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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Weniger Flüchtlingskinder in den Klassen zum Deutsch lernen

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Flüchtlingskinder in den sogenannten Deutschlernklassen an Mecklenburg-Vorpommerns Schulen ist gesunken. Im Februar besuchten 3436 Mädchen und Jungen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, diese Klassen, wie das Bildungsministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte. Im Januar 2017 waren es noch 4781 gewesen. Das Land hatte mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 Geld für 100 zusätzliche Lehrer für den Deutsch-Unterricht von Flüchtlingskindern bereitgestellt. Derzeit seien 98 Stellen besetzt, hieß es. Zunächst hatte das Bildungsministerium mitgeteilt, dass die Zahl der Flüchtlingskinder an den Schulen insgesamt gesunken sei. Diese Angaben wurde präzisiert: Zurückgegangen sei die Zahl der Kinder in den sogenannten Deutschlernklassen.

Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm mit weniger Absatz und Umsatz

Leipzig (dpa) - Nach dem Rekordergebnis des Vorjahres hat die Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm (Freyburg) im Geschäftsjahr 2017 ein Minus bei Absatz und Umsatz verbucht. Insgesamt wurden 256,5 Millionen Flaschen Sekt, Spirituosen, Wein und weinhaltige Getränke verkauft, im Jahr 2016 waren es 271,2 Millionen Flaschen, wie das Unternehmen am Dienstag in Leipzig mitteilte. Der Umsatz sank von 968 Millionen Euro auf 945 Millionen. Das sei dennoch ein solides Ergebnis auf hohem Niveau und das zweitbeste der Firmengeschichte, sagte Vorstandschef Christof Queisser. Rotkäppchen-Mumm habe weiter die Marktführerschaft am deutschen Sektmarkt. Der Anteil lag 2017 bei 55,2 Prozent, 2016 waren es 55,4 Prozent.

SSC Schwerin will Vorentscheidung im Meisterschaftsfinale

Schwerin (dpa/mv) - Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin will im Kampf um die deutsche Volleyball-Meisterschaft der Frauen eine Vorentscheidung erzwingen. Dazu müssen die Mecklenburgerinnen am (morgigen) Mittwochabend in der heimischen Palmberg Arena im zweiten Play off-Finale Allianz MTV Stuttgart erneut besiegen. Das erste Endspiel hatte Schwerin am vergangenen Samstag knapp mit 3:2 für sich entschieden.  «Da hatte Stuttgart gemerkt, dass sie kurz davor waren, uns zu schlagen. Sie werden hier also extrem aggressiv auftreten. Aber wir werden uns dagegenstellen und alles tun, um den zweiten Sieg einzufahren», sagte SSC-Trainer Felix Koslowski. Dabei erwartet der 38-Jährige wie schon zum Finalauftakt ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden werden. Sollte der in Bestbesetzung antretende deutsche Rekordmeister auch das zweite Finale gewinnen, dann benötigt er aus maximal noch drei ausstehenden Endspielen nur einen Sieg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Das dritte Spiel ist für den kommenden Samstag in Stuttgart terminiert.

Elf tödliche Arbeitsunfälle 2017 in MV: Gedenkminute

Schwerin/Rostock (dpa/mv) - Elf Menschen sind im vergangenen Jahr bei Arbeitsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben gekommen. Weitere 61 Frauen und Männer wurden bei schweren Arbeitsunfällen verletzt, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte. Damit bewegten sich die Zahlen im Bereich der vergangenen Jahre. Als besonders unfallträchtig gilt die Baubranche: Auf Baustellen in Mecklenburg-Vorpommern ereigneten sich nach Angaben der IG Bau im vergangenen Jahr allein 2500 Arbeitsunfälle. Die Gewerkschaft berief sich dabei auf Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft. «Stürze vom Gerüst oder Verletzungen mit dem Häcksler entstehen oft unter Stress», sagte der IG-Bau-Bezirksvorsitzende Jörg Reppin in Schwerin. Die Zeit für das richtige Absichern oder das Anziehen der Schutzkleidung müsse da sein, forderte er. Reppin kritisierte, mancher Arbeitgeber sehe im Arbeitsschutz lediglich einen Kostenfaktor. «Unternehmen sind dazu verpflichtet, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen.» Die IG Bau forderte zu einer Gedenkminute am Freitag, 12.00 Uhr, für die Opfer von Arbeitsunfällen auf. Anlass ist der «Workers' Memorial Day» am 28. April, der erstmals 1984 in Kanada stattfand. Seit 1989 wird er weltweit begangen.

