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Nachrichten-Ticker aus Mecklenburg-Vorpommern

Plädoyers: Rechtsbeugungsprozess gegen Amtsrichter

Rostock (dpa/mv) - Im Prozess gegen einen früheren Richter am Amtsgericht Güstrow wegen des Vorwurfs der Rechtsbeugung wird heute (09.30 Uhr) am Landgericht Rostock das Plädoyer der Staatsanwaltschaft erwartet. Die Anklagebehörde wirft dem heute 58 Jahre alten Juristen vor, zwischen 2013 und 2015 mehr als 800 mutmaßliche Verkehrsdelikte so lange nicht bearbeitet zu haben, bis er die Bußgeldverfahren wegen Verjährung einstellen konnte. Der Angeklagte habe sich die von ihm als zu viel empfundene Arbeit ersparen wollen. Der inzwischen aus Krankheitsgründen pensionierte Richter hatte den Vorwurf der Rechtsbeugung bestritten. Das von ihm erwartete Arbeitspensum sei nicht zu schaffen gewesen.

Nach Tod von 41-Jährigem in Stralsund: Obduktion angeordnet

Stralsund (dpa/mv) - Nach dem Tod eines 41-jährigen Mannes bei einer Auseinandersetzung in Stralsund sollen Rechtsmediziner die genaue Todesursache klären. Wie ein Polizeisprecher am Montag erklärte, hat die Staatsanwaltschaft die Obduktion des Leichnams angeordnet. Gegen einen 43 Jahre alten Stralsunder wird in dem Zusammenhang wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Der Vorfall hatte sich am Samstagabend beim Alkoholtrinken von Einheimischen vor einem Discounter ereignet. Aus einer Gruppe heraus waren eine 41 Jahre alte Frau und ihr ebenfalls 41 Jahre alter Freund in Streit geraten. Der 43-Jährige habe die Frau nach Angaben von Zeugen schützen wollen, den anderen Mann weggerissen und zu Boden geworfen. Plötzlich sei der 41-Jährige leblos gewesen. Wiederbelebungsversuche scheiterten, der Mann kam per Rettungswagen in eine Klinik, wo er starb. Die Polizei hatte den 43-Jährigen daraufhin vorläufig festgenommen. Der Staatsanwalt veranlasste am Sonntag aber die Freilassung.

