10. Juli 2026 – dpa

Landwirtschaft im Norden

Getreideernte in Schleswig-Holstein beginnt

Die ersten Mähdrescher rollen: Warum die Ernte in Schleswig-Holstein je nach Boden und Wetter ganz unterschiedlich ausfallen könnte.

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Der Juli ist der Monat der ersten Getreideernte in Schleswig-Holstein. Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat die Ernte bereits begonnen.

Mit dem Einfahren der Wintergerste hat in Schleswig-Holstein die Getreideernte begonnen. Je nach Region und Standort seien die ersten Betriebe bereits auf den Feldern unterwegs, teilte die Landwirtschaftskammer des Landes mit. Flächendeckend dürften die Erntemaschinen in der kommenden Woche im Einsatz sein. Damit beginnt nach Angaben der Kammer für die landwirtschaftlichen Betriebe die arbeitsreichste Zeit des Jahres.

Nach dem überwiegend trockenen Frühjahr habe die Hitze Ende Juni die Reife vieler Bestände beschleunigt. Der Referent für den Bereich Marktfruchtbau und Getreide der Landwirtschaftskammer, Achim Seidel, rechnet mit unterschiedlichen Ergebnissen. Tiefgründige und gut mit Wasser versorgte Standorte hätten die Trockenphase besser überstanden. Auf leichteren Böden
könne es dagegen zu Mindererträgen kommen. Voraussetzung für die Ernte sei eine stabile Wetterphase, die nach den aktuellen Prognosen vor allem in der kommenden Woche erwartet wird.

Auf die Wintergerste zur Eröffnung der Saison folgen den Angaben zufolge Winterraps, Roggen, Triticale und Winterweizen als wichtigste Getreideart in Schleswig-Holsteins.

Nach Zahlen des Statistikamts Nord wurden 2025 in Schleswig-Holstein auf rund 286.000 Hektar Getreide und Raps angebaut. Die Ernte betrug rund 2,4 Millionen Tonnen, das waren 391.000 Tonnen mehr als 2024.

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