14. August 2026 – dpa

Abkühlung

Eisbomben und Duschen: Rostocker Zoo schützt Tiere vor Hitze

Im Zoo Rostock sorgt Tierpfleger Philip Matias unter anderem mit täglichen Duschen für Abkühlung bei der Galapagos-Riesenschildkröte «Isabela». Was der Zoo sonst noch gegen die Hitze unternimmt.

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Für die 31-jährige Schildkrötendame «Isabela» ist die tägliche Dusche eine willkommene Erfrischung.

Mit Duschen, Eisbomben und klimatisierten Rückzugsorten schützt der Zoo Rostock seine Bewohner vor den hohen sommerlichen Temperaturen. Für die Tiere gibt es je nach Art unterschiedliche Möglichkeiten, sich abzukühlen, wie der Zoo mitteilte.

So bekommt die Galapagos-Riesenschildkröte «Isabela» täglich eine Dusche von Tierpfleger Philip Matias. Das Abduschen gehöre zur regulären Pflegeroutine und diene dem Tier zugleich als Beschäftigung. An besonders warmen Tagen ist das Wasser zudem eine willkommene Erfrischung. Die drei Riesenschildkröten des Zoos können außerdem in Wasserbecken im Innen- und Außenbereich baden oder sich in einen klimatisierten Innenbereich zurückziehen.

Als wechselwarme Tiere sind Galapagos-Riesenschildkröten auf ihre Umgebungstemperatur angewiesen. Morgens nutzen sie die Sonne zum Aufwärmen, bei zunehmender Hitze halten sie sich lieber im Schatten auf. Abkühlung für die Tiere sei bei den Temperaturen besonders wichtig, denn die Obergrenze der erträglichen Körpertemperatur liege bei 36 bis 39 Grad Celsius. Höhere Körpertemperaturen führen zum Tod der Tiere. Im sogenannten Darwineum leben derzeit drei weibliche Galapagos-Riesenschildkröten: Nanda ist 13 Jahre alt, Espanola 22 und Isabela 31. Nanda ist mit 96 Kilogramm aktuell das schwerste Exemplar. Die Tiere können theoretisch mehr als 170 Jahre alt werden.

Auch andere Arten bekommen bei Hitze zusätzliche Erfrischung. Wassersprenger halten die Rasenflächen der Entenvögel feucht. Eisbären können sich in schattige, kühle Betonboxen zurückziehen und in ihren Wasserbecken baden. Bei Bedarf duscht das Pflegeteam auch sie ab.

Für manche Tiere verbinden die Pfleger Abkühlung und Beschäftigung: Sie frieren etwa Fisch in Eisblöcken ein. Um an das Futter zu gelangen, müssen die Tiere das Eis aufbrechen.

Der Baumbestand im Zoo sorgt eigenen Angaben zufolge ebenfalls für viel Schatten. Bei hohen Temperaturen ziehen sich viele Tiere allerdings ins Wasser, in schattige Bereiche oder in kühlere Innenräume zurück und sind dann mitunter schlechter zu beobachten.

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