28. Oktober 2026 – dpa

Vermessung des Meeresbodens

BSH-Präsident: «Meere enden nicht an Staatsgrenzen»

Gesicherte Daten über den Meeresboden sind für die Schifffahrt weltweit unverzichtbar. Das BSH vermisst die deutschen Seegebiete – eine Daueraufgabe, denn auch die Meere verändern sich.

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Das Forschungsschiff «Deneb» wird zur Vermessung und auch zur Wracksuche eingesetzt. (Archivbild), Foto: -/BSH/dpa

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat auf die Bedeutung der internationalen Kooperation für die Vermessung und Kartierung der Weltmeere hingewiesen. Die Seeleute auf den Schiffen müssten sich darauf verlassen können, dass Tiefenangaben korrekt und alle Hindernisse erfasst seien, unabhängig davon, in welchem Land die Seekarte entstanden sei, sagte BSH-Präsident Helge Heegewaldt. «Denn Meere enden nicht an Staatsgrenzen.»

Internationale Zusammenarbeit sei keine Selbstverständlichkeit. «Sie braucht Staaten, die bereit sind, gemeinsame Verfahren und Standards zu entwickeln und diese auch umzusetzen, Wissen zu teilen und über nationale Perspektiven und Egoismen hinauszudenken. Das ist gerade in der heutigen Zeit wichtig», so Heegewaldt.

Das BSH feierte in Rostock an Bord des Forschungsschiffes «Deneb» den Beitritt Deutschlands zur Internationalen Hydrographischen Organisation (IHO) vor 100 Jahren. Die IHO setzt weltweit die Standards für die Vermessung der Meere und die Erstellung von Seekarten.

Der neueste Standard heißt «S-100» und schaffe den gemeinsamen Rahmen für die nächste Generation der digitalen Seekarte. Dabei würden Tiefen, Wasserstände und Strömungen verknüpft und nahezu in Echtzeit auf der Schiffsbrücke bereitgestellt.

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