22. August 2026 – dpa
Nach vier Jahren sind die «Löwen» zurück im DFB-Pokal - und gleich wieder raus. Zweitligist Holstein Kiel lässt sich vom Viertligisten nicht austricksen. Auch wenn die Schlussphase für Spannung sorgt.
Holstein Kiel hat das Comeback des TSV 1860 München im DFB-Pokal schnell beendet und ist zum vierten Mal nacheinander in die zweite Runde des Wettbewerbs eingezogen. Der Fußball-Zweitligist aus dem Norden zeigte beim 2:0 (1:0) gegen den nach dem Zwangsabstieg abgestürzten Regionalligisten eine konzentrierte Vorstellung.
Herz und Leidenschaft der «Löwen», die letztmals vor vier Jahren gegen Borussia Dortmund im Cup gespielt hatten, waren vor stimmungsvollen 15.000 Fans im heimischen Stadion an der Grünwalder Straße für eine Überraschung zu wenig.
Mit einem Kopfballtor in der 34. Minute belohnte Phil Herres die Kieler für deutlich mehr Spielanteile. Tim Walters Mannschaft, die in der vergangenen Saison erst im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten VfB Stuttgart ausgeschieden war, hatte auch anfangs ein klares Chancenplus.
Herres vergab kurz vor dem Abpfiff noch das 2:0. Guillermo Balzi (90.+4) machte es kurz danach gegen alles nach vorne werfende Gastgeber besser und musste nur noch ins leere Tor einschieben.
Die «Löwen» ließen aber nie die Köpfe hängen. Der clevere Spielmacher Tunay Deniz zielte bei seinen beiden sehenswerten Fernschüssen aus mehr als 50 Metern (27.) und aus rund 40 Metern (37.) aber nicht genau genug.
Die Münchner von Trainer Alper Kayabunar hatten ihre druckvollste Phase gegen die nur noch ihre Führung verwaltenden Kieler in den letzten 20 Minuten. Die Fans peitschten ihre «Löwen» nach vorne. Die tapferen Gastgeber waren am Ende vor Holstein-Torwart Lio Rothenhagen aber zu harmlos.