Seiten immer zurückkommt. Über das Gleichgewichtsorgan orientieren wir uns im Raum», sagt der Experte. Er habe schon einmal zu Demonstrationszwecken einen Schuss aus einer Schreckschusspistole abgefeuert: «Es gab ein leises «Bupp».» Die Forschungen zur Lautstärke von Propellern seien bislang kein großes Thema gewesen, sagt der Elektrotechniker Sascha Spors, der sich an der Uni Rostock um Signaltheorie und digitale Signalverarbeitung kümmert. «Bis jetzt gibt es nicht allzu viel Messtechnik.» Doch alles, was mit Strömungen und Turbulenzen zu tun hat, sei ein herausforderndes wissenschaftlichen Thema. «Da ist Chaos drin, die Wirbel lassen sich nicht vorhersagen.» Dass es möglich ist, nahezu geräuschfrei einen Propeller zu bewegen, zeigt die Marine. «Das gibt es in U-Booten», berichtet Wurm. Eine Übertragung der Technik sei wegen der enormen Kosten für den Massenmarkt im Schiffbau nicht möglich. «Wir müssen Lösungen finden, dass die Propeller leiser werden, aber trotzdem bezahlbar bleiben.» Jeder von Pumpen oder Propellern abgestrahlte Schall wird in dem Schallraum gemessen. Das sei die Basis, um eine Aussage darüber zu treffen, was wo geändert werden muss, um einen Propeller leiser zu machen. Die Schallquelle könne zentimetergenau geortet werden. Akustik habe natürlich auch mit Kunst und Vergnügen zu tun. Denn in der Kammer könnten theoretisch auch Musikinstrumente ausgetestet werden. Da geht es beispielsweise um den Unterschied zwischen einer Stradivari oder den Geigen aus der Massenherstellung. «Die Stradivari hat in manchen Frequenzen einen sehr warmen Ton», sagt Wurm. Der Rostocker Musiker Wolfgang Schmiedt hat extra für die Tagung ein 15-minütiges Video produziert. Eineinhalb Jahre sammelte er Geräusche aus der Medizintechnik. Zusammen mit einer Tänzerin und einem Videochoreographen produzierte er das Stück mit den Geräuschelementen, «ein Soundtrack zwischen Angst und Hoffnung.»

Mit 192 km/h durch Autobahnbaustelle

Ludwigslust (dpa/mv) - Mit 192 Kilometer pro Stunde ist ein Autofahrer am Dienstag in einer Autobahnbaustelle auf der A24 bei Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erwischt worden. Erlaubt seien 100 km/h gewesen, teilte die Polizei mit. Der 49 Jahre alte Fahrer aus den Niederlanden müsse nun mit 1200 Euro Bußgeld rechnen. In der sechsstündigen Kontrolle seien insgesamt mehr als 3000 Fahrzeuge gemessen und 188 Verstöße festgestellt worden. Zehn Fahrer seien mehr als 40 km/h zu schnell gewesen und müssen mit einem Fahrverbot rechnen, hieß es.

Bündnis für gute Schule: Deutliche Aufwertung der Bildung

Schwerin (dpa/mv) - Schüler, Eltern und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern haben sich zu einem Bündnis für gute Schule zusammengeschlossen und fordern von der Politik eine deutliche Aufwertung der Bildung. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt am Dienstag in Schwerin verlangten die Initiatoren mehr Geld für Schulen. Nur so könnten die sächlichen, inhaltlichen und personellen Voraussetzungen für eine gute inklusive, ganztägige und digitale Schule gewährleistet werden, hieß es. Mit Demonstrationen und gegebenenfalls auch Volksinitiativen solle den Forderungen Nachdruck verliehen werden. Den Ausschlag zur Gründung des Bündnisses Anfang März hatte wohl die Expertenanhörung zum neuen Schulgesetz im Bildungsausschuss des Landtags gegeben. Dabei hatte es von allen Seiten massive Kritik an dem im Januar von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) in den Landtag eingebrachten Gesetzentwurf gegeben.