Politische Bildung auf dem Markt und im Netz

Schwerin (dpa/mv) - Der Direktor der Landeszentrale für politsche Bildung in Mecklenburg-Vorpommern, Jochen Schmidt, spricht sich dafür aus, die politische Bildung stärker an den Informationswegen aller Bürger auszurichten. «Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht umgekehrt», sagte Schmidt der Deutschen Presse-Agentur vor der am Dienstag in Waren (Mecklenburgische Seenplatte) stattfindenden Jahreskonferenz zur politischen Bildung. «Natürlich werden wir auch weiter Bücher veröffentlichen und klassische Veranstaltungsformate machen, aber wir sind in den letzten Jahren zunehmend auch im Online-Bereich aktiv - mit einem eigenen Blog-Format, mit einem Facebook- und einem Twitter-Account. Anders kommen wir an bestimmte Zielgruppen, vor allem auch Jüngere, gar nicht mehr ran», berichtet Schmidt. Allerdings sei auch Präsenz auf den Marktplätzen wichtig, um dort niederschwellig ins Gespräch mit Menschen aller Altersgruppen und aller Schichten zu kommen. Soziale Medien seien heute wichtige Informationskanäle. Doch könne dort auch in Zukunft nicht allumfassend politische Bildung betrieben werden. «Es ist immer die Mischung», betonte Schmidt. Politische Bildung gehöre natürlich auch in die Schulen. Dabei gehe es nicht darum, ein Urteil vorzugeben, sondern junge Menschen mit Informationen zu versorgen, die sie in die Lage versetzen, selbst ein Urteil zu bilden. «Wenn man so politische Bildung versteht, dann wird auch klar, dass wir das brauchen.» Schmidt reagierte damit auf einen Streit im Landtag zu Bedeutung und Umfang der politischen Bildung im Schulunterricht. Die Fraktionen konnten sich im Sozialausschuss nicht auf eine Formulierung dazu in einem Papier zur parlamentarischen Anhörungsreihe «Jung sein in MV» verständigen. In der politischen Bildung sei es wichtig, möglichst alle politischen oder gesellschaftlichen Streitfragen abzubilden. Es gebe allerdings Grenzen, und die würden vom Grundgesetz, von der Landesverfassung und auch wissenschaftlichen Erkenntnissen gesetzt. «Nicht jede vielleicht auch krude Position hat da die gleiche Legitimität vorzukommen», meinte Schmidt. Doch werbe er immer wieder dafür, grundständige politische Bildung zu machen. Zudem trage vor allem die Förderung vielfältiger Träger politischer Bildung durch die Landeszentrale zur Pluralität bei. Vor 30 Jahren habe die politische Bildung in Mecklenburg-Vorpommern ganz praktisch begonnen: Mit Kursen etwa zur Lohnsteuererklärung. Das zeige «auch die Schwierigkeiten des Transformationsprozesses und was der für den Einzelnen bedeutet hat», erklärte der Direktor der Landeszentrale. Anlässlich des 30. Mauerfall-Jubiläums in diesem Jahr habe die Landeszentrale ein Gedenkstättenkonzept entwickelt, das sich mit «zentral, dezentral, digital» überschreiben lasse. Zentral sei der geplante Gedenkort an die Friedliche Revolution in Waren. Dort habe es im Herbst 1989 die erste dokumentierte Demonstration in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Dezentral solle klar machen, «dass die Friedliche Revolution an vielen Orten in unterschiedlicher Form stattgefunden hat». Kommunen könnten bei der Landeszentrale jeweils 1989 Euro zum Beispiel für die Beschaffung von Informationstafeln beantragen. «Die dritte Säule ist ein Angebot im Netz, wo wir Informationen zusammenzuführen», erläuterte Schmidt. Am Dienstag findet in Waren der zwölfte Jahreskongress zur politischen Bildung statt. Unter dem Thema «Die Friedliche Revolution 1989 in Mecklenburg-Vorpommern und ihre Folge» veranstaltet die Landeszentrale für politische Bildung Vorträge, Podiumsdiskussionen und eine Filmvorführung. Besonders im Fokus stehe die Übergangszeit nach der Wende. Nicht nur Fachpublikum, sondern auch interessierte Bürger seien willkommen, betonte Schmidt. Er rechnet mit etwa 100 Teilnehmern. Für Mittwoch ist in Waren zudem die Festveranstaltung des Landtages zur Friedlichen Revolution geplant.

Neue Generalstaatsanwältin Busse wird in Amt eingeführt

Rostock (dpa/mv) - Im Oberlandesgericht Rostock wird heute (11.00 Uhr) die neue Generalstaatsanwältin Mecklenburg-Vorpommerns, Christine Busse, feierlich in ihr Amt eingeführt. Zur Zeremonie werden die meisten ihrer Kollegen aus den anderen Bundesländern erwartet. Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) hatte Busse bereits im Juni mit Wirkung zum 1. August ernannt. Sie ist Nachfolgerin von Helmut Trost, der das Amt seit 2007 innehatte und ebenfalls am Montag in den Ruhestand verabschiedet wird. Sie ist damit die erste Generalstaatsanwältin in Mecklenburg-Vorpommern. Hoffmeister bezeichnete Busse als eine außergewöhnliche Juristin, sie besitze wegen ihres Engagements und exzellenten Fachwissens in der Justiz hohe Anerkennung. Mit ihrer weitsichtigen Art habe sie sich in fünf Jahren als ständige Vertreterin des Generalstaatsanwalts einen Namen gemacht. Busse ist Chefin von landesweit 161 Staatsanwälten, die in Rostock, Schwerin, Stralsund und Neubrandenburg arbeiten. Sie ging davon aus, dass mit der Neuregelung der sogenannten Vermögensabschöpfung mehr Staatsanwälte benötigt werden. Dies bedeutet, dass Vermögen mit einer Herkunft aus kriminellen Handlungen eingezogen werden kann, wenn kein vernünftiger Zweifel besteht. Der bevorstehende Generationswechsel ist eine der Herausforderungen, denen sich Busse gegenübersieht. Ab 2025/26 gehe eine erhebliche Zahl der derzeitigen Staatsanwälte in den Ruhestand. «Nach der Wende haben viele im gleichen Alter angefangen. Sie arbeiten sich nun langsam an die Pensionsgrenze heran.» Bis dahin müssten junge Juristen für die staatsanwaltliche Tätigkeit begeistert werden. Der zweite Schwerpunkt sei die Einführung der elektronischen Akte in Strafsachen. Sie soll ab 2026 die Papierakten ersetzen. «Das wird unsere Arbeitsweise komplett verändern», erklärte Busse. Bis dahin sei noch einiges zu tun.

