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Tierhasser schießt „Holly“ ein Auge aus

Mit Plakaten wird in Reez bei Kavelstorf (Landkreis Rostock) ein brutaler Tierquäler gesucht. Vor einer Woche wurde der kleinen „Holly“ ein Auge ausgeschossen. Bei einer Not-OP in der Tierklinik Rostock wurde das Projektil aus dem Kopf geholt. Wer etwas weiß, sollte sich bei der Polizei melden. mehr...

22-jähriger aus Groß Plasten vermisst

Seit Donnerstag, 23.01.20, wird der 22-jährige Nico Mertens aus Groß Plasten vermisst. Wer den Vermissten nach dem 19.01.20 gesehen hat, bzw. Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten sich bei der Polizei in Waren zu melden. mehr...

Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Jugendherbergen im Nordosten mit Plus gegen den Trend

Rostock (dpa/mv) - Die Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern haben bei den Übernachtungen 2019 ein Plus von 6,4 Prozent erzielt. Wie der DJH-Landesverband am Mittwoch mitteilte, sei der Zuwachs gegen den allgemeinen Trend erfolgt. Demnach weise die amtliche Statistik in Mecklenburg-Vorpommern für das Segment «Jugendherbergen und Hütten» per November einen Rückgang von 3 Prozent der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr aus. Der DJH-Landesverband will am 3. März genauer erklären, wie die Zahlen zustande kommen und welche Entwicklung im Jahr 2020 erwartet wird. In die Übernachtungszahlen für das vergangene Jahr seien noch die Jugendherbergen in Ueckermünde und Barth eingeflossen, sagte eine Sprecherin des DJH-Landesverbandes am Dienstag. In beiden Häusern war der Betrieb zum Ende der Saison 2019 eingestellt worden. Schuld waren rückläufige Übernachtungszahlen, hieß es in einer Begründung. Die Kosten für den Betrieb der geschlossenen Jugendherbergen hätten seit Jahren die Einnahmen überstiegen.

Linke geht nach Faschismusvorwurf juristisch gegen AfD vor

Schwerin (dpa/mv) - Gegen den öffentlich erhobenen Vorwurf der AfD, Linksfraktionschefin Simone Oldenburg habe eine faschistische Gesinnung, setzt sich diese juristisch zur Wehr. Dem AfD-Landesvorstand ließ Oldenburg am Mittwoch über ihre Anwälte eine Unterlassungsverpflichtungserklärung zukommen. Mit einer solchen Beleidigung werde das allgemeine Persönlichkeitsrecht in besonders schwerere Weise verletzt, heißt es in dem Schreiben. Die AfD wird darin ultimativ aufgefordert, bis spätestens Freitag die umstrittene Pressemitteilung von der Internetseite des AfD-Landesverbands zu nehmen. AfD-Fraktionschef Nikolaus Kramer hatte in der Mitteilung auf eine Landtagsinitiative der Linken reagiert. Diese hatte für die März-Sitzung einen Antrag angekündigt, der auf eine klare Abgrenzung gegenüber «demokratiefeindlichen Kräften» zielt. In dem Antragsentwurf äußert sich die Linke besorgt darüber, dass in Thüringen ein Ministerpräsident «mit Stimmen einer Fraktion gewählt wurde, die völkisch und nationalistisch auftritt und offen faschistische, rassistische, antisemitische und geschichtsrevisionistische Aussagen vom deutschem Nationalsozialismus übernimmt».

Traktorfahrer bei Unfall verletzt bei Dümmer

Dümmer (dpa/mv) - Bei einem Verkehrsunfall ist ein Traktorfahrer bei Dümmer (Landkreis Ludwigslust-Parchim) verletzt worden. Der Mann fuhr am Mittwochmittag mit seinem Traktor gegen eine Schutzplanke, wodurch der mit Silage beladene Anhänger umkippte, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Fahrer wurde ein Alkoholwert von 2,6 Promille gemessen. Er kam in ein Krankenhaus. Der Anhänger sollte am Nachmittag geborgen werden.

