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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Erster Corona-Toter in MV: Schwesig ruft zum Durchhalten auf

Schwerin (dpa/mv) - Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Es handelt sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der Anfang März im Skiurlaub in Österreich war, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) rief die Menschen unterdessen zum Zusammenhalten und zu Geduld auf. Der Patient hatte neben einer bestätigten Infektion mit dem neuen Coronavirus den Angaben zufolge chronische Vorerkrankungen. Seit etwa einer Woche habe der Mann grippeähnliche Symptome gehabt. Wegen einer akuten Verschlechterung seines Gesundheitszustandes sei er am Freitag vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht worden - und dort trotz intensivmedizinischer Behandlung am Samstagmorgen gestorben, teilte das Ministerium mit. Mecklenburg-Vorpommern war das letzte Bundesland ohne Todesfälle. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus lag am Freitagnachmittag (15.00 Uhr) bei 309, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Das waren 48 mehr als am Tag zuvor. Ministerpräsidentin Schwesig rief die Menschen im Land auf, in der Corona-Krise zusammenzuhalten und die Regeln einzuhalten. «Ich weiß: Es kostet Kraft, den Alltag unter all den Einschränkungen hinzukriegen», sagte die Ministerpräsidentin laut vorab verbreitetem Redetext in einer Fernsehansprache im NDR. «Danke für Ihre Geduld und dafür, dass Sie sich an die Regeln halten!», sagte sie. «Wir werden diese Geduld weiter brauchen.» Sie betonte: «Es ist viel zu früh, die Lockerung von Maßnahmen zu diskutieren. Sie gelten bis einschließlich 19. April.» Schwesig rief dazu auf, persönliche Kontakte weiter zu vermeiden und Abstand zu halten. Dazu gehöre auch, auf Urlaubsreisen und Familienbesuche zu verzichten. Ostern stehe vor der Tür. Eigentlich wünsch man sich, wegzufahren, Familie und Freunde zu treffen. All das sei nicht möglich. «Auch meine Familie verzichtet dieses Jahr auf den Besuch zu Ostern, auch wenn es sehr schade für die Großeltern und für meine Kinder ist», sagte sie weiter. «Bleiben Sie zu Hause, soweit es möglich ist! Bringen Sie Ihre Liebsten nicht in Gefahr.» Auch wenn Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht so stark betroffen wie andere Bundesländer ist, gebe es nun leider den ersten Todesfall. Den Angehörigen wolle sie ihr aufrichtiges Beileid aussprechen. «Die Zahl der Erkrankten wird weiter steigen - auch dann, wenn unsere Schutzmaßnahmen wirken.» Ziel sei es, die Ausbreitung des Virus vor allem zu verlangsamen. «Wir können den Menschen, die uns nahe sind, auch mit Abstand zur Seite stehen. Wir können telefonieren, schreiben, skypen und aufeinander achtgeben», erklärte die Ministerpräsidentin und beendete ihre Ansprache mit den Worten: «Halten Sie durch und halten Sie zusammen! Dann stehen wir Corona durch. Wir sind stark genug dafür. Unser Land ist stark genug dafür. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!». Schwesig und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatten zuvor erklärt, es werde keine Aufweichungen der restriktiven Regelungen geben. Polizei und die Ordnungsbehörden würden weiterhin auf die Einhaltung achten, hieß es in einer am Samstag verbreiteten Erklärung nach einer Telefonkonferenz der beiden mit den Landräten der Kreise und Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte. Auch an die Touristen gewandt erklärten sie: «Wir appellieren an die Vernunft aller Menschen, die gerne zu uns ins Land kommen und unsere Einwohner und Einwohnerinnen: Jetzt ist nicht die Zeit zum Reisen!» Als Urlaubsland freue sich Mecklenburg-Vorpommern darauf, seine Gäste nach der Bewältigung der Corona-Krise wieder zu begrüßen. Die meisten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern hielten sich nach Erkenntnissen der Polizei am Samstag wieder an die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen. Dies berichteten die beiden Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg. Hin und wieder gingen Anzeigen ein, weil sich mehrere Menschen in einer Gruppe aufhielten. Dabei handele es sich aber meist um erlaubte Zusammentreffen von Familienmitgliedern.