Traktor gerät auf Gegenfahrbahn und rammt Auto: Verletzter

Gustow (dpa/mv) - Beim Zusammenstoß eines Traktors mit einem Auto ist auf der Insel Rügen ein Mensch verletzt worden. Der 18 Jahre alte Traktorfahrer hatte auf einer Landstraße bei Gustow das Rechtsfahrgebot missachtet und stieß auf der Gegenfahrbahn mit dem Auto eines 80-Jährigen zusammen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der 80-Jährige wurde am Sonntag leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand ein Schaden von rund 60 000 Euro. Die L 29 war wegen der Aufräumarbeiten für zwei Stunden voll gesperrt.

Studie: Armut geht mit verringerter Lebenserwartung einher

Rostock (dpa) - Armut, Arbeitslosigkeit und schlechte Bildung gehen in Deutschland mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung einher. Wie Forscher des Rostocker Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) nach Auswertung von 27 Millionen Datensätzen berichten, liegt bei Männern im Alter von 30 bis 59 Jahren die Sterblichkeit des am schlechtesten verdienenden Fünftels um 150 Prozent über der des am besten verdienenden Fünftels. Arbeitslosigkeit verdopple in der Altersgruppe das Sterberisiko, schlechtere Bildung erhöhe es um etwa 30 Prozent, schreibt das Team im Fachblatt «BMJ Open». Die Rostocker Forscher hatten für die Studie Rentenversicherungsdaten von 27 Millionen Arbeitnehmern ausgewertet. Diese waren im Jahr 2013 zwischen 30 und 59 Jahre alt. «Zum ersten Mal stehen wir auf sicherer Datenbasis, wenn wir die einzelnen Faktoren und ihren Einfluss auf die Sterblichkeit in Deutschland bewerten», wird Erstautor Pavel Grigoriev in einer Mitteilung des Instituts zitiert.

Sechs Verletzte bei Unfällen am Sonntag in Vorpommern

Jarmen/Gützkow (dpa/mv) - Zwei Unfälle haben am Sonntag in Vorpommern zu größeren Behinderungen am Ende der Herbstferien zwischen der Autobahn 20 und der Insel Usedom geführt. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag erklärte, wurden insgesamt sechs Menschen verletzt. So übersah ein Autofahrer am Nachmittag an einer Kreuzung der Bundesstraße 111 bei Jarmen (Vorpommern-Greifswald) ein rotes Signal, worauf drei Autos auf der Kreuzung östlich der Autobahn 20 zusammenstießen. Dabei wurden fünf Menschen verletzt. Der Schaden an den Autos, die alle abgeschleppt werden mussten, wurde auf 50 000 Euro geschätzt. Wenige Stunden vorher war auf der gleichen wichtigen Umleitungsstrecke der B111 südlich von Gützkow eine 85 Jahre alte Autofahrerin aus Berlin mit dem Wagen nach rechts von der Straße abgekommen und hatte sich überschlagen. Die Rentnerin kam schwer verletzt ins Klinikum nach Greifswald.

Diebe stehlen Bootsmotoren und -zubehör am Fleesense

Silz (dpa/mv) - Mit Beginn der dunklen Jahreszeit haben an der Mecklenburgischen Seenplatte wieder Bootsmotorendiebe in größerem Umfang «zugeschlagen.» Wie eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei am Sonntag erklärte, wurden von mehreren Motorbooten in einem kleinen Hafen bei Silz die Motoren, diverses Boots- und Angelzubehör sowie eine Echolotanlage gestohlen. Nach ersten Untersuchungen kamen die Diebe in der Nacht zum Samstag per Ruderboot in die abgeschlossene Anlage auf dem Fleesensee, bauten ihre Beute ab und transportierten Motoren und Zubehör per Fahrzeug weg. Der Schaden wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Drei Autos in Rostock in Flammen: Brandstiftung?

