22. August 2026 – dpa

Gesellschaftliche Spaltung

Nick Wilder verkauft Haus in Montana – Sorge um US-Politik

Nick Wilder trennt sich von seinem Haus in Montana. Was ihn und seine Frau an der politischen Entwicklung in den USA beunruhigt.

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Der Schauspieler Nick Wilder denkt darüber nach, seine Wahlheimat USA wegen der dortigen politischen Lage zu verlassen. (Archivbild)

Aufgrund der politischen Lage in den USA denkt der Schauspieler, Musiker und Autor Nick Wilder über einen Abschied von seiner Wahlheimat Amerika nach. Bewege sich das Land «politisch noch weiter nach rechts», dann wollten er und seine Frau Christine Mayn dort nicht mehr dauerhaft leben, sagte der 73-Jährige in einem Interview des Nachrichtenportals «t-online». Beide machten sich Sorgen um die Wahl zum Repräsentantenhaus Anfang November und bezweifelten, dass die demokratischen Institutionen und die Freiheiten stabil blieben.

Der frühere «Traumschiff»-Schauspieler, der seine Jugend auf der Ostseeinsel Fehmarn verbracht hat, bietet deshalb bereits sein Anwesen im US-Bundesstaat Montana zum Kauf an. Das Haus mit einer Wohnfläche von rund 700 Quadratmetern liege auf einem rund acht Hektar großen Grundstück mit Blick auf die Rocky Mountains und soll rund dreieinhalb Millionen Euro kosten. Wilder und seine Frau verbringen dort bereits seit 1998 einen Teil des Jahres.

«Es war unser gemeinsames Lebensprojekt, das wir über viele Jahre mit Liebe und Arbeit aufgebaut haben. Deshalb ist die Entscheidung, es zu verkaufen, alles andere als leicht», sagte Wilder. Sie sei das Ergebnis veränderter persönlicher Lebensumstände und wachsender Zweifel an der gesellschaftlichen Entwicklung. «Auch in unserem unmittelbaren Freundeskreis beobachten wir, wie politische Gegensätze die Menschen in den USA zunehmend in zwei Lager teilen», sagte der Autor des Romans «Vaterliebe».

Fast 45 Jahre seien die USA für Wilder ein Sehnsuchtsort und seine zweite Heimat gewesen. Noch einmal würde er sich jedoch nicht mehr für dieses Land entscheiden. «Die Voraussetzungen, heute in Amerika als Europäer Fuß zu fassen, sind deutlich schwieriger. Deshalb würde ich diesen Schritt heute nicht mehr machen.»

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