09. Juli 2026 – dpa

Aufrüstung

Bundeswehr konkretisiert Interesse am Standort Boostedt

Die Rantzau-Kaserne könnte bald wieder Soldaten beherbergen. Was sich auf dem Gelände in Boostedt für Bundeswehr, Flüchtlingsunterkunft und Justizvollzugsschule ändern könnte.

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Die Bundeswehr hat konkretes Interesse, die ehemalige Rantzau-Kaserne wieder in Betrieb zu nehmen. (Archivbild), Foto: Frank Molter/dpa

Die Bundeswehr hat ihr Interesse an der ehemaligen Rantzau-Kaserne in Boostedt (Kreis Segeberg) bekräftigt. Sie steht auf einer Liste mit bundesweit acht Liegenschaften, die sich aufgrund ihrer Lage, Infrastruktur und Kapazitäten besonders gut für den neuen Wehrdienst eignen, wie die Bundeswehr mitteilte.

Eine endgültige Entscheidung über die Reaktivierung und Nutzung sei allerdings noch nicht getroffen. Die Bundeswehr kündigte Gespräche über die Möglichkeiten und Herausforderungen einer neuen Nutzung der früheren Kaserne an.

Aktuell betreibt das Land Schleswig-Holstein auf dem Gelände in Boostedt noch eine Landesunterkunft für Flüchtlinge. Diese soll aber künftig nur noch als Reserve vorgehalten werden. Außerdem befinden sich dort die Justizvollzugsschule des Landes und ein Katastrophenschutzlager.

Bereits im Februar hatten die zuständigen Ministerien mitgeteilt, nach Lösungen zu suchen und die bestehenden Mietverträge vorerst nicht zu verlängern. Die Bundeswehr hatte die Rantzau-Kaserne bis Ende 2015 geräumt. Zuvor waren dort unterschiedliche Heereseinheiten stationiert, darunter Panzer, Panzergrenadiere, Artillerie und Versorgungseinheiten.

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