Rostock (dpa/mv) - Unbekannte haben in Rostock drei Autos in Brand gesteckt. Durch die immense Hitzeentwicklung seien bei dem Anschlag am frühen Sonntagmorgen gegen 5.15 Uhr zudem vier weitere Pkw, eine Mülltonne, mehrere Fahrräder, ein Fahrradanhänger sowie Glasscheiben des dortigen Mehrfamilienhauses beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Die Kripo habe am Tankdeckel eines Fahrzeuges einen Gegenstand in Form eines Brandbeschleunigers festgestellt. «Daher gehen wir zurzeit von einer Brandstiftung aus.» Verletzt wurde niemand. Bereits in der Nacht zum vergangenen Dienstag waren in Rostock fünf Autos ausgebrannt. Die Polizei geht auch in diesen Fällen von Brandstiftung aus. Die am Sonntag in Brand geratenen Fahrzeuge waren am Fahrbahnrand geparkt. Die Polizei beschlagnahmte sie zur weiteren Untersuchung. Der Brand ereignete sich Am Kabutzenhof, einer Straße in der Nähe des Matrosendenkmals an der Unterwarnow in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Zehntausend Euro. Die Berufsfeuerwehr Rostock war mit zwei Löschfahrzeugen und acht Kräften im Einsatz.

Antijüdische Schmierereien und Hakenkreuze in Neustrelitz

Neustrelitz (dpa/lno) - Die Polizei hat in Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Hakenkreuz-Zeichnungen und antisemitische Schmierereien festgestellt. Zwei Sitzbänke am jüdischen Gedenkstein in Strelitz-Alt seien mit Hakenkreuzen beschmiert worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Beamten nahmen Anzeigen wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf. Die beschmierten Sitzbänke seien von der Stadtverwaltung vom Gedenkstein entfernt worden. Außerdem wurde in einem Hauseingang eine Mieterinformationstafel mit einem Hakenkreuz und antijüdischen Beleidigungen beschmiert. Die Informationstafel wurde zur Spurensicherung sichergestellt.

Deutsche Goalballer holen EM-Titel: Bronze für Damen-Team

Rostock (dpa) - Die deutsche Goalball-Nationalmannschaft der Männer hat bei der Heim-EM in Rostock den Titel geholt. Die Mannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes setzte sich am Sonntag im Finale gegen die Ukraine mit 6:2 (4:1) durch. Im Halbfinale hatten die Gastgeber überraschend Paralympics-Sieger und Titelverteidiger Litauen mit 4:3 bezwungen. Für Deutschland ist dies das erste EM-Gold überhaupt nach drei zweiten und zwei dritten Rängen bei vorangegangenen kontinentalen Titelkämpfen. Das Team von Herren-Cheftrainer Johannes Günther ist als WM-Zweiter bereits für die Paralympics 2020 in Tokio qualifiziert. Für eine noch größere Überraschung sorgten die deutschen Damen, die sich zuvor mit einem 8:2 (4:0) gegen Großbritannien Bronze gesichert hatten. Nach einer Vorbereitung mit vielen Rückschlägen war zuvor der Klassenverbleib im A-Pool als Ziel herausgegeben worden, am Ende wurde es die erste Medaille seit dem EM-Titel 2005. Goalball ist die beliebteste Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung und bereits seit 1976 paralympisch. Ziel ist es, einen 1250 Gramm schweren Klingelball ins gegnerische Tor zu werfen.

Helfer will Streit schlichten: Mann stirbt

Stralsund (dpa/lno) - Bei einem Streit ist in Stralsund ein 41 Jahre alter Mann unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Der Mann und seine Freundin (41) hatten am Samstag eine tätliche Auseinandersetzung vor einem Supermarkt. Ein 43-jähriger Passant wollte der Frau helfen, er konnte deren Partner zu Boden bringen und festhalten. Plötzlich habe der Helfer festgestellt, dass sein Gegner sich nicht mehr bewegt habe und leblos gewesen sei, teilte die Polizei am Sonntag mit. Wiederbelebungsversuche brachten keinen Erfolg. Der Mann kam ins Krankenhaus, dort starb er. Die Kripo nahm den Helfer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung vorläufig fest. Ein Staatsanwalt hob die Festnahme am Sonntag wieder auf. Die Todesursache steht noch nicht fest. Die Ermittlungen dauern an.

