26. Juni 2026 – dpa

Bau

Sanierung in Flensburg: Brücke muss komplett ersetzt werden

Schwere Korrosionsschäden zwingen zum kompletten Neubau einer Brücke auf der B200 in Flensburg. Ab Juli wird der Verkehr dort deutlich eingeschränkt.

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Der Neubau der B200-Brücke soll geschätzt drei bis fünf Jahre dauern. (Symbolbild)

Bei der Sanierung der Bundesstraße 200 in Flensburg sind erhebliche Schäden an einer Brücke entdeckt worden. Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) wurden nach dem Abtragen des Fahrbahnbelags starke Korrosionsschäden an der Bewehrung im Inneren des Bauwerks festgestellt. Die Schäden seien bei den Voruntersuchungen nicht erkennbar gewesen.

Ein externer Sachverständiger ordnete deshalb Nutzungseinschränkungen für die Brücke an. Betroffen sind die äußeren Randbereiche des Bauwerks, die aus Sicherheitsgründen nicht mehr befahren werden dürfen. Nach Einschätzung des LBV.SH ist ein kompletter Ersatzneubau der Brücke erforderlich.

Die derzeit laufenden Bauarbeiten auf der B200 sollen zunächst wie geplant abgeschlossen werden. Anschließend wird der Verkehr in Fahrtrichtung Norden voraussichtlich ab Ende Juli nur noch einspurig über die Brücke geführt. An der Anschlussstelle Rude wird der rechte Fahrstreifen in Richtung Rude abgeleitet, während der linke Fahrstreifen weiter in Richtung dänische Grenze führt. Auf der Brücke gilt dann Tempo 70 statt 100.

Die Fahrtrichtung Süden sowie die Anschlussstelle Flensburg-Zentrum sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Dort bleibt der Verkehr zweispurig.

Nach Angaben des LBV.SH laufen die Planungen für den Ersatzneubau bereits. Die Bauplanung soll noch in diesem Sommer beginnen. Mit einer Fertigstellung rechnet der Landesbetrieb wegen notwendiger Abstimmungen mit geplanten Bahnarbeiten frühestens in drei bis fünf Jahren.

Die Kosten werden nach ersten Schätzungen auf zehn bis 15 Millionen Euro beziffert und vom Bund getragen.

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