19. August 2026 – dpa

Fährbetrieb Missunde

Zukunft der Schlei-Fähre unklar – Neubau aber geplant

Nach einer Pannenserie an der aktuell fahrenden Schleifähre «Missunde III» soll der Vorgänger wieder den Betrieb aufnehmen. Doch auch dort gibt es Probleme. Daher ist auch ein Neubau in Planung.

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Nach der Saison soll die «Missunde II» wieder in Betrieb genommen werden. (Archivbild)

Schleswig-Holstein setzt künftig bei der Schleiquerung zwischen Brodersby und Missunde auf den Vorgänger der aktuell fahrenden Solarfähre. «Aus meinem jetzigen Wissen und aus dem Kenntnisstand, den wir jetzt haben, ist die «Missunde III» Geschichte», sagte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) im Wirtschaftsausschuss im Landtag in Kiel.

Es war die «Hoffnung», dass wir mit der solarbetriebenen Fähre einen nachhaltigen Fährenbetrieb hinbekommen, der auch höhere Lasten tragen kann als die bisherige Fähre, führte Madsen aus. «Man muss sagen, wenn man heute darauf schaut, das ist so nicht gelungen.»

Daher solle nach der Saison die «Missunde II» wieder in Betrieb genommen werden. Die Probleme, die diese Fähre habe, seien allerdings noch da. «Es ist jetzt nicht so, dass wir davon ausgehen können, dass wir ein langfristiges Fahrzeugnis erhalten», erklärte Madsen. So sei auch ein Neubau einer möglichen «Missunde IV» geplant - wann dieser in Auftrag gegeben werden könne, sei bisher nicht bekannt.

Die Opposition befürchtet daher, dass an der Schleiquerung der Betrieb spätestens ab Ende 2029 ganz eingestellt werden könnte - denn solange gilt das Fährzeugnis der «Missunde II» noch. Ob es verlängert werden kann oder ein Neubau rechtzeitig fertig werde, sei fraglich. Der maritime Koordinator des Landes Schleswig-Holstein Andreas Burmester zeigte sich im Ausschuss allerdings optimistisch.

An der immer wieder wegen technischen Problemen ausfallenden «Missunde III» sollen laut dem Verkehrsminister Madsen keine weiteren Reparaturen vorgenommen werden. Das Schiff fahre derzeit und müsse so bleiben, damit es im Klageverfahren gegen den Konstrukteur im entsprechenden Zustand sei, hieß es. Nur im Notfall bei einer ausfallenden «Missunde II» könnte es wieder im Gespräch sein.

Die Schleiquerung wird laut dem Verkehrsministerium neben zahlreichen Fußgängern von rund 120.000 Fahrzeugen und 50.000 Fahrrädern jährlich genutzt.

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