Toter von Rügens Steilküste noch nicht identifiziert

Sassnitz (dpa/mv) - Mehr als eine Woche nach dem Tod eines Mannes an der Steilküste von Rügen ist dessen Identität noch nicht bekannt. Wie die Staatsanwaltschaft Stralsund am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, ist der Mann leicht bekleidet gewesen und hat keine Papiere bei sich gehabt. Wegen der nicht angemessenen Bekleidung sei zunächst in Kliniken der Umgebung wie auf Rügen und in Stralsund nach einem Vermissten gesucht worden. Dort fehle niemand. Die Polizei weite die Vermisstensuche jetzt aus. Das vollständige Obduktionsergebnis steht nach Angaben des Behördensprechers noch aus. Der Tod sei aber auf Verletzungen durch den Absturz zurückzuführen. Auf ein Fremdverschulden gebe es keine Hinweise. Ein toxikologisches Gutachten - etwa um zu klären, ob der Mann unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, liege nicht vor. Der Mann war am 11. Februar am Fuß der Kreidefelsen auf Höhe der Wissower Klinken entdeckt worden. Er soll zwischen 50 und 60 Jahre alt sein.

Ehrung für Inklusionsprojekt aus Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (dpa/mv) - Die Ausbildung behinderter Menschen zu Museumsführern in Schwerin ist von einer internationalen Organisation als herausragendes Inklusionsprojekt gewürdigt worden. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Mittwoch mitteilte, erhält die gemeinsame Initiative der Lebenshilfe Hagenow und des Staatlichen Museums Schwerin am Donnerstag auf der «Zero Projekt Conference» in Wien eine besondere Auszeichnung. Veranstalter ist die im österreichischen Klosterneuburg ansässige Stiftung Essl Foundation MGE. Sie fördert unter anderem die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Unter mehr als 450 Bewerbungen wurden für die Konferenz 86 Inklusionsprojekte für eine Auszeichnung ausgewählt. Zu der Preisübergabe werden rund 500 Gäste aus mehr als 70 Ländern erwartet. «Mit der Idee, dass Menschen mit Handicap für Besucherinnen und Besucher des Museums Führungen anbieten, haben die beteiligten Akteure in Schwerin etwas ganz Neues geschaffen. Ich finde es überaus wertvoll, dass so Kunst- und Kulturgüter allen Menschen barrierefrei zugänglich gemacht werden, und zwar nicht nur baulich, sondern eben auch inhaltlich, sprachlich und dadurch mit neuen spannenden Perspektiven», erklärte Drese. Sie äußerte die Hoffnung, dass dieser Ansatz in weiteren Städten und Ländern Schule macht. Erste Nachfolgeprojekte gibt es bereits.

Topnation China fehlt bei Wasserspringen wegen Coronavirus

Rostock (dpa) - Wegen den Auswirkungen des neuartigen Coronavirus müssen die Wasserspringer beim Springertag in Rostock auf ein Kräftemessen mit der Topnation China verzichten. «Das ist der Situation geschuldet, dass keiner das Risiko einer Ansteckung eingehen will», sagte Deutschlands derzeit beste Wasserspringerin Tina Punzel in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des Deutschen Schwimm-Verbands. «Damit sind diesmal wohl zwei Plätze mehr auf dem Podium zu haben, was es vielleicht sogar spannender macht, weil der Ausgang des Wettkampfs weniger vorbestimmt ist.» Auf die Frage, ob sie schon einmal darüber nachgedacht habe, dass dieses Szenario auch bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer in Tokio eintreten könnte, sagte die 24-Jährige: «Damit will ich mich nicht beschäftigen, bei uns ist ja noch nicht einmal die Qualifikation durch. Es vergeht ja auch noch eine Menge Zeit bis zu den Spielen. Ich kann nur betonen, dass ich den Chinesen und allen anderen Betroffenen nur das Beste wünsche.» Der international besetzte Springertag in Rostock beginnt am Donnerstag und endet am Sonntag.

