Ludwigslust

Feuerkatastrophe im Krankenhaus

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(Stand: 02.07.26/09:30 | osw/dpa) Beim Brand des Dachstuhls eines Krankenhauses in Ludwigslust nahe Schwerin sind zwei Menschen gestorben. Das hat am Morgen der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim Stefan Sternberg bestätigt. Bei den Toten handelt es sich um Patienten des Krankenhauses. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung - sonst gibt es keine Verletzten.

Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer heute früh gegen 4:30 Uhr vermutlich in einem Patientenzimmer ausgebrochen. Patienten und Krankenhaus-Beschäftigte wurden aus dem Gebäude evakuiert. Wie viele Menschen aus dem Krankenhaus geholt wurden, war zunächst unklar. Am Morgen schlugen Flammen und Rauch aus dem Dach des fünfgeschossigen Hauses. Vor dem Haus der Wiese saßen Menschen, die in Rettungsdecken gewickelt waren. Klinik-Beschäftigte schoben Patienten aus dem Haus über das Krankenhausgelände. Einige Patienten konnten langsam selbst laufen, andere warteten in Rollstühlen und auf Bänken vor der Klinik auf das Ende des Einsatzes. Viele hatten Handtücher um ihre Schultern gelegt. Beschädigte Bereiche des Krankenhauses sind Patientenzimmer und der neue Herzkatheter-Bereich. Der ganze Trakt wurde abgeriegelt. Das heißt: andere Teile des Krankenhauses sind sicher. Es liefen am Morgen bereits die Nachlöscharbeiten.

Sobald der Bereich begehbar ist, werden Brandursachenermittler der Kriminalpolizei auf Spurensuche gehen. Nach Ostseewelle-Informationen wurde mindestens ein Patient in dem betroffenen Zimmer durch Klinik-Personal beim Rauchen erwischt. Das könnte eine mögliche Brandursache sein.

75 Einsatzkräfte aus Ludwigslust und der Umgebung waren vor Ort. Auch alle Ärzte der LUP-Kliniken sind am Morgen zum Krankenhaus gekommen, "auch die, die keine Schicht haben", sagte Landrat Sternberg.



Der Krankenhausbetrieb wird jetzt am Vormittag nach und nach wieder hochgefahren. Alle Patienten werden von den Ärzten untersucht. Fünf Patienten sind nach Hagenow verlegt worden. Der Internetseite des Krankenhauses zufolge hat das Krankenhaus 160 Betten. Es ist das einzige Krankenhaus in der Stadt, und es stellt als Akutklinik unter anderem die Grund- und Regelversorgung in der Region sicher.

Für Angehörige wurde eine Hotline eingerichtet, diese erreicht ihr über Tel.: 03874 43 35 02.


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