Schweizer Bank: Erfolg in Rechtsstreit um DDR-Altvermögen

Zürich (dpa) - Die Schweizer Bank Julius Bär kann im Streit um altes DDR-Vermögen einen weiteren Erfolg gegen die Bundesrepublik Deutschland verbuchen. Das Zürcher Obergericht hat in Sachen der Treuhand-Nachfolgerin BvS gegen Julius Bär das erstinstanzliche Urteil zugunsten der Bank bestätigt. Dies teilte Julius Bär am Dienstag mit, wobei dieses Urteil in zweiter Instanz noch nicht rechtskräftig ist. Anfang Dezember hatte bereits das Bezirksgericht Zürich die 2014 eingereichte Klage der ehemaligen Treuhandanstalt gegen Julius Bär abgewiesen. Die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) machte den Angaben zufolge geltend, dass die Privatbank als Rechtsnachfolgerin der ehemaligen Bank Cantrade, die Bär 2005 übernommen hatte, vom Schweizer Konto einer DDR-Firma unzulässige Auszahlungen und Überweisungen veranlasst hatte. Die Richter am Bezirksgericht sahen hingegen keinen Grund, an den Befugnissen der Bank für die Geldtransfers zu zweifeln. Die BvS hat auf einen Betrag in Höhe von 97 Millionen Franken plus seit dem Jahr 1994 aufgelaufenen Zinsen geklagt, was insgesamt gemäß früheren Berichten rund 200 Millionen Franken (167 Mio Euro) entspricht. Die Bundesrepublik Deutschland ist seit dem Fall der Mauer weltweit mit der Suche nach ostdeutschen Vermögenswerten beschäftigt. In den Wirren nach der Wende hatten DDR-Handelsgesellschaften Geldbeträge auf Konten ins Ausland verschoben.

Saisoneröffnung der Beet- und Balkonpflanzen im Norden

Hamburg/Kiel/Schwerin (dpa) - Der Berufsverband des Erwerbsgartenbaus in Norddeutschland eröffnet am Freitag die diesjährige Saison der Beet- und Balkonpflanzen. Außerdem werde die Pflanze des Jahres im Norden präsentiert, teilte der Gartenbauverband Nord mit. An dem Event zur Saisoneröffnung beteiligen sich demnach Gärtnereien in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die mit der Live-Bepflanzung von Blumenkästen die Saison einläuten. Die Pflanze des Jahres 2018 ist ein Pflanzentrio: Eine fliederfarbene Calibrachoa, weißes Eisenkraut und eine außergewöhnliche Petunie mit auberginefarbener Blüte und sternförmigem, hell rosafarbenen Rand.

Polnischer Arbeiter lebensgefährlich verletzt

Greifswald (dpa/mv) - Bei einem Streit unter polnischen Leiharbeitern ist ein 36-jähriger Mann am Montagabend in Greifswald lebensgefährlich verletzt worden. Als Tatverdächtiger wurde ein ebenfalls 36 Jahre alter Landsmann festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Dienstag erklärte. Es bestehe ein Anfangsverdacht des versuchten Totschlags. Der Festgenommene soll mit einem sogenannten Stechbeitel auf den Kollegen eingestochen und ihn an Kopf und Hals verletzt haben. Das Opfer sei in einer Klinik notoperiert worden und inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Der Vorfall ereignete sich in einer große Halle eines Schiffbauers, bei dem viele Leiharbeiter aus dem Nachbarland arbeiten. Zur Tatzeit waren mehrere Arbeiter in der Halle, aber wegen der Größe sei noch nicht klar, wer etwas von dem Streit mitbekommen hat. Die Tatwaffe sei gefunden worden. Wegen der Sprachbarriere müssten nun erst Dolmetscher organisiert werden, um die genauen Hintergründe des Vorfalls zu klären.

Medien: Viele Straßen in schlechtem Zustand

Rostock (dpa/mv) - Viele Straßen in Mecklenburg-Vorpommern sind nach einem Bericht des NDR akut sanierungsbedürftig. Rund ein Drittel aller Kreisstraßen im Land befänden sich in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand. Dies geht aus einer Recherche des NDR-Politikmagazins «Panorama 3» hervor. Am schlechtesten schneidet demnach der Landkreis Rostock ab. Dort sind rund 70 Prozent der Kreisstraßen betroffen. Das tatsächliche Ausmaß könnte jedoch noch gravierender ausfallen, da nach Angaben des NDR rund ein Drittel aller angefragten kreisfreien Städte und Kreise keine Daten zum Zustand ihrer Straßen geliefert haben. Die Prüfung von Straßen erfolgt mittels einer regelmäßigen Zustandserfassung und Bewertung. Bei diesem Verfahren werden die Straßen in fünf Kategorien eingeteilt, die von «sehr gut» bis «sehr schlecht» reichen. Bei Straßen, die als schlecht oder sehr schlecht beurteilt werden, sollten innerhalb kürzester Zeit saniert werden. Was passiert, wenn dies versäumt wird, zeigt das Beispiel einer Brücke bei Cramon im Landkreis Nordwestmecklenburg. Sie ist aufgrund ihres Zustands bereits seit zwölf Jahren für den Verkehr gesperrt.