Kein Handlungsbedarf wegen Afrikanischer Schweinepest

Schwerin (dpa/mv) - Das Agrarministerium Mecklenburg-Vorpommerns sieht momentan wegen der Afrikanischen Schweinepest keinen Handlungsbedarf. Noch sei der am nächsten gelegene Ausbruchsherd der Seuche bei Wildschweinen rund 150 Kilometer entfernt, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Gehandelt werde, wenn ein Seuchenfall weniger als 100 Kilometer von der Grenze Mecklenburg-Vorpommerns entfernt auftrete. Zuletzt war Ende Januar ein Fall der für Menschen ungefährlichen Tierseuche in Westpolen zwölf Kilometer vor der Grenze zu Brandenburg gemeldet worden. Der Erreger führt bei Infektionen von Wild- oder Hausschweinen zum Tod der Tiere. Mecklenburg-Vorpommern bereite sich darauf vor, im Seuchenfall an der Grenze zu Polen temporäre Wildschutzbarrieren zu errichten, sagte der Sprecher. Die Grenze ist etwa 80 Kilometer lang. Brandenburg und Sachsen haben bereits Elektrozäune gebaut. Mecklenburg-Vorpommern setzt außerdem auf speziell ausgerüstete und ausgebildete Gruppen von insgesamt 30 Jägern, die in den Landeswäldern verstärkt Schwarzwild jagen sollen.

Schussattacken: Prozess wegen versuchten Totschlags begonnen

Neubrandenburg (dpa/mv) - Für zwei Schussattacken auf Bekannte muss sich seit Mittwoch ein Mann aus Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) am Landgericht Neubrandenburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll bei einem Einbruch in eine Wohnung im Juni 2019 den Mieter zweimal mit Stahlkugeln aus einer Luftdruckpistole am Kopf getroffen und schwer am Auge verletzt haben. Wenige Tage später wurde ein zweites Opfer in Torgelow aus einem Auto heraus auf die gleiche Weise beschossen und am Kopf verletzt. Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage geplant, mit einem Urteil wird frühestens Mitte März gerechnet.

Linke: mehr Werbung für Volksinitiative «Bildungsaufstand»

Schwerin (dpa/mv) - Die oppositionelle Linke flankiert ihre Volksinitiative für eine bessere Bildung in Mecklenburg-Vorpommern mit einer landesweiten Plakataktion. Anlass sei der Welttag der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar 2020. Ab dem Wochenende sollen an vielen Orten des Landes, darunter Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz, Rostock und Schwerin, Plakate mit dem Titel «Unterricht statt Ausfall» zu sehen sein, wie die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, am Mittwoch in Schwerin ankündigte. Oldenburg beklagte erneut den hohen Unterrichtsausfall an den Schulen des Landes. «Jährlich fällt eine viertel Million Stunden Unterricht komplett aus, das heißt: kein Vertretungsunterricht, nicht einmal Stillarbeit oder Klassenzusammenlegung», sagte sie. Der Mangel an Lehrern sei auch Folge eines nicht zeitgemäßen Lehramtsstudiums, das ein großer Anteil der Studenten im Land vorzeitig abbreche. Der SPD/CDU-Landesregierung warf sie vor, die Probleme auszublenden und nötige Reformen nicht anzugehen. «Deshalb haben wir eine Volksinitiative gestartet. Mit unserem «Bildungsaufstand» wollen wir bessere Unterrichtsbedingungen erreichen», erklärte Oldenburg. Kernforderungen seien die Einstellung von 1000 zusätzlichen Lehrkräften, kleinere Klassen, mehr Unterricht in Deutsch und Mathematik in Grundschulen und weniger Unterrichtsausfall. Erst Mitte Dezember hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dem Landtag eine von 8000 Menschen unterschriebene Petition überreicht, in der höhere Ausgaben für die Bildung gefordert werden.