Unbekannte fetthaltige Substanz auf Usedom angespült

Zempin (dpa/mv) - Am Strand von Usedom sind schwarze, fetthaltige Klumpen angespült worden. Im Bereich von Zempin bis Kölpinsee wurde der Strandbereich auf einer Länge von etwa sieben Kilometern durch die 0,5 bis 1 Zentimeter großen Klumpen verunreinigt, wie die Wasserschutzpolizei am Samstag mitteilte. Die Herkunft und die genaue Zusammensetzung der Substanz sind derzeit nicht bekannt. Es wurden Proben gesichert und Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung aufgenommen. Mit der Reinigung des Strandes wurde den Angaben zufolge umgehend begonnen.

Motorradfahrer auf Rügen bei Unfall schwer verletzt

Gustow/Rügen (dpa/mv) - Ein 58 Jahre alter Motorradfahrer ist am Samstag bei einem Unfall bei Gustow auf Rügen schwer verletzt worden. Der Mann sei in einer Linkskurve aus zunächst ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße abgekommen und gegen die Leitplanke geprallt, teilte die Polizei mit. Er wurde mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht.

Menschen in MV halten sich an Kontaktverbot

Rostock/Neubrandenburg (dpa/mv) - Die meisten Menschen in Mecklenburg-Vorpommern halten sich nach Erkenntnissen der Polizei an die wegen der Corona-Epidemie erlassenen Kontaktbeschränkungen. Dies berichteten am Samstag die beiden Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg. Es gebe keine Hinweise auf bewusste Verstöße, dies seien keine Einsatzschwerpunkte. Hin und wieder gingen Anzeigen ein, weil sich mehrere Menschen in einer Gruppe aufhielten. Dabei handele es sich aber meist um erlaubte Zusammentreffen von Familienmitgliedern.

Störung der Totenruhe in Schwerin

Schwerin (dpa/lno) - Unbekannte haben auf dem Alten Friedhof in Schwerin von mehren Gräbern Blumen herausgerissen oder Blüten abgeschnitten. Auch ein Trauerkranz auf einem frischen Grab wurde beschädigt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Insgesamt seien zwischen Freitag- und Samstagvormittag 13 Gräber angegriffen worden. Die Polizei ermittelt wegen Störung der Totenruhe und sucht nun nach Zeugen, die im besagten Zeitraum Beobachtungen zur Tat gemacht haben.

Häftlinge in Mecklenburg-Vorpommern nähen Atemschutzmasken

Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern sollen Gefangene Atemschutzmasken nähen. Dies teilte Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) am Samstag mit. Schon vor dem Aufruf des Präsidenten der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, zum Tragen von Schutzmasken, wären die Anstalten diesbezüglich angefragt worden. «Alle Anstalten wollen sich beteiligen. Dafür bin ich dankbar. In Zeiten von Covid-19 müssen wir alle zusammenhalten», erklärte Hoffmeister. In der JVA Bützow liefen bereits die Nähmaschinen, die anderen drei Justizvollzugsanstalten sollen kommende Woche nachziehen. Ziel sei es, zunächst ausreichend Atemschutzmasken für alle Bediensteten und Gefangenen zu produzieren, um auf den Einkauf verzichten zu können. Außerdem werde geprüft, ob naheliegende Seniorenheime mit den Masken versorgt werden könnten.

