16. Juli 2026 – dpa
Im Tierpark Hagenbeck können Besucherinnen und Besucher eine weitere Tierart kennenlernen. Neun Totenkopfaffen leben dort jetzt in einem neugestalteten Revier. In ihrer Heimat sind die Tiere bedroht.
Bei Hagenbecks Tierpark in Hamburg ist eine weitere Tierart eingezogen. Neun weibliche Totenkopfaffen hätten ein neu gestaltetes Gehege im Dschungel-Revier bezogen, teilte der Tierpark mit.
Das Revier sei in den vergangenen Monaten umgebaut und bepflanzt worden. «Unsere Totenkopfaffen erkunden nun erst einmal ihr neues Revier und dürfen sich in aller Ruhe eingewöhnen. Wir beobachten gespannt, wie sie ihre Umgebung Schritt für Schritt entdecken», sagt Reviertierpfleger Mark Hollensen.
Das neue Gehege biete den bewegungsfreudigen südamerikanischen Primaten vielfältige Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Rückzugsorte, teilte Hagenbecks Tierpark mit. Die Gestaltung orientiere sich an den natürlichen Bedürfnissen der Tiere und schaffe optimale Voraussetzungen für ihr Wohlbefinden.
Perspektivisch sollen die Totenkopfaffen gemeinsam mit den Grünflügelaras und Gürteltieren in einer gemischten Tieranlage leben. Das fördere nach Angaben des Tierparks natürliche Verhaltensweisen, biete «abwechslungsreiche Umweltreize» und ermögliche den Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Einblick in die Artenvielfalt südamerikanischer Lebensräume.
Der Tierpark Hagenbeck engagiert sich nach eigenen Angaben seit vielen Jahren für den Schutz bedrohter Tierarten und unterstützt verschiedene internationale Artenschutzprojekte. Auch Totenkopfaffen stünden in ihrer Heimat unter zunehmendem Druck. Die Zerstörung ihres Lebensraums sowie der illegale Wildtierhandel gefährdeten viele Populationen in Südamerika. Moderne zoologische Einrichtungen leisteten einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt bedrohter Arten, so Hagenbeck.