Mann erwürgt: 51-Jähriger soll dauerhaft in Haftklinik

Neubrandenburg (dpa/mv) - Gut vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in einem Kleingarten in Neubrandenburg muss sich der mutmaßliche Täter Anfang Mai vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft will im Sicherungsverfahren erreichen, dass der 51-Jährige dauerhaft in eine psychiatrische Haftklinik eingewiesen wird, wie ein Sprecher am Dienstag in Neubrandenburg erklärte. Der Prozess startet am 11. Mai und soll am 14. Mai beendet werden, hieß es vom zuständigen Landgericht. Der 51-Jährige soll das 36 Jahre alte Opfer nach einem Streit um private Dinge am 2. Januar in einem Kleingarten in der Oststadt erwürgt haben. Er hatte die Tat bei der Polizei und beim Haftrichter eingeräumt. Ein psychiatrischer Sachverständiger habe den Tatverdächtigen als «schuldunfähig» eingeschätzt. Der Geständige hatte nach dem Vorfall selbst Rettungskräfte gerufen, die dem Opfer aber nicht mehr helfen konnten. Sie riefen die Polizei. Der 51-Jährige verstrickte sich in Widersprüche, wurde am Tatort festgenommen und kam wegen Totschlags in U-Haft. Opfer und Beschuldigter sind Spätaussiedler aus Russland, lebten in Neubrandenburg und kennen sich schon länger, wie Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler sagte. Im Streit soll es um die getrennt lebende Ehefrau des Beschuldigten gegangen sein.

Saxofon löst Polizeieinsatz in Neustrelitz aus

Neustrelitz (dpa/mv) - In Neustrelitz im Landkreis Neubrandenburg hat ein herrenloser Koffer in einer Bankfiliale am Montagabend einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Mitarbeiterin der Bank auf den Koffer im Vorraum aufmerksam und alarmierte die Beamten. Die Angestellten der Bank und die Bewohner des Hauses wurden daraufhin in Sicherheit gebracht. Mit Hilfe der Aufnahmen einer Überwachungskamera konnte der unbekannte Koffer einer Kundin der Bank zugeordnet werden. Die Frau wurde zur Bankfiliale bestellt. Dort öffnete sie unter Aufsicht der Polizei den Koffer. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen Instrumentenkoffer handelte, indem sich das Saxofon der Frau befand.

Leiharbeiter verletzt Kollegen mit Werkzeug lebensgefährlich

Greifswald (dpa/mv) - Ein Leiharbeiter hat in Greifswald mit einem sogenannten Stechbeitel auf einen Kollegen eingestochen und ihn am Kopf und Hals lebensbedrohlich verletzt. Zwischen den jeweils 36 Jahre alten Männern war am Montagabend während der Arbeit ein Streit ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Da sie beide aus Polen stammen, konnten die Hintergründe der blutigen Auseinandersetzung aufgrund von Sprachbarrieren noch nicht geklärt werden. Der Geschädigte wurde ins Krankenhaus gebracht, der Tatverdächtige vorläufig festgenommen.

Bauernverband verteidigt Pflanzenschutzmittel

Neubrandenburg (dpa/mv) - Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern verteidigt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Mittel würden oft als Ackergifte schlechtgeredet, erklärte der Verband. Die Kritiker übersähen dabei, welchen Fortschritt die Chemie gebracht habe. Seit den 1970er Jahren sei der Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung laut UN-Ernährungsorganisation FAO von 28 auf 11 Prozent gesunken, während sich die Bevölkerung in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt habe. Moderne Pflanzenschutzmittel hätten dazu einen wichtigen Beitrag geleistet. Bei einem «Gespräch am Feldrand» will der Landesbauernverband am heurigen Dienstag in Alt-Negentin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) über den Einsatz moderner Pflanzenschutzmittel informieren. Derzeit wird vor allem über Glyphosat und Pflanzenschutzmittel diskutiert, die Neonikotinoide enthalten, diskutiert. Sie werden für den Rückgang der Insekten mitverantwortlich gemacht.

