11. Januar 2021 – dpa
Nach einem Streit wurde Ende Dezember ein 88-jähriger Mann in Bützow schwer verletzt gefunden und in eine Klinik gebracht. Nun starb der Rentner - und der Sohn steht unter Verdacht.
Bützow/Rostock (dpa/mv) - Zwei Wochen nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung in Bützow (Landkreis Rostock) ist ein 88-jähriger in einem Krankenhaus in Rostock gestorben. Wie der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, Harald Nowack, am Montag erklärte, hat die Staatsanwaltschaft in dem Fall eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache und weitere Umstände zu klären. Wann mit einem Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung gerechnet wird, sei aber noch nicht klar.
Der Rentner war am 27. Dezember mit schweren Verletzungen in die Rostocker Klinik eingeliefert worden. Ein Nachbar hatte Krach und lauten Streit aus der Wohnung des 88-Jährigen in Bützow gehört und die Beamten gerufen. Nach ersten Ermittlungen soll es zum wiederholten Mal eine heftige Auseinandersetzung zwischen dem Opfer und seinem Sohn gegeben haben. Der 54-jährige Sohn lebe auch in der Wohnung, hieß es von der Polizei. Grund für die Auseinandersetzung soll Kritik des Rentners am Alkoholkonsum des Sohnes gewesen sein.
Gegen den 54-Jährigen, bei dem 2,8 Promille Atemalkohol gemessen worden waren, wurde bisher wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Der Verdächtige, den die Beamten an dem Abend schlafend in einem Nachbarzimmer vorgefunden hatten, habe bisher keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht, hieß es. Einen Antrag auf einen Haftbefehl gab es laut Staatsanwaltschaft bisher nicht. Derzeit bestehe keine Fluchtgefahr.