11. Juni 2026 – dpa
Die Gesundheitswirtschaft gehört neben Landwirtschaft und Tourismus in MV zu den wichtigen Branchen. Ein zentrales Thema: Krisenfestigkeit. Darum geht es auch bei einer Konferenz in Rostock.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat anlässlich der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft die Bedeutung der Branche für Mecklenburg-Vorpommern hervorgehoben. In dem Bereich entstünden 14,3 Prozent der Bruttowertschöpfung des Bundeslandes und mit rund 152.000 Menschen arbeite jeder und jede fünfte Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft, sagte sie zum Auftakt der Konferenz in Rostock.
Dabei sei die Wertschöpfung in den letzten Jahren fast kontinuierlich gewachsen und betrage nach neuesten Zahlen 7,8 Milliarden Euro. 2021 seien es noch 6,5 Milliarden Euro gewesen. An der 21. Auflage der zweitägigen Konferenz nehmen mehrere hundert nationale und internationale Expertinnen und Experten teil. Partnerland ist in diesem Jahr Lettland.
Tagungspräsident Marek Zygmunt hatte in dieser Woche die Krisenfestigkeit der Branche als wesentliche Herausforderung betont. «Die Gesundheitswirtschaft ist eine Branche im steten Wandel – insbesondere in der Zeitenwende. Die daraus resultierenden Konsequenzen sorgen häufig für Zündstoff und Konflikte», so der Mediziner Zygmunt.
Von der Bundesregierung erhoffe er sich zeitnah Antworten für die Umsetzung der Krankenhausreform und die Reform der ambulanten Versorgung. Wichtig für die Wirtschaft seien auch die künftigen EU-Regeln für die Zulassung und Markteinführung medizinischer Produkte.
Hier gehe es um aufwendige Prozesse und hohe Kosten. Mittlerweile aufgeschobene Regulierungen hätten bei ihrer Umsetzung eine Abwanderung vieler Firmen aus der EU zur Folge. Die Themen der Konferenz reichen von Innovationen in der Medizintechnik und Künstliche Intelligenz bis hin zu Prävention und Fitness im Kontext von Longevity, der Förderung von Start-ups und jungen Talenten.