Erster Corona-Toter im Nordosten: 57-jähriger Mann

Schwerin (dpa/mv) - Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Der Patient hatte neben einer bestätigten Infektion mit dem neuen Coronavirus den Angaben zufolge chronische Vorerkrankungen. Seit etwa einer Woche habe der Mann grippeähnliche Symptome gehabt. Wegen einer akuten Verschlechterung seines Gesundheitszustandes sei er am Freitag vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht worden - und dort trotz intensivmedizinischer Behandlung am Samstagmorgen gestorben, teilte das Ministerium mit. Das zuständige Gesundheitsamt ermittle nun Kontaktpersonen im Umfeld und leite erforderliche Maßnahmen ein. Mecklenburg-Vorpommern hatte am Freitag den bislang höchsten Anstieg an Corona-Infektionen im Land vermeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus lag am Freitagnachmittag (15.00 Uhr) bei 309, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Das waren 48 mehr als am Tag zuvor. Darunter waren erneut auch Bewohner und Mitarbeiter eines Altenpflegeheimes. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte am Freitag angekündigt, dass sie sich am Samstagabend in einer Fernsehansprache zur Situation im Land äußern werde. Die Ansprache wird um 19.55 Uhr im NDR unmittelbar nach dem «Nordmagazin» ausgestrahlt, hieß es. Mit einer Reihe von Maßnahmen hatte die Landesregierung bereits versucht, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Dazu gehörten die Schließung von Schulen, Kitas und vielen Geschäften bis zum 19. April. Zudem wurden Kontaktverbote verhängt und der für das Land als Wirtschaftsfaktor enorm wichtige Tourismus vollständig zurückgefahren.

Keine Maßnahmen-Lockerung bis 20.4.

Berlin/Schwerin (dpa/mv) - Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. Für Mecklenburg-Vorpommern hat dies keine Auswirkungen, da sich das Land von vornherein auf diesen Zeitrahmen eingestellt hat. «Wir haben hier in Mecklenburg-Vorpommern sowieso alle Maßnahmen auf den 19.4. terminiert», sagte Regierungssprecher Andreas Timm der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will sich am Samstagabend in einer Fernsehansprache zur Situation im Land äußern. Die Ansprache wird um 19.55 Uhr im NDR unmittelbar nach dem «Nordmagazin» ausgestrahlt, hieß es. Mit einer Reihe von Maßnahmen hatte die Landesregierung bereits versucht, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Dazu gehörten die Schließung von Schulen, Kitas und vielen Geschäften bis zum 19. April. Zudem wurden Kontaktverbote verhängt und der für das Land als Wirtschaftsfaktor enorm wichtige Tourismus vollständig zurückgefahren. Damit soll die Einschleppung des Virus verhindert und das Gesundheitssystem im Land vor einer möglichen Überlastung geschützt werden. Mit zuletzt durchschnittlich 19 nachgewiesenen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner gehört Mecklenburg-Vorpommerns im Ländervergleich weiterhin zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Bundesländern. Im nahen Hamburg etwa ist die Rate vier Mal so hoch. Braun hatte dem «Tagesspiegel» gesagt: «Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen.» Bis dahin blieben alle Maßnahmen bestehen. Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. Als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen sieht Braun die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. «Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Sturmflutwarnung für gesamte Ostseeküste

Rostock/Lübeck (dpa) - Am Sonntag gilt für die gesamte Oststeeküste eine Sturmflutwarnung. Dies teilte das Bundesamt für Schiffahrt und Hydrographie (BSH) am Samstag mit. Am Sonntagmorgen zwischen 7.00 Uhr und 10.00 Uhr würden in allen Küstenbereichen Wasserstände zwischen einem und 1,3 Metern über dem mittleren Wasserstand erwartet. An exponierten Lagen rechnet das Bundeamt sogar kurzzeitig mit über 1,4 Meter hohen Wasserspitzen - besonders betroffen sei die Lübecker Bucht.

Mann fährt mit Wagen gegen Baum: Schwere Verletzungen

Neubrandenburg (dpa/mv) - Ein 47 Jahre alter Mann ist in Neubrandenburg mit seinem Wagen von der Straße abgekommen, gegen einen Baum geprallt und schwer verletzt worden. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Als er am Freitagnachmittag von der Rostocker Straße auf den Friedrich-Engels-Ring fuhr, sei er aus ungeklärten Gründen von der linken Fahrbahn abgekommen. Der Wagen sei dann über einen Radweg gefahren und gegen den Baum geprallt. Der Fahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Bei dem Unfall sei ein Sachschaden in Höhe von circa 10 000 Euro entstanden, so die Polizei.