Überführung von «Global Dream»-Mittelschiff am 22. November

Rostock (dpa/mv) - Den Menschen an der Ostseeküste zwischen Rostock und Wismar steht voraussichtlich am 22. November ein Riesenspektakel bevor. Wie der Chef von MV Werften, Peter Fetten, am Sonntag beim Tag der offenen Tür auf der Warnemünder Werft sagte, werde dann das fertige, 220 Meter lange Mittelschiff des ersten Global-Class-Kreuzfahrtschiffes «Global Dream» ausgedockt und von Warnemünde nach Wismar geschleppt. Dort werden Bug und Heck sowie die Aufbauten montiert. «Wir müssen den Termin schaffen, wir können ihn schaffen, wir werden ihn schaffen», sagte Fetten. Bis zum frühen Nachmittag hatten nach Werftangaben rund 30 000 Besucher den Tag der offenen Tür genutzt, um sich über den Bau des Schiffes zu erkundigen. Das Mittelschiff besteht aus insgesamt 160 Blöcken, sogenannten Großsektionen. «Davon haben wir bereits 128 zusammengebaut, beziehungsweise sind im Dock», sagte Werftensprecher Stefan Sprunk. 2021 soll das 342 Meter lange, über 46 Meter breite und 20 Decks hohe Schiff in See stechen. Es wird eines der größten Kreuzfahrtschiffe sein, das weltweit je gebaut wurde. Es ist für den asiatischen Markt konzipiert und kann bis zu 9500 Passagiere aufnehmen.

MV-Werften: Wolgast erwartet Entscheidung, Warnemünde feiert

Wolgast/Warnemünde (dpa/mv) - Die Werften in Mecklenburg-Vorpommern erlebten in den vergangenen Jahrzehnten viele Höhen und Tiefen. Ein Blick nach Wolgast und Warnemünde zeigte am Wochenende, wie unterschiedlich es in der Branche laufen kann. Während der Rüstungsexportstopp nach Saudi-Arabien die Stimmung auf der Peene-Werft in Wolgast trübte, konnten in Warnemünde rund 30 000 Besucher den Baufortschritt bei einem der weltweit größten Kreuzfahrtschiffe, der «Global Dream», bestaunen. Ein Jahr nach dem Rüstungsexportstopp sitzt die Peene-Werft noch immer auf den Patrouillenbooten für das Innenministerium in Riad. Ob die beiden fertigen, die vier rohbaufertigen Schiffe und ein Ausbildungsschiff jemals ihre Auftraggeber erreichen, ist unklar. Das Exportverbot wurde von der Bundesregierung zunächst bis Ende März 2020 verlängert. Die Belegschaft der zur Bremer Lürssen-Gruppe gehörenden Werft, die IG Metall und viele Politiker hoffen auf eine Übernahme der Boote durch die Deutsche Marine, den Zoll oder die Bundespolizei. Insgesamt umfasste der Auftrag 35 Patrouillenboote. 15 waren im Herbst 2018 bereits ausgeliefert worden. Die IG Metall fordert von den deutschen Behörden, die Boote zu übernehmen und sie zur Menschenrettung im Mittelmeer einzusetzen. Für die 300 Beschäftigten der Werft hat sich die Situation trotz des Exportverbots verbessert. Die Kurzarbeit wegen des Produktionsstopps für die Patrouillenboote ist beendet. «Dank einer Verschiebung von Arbeitspaketen innerhalb der Unternehmensgruppe konnte (...) die Kurzarbeit bereits im Juni weitgehend kompensiert werden», sagte ein Firmensprecher. Auf der Warnemünder Werft wurde am Sonntag dagegen in bester Stimmung gefeiert. Der Chef von MV Werften, Peter Fetten, kündigte an, dass das Mittelschiff der neuen «Global Dream» am 22. November ausgedockt und von Warnemünde nach Wismar geschleppt werden soll. Dort werden Bug und Heck sowie die Aufbauten montiert. «Wir müssen den Termin schaffen, wir können ihn schaffen, wir werden ihn schaffen», sagte Fetten. Das Mittelschiff besteht aus 160 Blöcken, sogenannten Großsektionen. «Davon haben wir bereits 128 zusammengebaut, beziehungsweise sind im Dock», sagte Werftensprecher Stefan Sprunk. 2021 soll das 342 Meter lange und über 46 Meter breite Schiff in See stechen. Es wird eines der größten Kreuzfahrtschiffe sein, das weltweit je gebaut wurde. Es ist für den asiatischen Markt konzipiert und kann bis zu 9500 Passagiere aufnehmen. Der Transfer des 220 Meter lange Mittelschiffs mit seinen 20 Decks verspricht, ein Riesenspektakel zu werden. Ältere Werftarbeiter erinnerten an den August 2001, als die riesige Bohrinsel «Stena Don» von Warnemünde in Richtung Norwegen geschleppt wurde. Tausende Schaulustige verfolgten damals das Geschehen. Ein Feuerlöschboot verabschiedete den Koloss mit hohen Wasserfontänen.