Schwesig sieht Kürzungspläne für Flüchtlingshilfe kritisch

Schwerin (dpa/mv) - Der Widerstand der Länder gegen die vom Bund geplanten Mittelkürzungen bei der Integration von Flüchtlingen wird breiter. «Integration findet vor Ort statt. Dazu benötigen wir auch weiter die Unterstützung des Bundes», betonte am Dienstag Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die Kommunen dürften mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. «Wir brauchen eine zügige Einigung», mahnte die SPD-Bundesvize kurz vor der für Donnerstag geplanten Ministerpräsidentenkonferenz, bei der es auch um die künftige Finanzierung der Integrationskosten gehen soll. Ende 2019 laufen mehrere Regelungen aus: die 670-Euro-Pauschale für Ausländer im Asylverfahren, die Integrationspauschale und die Übernahme der Unterkunftskosten für anerkannte Flüchtlinge. Stattdessen plant das Finanzministerium nach Informationen der «Bild»-Zeitung eine Pauschale pro Flüchtling für die ersten fünf Jahre nach der Ankunft. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte daraufhin Finanzminister Olaf Scholz (SPD) scharf kritisiert. «Der Vorschlag des Bundesfinanzministers ist indiskutabel», sagte Laschet der «Rheinischen Post» (Dienstag). «Wer den Kommunen die Erstattung der flüchtlingsbedingten Kosten der Unterkunft streichen will, provoziert Steuererhöhungen in den Kommunen wegen der Flüchtlinge - und zündelt damit an dem Konflikt, den wir gerade mühsam befrieden konnten.» Kritik hatte am Montag auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, geübt. «Bund und Länder müssen einen Weg finden, der den realen Aufwendungen der Kommunen für Flüchtlinge gerecht wird und die Ausgaben für Geduldete einbezieht», sagte er. Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland war zuletzt deutlich zurückgegangen. Wurden 2016 noch knapp 746 000 Asylanträge gestellt, waren es 2018 noch knapp 186 000 Erst- und Folgeanträge. Die Kommunen weisen aber darauf hin, dass viele Asylbewerber - auch nachdem ihr Antrag abgelehnt wurde - erst einmal in Deutschland bleiben.

Verwaltungsleistungen online: MV will von Estland lernen

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern will von den guten Erfahrungen Estlands bei der Digitalisierung der Verwaltung profitieren und knüpft daher die Bande zu dem baltischen Staat enger. Digitalisierungsminister Christian Pegel (SPD) startet am Mittwoch an der Spitze einer gut 70-köpfigen Delegation nach Tallin. In der Landeshauptstadt veranstalten das Goethe-Institut und die Deutsche Botschaft zum zehnten Mal den «Deutschen Frühling in Estland», bei dem Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr Partnerland ist. Zwar diene die Veranstaltung dem kulturellen und wissenschaftlichen Austausch, doch wolle die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern die Begegnungen auch nutzen, um in Fach- und Expertenworkshops mehr über die digitale Verwaltung zu erfahren. Deshalb gehörten der Abordnung auch deutlich mehr Angehörige kommunaler und Landesbehörden an als bei dem Besuch vor zwei Jahren. «Estland ist eine Vorzeigenation der Digitalisierung in der Europäischen Union unter anderem auch bei Online-Verwaltungsleistungen», sagte Pegel. Ziel des Ministers ist es, bis Juni eine einheitliche Verwaltungsplattform für Mecklenburg-Vorpommern im Netz freizuschalten, über die Bürger Verwaltungsdienstleistungen wie etwa Kindergeldanträge oder Kfz-Anmeldungen online abwickeln können. Zum Start der E-Government-Initiative sollen zunächst 15 dieser Leistungen mit entsprechenden Formularen abrufbar sein, das Angebot dann aber schrittweise erweitert werden. Bis 2022 sollen laut Bundesgesetz in ganz Deutschland alle Verwaltungsdienstleistungen von Bund, Ländern und Kommunen online möglich sein, laut Pegel etwa 900: «Was wir bisher schon von den Esten lernen konnten: Es wird nicht von heute auf morgen gehen. Man muss einfach anfangen und dann einen Schritt nach dem anderen gehen.»

Deutsch-polnische Projekte für 14 Millionen Euro bewilligt

Pasewalk/Greifswald/Stettin (dpa/mv) - In der deutsch-polnischen Grenzregion werden mit Hilfe der EU weitere touristische und museale Projekte für rund 14 Millionen Euro umgesetzt. Das teilte das Schweriner Wirtschaftsministerium nach gemeinsamen Beratungen im zuständigen Aussschuss der Euroregion Pomerania am Dienstag mit. Die Gelder fließen unter anderem in den Ausbau des Lilienthal-Museums in Anklam, ein Experimentarium im Technikmuseum Stettin (Szczecin), den Bau eines Kanals und einer Brücke in Bernstein (Pe?czyce) sowie die Sanierung und Belebung eines Uferabschnitts am Fluss Uecker in Pasewalk (Vorpommern-Greifswald). Drei der sieben Projekte werden Hauptpartner aus Brandenburg, vier Vorhaben Hauptpartner aus Vorpommern haben. Geplant sind zudem eine touristische Route, die den Tierpark Greifswald mit dem Kurpark in Swinemünde (?winouj?cie) verbindet sowie die Pflege und Entwicklung von Trockenrasenflächen als wichtige Biotope für Schmetterlinge und andere seltene Insektenarten. Ein Partner sei dabei auch der Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide in Brandenburg. In der Euroregion sind Kommunen aus mehreren Kreisen von Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Barnim in Brandenburg sowie der Woiwodschaft Westpommern in Polen verbunden.

