19. Oktober 2026 – dpa
Ein gutes Kostüm, der richtige Umgang mit Kindern und klare Regeln: Sascha Denker nimmt seine Weihnachtsmann-Crashkurse ernst. Warum er damit den Zauber der Weihnacht retten will.
Eigentlich ist Sascha Denker Tätowierer, aber im Herzen - und der Vorweihnachtszeit - ist er ein Weihnachtsmann. Seit einigen Jahren bildet er auch andere Weihnachtsmänner und -frauen aus. Warum? Weil es ihm wichtig sei, dass die Leute einen vernünftigen Weihnachtsmann darstellen. «Es gibt einfach viel zu viele Billigweihnachtsmänner, die dafür sorgen, dass der Zauber der Weihnacht einfach verschwindet», findet der 38-Jährige. Mit seinen Kursen möchte er den Zauber der Weihnacht zurückbringen, wie er sagt.
An diesem Tag Mitte Oktober haben sich einige Männer und Frauen in Mölln zur Schulung versammelt. Das Ambiente nicht herbstlich, sondern schon voller Weihnachtslichter, Christbäume, Nussknacker und natürlich Weihnachtsmannkostüme samt Rentierschlitten. Zumindest im Saal.
Vom richtigen Bart bis zum Ehrenkodex
Die richtige Weihnachtsmannverkleidung ist Denker sehr wichtig. «Sobald ich sie anhabe, bin ich ein anderer Mensch. Das ist ein absolut anderes Lebensgefühl» Den Bart lässt er sich extra für Weihnachten wachsen. Nach den Feiertagen rasiert er ihn ab, jetzt im Oktober ist er schon wieder voluminöser. Zu Weihnachten sei es dann ein echter schöner Rauschebart, sagt Denker. Bei der weißen Farbe muss er zu Weihnachten altersbedingt allerdings noch mit einem Spray nachhelfen.
Auch seinen Weihnachtsmann-Azubis legt er nahe, sich angemessen zu kleiden. Weiterhin erinnert er sie an den richtigen Umgang mit Kindern - auf Augenhöhe und immer freundlich - und den Weihnachtsmann-Ehrenkodex: kein Alkohol, keine Zigaretten, kein Essen im Kostüm.