12. August 2026 – dpa
Kinder und Jugendliche sollten so lange wie möglich von Alkohol ferngehalten werden, sagt MV-Gesundheitsministerin Drese. Sie hat jetzt einen Etappensieg erreicht.
Seit Jahren macht sich Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese dagegen stark, dass 14- und 15-Jährige in Begleitung ihrer Eltern in der Öffentlichkeit Alkohol trinken dürfen. Jetzt hat das Bundeskabinett die Abschaffung des sogenannten begleiteten Trinkens beschlossen. Die SPD-Politikerin begrüßte die Entscheidung als «wichtigen Schritt für einen konsequenten Jugendschutz und großen Erfolg für die Alkoholprävention». Der Gesetzentwurf wird nun im Bundestag beraten.
Der Kabinettsentwurf sieht vor, dass Jugendliche unter 16 Jahren künftig auch in Begleitung ihrer Eltern keinen Alkohol wie Bier, Wein oder Sekt in der Öffentlichkeit konsumieren oder erwerben dürfen. Drese fordert das schon lange: Gemeinsam mit anderen Ländern brachte Mecklenburg-Vorpommern 2025 erfolgreich eine Initiative in den Bundesrat ein, die die Abschaffung des begleiteten Trinkens forderte. Auch die Gesundheitsministerkonferenz hatte auf Initiative des Bundeslandes entsprechende Schritte beschlossen.
Drese betonte, es dürfe nicht als normal angesehen werden, jungen Menschen schon mit 14 oder 15 Jahren den Einstieg in den Alkoholkonsum zu ermöglichen. Die Ministerin würde sogar gerne noch weitergehen. Vor drei Jahren hatte sie gesagt, am liebsten wäre ihr eine Altersgrenze von 18 Jahren, «wie in den Ländern um uns herum». Aber da es für eine Änderung des Jugendschutzgesetzes Mehrheiten brauche, wären 16 Jahre schon ein Erfolg.