Deutsch-polnische Projekte für 14 Millionen Euro bewilligt

Pasewalk/Greifswald/Stettin (dpa/mv) - In der deutsch-polnischen Grenzregion werden mit Hilfe der EU weitere touristische und museale Projekte für rund 14 Millionen Euro umgesetzt. Das teilte das Schweriner Wirtschaftsministerium nach gemeinsamen Beratungen im zuständigen Aussschuss der Euroregion Pomerania am Dienstag mit. Die Gelder fließen unter anderem in den Ausbau des Lilienthal-Museums in Anklam, ein Experimentarium im Technikmuseum Stettin (Szczecin), den Bau eines Kanals und einer Brücke in Bernstein (Pe?czyce) sowie die Sanierung und Belebung eines Uferabschnitts am Fluss Uecker in Pasewalk (Vorpommern-Greifswald). Drei der sieben Projekte werden Hauptpartner aus Brandenburg, vier Vorhaben Hauptpartner aus Vorpommern haben. Geplant sind zudem eine touristische Route, die den Tierpark Greifswald mit dem Kurpark in Swinemünde (?winouj?cie) verbindet sowie die Pflege und Entwicklung von Trockenrasenflächen als wichtige Biotope für Schmetterlinge und andere seltene Insektenarten. Ein Partner sei dabei auch der Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide in Brandenburg. In der Euroregion sind Kommunen aus mehreren Kreisen von Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Barnim in Brandenburg sowie der Woiwodschaft Westpommern in Polen verbunden.

CDU tritt mit knapp 4000 Kandidaten zu Kommunalwahlen an

Schwerin (dpa/mv) - Die CDU stellt bei den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern Ende Mai voraussichtlich ein Viertel aller Kandidaten. Seine Partei gehe mit 3908 Bewerbern in den Wahlkampf, teilte CDU-Chef Vincent Kokert am Dienstag mit. 3179 davon kandidierten für Gemeindevertretungen, 546 für die Kreistage und Stadtparlamente von Rostock und Schwerin. «Die CDU ist erneut die einzige Partei, die sich flächendeckend und mit bewährten sowie neuen und jungen Kandidaten um die Mandate in den Kreistagen und Gemeindevertretungen bewirbt. Etwa ein Drittel aller Kandidaten ist parteilos», sagte Kokert. Laut Wahlstatistik hatten sich 2014 rund 16 400 Menschen für die insgesamt gut 8000 zu vergebenden Sitze in Räten und Kreistagen beworben. Die CDU war mit 33 Prozent stärkste kommunalpolitische Kraft, vor der Linken mit 19,7 Prozent und der SPD mit 18,9 Prozent. Kokert zeigte sich überzeugt, dass die CDU wieder mit deutlichem Abstand stärkste Kraft werde. «In den Regionen, wo in der Vergangenheit viel AfD gewählt wurde, sind wir massiv unterwegs gewesen und konnten sehr, sehr viele Kandidaten aufstellen», sagte Kokert der «Schweriner Volkszeitung» (Dienstag). Die CDU habe eine «ausgezeichnete Ausgangslage». Bei den Kommunalwahlen 2014 war die CDU - bei damals noch etwas mehr Gemeinden im Land - mit 4090 Bewerbern angetreten. Allerdings zeichnet sich auch für die Kreistagswahlen eine insgesamt rückläufige Bewerberzahl ab. Um die 520 Mandate in den sechs Kreistagen und Vertretungen der zwei kreisfreien Städte bewerben sich 2325 Kandidaten, knapp 100 weniger als 2014.