Viele Fragen vor nahem Semesterbeginn an der Uni Rostock

Rostock (dpa/mv) - Der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, ist fest entschlossen, trotz der anhaltenden Corona-Krise den Studenten zum geplanten Semesterbeginn am 20. April ein Lehrprogramm anbieten zu können. «Wir wissen aber noch nicht, ob wir in der Lage sein werden, ein Präsenzstudium anzubieten», sagte Schareck der Deutschen Presse-Agentur. Vermutlich würden mehr digitale Techniken eingesetzt, beispielsweise um Konferenzen abzuhalten oder Vorlesungen zu streamen. Es sei mit einem sehr eingeschränkten Programm zu rechnen. Ungeklärt sei auch, ob alle Studenten damit erreicht werden. Schwierig werde es für die, die in Funklöchern wohnen oder nicht über die erforderliche Technik verfügen. Schareck ging davon aus, dass dies für etwa drei Prozent der Studentenschaft zutrifft. Zum Beginn des Wintersemesters waren in Rostock knapp 13 000 Studenten immatrikuliert. Dabei müsse der Universität nun ein Spagat gelingen. Es gelte weiter, die Kurve der Corona-Infektionen durch Vermeidung von Direktkontakten flach zu halten, besonders Gefährdete zu schützen oder für Kinderbetreuung zu sorgen. Gleichzeitig müsse der gesamte Betrieb von Forschung und Lehre aufrechterhalten werden. «Das fährt jetzt langsam hoch», sagte Schareck. Den Beginn könnten Mitarbeiter in der Verwaltung machen, in dem sie in ihre Büros zurückkehrten, wenn die Möglichkeit der Kontaktvermeidung gegeben ist. Nicht zu gewährleisten seien aber beispielsweise Praktika, bei denen der direkte Kontakt zwischen Betreuer und Praktikant nötig sei. Gleichzeitig sei erfreulich, wie in diesen Tagen die Kommunikations- und Hilfsbereitschaft aller Beteiligten steige. So unterstützen Medizinstudenten das Bürgertelefon der Stadt Rostock, oder Apotheker helfen bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln, sagte Schareck.

Weniger Verkehrsunfälle in Zeiten der Corona-Krise

Schwerin (dpa/mv) - In Zeiten der Corona-Krise registriert die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern weniger Verkehrsunfälle. Zwischen dem 1. März und Anfang dieser Woche wurden rund 16 Prozent weniger Unfälle festgestellt als im Vorjahreszeitraum, wie das Innenministerium unter Berufung auf die beiden Landespolizeipräsidien mitteilte. Durch die Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus sei weniger Fahrzeugaufkommen, insbesondere an den Wochenenden, festzustellen. Was der Rückgang in Zahlen bedeutet, konnte das Innenministerium zunächst nicht sagen. Anfang der Woche hatte die Landesregierung die zwischen Bund und Ländern vereinbarten neuen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. Demnach ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Familie gestattet. Touristen dürfen zunächst bis zum 19. April nicht einreisen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr knapp 6900 Unfälle im Straßenverkehr mit Personenschaden festgehalten, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das waren etwa drei Prozent weniger als noch 2018. 89 Menschen kamen 2019 auf den Straßen im Nordosten ums Leben.

Kein Regen und trocknes Laub erhöhen Waldbrandgefahr

Offenbach/Potsdam (dpa) - Im Osten Deutschlands steigt die Gefahr für Waldbrände. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) herrscht in Brandenburg und Umgebung aktuell die Warnstufe vier von fünf. Grund ist nach Angaben einer Meteorologin vor allem Trockenheit - aber nicht nur. «Es hat in den vergangenen Tagen nicht geregnet und auf den Oberflächen liegt vertrocknetes Laub und Gras vom Herbst», sagte DWD-Meteorologin Helga Scheef der Deutschen Presse-Agentur. «Dazu kommt sehr trockene Luft.» Die Gefährdung misst der Deutsche Wetterdienst mit zwei Index-Skalen: einem Waldbrandgefahrenindex und einem Graslandfeuerindex. Beide sind in fünf Stufen eingeteilt. Für freie Flächen mit abgestorbenem Gras zeigte die Karte am Freitag fast im ganzen Land orange an (Stufe vier), nur in Südbayern war sie gelb (Stufe drei). Für die Wälder lag der Index überwiegend bei Gefahrenstufe drei. Größer ist die Waldbrandgefahr im Nordosten Deutschlands: in Brandenburg sowie im nördlichen Sachsen-Anhalt, im östlichen Niedersachsen und am südlichsten Rand Mecklenburg-Vorpommerns - dort herrschte am Freitag Warnstufe vier. Am Sonntag könnte sich die Lage vorübergehend entspannen. Dann sei im Norden «ein bisschen Regen» angesagt, sagte Scheef. Zu Beginn der nächsten Woche lässt die Niederschlagswahrscheinlichkeit der Prognose zufolge aber schon wieder nach. Am Dienstag werde es weitgehend trocken sein, der Regen ziehe nach Süden ab.