Zuzahlungen für Pflegeheimplätze weiter gestiegen

Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Die Pflege im Heim wird für Betroffene und ihre Angehörigen auch in Mecklenburg-Vorpommern immer teurer. Zum ersten Januar lag der zu zahlende Eigenanteil bei durchschnittlich 1442 Euro im Monat. Wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek) hervorgeht, waren das 74 Euro oder fünf Prozent mehr als Anfang 2019. Damit fiel der Anstieg deutlich moderater aus als ein Jahr zuvor, als die Eigenanteile für Pflegebedürftige und ihre Familien im Land sprunghaft um 18 Prozent angestiegen waren und damit auch erheblich stärker als im Bundesdurchschnitt. Im Ländervergleich bleiben die Zuzahlungen in Mecklenburg-Vorpommern ungeachtet der jüngsten Anhebungen aber weiterhin im unteren Drittel. Im Bundesdurchschnitt stieg der Eigenanteil für einen Pflegeplatz binnen Jahresfrist um 110 auf nun 1940 Euro im Monat. Damit liegen die durchschnittlichen Eigenanteile um knapp 500 Euro oder etwa ein Drittel höher als in Mecklenburg-Vorpommern. Am teuersten sind Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2357 Euro im Monat, die als Eigenanteil eingefordert werden. Am niedrigsten sind die Zuzahlungen mit 1359 Euro in Sachsen-Anhalt. In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen daneben noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die reine Pflege stieg im bundesweiten Schnitt auf 731 Euro im Monat, nachdem es zum 1. Januar 2019 noch 655 Euro gewesen waren. In Mecklenburg-Vorpommern wuchs dieser Kostenanteil von 481 auf nun 522 Euro. Die Debatte um einen grundlegenden Umbau der Finanzierung nimmt weiter Fahrt auf. vdek-Chefin Ulrike Elsner sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege machen Handlungsbedarf für eine Finanzreform in der Pflege deutlich.» Es sei gut, dass die Gesundheitspolitik das Thema auf die Agenda genommen habe, denn eine gute und bezahlbare Pflege gehe alle an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Mitte des Jahres einen Vorschlag machen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnte, die Eigenanteile in den Heimen stiegen rasant und unaufhörlich, während die Leistungen aus der Pflegeversicherung seit Jahren konstant blieben. Vorstand Eugen Brysch kritisierte, dass Spahn erst im Sommer ein Konzept vorlegen wolle. «Für die Pflegebedürftigen ist das unerträglich. Sie werden weiter in die Armutsfalle gedrängt und abhängig von Sozialhilfe.» Nötig sei eine grundlegende Finanzreform. Die Pflegeversicherung müsse künftig die gesamten Pflegekosten übernehmen. «Den zusätzlichen Aufwand für Unterbringung, Verpflegung und Investitionen zahlt weiter jeder selbst. Das sind im Schnitt immerhin über 1200 Euro monatlich.» Bundesweit am höchsten ist der Eigenanteil nur für die reine Pflege weiter in Baden-Württemberg: durchschnittlich 1006 Euro waren es den neuen Daten zufolge zum 1. Januar dieses Jahres. Es folgen Berlin mit 939 Euro und Bayern mit 899 Euro. Deutlich weniger sind es dagegen in Thüringen mit 421 Euro, in Sachsen-Anhalt mit 498 Euro und in Sachsen mit 504 Euro. Auch bei den Kosten für Unterkunft und Verpflegung gibt es bundesweit eine große Spanne: von 573 Euro in Sachsen-Anhalt bis 1024 Euro in Nordrhein-Westfalen. Für Mecklenburg-Vorpommern werden aktuell 585 Euro ausgewiesen. Der Bundesschnitt beträgt 756 Euro. In der Debatte um die Zukunft der Pflege-Finanzierung gibt es schon diverse Vorstöße - und das Problem wird eher noch größer. In der alternden Gesellschaft werden absehbar mehr Menschen Pflege in Anspruch nehmen. Die Zahl der Leistungsempfänger steigt bereits. Nach Angaben der gesetzlichen Krankenversicherung waren es 2018 rund 3,7 Millionen und damit 10,4 Prozent mehr als 2017. Die Ausgaben der Pflegeversicherung erhöhten sich um 7,6 Prozent auf 38,2 Milliarden Euro. Steigende Kosten bringen auch höhere Löhne, die die Regierung im Ringen um dringend benötigte Pflegekräfte aber durchsetzen will. Die Vorschläge reichen von Bundeszuschüssen bis zur Senkung oder Begrenzung der Eigenanteile. Möglich wären außerdem höhere Beiträge. Spahn hat signalisiert, dass er mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit bei den Eigenanteilen will und vor allem langfristig Pflegebedürftige entlasten möchte. Forderungen nach einer Vollversicherung für die kompletten Pflegekosten hat er abgelehnt. Bis Mitte Mai plant das Ministerium dazu noch Diskussionsveranstaltungen in mehreren Städten, als nächstes am 28. Februar in Landshut und am 19. März in Kassel.

