27. Oktober 2021 – dpa

AfD fordert Ende der Maskenpflicht im Schulunterricht

Eine medizinische Maske liegt auf einer Schulmappe in einem Klassenzimmer.
Eine medizinische Maske liegt auf einer Schulmappe in einem Klassenzimmer. , Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin (dpa/mv) - Die AfD fordert ungeachtet deutlich steigender Corona-Infektionszahlen an Schulen ein Ende der Maskenpflicht für Schüler im Unterricht. «Wenn selbst uns Abgeordneten es anheimgestellt ist, die Maske am Platz freiwillig zu tragen, muss das auch für unsere Kinder gelten», erklärte der AfD-Landtagsabgeordnete Enrico Schult am Mittwoch in Schwerin.

Er nahm Bezug auf die konstituierende Sitzung des Landtags am Dienstag, die nach der 3G-Regelung - geimpft, genesen, getestet - stattfand. Dabei hatten die 79 Parlamentarier eng beieinander gesessen. Die gesamte AfD-Fraktion und auch einige CDU-Abgeordnete trugen entgegen einer Empfehlung keine Masken. Linke-, SPD-, Grüne-, FDP- und die Mehrzahl der CDU-Parlamentarier hingegen hatten Mund- und Nasenschutz angelegt.

Nach Ansicht Schults belastet die Maskenpflicht die Schülerinnen und Schüler körperlich und seelisch. «Da die Regierung weiter auf einer rigorosen Maskenpflicht für Schüler beharrt, steht zu befürchten, dass die Schüler den gesamten Winter mit einer Maske im Unterricht verbringen müssen», sagte der AfD-Politiker.

Die Maskenpflicht an den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns gilt regional, sobald ein Landkreis für mindestens fünf Tage in Folge in die Stufe Gelb der gewichteten Corona-Ampel des Landes rutscht. Dies traf am Dienstag für fünf der sechs Kreise und die beiden kreisfreien Städte zu. In Schleswig-Holstein soll die Maskenpflicht im Unterricht vom 1. November an gänzlich wegfallen.

Die Zunahme an Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich unterdessen auch an den Schulen. So verdoppelte sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) innerhalb einer Woche die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter auf 127. Am vergangenen Freitag befanden sich demnach mehr als 500 Schülerinnen und Schüler wegen einer Corona-Infektion in häuslicher Isolation oder als enge Kontaktperson in Quarantäne.

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