Viele Fragen vor nahem Semesterbeginn an der Uni Rostock

Rostock (dpa/mv) - Der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, ist fest entschlossen, trotz der anhaltenden Corona-Krise den Studenten zum geplanten Semesterbeginn am 20. April ein Lehrprogramm anbieten zu können. «Wir wissen aber noch nicht, ob wir in der Lage sein werden, ein Präsenzstudium anzubieten», sagte Schareck der Deutschen Presse-Agentur. Vermutlich würden mehr digitale Techniken eingesetzt, beispielsweise um Konferenzen abzuhalten oder Vorlesungen zu streamen. Es sei mit einem sehr eingeschränkten Programm zu rechnen. Ungeklärt sei auch, ob alle Studenten damit erreicht werden. Schwierig werde es für die, die in Funklöchern wohnen oder nicht über die erforderliche Technik verfügten. Schareck ging davon aus, dass dies für etwa drei Prozent der Studentenschaft zutrifft. Zum Beginn des Wintersemesters waren in Rostock knapp 13 000 Studenten immatrikuliert.

Tarifpartner in der Metallindustrie einigen sich

Hamburg (dpa) - Der Arbeitgeberverband Nordmetall und die IG Metall Küste haben sich auf die Einführung von Arbeitszeitkonten für die Beschäftigten der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Mit dem Tarifvertrag schaffen die Sozialpartner ein weiteres Instrument, um die Auswirkungen der Corona-Krise für Beschäftigte und Unternehmen abzumildern, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. In ihrem Tarifabschluss hatten sie bereits Maßnahmen wie einen Härtefallfonds zur Zuzahlung von Kurzarbeitergeld und zur Überbrückung von Betreuungsengpässen durch die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen vereinbart. Der weitere Tarifvertrag regelt, dass Betriebsrat und Geschäftsführung freiwillig bis zum 31. März 2022 ein Krisen-Arbeitszeitkonto für jeden Arbeitnehmer eines Betriebes einführen können. Das Konto darf maximal 200 Plus- oder 150 Minusstunden umfassen und muss am Ende auf Null stehen. «Die Tarifparteien legen Hand in Hand nach, um die Corona-Krise und ihre Folgen zu bewältigen», sagte Lena Ströbele, Verhandlungsführerin von Nordmetall. «Zugleich ist ein verbindlicher Rahmen geschaffen, dass ausgefallene Aufträge später wieder nachgearbeitet werden und so möglichst schnell wieder zu einem Normalzustand zurückgekehrt werden kann.» Für die IG Metall sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich: «Die Arbeitszeitenkonten sind ein weiteres Instrument, um über die Krise zu kommen. Kurzarbeit kann damit verhindert oder zumindest verzögert werden. Das ist vor allem in Betrieben wichtig, in denen es keine Aufstockung auf das Kurzarbeitergeld gibt und die Beschäftigten sonst schnell erhebliche Einkommenseinbußen hätten.»