Angeklagter gesteht Bank-Betrug mit Pappkarten

Schwerin (dpa/mv) - Ein 31-jähriger Mann hat gestanden, mit Hilfe von Papp- und Papierschnipseln in Geldscheinformat die Geldausgabe an Bankautomaten in Schwerin überlistet zu haben. Zu Beginn des Prozesses am Landgericht Schwerin räumte er am Mittwoch ein, auf diese Weise Anfang 2015 innerhalb eines Monats 63.500 Euro einkassiert zu haben. Dabei machte er sich laut Anklage zunutze, dass die Automaten das Geld wieder einziehen und das Konto nicht belasten, wenn die Scheine nicht herausgenommen werden. Der in Bergen auf Rügen geborene und zuletzt in Schwerin lebenden Angeklagte hatte allerdings die Geldscheine im Entnahmeschacht blitzschnell durch wertloses Papier ausgetauscht. Als Motiv für seine illegalen Transaktionen - laut Staatsanwaltschaft 175 Fälle - gab der Mann Spielsucht an.

Schwesig begrüßt Bundeskabinettbeschluss zur Grundrente

Schwerin (dpa/mv) - Als wichtigen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in Deutschland hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Beschluss des Bundeskabinetts zur Einführung einer Grundrente begrüßt. «Es ist gut, dass die Bundesregierung die Signale für die Grundrente auf Grün stellt. Das ist das klare Signal: Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter mehr haben als Sozialhilfe», erklärte sie in einer am Mittwoch in Schwerin verbreiteten Mitteilung. Zuvor hatte die schwarz-rote Regierung in Berlin dem lange umstrittenen Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zugestimmt. Rund 1,3 Millionen Menschen mit kleinen Renten werden demnach ab kommendem Jahr steuerfinanzierte Aufschläge auf ihre Bezüge erhalten. Profitieren sollen Menschen mit mindestens 33 Jahren Beitragsleistungen für Beschäftigung, Erziehung oder Pflege. Die Kosten werden auf 1,3 Milliarden Euro im Startjahr geschätzt. Der Gesetzentwurf geht nun zur Beratung und Beschlussfassung an den Bundestag. «Meine klare Erwartung ist, dass die Grundrente wie vereinbart zum 1. Januar 2021 in Kraft treten kann», betonte Schwesig. Gerade in Ostdeutschland würden überdurchschnittlich viele Rentner von der Grundrente profitieren. «Bei uns geht jetzt die Generation in Rente, die nach 1990 zu oft niedrigen Löhnen die ostdeutschen Länder neu aufgebaut hat. Gleichzeitig gibt es bei uns deutlich weniger Rentnerinnen und Rentner, die neben der gesetzlichen Rente noch weitere Einkünfte im Alter haben.» Den vollen Aufschlag soll nur erhalten, wer als Rentner beim monatlichen Einkommen bei maximal 1250 Euro liegt. Bei Ehepaaren und Lebenspartnern liegt die Grenze bei 1950 Euro. Einkommen über dieser Grenze sollen auf die Grundrente angerechnet werden. Eine Einkommensprüfung soll sicherstellen, dass nur Menschen den Aufschlag erhalten, die ihn auch brauchen.

Raststätte Stolpe-Nord an der A24 wird ausgebaut

Stolpe (dpa/mv) - Die Autobahn-Raststätte Stolpe-Nord an der A24 wird in Richtung Hamburg vergrößert. 25 zusätzliche Lkw- und drei Busparkplätze werden gebaut, wie das Verkehrsministerium am Mittwoch mitteilte. Demnach stehen dann 44 Parkplätze für Lkw und sechs für Busse zur Verfügung. Zudem werde der Abfahrtsbereich von den Parkplätzen zur Einfädelungsspur auf die Autobahn ausgebaut. Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Bund trägt die Kosten von 2,6 Millionen Euro. Nach Angaben des Verkehrsministeriums fahren pro Tag durchschnittlich 26.000 Autos auf der Strecke.