Weniger Verkehrstote: Innenminister stellt Bilanz vor

Schwerin (dpa/mv) - Im vergangenen Jahr sind im Nordosten so wenige Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Zahl ging von 89 auf 79 zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Am heutigen Dienstag will Innenminister Lorenz Caffier (CDU) die umfassende Verkehrsunfallbilanz für 2017 vorstellen und dabei auch auf die Hauptunfallursachen eingehen. Ob sich der positive Trend aus dem Jahr 2017 fortsetzt, ist offen. Im milden Januar 2018 starben allein zwölf Menschen auf den Straßen des Landes, sieben mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. In den ersten drei Monaten 2018 wurden 24 Verkehrstote registriert - nach 10 im Vorjahreszeitraum. Die Polizei startete daraufhin eine Verkehrssicherheitskampagne. Das Motto: «Fahren.Ankommen.LEBEN!»

Backhaus mahnt Milcherzeuger zu «Mengendisziplin»

Rostock (dpa/mv) - Agrarminister Till Backhaus (SPD) hat von den Milchbauern strikte «Mengendisziplin» gefordert, um extreme Berg- und Talfahrten bei den Milchpreisen künftig zu verhindern. «Um am Milchmarkt bestehen zu können, müssen die Milcherzeuger ihre Lieferbeziehungen und das Risikomanagement modernisieren», erklärte Backhaus am Montag anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfung in Rostock-Warnemünde. In den zurückliegenden beiden Jahren hatten die Rohmilchpreise in Deutschland zwischen 20 und 40 Cent je Liter variiert. Neben Weltmarktschwankungen trugen dazu maßgeblich auch Überproduktionen bei. Landwirte versuchten dem Preisverfall mit erhöhten Liefermengen zu begegnen, was nach Ansicht von Backhaus die Abwärtsspirale nur noch antrieb. Laut Minister haben in den vergangenen drei Jahren rund 14 Prozent der Milcherzeuger im Nordosten die Produktion eingestellt. Die Zahl der Milchkühe sank aber nur um 7 Prozent auf rund 170 000. Auch in Zukunft werde es immer wieder Marktschwankungen geben. «Auf diesen volatilen globalen Markt sind die Milcherzeuger in Deutschland und in MV einfach noch nicht eingestellt», monierte Backhaus. Milcherzeuger, Molkereien und Verbänden seien nun am Zug. «Wenn sich nichts bewegt, werde ich mich für staatliche Vorgaben zu den Milchlieferverträgen mit einem konkreten Mengen-Preis-Verhältnis einsetzen», machte Backhaus deutlich.

Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm legt Bilanz für 2017 vor

Leipzig (dpa) - Der Getränkekonzern Rotkäppchen-Mumm präsentiert heute in Leipzig seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2017. Das Unternehmen mit Hauptsitz im sachsen-anhaltischen Freyburg hatte im Jahr 2016 das bis dato erfolgreichste Jahr seiner Geschichte hinter sich gebracht. Unter anderem hatte es die Marktführerschaft beim Sekt weiter ausgebaut. Der Marktanteil lag bei 55,4 Prozent (Vorjahr: 54,9 Prozent). Zum Geschäft zählen neben Sekt auch Wein, Spirituosen und weinhaltige Getränke. In diesem Jahr hatte Rotkäppchen das Importhandelshaus für Premium-Weine und Spirituosen, Eggers & Franke mit Sitz in Bremen, übernommen. Von dem Zukauf verspricht sich das Freyburger Unternehmen ein zusätzliches Standbein im nationalen Kernmarkt.

Thema Archiv im Mittelpunkt der Kempowski-Tage in Rostock

Rostock (dpa/mv) - Das Thema Archiv steht im Mittelpunkt der diesjährigen Kempowski-Tage in Rostock. «Wir beschäftigen uns viel mit Quellen zum autobiografischen Schreiben, auch aus einer ähnlichen Sicht wie Kempowski», sagte die Leiterin des Kempowski-Archivs, Katrin Möller-Funck, am Montag. So stehe das Thema Gedächtnis am Anfang der Veranstaltungen in dieser Woche. Dies habe den Bezug zu den acht Jahren Haft Walter Kempowskis im Gefängnis Bautzen, als er keine Möglichkeiten zum Schreiben hatte. Daneben gehe es an mehreren Abenden um die Rolle von Bildern, Fotografien und Lebenserinnerungen zu Kriegs- und Nachkriegszeiten oder auch zur Wendezeit. Wie Möller-Funck sagte, antwortete der 2007 verstorbene Schriftsteller als Kind auf die Frage, «Was willst du werden?»: «Ich möchte Archiv werden.» Diesen Wunsch habe der gebürtige Rostocker in einem lustvoll-besessenen und dennoch konsequenten Sammeleifer ausgelebt. Mit den Kempowski-Tagen möchte das Kempowski-Archiv jährlich an das vielschichtige Werk des Autors (1929-2007) erinnern.

