20. September 2026 – dpa
Das Wahlergebnis für seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern ist desaströs, meint CDU-Urgestein Lorenz Caffier. Für den Spitzenkandidaten Daniel Peters hat er dennoch ein anerkennendes Wort.
Der frühere Innenminister und CDU-Landeschef Lorenz Caffier hat dem Spitzenkandidaten seiner Partei nach der verlorenen Landtagswahl seinen Respekt gezollt. «Daniel Peters hat einen ganz engagierten Wahlkampf gemacht mit seinem Team. Das ist wirklich bewundernswert gewesen, wenn man immer wieder hört, das wird schlechter, das wird schlechter», sagte Caffier auf der CDU-Wahlparty in Schwerin.
Die Partei sei aber mit ihren Landesthemen in vielen Fällen nicht durchgedrungen. Das habe auch an der Zuspitzung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auf Rot oder Blau gelegen. Viele potenzielle Wähler hätten die SPD gewählt, um die AfD als stärkste Macht zu verhindern. «Und das hat uns auch sehr erheblich geschadet», meinte Caffier.
Wegen des Bundestrends sei zu erwarten gewesen, dass die CDU ein nicht so gutes Ergebnis erhalten werde. «Aber dass wir darüber nachdenken müssen, ob wir noch im Parlament sind oder nicht, das ist desaströs», sagte Caffier.
Der 71-Jährige war von 2006 bis 2020 Innenminister und von 2011 bis 2020 stellvertretender Ministerpräsident. Den CDU-Landesverband hatte er von 2009 bis 2017 geführt.