83-Jähriger stirbt am Steuer: Viele Autofahrer fahren vorbei

Waren (dpa/mv) - Nach dem Tod eines 83-jährigen Autofahrers bei Klink (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ermittelt die Polizei gegen mehrere Verkehrsteilnehmer wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung. Sie sollen am Mittwochmorgen auf der Bundesstraße 192 einfach vorbeigefahren sein, obwohl der Beifahrer des plötzlich schwer erkrankten 83-Jährigen auf die Notlage aufmerksam gemacht habe, teilte eine Polizeisprecherin mit. Zuvor hatte der 78-jährige Beifahrer den Wagen gerade noch stoppen können, ohne dass Schaden entstand. Weil er kein Handy hatte, wollte er andere Autofahrer anhalten, um schnell Hilfe zu holen. Etliche Autos seien aber vorbeigefahren. Erst ein Lkw-Fahrer habe gehalten. Der Notarzt habe dann letztlich nicht mehr helfen könne, der 83-Jährige sei gestorben.

Grippewelle im Nordosten schwächt sich ab

Rostock (dpa/mv) - Die Zahl der registrierten Grippefälle in Mecklenburg-Vorpommern ist zurückgegangen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch berichtete, wurden in der vergangenen Woche 290 neue Influenza-Infektionen gemeldet. In der Woche zuvor waren es noch 445 Erkrankungen gewesen. Damit seien dem Amt seit Oktober vergangenen Jahres 1362 Influenza-Infektionen gemeldet worden. Damit liegen die Meldezahlen den Angaben zufolge deutlich unter jenen im gleichen Zeitraum der Saison 2018/2019 mit 2219 und der Saison 2017/18 mit 2242. Ein grippebedingter Todesfall sei bislang nicht gemeldet worden.

Popsänger Johannes Oerding: «lange keine innere Stimme»

Schwerin (dpa) - Popsänger Johannes Oerding («An guten Tagen») hatte nach eigenen Worten eine zeitlang Panik, dass ihm keine neuen Songs für sein Album «Konturen» einfallen. «Mein Problem war, dass ich lange Zeit keine innere Stimme hatte. Ich war so mit dem Herumtouren beschäftigt, dass ich vergessen hatte, mir zwischendurch meine Gedanken aufzuschreiben», sagte der Wahl-Hamburger in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der «Schweriner Volkszeitung». Deshalb sei die Panik groß gewesen, dass ihm nichts einfiele. Statt an neuen Songs zu schreiben, sei er lieber im Tourbus sitzen geblieben und habe eine Serie geguckt. An einem Pool in der Türkei sei ihm die Idee für «An guten Tagen» gekommen. «Zuhause habe ich den Song zu Ende geschrieben. Daran merkte ich, dass die kreative Phase wieder beginnt», sagte der 38-Jährige. Am 11. März spielt Johannes Oerding in der Rostocker Stadthalle.

Zuzahlungen für Pflegeheimplätze weiter gestiegen

Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Die Pflege im Heim wird für Betroffene und ihre Angehörigen auch in Mecklenburg-Vorpommern immer teurer. Zum ersten Januar lag der zu zahlende Eigenanteil bei durchschnittlich 1442 Euro im Monat. Wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek) hervorgeht, waren das 74 Euro oder fünf Prozent mehr als Anfang 2019. Damit fiel der Anstieg deutlich moderater aus als ein Jahr zuvor, als die Eigenanteile für Pflegebedürftige und ihre Familien im Land sprunghaft um 18 Prozent angestiegen waren. Im Ländervergleich bleiben die Zuzahlungen in Mecklenburg-Vorpommern aber weiterhin im unteren Drittel. Im Bundesdurschnitt stieg der Eigenanteil für einen Pflegeplatz binnen Jahresfrist um 110 auf nun 1940 Euro im Monat. Am teuersten sind Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2357 Euro, die als Eigenanteil eingefordert werden. Am niedrigsten sind die Zuzahlungen mit 1359 Euro in Sachsen-Anhalt.

