30. August 2026 – dpa

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Krimireihe «Nord bei Nordwest»: Kein ganz normaler Einbruch

Zwei tote Männer - erschossen von ihren Partnerinnen: Dieser Krimi ist kein gewöhnliches Fernsehvergnügen in diesem Genre. Der Zuschauer weiß früh, wer die Mörder sind. Aber warum tun die Frauen das?

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In der neuen Folge der Krimi-Reihe «Nord bei Nordwest» kommt es anders, als man befürchten könnte.

Es ist vieler Menschen Angst: Nachts, während man schläft, wird in das eigene Zuhause eingebrochen. Doch bei der neuen Folge der Krimi-Reihe «Nord bei Nordwest» kommt es anders, als man befürchten könnte. Das betroffene reiche Ehepaar will die Einbrecher stellen und es fallen zwei Schüsse. Doch in einem Herzschlag-Moment für die Zuschauer wird klar: Hier geht es eigentlich nicht um einen Einbruch. Das vermeintliche Opfer und die scheinbare Einbrecherin schießen auf ihre jeweiligen männlichen Partner.

Die Folge «Bei Einbruch Mord» ist am 3. September um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen. Online ist die Folge bereits abrufbar.

«Schaffst du's? Du musst jetzt die Polizei rufen», verabschiedet sich die Einbrecherin Nele Storm (Lana Cooper) von der Hausbesitzerin Leyla Spiekermann (Janina Elkin), nachdem die beiden Frauen die Mordsituation verändert haben. Sie wollen eindeutig ihre Tat vertuschen. Für die Ermittler der TV-Reihe, Hauke Jacobs (gespielt von Hinnerk Schönemann) und Oberkommissarin Hannah Wagner (Jana Klinge), ist anfangs die Situation klar: Hier ist ein Einbruch gehörig schiefgelaufen und eine frische Witwe weint.

Wobei es für einen kurzen Moment Hoffnung gibt: Einer der Toten - Einbruchsopfer Jan - war nur totgeglaubt und wacht in einem zweiten Herzschlag-Moment für die Zuschauer am Bildschirm wieder auf, als die Bestatter ihn vom Tatort abholen wollen. Doch er stirbt auf der Fahrt ins Krankenhaus.

Allerdings fallen der Spurensicherung bei den weiteren Ermittlungen rasch Ungereimtheiten auf, etwa ein ungewöhnlicher Schusswinkel. «Alles in allem möglich, aber in der Summe eher unwahrscheinlich», kommt Kriminaltechniker Martin Puttkammer zum Schluss, dass die toten Männer nicht so erschossen worden sein können, wie es aussehen sollte.

Die Kommissare überlegen, wie sie das vermeintliche Opfer des Einbruchs, Leyla Spiekermann zum Reden bekommen und ein Zufall - wie er wohl bei Serien dieser Art vorkommen muss - bietet sich an: «Wir haben ein U-Boot», schlägt Jacobs Wagner vor. Ihre gemeinsame Bekannte, die Tierärztin Jule Christiansen (Marleen Lohse), kennt die Frau aus ihrer Jugend und spielte einst mit ihr in einer Band namens «Wir bereuen nichts».

Das gefällt natürlich Ermittlerin Hannah Wagner nicht, ist die Tierärztin doch ihre Konkurrentin um die Gunst ihres Kollegen Jacobs. Und natürlich gibt es noch einen anderen Grund: «Ich find’, Jule nimmt ziemlich oft an unseren Ermittlungen teil, das ist manchmal nicht ganz ungefährlich».

Und in der Tat, Jule stellt eine ganze Reihe eigener Ermittlungen an. Sie konfrontiert die Frauen letztlich mit ihrer Annahme, dass es sich bei dem vermeintlichen Einbruch mit tödlichem Ausgang eigentlich um Mord handelt. Und sie gerät in Gefahr.

Ganz klar, dies ist keine übliche Krimihandlung, wo bis zu den letzten zehn Minuten im Film der Mörder gesucht wird - zu viel wird den Zuschauern schon in den ersten 20 Minuten bekannt. Vielmehr steht in der Folge das Motiv der Frauen im Fokus. Aber auch hier darf man sich nicht zu früh aus dem Film verabschieden im Glauben, bereits weit vor Schluss alles erfahren zu haben. Es kommt noch zu einer unerwarteten Wendung.

«Natürlich ist die Geschichte vom Plot her ein Krimi und man könnte durchaus ein Melodrama daraus machen», erzählt die Regisseurin der Episode, Judith Kennel, im ARD-Interview von ihrer Inszenierung der Buchvorlage. «Aber wir befinden uns ja in der Welt von Schwanitz und da gehören Humor, ein Augenzwinkern und eine gewisse Überhöhung dazu. Das Ergebnis ist vielleicht am ehesten eine Art Krimi-Melodramödie - wobei allein das Wort schon das Schräge in sich trägt, das mir in "Nord bei Nordwest" so gut gefällt.»

Hauptfigur Hauke Jacob kam einst als Tierarzt in den fiktiven Ort Schwanitz, um dort ein ruhiges Leben zu beginnen. Aber als ehemaliger Ermittler der Hamburger Polizei ist er immer an der Seite von Oberkommissarin Hannah Wagner (Jana Klinge), wenn in Schwanitz etwas Schwerwiegendes passiert.

Die seit 2014 ausgestrahlte Serie lebt von den amourösen Spannungen zwischen Ermittler/Tierarzt Jacob und Kommissarin Wagner. Aber sie ist nicht die Einzige, die Jacob ansprechend findet: Auch zwischen seiner Partnerin in der Tierarztpraxis, Jule Christiansen, und ihm knistert es regelmäßig. Das Trio gerät auch immer wieder gemeinsam in die Fallentwicklungen - gespickt mit etwas Eifersucht, aber, wenn es darauf ankommt, auch viel Zusammenhalt.

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