22. Juli 2026 – dpa

Erdbeer-Saison 2026

Erdbeerzeit in Schleswig-Holstein und Hamburg endet früher

Die ersten Erdbeer-Verkaufshäuschen im Norden werden abgebaut, die Hochsaison ist vorbei. Große Hitze hat bei regionalen Anbauern der roten Früchte in diesem Jahr für Herausforderungen gesorgt.

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Die Erdbeer-Hochsaison im Norden endet langsam. (Symbolbild)

Die Hochsaison für Erdbeeren ist im Norden vielerorts beendet. «In Schleswig-Holstein sowie in und um Hamburg haben wir noch zwölf Verkaufsstände offen, die bleiben erstmal stehen - ein paar Erdbeeren haben wir noch», berichtet Enno Glantz vom Erdbeerhof Glantz.

Die roten Früchte werden an Verkaufsständen in und um Hamburg, in Mecklenburg-Vorpommern oder auch in Sachsen-Anhalt zu verkauft. Inzwischen haben noch zehn Prozent der insgesamt rund 240 Stände geöffnet, der Rest sei nun abgebaut, sagt Glantz der Deutschen Presse-Agentur. Die Verkaufszeit sei durch die Hitze verkürzt, weil die späten Sorten eher reif waren.

Glantz baut auf seinem Hof in Delingsdorf (Kreis Stormarn) unweit von Hamburg und in Hohen Wieschendorf in Nordwestmecklenburg auf insgesamt 180 Hektar an.

Der Betreiber spricht von einer «Durchschnittsernte»: Durch die Wettereskapaden sei die Ernte in diesem Jahr schwierig gewesen. «Ich hatte mir mehr erhofft, weil wir gut in die Ernte gegangen sind – Hitze mögen die Erdbeeren nicht – bis 25 Grad fühlt sie sich wohl, dann macht sie dicht, dann ist es Stress.» Erst die Hitze und dann wieder kältere Tage seien auch für die Spätsorten schwierig. Genaue Ertragszahlen könne er angesichts der komplett abgeschlossenen Saison noch nicht nennen. Er hoffe jetzt darauf, dass der Sommer 2027 anders wird.

Die Erdbeerhochsaison fällt laut Glantz traditionell auf den Zeitraum vom 1. bis zum 20. Juni. Dann kämen auch mehr Früchte vom Freilandanbau. Der Frühanbau erfolge bei Glantz unter Folientunneln.

Im geschützten Anbau werden demnach 35 Prozent seiner Erdbeeren angebaut, sagt Glantz, der die Früchte seit 55 Jahren anbaut und verkauft. Um den Zeitraum abzudecken, baue man unterschiedliche Sorten an. Eine Sorte trage im Schnitt etwa vier Wochen Früchte.

Beim Erdbeerhof Jensen in Sörup (Kreis Schleswig-Flensburg) ist die Bilanz der Erdbeer-Saison in diesem Jahr eher durchwachsen: «Die Erntezeit ist dieses Jahr früher zu Ende, wegen der großen Hitze», sagt der Betreiber der dpa.

Die Erträge seien zwar grundsätzlich durchschnittlich, «vielleicht sogar ein bisschen darüber» gewesen, aber wegen des Wetters sei die Erntezeit um rund eine Woche verkürzt und es fehlen dadurch Verlaufstage. «Wir haben bisschen mehr, aber kürzer geerntet.» Weil die reifen Früchte schnell wegmussten, habe er daher größere Mengen als sonst an die Industrie - zum Beispiel für Marmelade - geliefert und abgegeben. Ziel sei es sonst, möglichst viele Früchte direkt an Kunden zu verkaufen.

«Wir fangen jetzt an, die ersten Stände abzubauen - bis Ende Juli verkaufen wir noch», sagt er. In anderen Jahren waren seine Früchte an den Ständen im Raum Angeln, Flensburg, Schleswig und an der Ostküste sowie in Nordfriesland teilweise bis Ende August verkauft worden. Auch die Zeit für Selbstpflücker habe im Betrieb daher in diesem Jahr früher geendet.

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