Sexualstraftat an Mädchen: Zweiter Verdächtiger gefasst

Stralsund/Essen (dpa) - Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch eines Mädchens in Mecklenburg-Vorpommern ist in Essen der zweite Verdächtige festgenommen worden. Der 32-Jährige habe sich am Samstagabend gestellt, teilte die Polizei mit. Am Sonntag sollte er vor den Haftrichter kommen. Ein Polizeisprecher in Neubrandenburg verwies am Sonntag darauf, dass wegen des Verbrechens gegen den Mann bereits ein vom Amtsgericht Stralsund erlassener Haftbefehl vorgelegen habe. Zu dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch soll es bereits am vergangenen Dienstag in Stralsund gekommen sein. Ein zweiter, 16 Jahre alter Verdächtiger soll beteiligt gewesen sein. Er kam am Freitag in die zuständige Justizvollzugsanstalt. Nach dem 32-Jährigen wurde tagelang gefahndet. Die Straftat wurde demnach am Donnerstag angezeigt. Über das Alter des Opfers machte die Polizei keine Angaben.

Knapp 15 000 Besucher beim Usedomer Musikfestival

Ahlbeck (dpa) - Mit einem Zeichen gegen Antisemitismus ist das 26. Usedomer Musikfestival zu Ende gegangen. In Ahlbeck in der ausverkauften Lokhalle der Usedomer Bäderbahn erinnerten Intendant Thomas Hummel und Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, am Samstag an das Schicksal der jüdischen Mitglieder der Comedian Harmonists in der Nazizeit. Mit Blick auf den rechtsextremen Anschlag vergangenen Mittwoch auf eine Synagoge in Halle betonten beide das Anliegen des Usedomer Musikfestivals als im Ostseeraum beliebte Veranstaltungsreihe: Völkerverständigung über Ländergrenzen hinweg, Respekt, Toleranz und Offenheit. Das Publikum erhob sich bei den Ansprachen gegen Antisemitismus von den Plätzen. Zum Abschluss des Festivals gaben die Berlin Comedian Harmonists in Ahlbeck in der ausverkauften Lokhalle der Usedomer Bäderbahn ein laut Veranstalter ausgelassen gefeiertes Konzert. Insgesamt besuchten rund 14 800 Gäste die Konzerte auf dem polnischen und deutschen Teil der Insel Usedom - und damit ähnlich viele wie im Vorjahr. Rund 75 Prozent der Konzerte waren ausverkauft, zogen die Veranstalter am Sonntag Bilanz. In diesem Jahr stand erstmals Deutschland und seine Musik im Mittelpunkt. In den drei Wochen seit dem 21. September gab es rund 40 Konzerte und Veranstaltungen. Zu Gast waren Künstler wie die NDR Elbphilharmonie mit dem Bariton Matthias Goerne und Musicalstar Ute Lemper, die ihre New Yorker Broadway-Show auf den Spuren von Marlene Dietrich nach Heringsdorf brachte. 2020 dauert das Festival vom 18. September bis 10. Oktober.