Fraktionen gegen Bildung eines Verfassungsschutzamtes in MV

Schwerin (dpa/mv) - Mit ihrer Forderung nach einem eigenständigen Landesamt für Verfassungsschutz stößt die BMV-Landtagsfraktion ins Leere. Die Regierungsfraktionen von SPD und CDU machten am Montag in Schwerin bereits deutlich, dass sie keinen Grund für eine Strukturreform sehen und an der Verfassungsschutzabteilung im Innenministerium festhalten wollen. Mit der bisherigen Regelung seien gute Erfahrungen gemacht worden, sagte CDU-Fraktionschef Vincent Kokert. Ähnlich äußerte sich dessen SPD-Amtskollege Thomas Krüger. Der Fraktionsvorsitzende der Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV), Bernhard Wildt, zeigte sich hingegen sicher, dass ein Landessamt eigenständiger agiere als die in Innenministerien integrierte Verfassungsschutzabteilung. Laut Wild gibt es in 7 der 16 Bundesländer Verfassungsschutzämter.

Linke und Flüchtlingsrat kritisieren Abschiebeflug

Schwerin (dpa/mv) - An einem offenbar für diesen Dienstag geplanten Abschiebeflug nach Afghanistan gibt es Kritik im Nordosten. Der Landesflüchtlingsrat und die Linke im Landtag forderten angesichts des jüngsten Anschlags am Wochenende in Kabul mit mehr als 50 Toten eine Ende von Abschiebungen in das Land. Unklar ist, ob bei dem Flug auch Afghanen aus Mecklenburg-Vorpommern in ihr Heimatland zurückgebracht werden sollen. Das Schweriner Innenministerium gab am Montag dazu keine Auskunft. Der für Dienstag geplante Flug ab Düsseldorf müsse storniert werden, verlangte die Vorsitzende des Flüchtlingsrates MV, Ulrike Seemann-Katz. Der Anschlag in Kabul habe Menschen getroffen, die vor einer staatlichen Dokumentenausgabestelle auf ihre Personalpapiere für die Parlamentswahlen im Oktober warteten. «Es ist an Absurdität nicht zu überbieten, wenn auf Anschläge Abschiebungen folgen», sagte sie. Die migrationspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Karen Larisch, nannte es zynisch, Menschen in ein Land abzuschieben, in dem Bombenterror an der Tagesordnung sei. Afghanistan sei kein sicheres Land, betonte sie. Mit elf Sammelabschiebungen seit Dezember 2016 hat Deutschland bislang 198 Männer nach Afghanistan zurückbringen lassen. Seit 2017 sind sie beschränkt auf Straftäter, terroristische Gefährder und Menschen, die «die Mitwirkung an der Identitätsfeststellung hartnäckig verweigern».

CDU-Bundestagsabgeordnete weist Korruptionsvorwürfe zurück

Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz sieht sich nach eigenen Worten vom Vorwurf der Korruption und des Lobbyismus für Aserbaidschan entlastet. In dem am Sonntag vorgelegten Untersuchungsbericht zur Arbeit des Europarats, dem sie von 2010 bis Ende 2017 angehörte, finde sich zu ihrer Person kein solcher Hinweis. «Wie bereits mehrfach verdeutlicht, hatte ich keine Kenntnis davon, dass das Geld für das Herstellen von Kontakten, die Interesse an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Ländern des post-sowjetischen Raums hatten, aus Aserbaidschan stammt», heißt es in einer am Montag verbreiteten Erklärung. Die Interpretation der Kommission, nach der sie davon hätte Kenntnis haben können, ändere diese Tatsache nicht.

Weniger politisch motivierte Straftaten in MV

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der politisch motivierten Straftaten in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr um 19,6 Prozent gesunken. Sie ging von 1762 im Landtagswahljahr 2016 auf 1417 im Bundestagswahljahr 2017 zurück, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Montag in Schwerin sagte. Rund die Hälfte aller Fälle waren sogenannte Propagandadelikte, wie das Schmieren von Parolen und Zeichen auf Hauswände. Knapp acht Prozent aller Fälle waren Gewalttaten. «Bei diesen Delikten handelt es sich überwiegend um Körperverletzungen, Brandstiftungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte», sagte Caffier. Die Zahl der politisch motivierten Gewaltdelikte sei im Vergleich zu 2016 um 4 auf 112 Fälle gestiegen. Allein 84 hätten Täter aus dem rechten Spektrum begangen.