24. Juli 2026 – dpa
Wenn die großen Schulferien beginnen, fahren die Landwirte zur Ernte auf ihre Felder. Alle wünschen sich jetzt trockenes Wetter. Was die Landwirtschaftskammer über den Ernteerfolg schon jetzt weiß.
Rendsburg (da/lno) - Die Landwirte nutzen derzeit jeden trockenen Tag in Schleswig-Holstein, um die Ernte unter Dach und Fach zu bringen. Die Wintergerste sei inzwischen weitgehend eingefahren, die Ernte von Raps, Erbsen und Winterweizen habe begonnen, teilte die Landwirtschaftskammer mit. Dabei sei der Erfolg der Bauern regional sehr unterschiedlich.
Bei der Wintergerste seien die Erträge vor allem im Norden Schleswig-Holsteins gut. Im Südosten gebe es teilweise Einschränkungen durch Trockenheit und Hitze. Starke Gewitter Mitte Juli hätten vor allem im Süden des Landes teilweise erhebliche Schäden in allen Kulturen verursacht.
Beim Raps deuten die ersten Ergebnisse auf zufriedenstellende Erträge hin. Die Witterungsbedingungen seien im ersten Halbjahr 2026 insgesamt günstig gewesen, der Krankheitsdruck überwiegend niedrig. Regional sei aber ein erhöhter Befall durch die Kohlschotenmücke aufgetreten, die erheblichen Schaden am Raps anrichten kann.
Im Grünland habe der erste Schnitt im Mai landesweit überwiegend gute Erträge und Qualitäten ergeben. Auch der zweite Schnitt sei inzwischen landesweit abgeschlossen.
Die Preise für Getreide und Raps sind den Angaben zufolge in den vergangenen Wochen gestiegen. Die Erzeugerpreise für Gerste liegen derzeit bei rund 175 Euro je Tonne, für Weizen bei etwa 210 Euro je Tonne. Damit notiere besonders Weizen zum Erntestart deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch die Rapspreise seien gestiegen.