Hilfe auch für mittlere Firmen, Mangel an Schutzkleidung

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern nimmt auch mittlere Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten unter seinen Schutzschirm. «Die Last auf den Schultern der Wirtschaft ist riesig. Die Soforthilfe für akute Notsituationen soll nun auch für Unternehmen von 50 bis 100 Mitarbeitern ermöglicht werden», sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag nach einer Telefonkonferenz der Regierung mit Vertretern von Industrie, Handel und Handwerk. Wie bei den Firmen mit bis zu 49 Beschäftigten sollen auch die größeren Betriebe nicht rückzahlbaren Zuschüsse erhalten. Die Hilfe ist je Fall auf 60 000 Euro begrenzt. Laut Glawe gibt es landesweit rund 900 Unternehmen mit 50 und bis 100 Beschäftigten. Nach seinen Angaben wird sich das Kabinett auf seiner nächsten regulären Sitzung am Dienstag auch mit staatlichen Hilfen für Unternehmen mit 101 bis 249 Mitarbeitern befassen. Der Bedarf an staatlichen Soforthilfen zum Ausgleich Corona-bedingter Einnahmeausfälle ist bei Firmen in Mecklenburg-Vorpommern groß. Laut Glawe wurde das Antragsformular für kleiner Unternehmen schon mehr als 100 000 Mal aus dem Internet heruntergeladen. Rund 12 000 Interessenten hätten ihre Anträge bereits beim Landesförderinstitut eingereicht. Je nach Mitarbeiterzahl variieren die nicht rückzahlbaren Zuschüsse zwischen 9000 und 40 000 Euro. Der zu Wochenbeginn beschlossene «MV-Schutzfonds» für die Wirtschaft des Landes umfasst insgesamt 1,1 Milliarden Euro und soll zum Großteil mit neuen Schulden finanziert werden. Unterdessen zeigt sich, dass Hygieneartikel zum Schutz gegen Corona-Infektionen offenbar weiterhin knapp sind. Das Sozialministerium in Schwerin beklagte insbesondere auch für Pflege-Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern einen Mangel an Atemschutzmasken und anderem Schutzmaterial. «Das ist eine Schwachstelle», sagte Ministeriumssprecher Alexander Kujat. Das Thema war akut geworden, seit erste Covid-19-Infektionen in Altenheimen des Landes aufgetreten sind. Am Freitag kamen weitere Infektionen bei Bewohnern und Mitarbeitern eines Altenpflegeheimes hinzu. Mit insgesamt 48 neuen Fällen verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern am Freitag den bislang höchsten Anstieg an Corona-Infektionen im Land. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus am Freitagnachmittag (15.00 Uhr) bei 309. 20 der Patienten mussten oder müssen laut Lagus noch im Krankenhaus behandelt werden, 4 davon auf einer Intensivstation. Zur effektiveren Unterbrechung von Infektionswegen erhöht Mecklenburg-Vorpommerns seine Test-Kapazitäten für mögliche Covid 19-Infektionen. Menschen mit Corona-Verdacht, die nicht selbst ein Testzentrum aufsuchen können, bekommen fortan Besuch von einem mobilen Test-Team. In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz seien vier Teams aus medizinischem Fachpersonal zusammengestellt worden, teilte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe mit. Doch auch diese Tests erfolgten ausschließlich auf Verordnung eines Arztes. Tests sind den Angaben zufolge weiterhin auch in den inzwischen 15 Testzentren im Land möglich. In Vorpommern fahren außerdem bereits Busse als mobile Testzentren über Land. Unter Hinweis auf die weiterhin akute Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus rät Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) dringend von Familienbesuchen ab, gerade auch zum bevorstehenden Osterfest. «Verwandtenbesuche sind in Zeiten einer Pandemie grundsätzlich zu vermeiden. Gefährden Sie nicht Ihre Liebsten und tragen Sie nicht das Virus unbewusst in Ihre Familie», betonte Caffier in einer in Schwerin verbreiteten Mitteilung. Ein Verbot solcher Besuche gibt es jedoch nicht. Mit drastischen Maßnahmen wie Schul- und Ladenschließungen sowie Kontaktsperren versucht die Politik die Epidemie einzudämmen. Das führte auch dazu, dass sich das Leben vom öffentlichen verstärkt in den familiären Raum verlagert, mit teilweise ungewollten Folgen. So erwarten die Frauenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern infolge der Corona-Krise eine steigende Nachfrage von Opfern häuslicher Gewalt und organisieren deshalb zusätzliche Quartiere. Dabei handele es sich zum Beispiel um Hostels und Ferienunterkünfte, sagte der Sprecher des Sozialministeriums, Kujat. Sie stehen wegen des Verbots touristischer Übernachtungen derzeit leer. Zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels haben erste Städte in Mecklenburg-Vorpommern Online-Plattformen für Läden mit Liefer- und Bestellangeboten eingerichtet. Beispiele sind Schwerin und Stralsund. Die Landeshauptstadt listet auf ihrer Internetseite unter www.schwerin.de/lokalkauf inhabergeführte Geschäfte, Restaurants und Cafés auf, die Online-Shops, lokale Lieferdienste oder Abholmöglichkeiten anbieten. In Stralsund ist eine ähnliche Aktion unter www.stralsund.de/liefert zu finden.

