02. Oktober 2026 – dpa
Die CAU in Kiel wurde erneut nicht in den Status einer Exzellenzuniversität gehoben. Seit 2005 hat es die Universität mittlerweile viermal probiert, die Förderung zu bekommen.
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist mit ihrer Bewerbung um den Titel Exzellenzuniversität erneut gescheitert. Nach einem dreijährigen Auswahlprozess wurden die fünf neuen Exzellenzuniversitäten in Deutschland bekanntgegeben. Kiel war nicht darunter.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) hatten in Bonn die neuen Exzellenzstandorte bekanntgegeben.
«Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht», sagte der Vizepräsident der Christian-Albrechts-Universität (CAU), Eckhard Quandt. Man habe die Bewerbung aber von Anfang an auch als Chance verstanden, die strategische Entwicklung der Universität voranzutreiben. «Vieles, was in diesem Prozess entstanden oder bereits angestoßen worden ist, bleibt für die CAU richtig und von Bedeutung.»
Die Bewerbung habe Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Universität und darüber hinaus zusammengebracht, sagte Vizepräsidentin Catherine Cleophas. «Dabei sind neue Ideen und Kooperationen entstanden, aber auch Vertrauen, Kontakte und ein besseres Verständnis füreinander gewachsen.»
Für die Kieler Uni war es bereits die vierte gescheiterte Bewerbung seit 2005. Insgesamt hatten sich acht Universitäten und vier Verbünde auf die fünf neuen Exzellenzstandorte beworben.
Das Programm soll Spitzenforschung stärken und Hochschulen international sichtbarer machen. Exzellenzuniversitäten müssen sich alle sieben Jahre einer Überprüfung der Fördervoraussetzungen stellen. Jährlich stellen Bund und Länder im Rahmen der Exzellenzstrategie 687 Millionen Euro zur Verfügung. 75 Prozent der Förderung kommen jeweils vom Bund, 25 Prozent vom Land, in dem die Einrichtung ihren Sitz hat. Die neue Förderperiode beginnt am 1. Januar 2027 und läuft sieben Jahre.