22. Juli 2026 – dpa

Vor dem Landtagswahlkampf

Kämpfer rechnet nicht mit Rückenwind aus Berlin

Ulf Kämpfer setzt für die Landtagswahl auf eigene Stärke statt auf Unterstützung aus Berlin. Wie er die SPD im Norden nach vorn bringen will.

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Die Nord-SPD muss den Aufschwung nach Überzeugung von Spitzenkandidat Ulf Kämpfer aus eigener Kraft schaffen. (Archivbild

Der Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen SPD, Ulf Kämpfer, rechnet für die Landtagswahl im kommenden April nicht mit Rückenwind aus Berlin. «Den Aufschwung müssen wir aus eigener Kraft erarbeiten», sagte der frühere Kieler Oberbürgermeister dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag.

Der Abstand in Umfragen zur regierenden CDU sei geschrumpft. Aber: «Wir stehen nicht da, wo ich hin will», sagte Kämpfer, der auch Landesvorsitzender seiner Partei ist. «Man muss ja nicht zwingend stärkste Partei werden, um eine Regierung bilden zu können.» Konkrete Koalitionsfragen stellten sich heute aber nicht. «Natürlich muss die demokratische Mitte koalitionsfähig bleiben und stabile Mehrheiten ohne die AfD bilden können», so Kämpfer.

Als einen inhaltlichen Schwerpunkt, mit dem die SPD im Norden überzeugen wolle, nannte Kämpfer den Wohnungsbau. Dieser sei sehr lange mit immer mehr zusätzlichen Gemeinwohlthemen überfrachtet worden: Denkmalschutz, architektonische Qualitäten, Gründach, hoher Energiestandard, Barrierefreiheit und mehr. «Alles wichtig. Aber die Kosten sind durch die Decke gegangen, und von Projektbeginn bis zum Einzug dauert es oft zehn Jahre. Und jedes Jahr vier Prozent Baukostensteigerung.» Schneller werden sei der Schlüssel. Hier nannte Kämpfer die Klimawende. Der Schlüssel sei erneuerbarer Strom in der Wärmepumpe - nicht immer dickere Dämmung.

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