MV: Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt auf 309

Rostock (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet den bislang höchsten Anstieg an Corona-Infektionen im Land. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus am Freitagnachmittag (15.00 Uhr) bei 309. Das waren 48 mehr als am Tag zuvor. Darunter waren erneut auch Bewohner und Mitarbeiter eines Altenpflegeheimes. 20 der Patienten mussten oder müssen laut Lagus noch im Krankenhaus behandelt werden, 4 davon auf einer Intensivstation. Tote infolge einer Infektion mit Covid-19 hatte es Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht gegeben.

Schwesig plant Fernsehansprache zur Corona-Krise

Schwerin (dpa/mv) - Angesichts der fortwährenden Corona-Krise will sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstagabend in einer Fernsehansprache zur Situation im Land äußern. Sie reagiert damit nach Angaben ihres Sprechers auf die Sorgen vieler Bürger um Gesundheit, Familie und Arbeitsplatz. Die Ansprache werde um 19.55 Uhr im NDR unmittelbar nach dem «Nordmagazin» ausgestrahlt, hieß es. Mit einer Reihe von Maßnahmen hatte die Landesregierung bereits versucht, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Dazu gehörten die Schließung von Schulen, Kitas und vielen Geschäften bis zum 19. April. Zudem wurden Kontaktverbote verhängt und der für das Land als Wirtschaftsfaktor enorm wichtige Tourismus vollständig zurückgefahren. Damit soll die Einschleppung des Virus verhindert und das Gesundheitssystem im Land vor einer möglichen Überlastung geschützt werden. Mit zuletzt durchschnittlich 19 nachgewiesenen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner gehört Mecklenburg-Vorpommerns im Ländervergleich weiterhin zu den am wenigsten von der Pandemie betroffenen Bundesländern. Im nahen Hamburg etwa ist die Rate vier Mal so hoch. Dennoch verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern am Freitag mit 48 neuen Fällen den bislang höchsten Tagesanstieg an Corona-Infektionen im Land. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, liegt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen nun bei 309. Schwesig hatte sich jüngst zuversichtlich geäußert, dass Deutschland mit den eingeleiteten Maßnahmen und seinen leistungsfähigen medizinischen Einrichtungen gut durch die Krise kommen könne. «Aber das wird nicht die Medizin für uns allein erledigen, sondern wir alle müssen weiter mithelfen, indem wir uns an die Regeln halten und die Maßnahmen umsetzen», betonte sie. Es sei viel zu früh, schon jetzt über mögliche Lockerungen der Kontaktsperren zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu diskutieren. Es gelte die Maßnahmen vor Ort gut umzusetzen, und dann nach Ostern die Lage anzuschauen und und zu entscheiden, wie es weitergeht. Um der Wirtschaft durch die Krise zu helfen, nimmt die Landesregierung auch mittlere Unternehmen mit 50 bis 100 Beschäftigten unter ihren Schutzschirm. Wie die kleineren Firmen sollen auch sie nicht rückzahlbare Zuschüsse erhalten. Diese Hilfe ist je Fall auf 60 000 Euro begrenzt. Selbstständige und Firmen mit bis zu 49 Beschäftigten erhalten je nach Mitarbeiterzahl Zuschüsse zwischen 9000 und 40 000 Euro. Der Bedarf an staatlichen Soforthilfen zum Ausgleich Corona-bedingter Einnahmeausfälle ist groß. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) wurde das Antragsformular für kleiner Unternehmen schon mehr als 100 000 Mal aus dem Internet heruntergeladen. Rund 12 000 Interessenten hätten ihre Anträge bereits beim Landesförderinstitut eingereicht. Der zu Wochenbeginn beschlossene «MV-Schutzfonds» für die Wirtschaft des Landes umfasst insgesamt 1,1 Milliarden Euro und soll zum Großteil mit neuen Schulden finanziert werden.