Mann randaliert in Dargun: ein Verletzter, viele Schäden

Dargun (dpa/mv) - Ein Mann hat in Dargun (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) randaliert und dabei einen Menschen verletzt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren Zeugen am Samstag auf den 32-Jährigen aufmerksam geworden, weil er sich auf einer Straße mitten auf die Fahrbahn gelegt hatte. Als ihn ein Fußgänger ansprach, versuchte der Mann demnach den Passanten zu schlagen. Anschließend betrat er einen Imbiss und soll mehrere Menschen mit einem Beil bedroht haben. Das Beil konnte ihm durch anwesende Gäste abgenommen werden. Ein Gast wurde dabei von dem 32-Jährigen durch einen Fußtritt leicht verletzt. Des Weiteren beschädigte er mehrere Autos. Polizeibeamte konnten den Mann schließlich in seiner Wohnung antreffen. Er hatte Schnittverletzungen an den Armen, die er sich laut den Angaben beim Einschlagen einer Scheibe zugefügt hatte. Unter großem Widerstand wurde er festgenommen und zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Nachdem seine Gewahrsamstauglichkeit festgestellt wurde, kam er in Polizeigewahrsam.

22-Jähriger will an Dealer Selbstjustiz üben

Neubrandenburg (dpa/mv) - Ein 22-Jähriger hat in Neubrandenburg an einem mutmaßlichen Dealer Selbstjustiz üben wollen - wegen dessen mutmaßlicher Drogenverkäufe an Kinder und Jugendliche. Der 22-Jährige habe in Begleitung seiner 19-jährigen Freundin in der Nacht zum Sonntag den mutmaßlichen Drogenverkäufer (20) zunächst mit einem Schlagstock vor dessen Haus bedroht, teilte die Polizei mit. Dann habe er die Wohnungstür eingetreten. In der Wohnung seien zwei unbeteiligte Zeugen gewesen. Die Polizei fasste den 22-jährigen Eindringling noch in der Wohnung. Eine Überprüfung habe ergeben, dass gegen ihn bereits zwei Haftbefehle bestanden, hieß es. Er wurde festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Gegen den Eindringling und seine 19-jährige Mittäterin wurde Strafanzeige erstattet. Aber auch der 20-Jährige erhielt eine Strafanzeige. Die Polizisten fanden in seiner Wohnung geringe Mengen an Drogen.

Auto prallt gegen Baum: zwei Verletzte

Neubrandenburg (dpa/mv) - Ein 72-Jähriger und seine 71-jährige Beifahrerin sind auf der Bundesstraße 104 bei Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) mit dem Auto gegen einen Baum geprallt und schwer verletzt worden. Die beiden waren aus Friedland kommend in Fahrtrichtung Neubrandenburg unterwegs, wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte. Kurz hinter der Ortschaft Küssow kam der Fahrer am Samstagnachmittag nach links von der Straße ab. Dort stieß er mit seinem Wagen frontal gegen einen Baum am Straßenrand. Das Auto wurde aufgrund des Aufpralls zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Der 72-Jährige wurde in seinem Wagen eingeklemmt. Die 71-jährige Beifahrerin konnte sich mit Hilfe von Zeugen aus dem Auto befreien. Der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. Die beiden Schwerverletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden beläuft sich laut den Angaben auf rund 15 500 Euro. Die Bundesstraße 104 war wegen der Bergung für etwa eine Stunde voll gesperrt.

Starke Rauchentwicklung: ICE in Schwerin evakuiert

Schwerin (dpa/mv) - Wegen starker Rauchentwicklung ist ein ICE am Samstagabend im Schweriner Hauptbahnhof evakuiert worden. Rund 200 Reisende hätten den Zug verlassen müssen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Zuvor hatten der NDR berichtet. Die Bremsen seien fest gewesen, hieß es. Der Schweriner Hauptbahnhof war am Abend wegen des Feuerwehreinsatzes für anderthalb Stunden gesperrt. Ein Brand war nicht festgestellt worden. Der ausgefallene ICE hätte nach Rostock fahren sollen. Die Reisenden mussten auf andere Verbindungen ausweichen.