Ueckermünde zeigt Goldkunst-Sammlung im Haffmuseum

Ueckermünde (dpa/mv) - Das Seebad Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) hat eine Goldkunst-Sammlung als Schenkung bekommen und zeigt diese in einer Sonderschau. Die Ausstellung im Haffmuseum wird am 27. März eröffnet, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Die mehr als 60 Kunstwerke stammen von der Berliner Künstlerin TaOro (1952-2017), die bürgerlich Elvira Duchnicki hieß und jahrelang in der Nähe von Ueckermünde lebte. Sie hatte Fundstücke und andere Figuren vergoldet, wie ihr Mann Herbert Ueberholz der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mit der Schenkung soll die Sammlung, zu deren Wert keine Angaben gemacht wurden, zusammengehalten werden. Eine zweite Schenkung umfasst unter anderem Porträtbilder und Wertgegenstände aus dem Nachlass einer alten Ueckermünder Kaufmannsfamilie. Sie war 1905 nach Lübeck gezogen und dort im weltweiten Kaffeegeschäft tätig. Die Ausstellung soll bis Ende Mai zu sehen sein.

Warnstreik bei Paketdienst: Spätere Lieferungen

Crivitz (dpa/mv) - Wegen eines Warnstreiks müssen Paketkunden im Westteil Mecklenburgs mit verspäteten Lieferungen rechnen. Wie die Gewerkschaft Verdi am Dienstag mitteilte, haben 30 der 50 Mitarbeiter des Paketverteilzentrums von Dynamic Parcel Distribution (DPD) in Crivitz bei Schwerin morgens zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Hintergrund seien die laufenden Verhandlungen für einen ersten Haustarif am Standort Crivitz. Am Donnerstag werden die Verhandlungen bei DPD in Crivitz fortgesetzt. Durch die Aktion werden nach Angaben von Verdi rund 8000 Pakete zwischen der Prignitz, Schwerin, Wismar und Malchow an der Mecklenburgischen Seenplatte nicht rechtzeitig zugestellt. Verdi fordert einen Vertrag auf Basis der Tarife im Verkehrsgewerbe in Hamburg. Der Arbeitgeber habe bisher kein Angebot vorgelegt. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei DPD-Verteilzentren. Seit Ende der 1990er Jahre gibt es keinen Flächentarifvertrag. Die anderen Paketzentren der Firma sind in Rostock und Altentreptow und nicht in die Verhandlungen einbezogen.

Boden dürstet nach Trockenjahr 2018 weiter nach Regen

Neubrandenburg/Hiddensee (dpa/mv) - Die Niederschläge der letzten Winterwochen haben die kleinen Getreide- und Rapspflanzen sprießen lassen - reichen aber nach dem Trockenjahr 2018 noch lange nicht. «Wir brauchen weiter Regen, um die Reserven wieder aufzufüllen», sagte der Pflanzenexperte beim Landesbauernverband Mecklenburg-Vorpommern Frank Schiffner der Deutschen Presse-Agentur. Im Vergleich war 2018 - örtlich unterschiedlich - nur zwei Drittel der Jahresregenmenge gefallen. «Der Niederschlag im Winter war nun relativ normal, aber die Böden sind ab einer Tiefe von 30 Zentimetern immer noch sehr trocken», erläuterte Uwe Ulbrich vom Wetterdienst Meteomedia auf Hiddensee. Dieses Manko sei im Boden noch lange nicht wieder aufgefüllt.