Zahnärzte verzeichnen Patientenschwund

Schwerin (dpa/mv) - Auch die Zahnärzte in Mecklenburg-Vorpommern bekommen die Folgen der Corona-Pandemie zu spüren. Weil die Politik von nicht notwendigen Arztbesuchen abriet und Termine vielfach abgesagt werden, sind die Wartezimmer nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigung im Land deutlich leerer als sonst. «Niemand muss im Moment aus Gründen des Infektionsschutzes Angst haben, eine Zahnarztpraxis zu betreten», versichert der Landesverband in einer in Schwerin verbreiteten Erklärung. Anders als etwa im öffentlichen Personennahverkehr oder beim Einkauf im Supermarkt könne sich jeder beim Besuch des Zahnarztes auf ein sehr hohes, nach Standards festgelegtes Hygieneniveau verlassen. Doch klagen auch Zahnärzte über einen Mangel an Hygiene- und Schutzartikeln. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus beeinträchtige das gesellschaftliche Leben massiv und schaffe Unsicherheit, konstatiert der Medizinerverband. «Im Zweifelsfall sollte sich der Patient in dieser Pandemiezeit vor der Behandlung vertrauensvoll an seinen Zahnarzt wenden und individuell mit ihm abklären, ob eine Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt erforderlich ist», hießt es weiter. Der Zahnarzt werde die Entscheidung dann im Einzelfall treffen. Wichtiger Gradmesser sei dabei der Schutz anderer Patienten, der Praxismitarbeiter und seiner eigenen Personen vor einer Infektion. Sollte ein Patient über Symptome wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Fieber klagen, solle er - außer in einem akuten Schmerznotfall - von sich aus bis zur Genesung auf eine Behandlung verzichten. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung appellierte an die Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen für die Versorgung der Patienten sicherzustellen. «Dazu gehört neben der Verfügbarkeit von Schutzausrüstung zwingend wegen eines Einbruchs der Patientennachfrage auch eine finanzielle Absicherung der Zahnarztpraxen zur Sicherung ihrer Existenz, damit die Versorgung der Patienten auf dem erforderlichen Niveau fortgesetzt werden kann und Arbeitsplätze erhalten werden können», erklärt die Kassenzahnärztliche Landesvereinigung. «Auch die Zahnärzte gehören unter den Rettungsschirm», betonte ihr Vorstandschef Wolfgang Abeln. Laut KZV sind im Land etwa 1200 Zahnmediziner tätig. Unterstützung kommt von der Linksfraktion im Landtag. «Nachdem die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in dieser Woche noch kurz vor der Beschlussfassung im Bundestag in das Entlastungsgesetz aufgenommen wurden, sind einzig die Zahnärzte von den existenzsichernden Maßnahmen für das Gesundheitswesen ausgenommen. Aber auch sie gehören zu den systemrelevanten Gesundheitsberufen und sind von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen», erklärte der gesundheitspolitische Fraktionssprecher Torsten Koplin.

Innenministerium fördert neue Integrierte Rettungsleitstelle

Wulkenzin (dpa/mv) - Auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale bei Wulkenzin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird eine neue Integrierte Rettungsleitstelle gebaut. Dafür übersandte das Innenministerium einen Bewilligungsbescheid für eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 3,2 Millionen Euro, wie das Ministerium für Inneres und Europa am Freitag mitteilte. Insgesamt soll der moderne Neubau etwa sechs Millionen Euro kosten. Ab 2021 sollen die Einwohner der Mecklenburgischen Seenplatte und aus der Müritzregion in Notfällen von der neuen Rettungsleitstelle betreut werden. Nötig sei der Neubau, da der Zusammenschluss der ehemaligen Landkreise Mecklenburg-Strelitz, Müritz, Demmin und der Stadt Neubrandenburg zu mehr Einsätzen und zusätzlichen Aufgaben führt.