«Selfie-Tanz» auf Polizeiauto: Hinweise auf Täter

Schwerin (dpa/mv) - Nach der Beschädigung eines Streifenwagens der Polizei bei der Aufnahme von Selfies in Schwerin haben Ermittler erste Hinweise auf die Täter. Nach Angaben von Zeugen waren die Männer am Dienstag mit einem 22-jährigen Mann in dem Einkaufszentrum unterwegs, der bei einem Ladendiebstahl gestellt worden sei, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Schwerin. Wegen des Diebstahls waren die Beamten alarmiert worden. Während die Polizisten mittags im Einkaufszentrum die Personalien des mutmaßlichen Täters aufnahm, sollen die anderen Männer auf den geparkten Polizeitransporter geklettert und Fotos von sich geschossen haben. Dabei wurde das Dach des Polizeiwagens verbeult. Passanten riefen die Beamten. Die beiden Selfie-Fans flohen. Man erwarte aber, dass sich Bilder von den Flüchtigen auf der Videoüberwachung im Center im Stadtteil Mueßer Holz finden, sagte der Sprecher.

Nach Polizei-Attacken Rechter: Ebert will härteres Vorgehen

Löcknitz (dpa/mv) - Nach der gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Männern aus der rechten Szene und Polizisten in Löcknitz (Vorpommern-Greifswald) hat Bürgermeister Detlef Ebert (CDU) ein härteres Vorgehen verlangt. «Die Bürger haben kein Verständnis dafür, dass solche Leute nach Attacken auf Polizisten sofort wieder auf freien Fuß kommen», sagte Ebert am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das hätten etliche Löcknitzer in der Bürgersprechstunde am Dienstag deutlich gemacht. Solche Leute gehörten in U-Haft. «Sonst geht der Respekt bald ganz verloren.» Bei der Auseinandersetzung in einer Garagensiedlung waren am Wochenende drei Polizisten verletzt worden. Die beiden Verdächtigen, ein 28-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen und ein 51-jähriger Löcknitzer, der sich den «Reichsbürgern» zugehörig fühlt, wurden wenige Stunden nach dem Vorfall wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie sollen die Beamten in der Nacht zu Sonntag attackiert haben. Der Polizei war ein illegales großes Lagerfeuer aufgefallen, sie hatte die Personalien der Teilnehmer aufnehmen wollen. Erst wurde der 28-Jährige den Angaben zufolge kontrolliert und trotz Gegenwehr festgesetzt, dann soll der 51-Jährige versucht haben, seinen Bekannten mit Gewalt zu befreien. Die Polizei ermittelt wegen einer Reihe von Delikten, darunter Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Landfriedensbruch gegen die Männer. Zudem kündigte die zuständige Polizeiinspektion am Mittwoch eine «Null-Toleranz-Strategie» gegen die «verfestigten rechtsextremen Strukturen» an. Treffpunkte und handelnde Personen seien bekannt und man werde «spürbar dagegen steuern.»  

Jazzsaison für MV startet in Neubrandenburg mit Nils Wülker

Neubrandenburg (dpa/mv) - Mit Jazzmusikgrößen wie dem Bläser Nils Wülker, Triple Trouble und Andromeda Mega Express startet in diesem Jahr in Neubrandenburg die Jazzsaison für Mecklenburg-Vorpommern. Zum traditionellen Jazzfrühling werden vom 11. März an sechs Bands aus Berlin, Dresden und anderen Teilen Deutschlands erwartet, wie die Vorsitzende des Vereins Jazzconnection Elke Pretzel am Mittwoch sagte. Mit seiner Mischung aus den verschiedenen Spielarten des Jazz bis zur Weltmusik habe sich der Jazzfrühling einen festen Platz auch international in dieser Szene erobert. Im Vorjahr waren fast alle Konzerte ausverkauft und rund 3700 Gäste in Neubrandenburg gezählt worden. Ein Höhepunkt des 29. Jazzfrühlings bis zum 15. März werde das interaktive Schülerkonzert sein, erläuterte Pretzel. Dabei treffen Musiker einer Band auf bis zu 100 Schüler der vierten und fünften Klassen. «Die Schüler können hautnah Musik erleben und wollen dann meist gar nicht mehr weg», sagte Pretzel. Deshalb lege man den Musikerbesuch auch auf einen Freitagvormittag. Der Jazzfrühling wird wie auch die Eldenaer Jazz-Evenings im Juli in Greifswald und das See More Jazz-Festival in Rostock im Rahmen des Projektes Musikland MV unter anderem vom Land gefördert.