Im Schallraum: Wenn der Schuss nur leise «bupp» macht

Rostock (dpa/mv) - Lärm ist ein zunehmendes Problem. Lärmfreie Orte sind kaum noch zu finden, außer etwa in speziell abgeschirmten Räumen. Einer diese Räume, ein Schallmessraum, steht in der Universität Rostock beim Lehrstuhl für Strömungsmaschinen. Professor Hendrik Wurm ist der Überzeugung, dass der Raum mit seiner Qualität weltweit einmalig ist. Denn dort seien auch Messungen von Luft- und Wasserschall möglich. «Deswegen sind wir gut ausgelastet.» Die Hersteller von Schiffsschrauben und Windrädern wollen ihre Produkte austesten. Hintergrund ist die hohe akustische Belastung, unter der Tiere wie Wale oder Delfine im Wasser, aber auch Menschen an Land immer mehr leiden. Der Raum ist eine der Attraktionen der 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Akustik, zu der sich bis Donnerstag rund 1300 Wissenschaftler in der Hansestadt versammeln. 1,2 Millionen Euro sind in den etwa 70 Kubikmeter großen Raum investiert worden, dessen Wände über und über mit Keilen ausgestattet sind. Diese wiederum sind mit einem schallabsorbierenden Stoff überzogen. «Die Schallwelle läuft in die Zwischenräume hinein und kommt nicht mehr heraus», sagt Wurm. Es gebe Leute, die es bei geschlossener Tür in diesem Raum nicht aushalten. Sie litten unter einer Art Seekrankheit. «Wir sind ja gewöhnt, dass Schall von allen Seiten immer zurückkommt. Über das Gleichgewichtsorgan orientieren wir uns im Raum», sagt der Experte. Er habe schon einmal zu Demonstrationszwecken einen Schuss aus einer Schreckschusspistole abgefeuert: «Es gab ein leises «Bupp».» Die Forschungen zur Lautstärke von Propellern seien bislang kein großes Thema gewesen, sagt der Elektrotechniker Sascha Spors, der sich an der Uni Rostock um Signaltheorie und digitale Signalverarbeitung kümmert. «Bis jetzt gibt es nicht allzu viel Messtechnik.» Doch alles, was mit Strömungen und Turbulenzen zu tun hat, sei ein herausforderndes wissenschaftliches Thema. «Da ist Chaos drin, die Wirbel lassen sich nicht vorhersagen.» Dass es möglich ist, nahezu geräuschfrei einen Propeller zu bewegen, zeigt die Marine. «Das gibt es in U-Booten», berichtet Wurm. Eine Übertragung der Technik sei wegen der enormen Kosten für den Massenmarkt im Schiffbau nicht möglich. «Wir müssen Lösungen finden, dass die Propeller leiser werden, aber trotzdem bezahlbar bleiben.» Jeder von Pumpen oder Propellern abgestrahlte Schall wird in dem Schallraum gemessen. Das sei die Basis, um eine Aussage darüber zu treffen, was wo geändert werden muss, um einen Propeller leiser zu machen. Die Schallquelle könne zentimetergenau geortet werden. Akustik habe natürlich auch mit Kunst und Vergnügen zu tun. Denn in der Kammer könnten theoretisch auch Musikinstrumente ausgetestet werden. Da geht es beispielsweise um den Unterschied zwischen einer Stradivari oder den Geigen aus der Massenherstellung. «Die Stradivari hat in manchen Frequenzen einen sehr warmen Ton», sagt Wurm. Der Rostocker Musiker Wolfgang Schmiedt hat extra für die Tagung ein 15-minütiges Video produziert. Eineinhalb Jahre sammelte er Geräusche aus der Medizintechnik. Zusammen mit einer Tänzerin und einem Videochoreographen produzierte er das Stück mit den Geräuschelementen, «ein Soundtrack zwischen Angst und Hoffnung.»

Wendemanöver auf B96n: Zwei Verletzte

Sassnitz (dpa/mv) - Bei einem Wendemanöver auf der Bundesstraße 96n bei Sassnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) sind zwei Menschen leicht verletzt worden. Ein Autofahrer hatte am Montagabend sein Fahrzeug auf Höhe der Abfahrt Sassnitz wenden wollen, dabei kollidierte er mit einem entgegenkommenden Wagen. Wie die Polizei mitteilte, stand der 40 Jahre alte Mann unter Alkoholeinfluss. Der 33 Jahre alte Fahrer des gerammten Autos und seine 30 Jahre alte Beifahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

Bündnis für gute Schule präsentiert Vorschläge

Schwerin (dpa/mv) - Schüler, Eltern und Lehrer haben sich zu einem Bündnis für gute Schule in Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. Heute wollen Spitzenvertreter der beteiligten Verbände in Schwerin ihre Forderungen für die künftige Gestaltung des Schulalltags im Nordosten vorstellen. Neben mehreren Lehrerverbänden und der Gewerkschaft GEW haben sich auch der Landesschülerrat und der Landeselternrat dem Bündnis angeschlossen. Anlass für das gemeinsame Vorgehen dürfte die aktuelle Diskussion um das neue Landesschulgesetz sein. Der im Januar von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) in den Landtag eingebrachte Gesetzentwurf war bereits in der Anhörung im Bildungsausschuss heftig kritisiert worden. Laut Hesse soll mit dem neuen Gesetz vor allem die individuelle Förderung von Schülern verbessert und so die Inklusion an den Schulen vorangetrieben werden. Kritiker bemängelten, dass weder die personelle noch die finanziellen und technische Ausstattung der Schulen im Land ausreichen, um einen differenzierten Unterricht zu gewährleisten, der den Erfordernissen der Inklusion gerecht wird. Inklusion in Schulen bedeutet nach den Maßgaben der UN-Menschenrechtskonvention die gemeinsame Unterrichtung von Kindern mit und ohne Behinderung.